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Trennung nach 14 Jahren teilweise schweren Jahren

S

Spike15
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Hallo,

ich möchte mir heute mal alles von der Seele schreiben und eure Meinung zu meiner Situation hören.

Ich bin mit meiner Frau seit 14 Jahren zusammen, die letzten 8 davon verheiratet. Wir haben 2 Kinder, 6 und 8 Jahre alt.
Die ersten 6 Jahre unserer Beziehung waren ein Selbstläufer. Da war alles einfach und super. Wir entscheiden uns für ein Kind und es klappte auch sofort. Unser Kind kamm leider mit einem Gendefekt auf die Welt. Er ist soweit top fit, aber am Rande der geistigen Behinderungen. Als wir die Diagnose bekommen haben, war meine Frau bereits mit Kind Nummer 2 schwanger. Kind Nummer 2 ist kern gesund.

Während meine Frau noch mit Kind Nummer 2 schwanger war, entschieden wir uns, in ihr Elternhaus zu ziehen und es zu sanieren. Ihre Eltern wohnen auch noch hier.

Ich machte alles selber. Es wurden alle Böden raus gerissen bis auf die Balken runter, und alle Decken runder gerissen. Alle Rohre und Strom erneuert und alles neu gemacht. Es wurde sogar angebaut.

In dieser Zeit wurde ihr Papa schwer krank und lag im Sterben. Er wurde kurz vor knapp noch gerettet. Ist aber seit dem nicht mehr so belastbar.

Dann ist unsere Tochter auf die Welt gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir also einen Umbau am laufen, einen Sohn mit Handicap wo wir nicht wussten in welche Richtung es sich entwickelt, einen kranken Schwiegervater und dann Kleinkind Nummer 2.

Im ersten Lebensjahr unserer Tochter zogen wir dann in das Haus ein. Hatten aber immer noch jede Menge zu arbeiten an dem Haus. Und was passiert dann? Meine Schwiegermutter würde schwer krank. 14 Operation am bauch in 6 Wochen und eine letzte not OP bei der sie beinahe gestorben wäre. Hat es aber zum Glück geschafft. Gesundheitliche Probleme hatte sie schon früher, da aber wegen dem Fuß. Der war dann ein halbes Jahr später so kaputt das man ihn abnehmen musste.

Unser Hausumbau war immer noch im vollen Gange.

Da sagte meine Frau auf einmal zu mir, sie wünscht sich ein drittes Kind.
Ich war fix und fertig. Wir hatten seit Jahren nur Probleme und keinen Moment zum durchschnaufen, 2 Wickelkinder Zuhause, 2 angeschlagene Schwiegereltern mit im Haus, und waren noch nicht ganz mit dem Umbau fertig.

Ich sagte eindeutig nein. Und damit begann das Ende unserer Beziehung. Hier war rückblickend glaub ich der Punkt.
Meiner Frau ging es damit richtig schlecht. Sie wollte so sehr ein drittes Kind. Wir waren sogar bei der Paarberatung um uns helfen zu lassen. Aber auch die sagten, ein drittes Kind wenn nur einer es will, wäre falsch. Und meine Frau soll mal darauf schauen, woher dieser starke Wunsch kommt. Weil es für sie richtig schlimm war, diesen Wunsch nicht erfüllt zu bekommen.

Ich habe dann unterbewusst das Gefühl entwickelt, immer wenn ich meiner Frau nahe war, und emotional erreichbar, kommt sie wieder mit diesem Thema. Und dann diskutieren wir eine Stunde, jeder sagt seine Argumente, und am Ende ist meine Frau am Boden zerstört, weint fürchterlich und braucht wieder 2 Tage um in die Spur zu kommen.

Also zog ich mich emotional zurück. Nicht mit Absicht. Aber unterbewusst und aus Angst. Wir kuschelten nicht mehr viel auf dem Sofa, die Umarmung wurden kürzer und weniger innig. Sex gab es teilweise nur alle 2 Monate. Und das über knappe 3 Jahre hinweg.

Ich konnte einfach nicht anders. Jedes Mal bei dem Kinderthema war meine Frau danach so fertig, deswegen wollte ich diesem Thema aus dem Weg gehen.
Der Kinderwunsch bestand immer noch.

