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Trennung nach 13 Jahren

E

Einhörnchen26
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Ich habe tiefe Verwurzelungen aus der Entwicklung. Es fehlt mir an Autonomie. Ich habe die Liebe meiner Eltern nie in Frage gestellt aber gerade bei meiner Mutter war ich immer nur die brave wenn ich alles so gemacht habe wie sie es wollte oder erwartet hat. Ich hatte nie einen Freund. Ich hatte immer Angst vor so einer Verbindung. Erst mit 18, aber das war keine gute Beziehung. On-Off und immer nur am Wochenende.

Ich habe oft einen Rückzieher gemacht wenn ich gemerkt habe es wird ernster. Wenn mich jedoch jemand abgewiesen hat ging es mir sehr schlecht. Ich neige dann auch dazu der Person hinterher zu spionieren. Als wenn ich die Bestätigung suche, dass ich nicht gut genug war weil er schon eine Neue hat. Mit 29 hatte ich dann einen Freund, dass länger ging. Bereits nach 4 Monaten gab es erste Vorfälle mit Schreibereien mit anderen Frauen. Ex oder über Singlebörsen. Ich habe jedoch alles über mich ergehen lassen weil ich nicht wieder zurück zu den Eltern wollte und auch nicht allein sein wollte. Das ging zwei Jahre so. Ich war am Ende, Eifersucht und Kontrolle haben den Alltag bestimmt. Dann gab es einen Knall, er wollte sich trennen wegen der Kontrolle. Dann wurde es besser. Er hörte auf (oder hat es sehr gut versteckt) und ich kontrollierte nicht mehr jeden Schritt. Zwei Jahre später: Meine Freundinnen heirateten alle. Mir machte es zu schaffen, dass er mir keinen Antrag machte. Ich litt sehr darunter, dass ich wohl niemand bin den man heiraten möchte. Nach einem weiteren Jahr und viel Stress mit der Arbeit (von Leiharbeiter zur Festanstellung) bekam ich eine Depression mit Angstzuständen. Er sagte mir damals, er heiratet nicht wenn alle heiraten. Er sei kein Lemming. Danach hieß es ich solle erst beruflich fest irgendwo ankommen, da ich Leiharbeiterin war. Dann war meine psychische Erkrankung der Grund, warum er nicht wollte - ich solle erst gesund werden. Meine Psyche wurde nicht besser. Über Jahre hatte ich immer wieder Angstepisoden. Bis ich 2024 bei meiner jetzigen Therapeutin landete. Es hat lange gedauert bis wir auf den Grund kamen, dass meine Mutter mich nicht los lassen wollte und nie meine Autonomie gefördert hat. Was wohl die Angst vor dem Alleinsein erklärt. Auch die Verstrickung zum Partner wurde immer deutlicher. Meine Gefühle wurden nie ernst genommen. Es wurde immer alles so hingestellt, als sei ich das Problem. Er hat sich auch nie für etwas entschuldigt. Auch ist er mir manchmal vor anderen in den Rücken gefallen. 2025 habe ich es geschafft mich zu trennen. Ich habe gemerkt, dass ich von ihm einfach nicht gesehen und gewertschätzt werde. Die Therapien war und ist sehr anstrengend. Auch das Thema mit meiner Mutter ist sehr anstrengend - ich habe aber nie Unterstützung bekommen, war immer mit allem alleine. Seit Jahren bin ich unglücklich, aber die Angst vor dem alleine sein und der alleinigen Verantwortung hat mich davon abgehalten. Nun lebe ich mit meiner Katze seit März 26 alleine und leide unter den Folgen. Das ich einsam bin, dass ich kein soziales Netz habe, dass ich finanziell tiefer in die Tasche langen muss weil die Wohnung doppelt so teuer ist. Wir habe mit 600Euro warm zu zweit extrem günstig gewohnt. Er ist natürlich drin geblieben. Ich darf jetzt 1100Euro warm alleine zahlen. Das er sich nicht bemüht hat mich zu halten, dass er sein Leben genießt und sich mit anderen trifft, weggeht und offenbar andere Frauen dated. Wir haben trotz Trennung Kontakt weil er mir mit der Wohnung geholfen hat. Aber ihn so zu sehen verletzt mich. Ich frage mich warum er nicht um mich kämpft, warum ich eigentlich nie seine nr 1 bin. Es gibt immer Menschen, die mir vorgezogen wurden und werden. Ich habe Angst nie jemandem zu finden, für den ich die nr 1 bin.