Meine Frau spürte natürlich das etwas nicht passt bei uns und hat das ein oder andere Mal schon gesagt, unsere Beziehung fühle sich nicht richtig an und da fehlt doch etwas. Ich sagte halt immer dass das Alltag sei und doch alles OK ist.

Vor einem halben Jahr suchte sie das Gespräch mit mir. Sie sagte, sie hat das Gefühl ihr fehlt etwas, sie hat sich früher nie richtig ausgelebt und sie fragt sich ob dass was wir hier haben, alles gewesen sein kann. Sie würde sich so gerne mal ausprobieren und diese Gedanken machen ihr Angst. Wenn ich ihr einen Freifahrtschein geben würde, würde es so viel Druck von ihr nehmen. Sie wüsste garnicht ob sie ihn nutzen würde, aber der Druck wäre weg. Mann muss dazu sagen, sie war 19 als wir zusammen gekommen sind und ich war ihr erster Freund.

Ich war völlig von der Rolle und wusste überhaupt nicht weiter. Ich machte sofort einen Termin bei einer Paartherapie aus. Die erste Sitzung machte ich alleine, die zweite machten wir zu 2. Der mann war nicht gerade der beste, aber das war nicht so wichtig. Er fragte sie ob da evtl ein anderer Mann schon im Spiel ist an den sie da denkt, sie sagte nein.
Ich hatte da einen im Hinterkopf. Aber sie sagte ja dem ist nicht so.

Sie kann immer wieder mit diesem Thema an, war verzweifelt und meinte, sie kann so nicht mehr und wenn ich es ihr nicht erlaube es auszuprobieren, hat es mit uns keinen Sinn mehr. Sie will einfach mal ausbrechen. Nur für einen Abend im Monat. Einmal nicht Mama, Ehefrau, organisatorin sein. Ich Depp hab natürlich ja gesagt. Ich hätte so Angst sie zu verlieren. Dachte mir den einen Abend im Monat, den halt ich schon aus.

Hab mich im Internet eingelesen über offene Beziehungen und so. Und wollte dann regeln aufstellen.

Hab gesagt auf keinen Fall im Freundeskreis. Da war es dann schon wieder bei ihr vorbei. Sie sagte dann kann sie es auch gleich bleiben lassen und ich meine es ja dann garnicht ernst.

Ich sagte wieder OK und änderte meine Entscheidung, sagte aber nicht mit dem einem Mann, der mir schon lang ein dorn im Auge war. Sie sagte erst OK, aber dann ist sie wieder angekommen und sagte das sie glaubt dass es nur mit ihm klappen könnte. Weil sie ihn kennt und er Recht locker nimmt mit den Frauen. Er immer wieder andere am Start hat, und sie glaub das er bei sowas dabei wäre.

Was hab ich natürlich wieder gemacht? Richtig, ich habe zugestimmt. .
Einfach aus Angst sie uns alles andere zu verlieren.

Ab dem Moment fiel wirklich eine lasst von ihr und sie fühlte sich leichter. Wir näherten uns wieder an und hatten ein kurzzeitiges hoch. So kannte ich sie garnicht mehr. So gut gelaunt und befreit. Sie hat bis dahin noch nicht mit dem anderen Mann gesprochen und ich dachte mir, so gut wie es gerade läuft, macht sie es vielleicht ja auch gar nicht.

Eines Nachmittags wollte sie ein Gespräch. Sie weinte fürchterlich und sagte sie muss mir was beichten. Sie sagte, sie hatte im Sommer einen Seitensprung. Also noch vor dem ersten Gespräch. Sie wollte mir aber nicht sagen mit wem. Ich war ihr nicht böse, ich verstand endlich alles. Ich war erleichtert, endlich zu kapieren was los war. Wollte aber dann schon wissen mit wem. Sie hatte so Angst das ich sie verlasse würde. Ich sagte das ich das nicht mache werde wegen so einem Ausrutscher.

Es war genau der Mann mit dem sie jetzt das andere probieren wollte.

Sie fragte mich ob das ausgemachte dann jetzt hinfällig sei. Ich sagte zu ihr, ja. Das ich das dann nicht mehr möchte. Sie sagte OK, und sie ist einfach nur froh dass ich sie nicht verlasse.

5 Tage später heulte sie wieder Rotz und Wasser und sagte mir dass ihr in unserer Beziehung trotzdem einfach gerade was fehle und wenn sie das andere jetzt nicht ausprobieren kann, wir uns auch gleich scheiden lassen können. Ich natürlich wieder total Panik bekommt und zugestimmt dass sie das machen kann was wir zuvor ausgemacht haben.