x 3 #1


T
Ich drücke Dich mal feste aus der Ferne. Es tut Mir leid was Du durchgemacht hast. Es tut schon beim Lesen weh. Vorallem hast Du deinen Selbstwertgefühl verloren, oder garnicht erst gehabt. Das Du es geschafft hast jetzt alleine zu leben, kostet viel Kraft , aber zeigt auch das Du Stark bist. Auch wenn es sich erstmal nicht so anfühlt. Wann hast Du Dich getrennt?

#2


A


Trennung nach 13 Jahren

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E
@Taja1976 Danke für die lieben Worte. Es tut mir schon gut, dass man mir nicht sagt "du machst ein Drama daraus, dass ist doch alles nicht schmimm".
Die Trennung war sehr schleichend. Offiziell ausgesprochen habe ich es im April 25. Aber das wurde stillschweigend ausgesessen und so getan als wenn ich wieder meine 5 Minuten hätte. Im November 25 bin ich dann mach langer Wohnungssuche ausgezogen. Leider war es dort furchtbar sodass ich im März 26 nochmal umziehen musste. Er hat mir noch sehr bei den beiden Umzügen geholfen, Boden verlegt, Möbel aufgebaut etc. So waren wir quasi noch irgendwie verbunden. Wir haben auch noch Kontakt, aber der wird immer weniger

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VictoriaSiempre
Liebe Eichhörnchen, es tut mir sehr leid, dass es Dir schlecht geht und Du Dich einsam fühlst Tröstender Smiley

Zitat von Einhörnchen26:
Bis ich 2024 bei meiner jetzigen Therapeutin landete. Es hat lange gedauert bis wir auf den Grund kamen, dass meine Mutter mich nicht los lassen wollte und nie meine Autonomie gefördert hat.

Es ist sicher gut und wichtig, dass Du zusammen mit einer Therapeutin die Gründe für Deine Ängste und Probleme herausgefunden hast. Aber wie geht es da jetzt weiter?

Ich bin selber nicht therapieerfahren, aber aus meiner Laiensicht müsste es doch jetzt irgendwie dazu kommen, dass Dir Skills vermittelt werden, die Dir aus Deiner Lebenskrise heraushelfen (auch wenn das natürlich nicht auf Knopfdruck funktioniert)? Letztlich wird Dir kein anderer Mensch Deine Situation abnehmen oder Dir raushelfen können (mal abgesehen von psychologischer Unterstützung).

Du hast doch schon eine Menge geschafft, dadurch, dass Du Deine Beziehung, in der Du Dich nicht gesehen gefühlt hast, beendet und eine eigene Wohnung bezogen hast. Step by step, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen Zwinkerndes Gesicht

Vielleicht wäre es besser, den Kontakt zum Ex ganz abzubrechen Unwissender Smiley . Denn gut tut er Dir anscheinend nicht, weil Du noch viel zu sehr um ihn kreiselst. Letztlich seid Ihr getrennt (von Dir ausgehend), er kann machen, was er will und Dein Kopfkino ihn betreffend schadet Dir mehr als dass es Dir irgendwas bringt.

Hast Du denn sonstige soziale Kontakte? Es liest sich fast so, als ob nicht, woran liegt das? Das müssen ja nicht unbedingt enge Freunde sein, aber vielleicht gute Bekannte, mit denen Du Dich mal treffen und etwas unternehmen kannst.

x 2 #4


T
@Einhörnchen26 und Er hat Dich einfach gehen lassen .Und das tut Dir so weh.Du hast gehofft das Er kämpft. Wie lange wart ihr denn zusammen? Ich lese aus deinen Zeilen das Du viel am aufarbeiten bist, auch das mit deiner Mutter. Und auch das Du Dich selbst infrage stellst. Du hast es wahrscheinlich immer jedem Recht gemacht, und keiner hat deine Bedürfnisse gesehen. Es ist auch schwer so was abzulegen. Vielleicht hilft Dir trotzdem das alleine Wohnen dabei. Es geht in kleinen Schritten.

#5


Winza
Zitat von Einhörnchen26:
Meine Gefühle wurden nie ernst genommen. Es wurde immer alles so hingestellt, als sei ich das Problem. Er hat sich auch nie für etwas entschuldigt. Auch ist er mir manchmal vor anderen in den Rücken gefallen

Das ist mies und dient seinem Ego, damit er sich besser fühlt.

Zitat von Einhörnchen26:
Er sagte mir damals, er heiratet nicht wenn alle heiraten. Er sei kein Lemming. Danach hieß es ich solle erst beruflich fest irgendwo ankommen, da ich Leiharbeiterin war. Dann war meine psychische Erkrankung der Grund, warum er nicht wollte - ich solle erst gesund werden.

Also hatte er immer Gründe warum er nicht wollte.
Es liest sich vorgeschobene Gründe.

Zitat von Einhörnchen26:
2025 habe ich es geschafft mich zu trennen. Ich habe gemerkt, dass ich von ihm einfach nicht gesehen und gewertschätzt werde.

Ich finde das ist eine große Leistung 👍

Zitat von Einhörnchen26:
Nun lebe ich mit meiner Katze seit März 26 alleine und leide unter den Folgen. Das ich einsam bin, dass ich kein soziales Netz habe,

Ich finde es schön dass du deine Katze bei dir hast.
Hilft es dir etwas daß sie bei dir ist?

Zitat von Einhörnchen26:
dass ich finanziell tiefer in die Tasche langen muss weil die Wohnung doppelt so teuer ist. Wir habe mit 600Euro warm zu zweit extrem günstig gewohnt. Er ist natürlich drin geblieben

Warum ist er drin geblieben?
Verdient er mehr als du?

Zitat von Einhörnchen26:
Wir haben trotz Trennung Kontakt weil er mir mit der Wohnung geholfen hat.


Zitat von Einhörnchen26:
Aber das wurde stillschweigend ausgesessen und so getan als wenn ich wieder meine 5 Minuten hätte.

Warum?

Zitat von Einhörnchen26:
Er hat mir noch sehr bei den beiden Umzügen geholfen, Boden verlegt, Möbel aufgebaut etc. So waren wir quasi noch irgendwie verbunden

Warum macht er das?
Kann er dich nicht loslassen?

#6


alleswirdbesser
Zitat von Einhörnchen26:
Ich litt sehr darunter, dass ich wohl niemand bin den man heiraten möchte

Das muss aber nicht an dir liegen, nicht jeder hält etwas davon zu heiraten, schon gar nicht weil andere das tun.

Auch dass er dich bei deinen beiden Umzügen unterstützt hat und so eingebracht hat, zeigt doch, dass er dich als Menschen wertschätzt und dich nicht im
Stich lassen wollte.

Als Paar habt ihr nicht funktioniert, das hast du selbst eingesehen und warst so stark die Trennung durchzuziehen. Nun lebt jeder sein Leben, er ist für dich nicht verantwortlich, im Grunde selbst in einer Beziehung muss jeder selbst die Verantwortung für sich tragen. Und das hast du getan, indem du dich getrennt hast. Das war sehr stark von dir, vor allem wenn man bedenkt, wie es dir ging und geht.

Ich hoffe die Therapie wird dir weiter helfen und auch dass du Menschen findest, mit denen du gute Verbindungen aufbauen kannst, muss nicht eine Beziehung sein, sondern eine gute Freundschaft. Dann ist man auch nicht so allein.

#7


Worrior
@Einhörnchen26
Oweia das hört sich aber düster an und solche Dinge darfst Du Dir nicht einreden.
Durch Dein Mindset ziehst Du auch unbewusst ein ganz seltsames Klientel an potentiellen Partnern an.

Du bist gut so wie Du bist, mit all Deinen Stärken, Schwächen, Makeln und Unzulänglichkeiten.
An dem was Dir nicht gefällt arbeitest Du ja bereits.

#8