Sie sagte mir immer, es ist ohne Gefühle und ist für sie einfach nur ein ausbrechen aus dem Alltag und sie will trotzdem uns und unsere Familie erhalten.

Lange Rede kurzer Sinn. Sie war dann 3 mal verteilt auf 3 Monate bei ihm. Und hat jetzt Ende November sich von mir getrennt. Sie sagt er spielt da keine Rolle, er war einfach nur das Symptom für unsere Probleme die wir davor schon hatten. Sie könnte sich auch nie eine Beziehung mit ihm vorstellen weil er komplett anderst tickt wie sie und das nicht gut gehen würde.

Aber sie merkt einfach das sie überhaupt keine Gefühle mehr für mich hat und sich deswegen jetzt trennen will.

Ich kann jetzt dann ausziehen aus dem Haus das ich 7 Jahre lang umgebaut habe, muss meine Kinder verlassen und stehe alleine da.

Und das verrückte ist, ich liebe sie noch immer. .

x 8 #1


R
Ich weiß gar nicht wirklich, was ich da schreiben soll.

Solche Geschichten machen einen unendlich traurig und wütend.

Du reißt Dir den A... auf, damit ihr es als Familie gut habt und die Prinzessin muss unbedingt ein 3. Kind, dann unbedingt den Freifahrtsschein, obwohl sie ihn schon längst genutzt hat.

Ihre Bedürfnisse stehen immer meilenweit über Deinen, das kann nicht gutgehen.

Das Schlimme daran, 2 Kindern wird die Familie genommen und Du wirst finanziell die nächsten knapp 2 Jahrzehnte auf dem Zahnfleisch gehen. Alles nur wegen diesem Egoismus.

x 18 #2


A


Trennung nach 14 Jahren teilweise schweren Jahren

x 3


U
Männer, die in andere Beziehungen einbrechen, sind oft eher an dem Nervenkitzel, aber selten an einer langfristigen Beziehung mit der Dame interessiert bzw. es kommt dann auch relativ schnell zu Streitigkeiten. Und dann steht sie wieder da und erzählt dir unter Tränen, dass alles ein Riesenfehler war und du nimmst sie dann zurück.

Aber du solltest dir eine andere Frage stellen: Willst du solch eine Frau überhaupt noch? Und die Antwort müsste relativ klar sein. Wenn du an dem Punkt bist, wäre das der erste Schritt zur Heilung.

x 10 #3


S
Ich bin mir schon bewusst dass ich auch meinen Teil dazu beigetragen habe. Durch die Emotionale Distanz ist sie halt Emotional verhungert. Und dann kommt da einer daher der die vertrocknete Pflanze gießt.

Ich sehe da schon auch meine Anteile.

Sie hat mir dann im Nachhinein erzählt dass er sich in die verliebt hat. Dauernd an ihr rumgebaggert hat. Ihr Komplimente gemacht hat. Das ist halt auf nahrhaften Boden gestoßen.

Sie schämt sich wegen der Sache glaub sehr. Auch jetzt weiß niemand davon.

Sie sagt sie hat sich getrennt weil sie keine Gefühle mehr hat. Der Rest wird verschwiegen. Ich sage es auch niemanden. Soviel Anstand habe ich. Nur meine Mama weiß bescheid. Mit der kann ich reden

x 4 #4


R
Zitat von Spike15:
Der Rest wird verschwiegen. Ich sage es auch niemanden. Soviel Anstand habe ich. ...


Das seh ich nun wieder anders.

Du leidest - aber schützt sie auch noch.

x 4 #5


S
Ich habe Gefühlstechnisch keine Ahnung wenn ich damit alles schützen will.

Die Kinder? Weil bei uns auf dem Dorf heißt es dann gleich, schaut mal, das sind die arben Kinder von der die ihren Mann betrogen hat.

Mich selber? Einfach aus Scham dass mir sowas passiert ist, ich kein besserer Ehemann war um ihr alles zu geben was sie bräuchte.

Oder Sie? Einfach nur aus Hoffnung daß unser Umgang miteinander nicht ganz schlecht wird. Weil irgendwie immer noch die Hoffnung da ist, das mit ein bisschen Abstand und in einem Jahr oder so, wir wieder zu einander finden.

Wahrscheinlich trifft alles zusammen zu.

x 2 #6


Löwin45
@Spike15
Es tut mir wirklich leid.
Wenn ich die Beschreibung deiner Frau lese, erkenne ich keine Person, die erwachsen und verantwortungsvoll als deine Partnerin an deiner Seite stand.
Sie war unzufrieden und wollte ihre eigene Unausgeglichenheit und Leere anfangs partout durch ein drittes Kind füllen.
Allen vernünftigen Argumenten zum Trotz, versuchte sie ständig ihren Kopf mit Tränen und Drama durchzuboxen.
Was für ein Theater.
Dann belog und betrog sie dich.
Als sie es beichtete gab es wieder Tränen und Drama.
Auch eine (einseitige) Öffnung der Ehe setzte sie so durch.
Deine Wünsche und Vorstellungen wurden dabei ständig ignoriert.
Denn, eigentlich wolltest du es gar nicht, stimmtest aber dennoch zu, weil du sie nicht verlieren wolltest.
Somit konnte die dich erpressen.
Nun, so funktioniert eine Ehe auf Augenhöhe aber nicht.

Zitat von Spike15:
Ich bin mir schon bewusst dass ich auch meinen Teil dazu beigetragen habe. Durch die Emotionale Distanz ist sie halt Emotional verhungert.

Ja klar sind beide für das Funktionieren der Ehe zuständig.
Beide!
Es ist schon okay, dass du dein Verhalten in eurer Partnerschaft kritisch betrachtest.
Aber, schau genau hin!
Auch deine Bedürfnisse spielen eine Rolle!
Wie ging es dir denn?
Wie fühltest du dich, als sie mit diesem Mann aus dem Freundeskreis zugange war?

Deine „arme“ Ehefrau, die aufgrund deiner heftigen täglichen Arbeitsbelastung emotional „verhungerte“?
Und du?
Sprach sie auch mal über dich?
Wie wichtig waren ihr deine Vorstellungen, Erwartungen, Träume…?

Du malst hier das Bild einer Frau, die sich wie ein bockiges Kind verhält, das bodenstampfend und egoistisch nur sich selbst sieht und dem die Erfüllung der eigenen Wünsche höchste Priorität hat.
So kann eine Partnerschaft auf Augenhöhe aber nicht funktionieren.

Ehrlich gesagt, würde ich mich sofort juristisch beraten lassen!

Schau jetzt auf dich und deine Kinder.
Setz das Wohl deiner Kinder und dein eigenes in den Vordergrund.
Sie passt schon auf, dass sie selbst nicht zu kurz kommt.
Schütze dich!

x 17 #7


Waris07
Hallo @Spike15 ,

offen gestanden musste ich erstmal schwer schlucken, als ich deine Schilderung gelesen habe. Das ist wirklich sehr heftig, was du erlebt, ertragen und zu schützen versucht hast. Fühl dich daher erst einmal tröstend gedrückt von mir. trost spenden

Es ist deutlich spürbar, wie viel Belastung du über Jahre getragen hast – Umbau, kranke Angehörige, Kinder, eigene Ängste und Sorgen. Kein Wunder, dass du dich in dieser Situation emotional zurückgezogen hast, um dich zu schützen.
Gleichzeitig zeigt dein Geschriebenes, wie viel Verantwortung du übernommen hast – sowohl für deine Familie als auch für den Fortbestand eurer Beziehung. Diese Verantwortung kann niemand allein tragen, und du hast das Recht, deine Grenzen zu achten.

Es ist nachvollziehbar, dass das Verhalten deiner Frau Schmerz, Wut und Trauer auslöst. Ihr Verhalten wirkt unreif und egozentrisch, gleichzeitig ist es wichtig, dir klarzumachen: Du bist nicht verantwortlich für ihre Entscheidungen, ihre Gefühle oder ihre Suche nach Selbstverwirklichung – und ihr Handeln sagt nichts über dich oder deinen Wert aus.

Dein Fokus darf jetzt darauf liegen, deine eigenen Grenzen, Bedürfnisse und Stabilität zu schützen – das kann heißen, Abstand zu wahren, deine Kinder zu begleiten, aber nicht über deine eigenen Kräfte hinaus für Dinge verantwortlich zu sein, die du nicht beeinflussen kannst.

Du darfst trauern, wütend sein, enttäuscht – aber du musst dich nicht von ihrem Verhalten ins Chaos ziehen lassen. Dein Schutz und deine Klarheit sind jetzt das Wichtigste.

x 8 #8


Aina
Zitat von Spike15:
Einfach aus Scham dass mir sowas passiert ist, ich kein besserer Ehemann war um ihr alles zu geben was sie bräuchte.

@Spike15
meiner Ansicht nach steht ihr Wunsch nach einem Kind für etwas anderes an dem sie festhält. Es könnte helfen den wirklichen Grund, der dahinter steht, herauszufinden.

Mit 2 quirligen Kindern, kranken Eltern und Ehemann, der sich für die Familie abrackert
hat sie allgemein betrachtet schon genug zu tun.

Möglicherweise kann sie vor den Eltern flüchten wollen, weil sie dann noch ein 3. Kind vorweisen und sie sich dann nicht um diese kümmern kann? Ist ihre Elternbeziehung ok ?

Fakt ist auch, ihr habt beide nicht rechtzeitig die Notbremse gezogen und euch aus den Augen verloren.

x 1 #9


S
Zitat von Löwin45:
Wie ging es dir denn?
Wie fühltest du dich, als sie mit diesem Mann aus dem Freundeskreis zugange war?

Mir ging es richtig schlecht.
Allgemeine das letzte halbe Jahr ging mir richtig übel. Ich habe 15 Kilo abgenommen, keinen Hunger mehr gehabt. Hatte angst nach der Arbeit heim zu kommen, weil ja heute der Tag sein könnte wo sie es beendet.
Ich habe mich coachen lassen, hab Paartherapie gebucht ( zu der dann wieder mal nur ich bin, weil sie sowas nicht braucht) hab mir eine Väter Kind Kur ohne Kind beantragt, die findet jetzt dann im März statt. Hab Podcast gehört, Beziehungsratgeber gelesen, alles versucht um mich zu ändern oder immerhin meine Sichtweise und Gedanken zu lenken.

Ich hab mich einfach ein halbes Jahr komplett aufgearbeitet.

Sie sagt immer, sie hat die letzten 4 Jahre gekämpft. Da war ich nicht mit im Boot. Sie hat jetzt keine Kraft mehr.

Das war auch ihre Aussage vor 2 Wochen bei der Trennungsberatung. Also die Frau sie fragte ob sie nicht mehr will, oder nicht mehr kann. Da sagte sie, sie kann nicht mehr, sie hat keine Kraft mehr.

Sie sagte nicht, sie will nicht mehr.

Und ja, das glaube ich ihr auch.
Das es mit uns 2 wieder klappen könnte, wäre ein riesiger Kraftakt von beiden Seiten. Mit viel Aufarbeitung und Therapie und allem.

Die letzten 7 Jahre waren auch für sie natürlich sehr kräfteraubende. Sie machte ja alles durch was ich auch durch machte. Das kranke Kind, die Kranken Eltern, der Umbau. Der Mann der sich emotional zurück zieht. Der nicht erfüllten Kinderwunsch.

Über den Seitensprung war sie selber genau so geschockt wie ich. Sie hat sich selber sowas nie zugetraut. Sie ist auch nicht der Typ dafür. Es war unter Alk. sagte sie, und ihr tut es auch wahnsinnig leid mir das alles angetan zu haben

Sie sagte mir dass sie schon seit einem Jahr über eine Trennung nachdenkt, und der Seitensprung einfach ein Signal für sie war, das es bei uns wirklich nicht mehr passt.

Darauf hin merkte sie das von ihrer Seite nicht mehr genug gefühle da wäre.
Sie sagt ich bin ihr als Mensch und Freund total wichtig und bin der beste Papa den sie sich für unsere Kinder vorstellen kann. Aber hier Zuhause ist es für sie halt schon seit sehr langer Zeit nur noch das Gefühl einer WG.

x 1 #10


S
Zitat von Aina:
meiner Ansicht nach steht ihr Wunsch nach einem Kind für etwas anderes an dem sie festhält. Es könnte helfen den wirklichen Grund, der dahinter steht, herauszufinden.

Das haben die von der Paarberatung vor 4 Jahren schon gesagt. Die haben gesagt, ein Wunsch kann erfüllt werden, oder auch nicht, aber er darf nicht so quälend sein.
Sie hatte ja fast schon körperliche Schmerzen deswegen.
Ihr wurde geraten eine Therapie zu machen und das ganze zu beleuchten.

Aber meine Frau ist für so etwas nicht offen. Sie macht sowas lieber mit sich selber aus.

Auch jetzt bei der Trennung als ich ihr nochmal eine Paartherapie vorschlug, lehne sie ab und fragte mich wie viele wir den noch besuchen sollen?

Ich sagte dann zu ihr dass eine reichen würde bei der sie einmal ehrlich wäre.

Bei den beiden Paartherapien im letzen halben Jahr, jedes Mal bei jemand anderem und jedes Mal noch vor dem Geständnis des Seitensprungs, war sie halt nie ehrlich.

Jetzt bei der Familienberatung die uns durch die Trennung begleiten soll, darf das Thema mit dem Seitensprung auch nicht angesprochen werden.

Sie schämt sich einfach glaub so sehr vor sich selber, dass sie das nie jemandem erzählen wird.

x 1 #11


Sonnenschein85
Zitat von Spike15:
Ich habe Gefühlstechnisch keine Ahnung wenn ich damit alles schützen will. Die Kinder? Weil bei uns auf dem Dorf heißt es dann gleich, schaut mal, ...

Ja. Ich denke es ist vielleicht eine Mischung aus die kinder und sich selbst schützen und Verdrängung. Vielleicht willst du das mit dem anderen noch nicht richtig wahr haben weil es verletzend ist.
Es würde auch wahrscheinlich wenig bringen es nun in die Welt hinaus uu posaunen. Allerdings brauchst du auch sicher Jemanden zum reden. Als Ventil für deine Verarbeitung der Trauer. Du solltest nicht alles runter schlucken. Hast du einen guten Freund zum reden?

x 2 #12


A
Zitat von Spike15:
Aber sie merkt einfach das sie überhaupt keine Gefühle mehr für mich hat und sich deswegen jetzt trennen will.

Das glaub ihr mal bitte, denn so hat sie sich auch benommen.

Ansonsten finde ich es wichtig, dass du deinen Kummer irgendwo (Freunde, Familie, hier?) lassen kannst. Prio muss haben, dass du auf die Füße kommst.

Versuche Abstand zu ihr zu kriegen. Du kannst nicht mit der Person heilen, die mit der Grund für deinen Kummer ist und vor allem würde ich ihr nicht mehr vorbehaltlos alles glauben. Sie hat dich schon sehr betrogen finde ich.

Ist sie eigentlich so ne Dramaqueen wie es sich hier liest? Immer ausrasten, heulen, verzweifeln?

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unbel-Leberwurst
Zitat von Spike15:
Ich bin mir schon bewusst dass ich auch meinen Teil dazu beigetragen habe. Durch die Emotionale Distanz ist sie halt Emotional verhungert. Und dann kommt da einer daher der die vertrocknete Pflanze gießt.

Ich sehe da schon auch meine Anteile.

Habt ihr das denn vorher nicht gesehen?
Ihr ward sogar zweimal zur Paartherapie. Mir fehlen hier die Rettungsversuche zu Zeiten, wo es noch nicht zu spät war

x 1 #14


S
Zitat von Akelei76:
Ist sie eigentlich so ne Dramaqueen wie es sich hier liest? Immer ausrasten, heulen, verzweifeln?

Eigentlich überhaupt nicht.
Sie ist sehr gebildet, gut organisiert, Ehrgeiz und Zuverlässig.
Sie kann sehr einfühlsam sein und ist eine tolle mami für unsere Kinder.

Seit aber über einem Jahr ist sie einfach oft nur schlecht gelaunt. Mies drauf und nörgelt an allem Rum.

Was schon immer der Fall war ist die Tatsache das sie schon immer alles bekommen hat was sie wollte.
Also jetzt nicht Materiell sonder wenn jemand was machen hat sollen.
Das war schon bei ihr Zuhause im Elternhaus so und dann auch in unserer Ehe.

Ihre Eltern haben schon immer zu mir gesagt, mit ihr braucht man nicht diskutieren, man zieht eh den kürzeren.

So war das auch bei uns. Bis zu dem Thema mit dem Kind. Das war das erste Mal das es nicht so kam wie sie es wollte.

Und seit dem ist unsere Beziehung in Schräglage.

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