Wirklich, zieh Dir diesen Schuh nicht an, dass es Deine Schuld ist. Das sind alles seine Rechtfertigungsstrategien. Lass die bei ihm. War hier (23 Jahre, 3 Kinder, Warmwechsel) genauso.
Zitat von dufti007: ich finde diese Art macht auch die Kommunikation jetzt sehr schwer und aufgrund der Kinder muss man ja leider kommunizieren. Und wenn man immer wieder einen reingewürgt bekommt, ist es unendlich schwer. Ich weiß nicht wie ich da gegenan kommen soll. Ich habe sowieso schon Probleme mit ihm zu kommunizieren nachdem wie er mich abserviert hat.
Ja, furchtbar. Ich habe die Giftigkeit und die ständigen Vorwürfe meines Ex echt auch kaum ertragen, vor allem vor dem Hintergrund, dass ich psychisch ohnehin schon am Boden war. Es hilft wirklich nur (1) Dir immer wieder zu sagen, dass es nichts mit Dir zu tun hat und (2) den Kontakt auf ein Minimum und möglichst nur einen Kommunikationsweg (E-Mail) zu reduzieren.
Zitat von dufti007: als er mir mal schrieb das er ja schon Jahre keine bis kaum Gefühle mehr für mich hatte. Zumal mein Kleinster 3 Jahre alt ist. Und dann auch über die Jahre nichts zu sagen,
Da wäre ich sehr sicher, dass das so nicht stimmt.
Zitat von dufti007: Er ist hier raus und man merkt wirklich nicht das wir 18 Jahre zusammen waren. Und soviel Liebe, Energie und Herzblut er jetzt in die Neue steckt soviel Kälte schlägt mir entgegen. Ich frage mich warum.
Rechtfertigungsstrategie - er redet sich ein, dass Du furchtbar bist und so behandelt er Dich auch. Umgekehrt: Je "furchtbarer" er Dich redet, desto toller muss ja dann Next sein (Kontrastverstärkung). Damit kann er ganz sicher sein, das Richtige getan zu haben.
Zitat von dufti007: Aber meiner Tochter das auch zu sagen, wir hätten uns schon Jahre auseinander gelebt fand ich auch nicht schön. Wie fühlt sich das für das Kind an…in dem Zusammenhang war es ihm auch wichtig den Großen zu sagen, dass er nicht wegen der Neuen gegangen ist. Aber das bezweifle ich, denn wenn man seit Jahren nichts mehr empfindet, warum hatte er nicht den Mumm eher zu gehen? Sie wird der Auslöser gewesen sein.
Da würde ich wirklich ganz deutliche Worte finden. Das geht gar nicht und er sollte die Hintergründe der Trennung auf Paarebene (bzw. seine "Wahrheit" davon) ohnehin von den Kindern fernhalten - meist wollen die das auch gar nicht wissen und was sie auf keinen Fall hören wollen, ist eine Abwertung Deiner Person und der ehemaligen Familie.
Es wird bei Euch so gewesen sein wie bei vielen: Langjährige Beziehung, Alltags- und Kinderstress, natürlich keine Schmetterlinge mehr wie am Anfang, aber (denke ich) ein guter, vertrauensvoller Umgang, gewachsene Liebe. Dann hat er die Neue kennengelernt, sie himmelt ihn an, ist "ganz für ihn da", bewundert ihn, hat Zeit für ihn, s. ist alles neu, die Gespräche sind so aufregend, innig und "tiefgehend" ... Das hat dann gezeigt, "wie es auch sein kann" - und wenn das seine Prioritäten sind, dann hat natürlich die langjährige Beziehung keine Chance dagegen. Daraus wird dann im Nachhinein "schon jahrelang unglücklich". Und ja - natürlich müsste man sich in dem Fall fragen, warum er nie etwas gesagt hat (habe ich bei meinem Ex getan und keine vernünftige Antwort erhalten). Zudem wäre es natürlich sehr erstaunlich, wenn der Entschluss, sich zu trennen, rein zufällig zeitgleich mit der Affäre mit Next gefallen wäre, aber mit ihr überhaupt nicts zu tun hätte. Der typische Spruch, der dann immer kommt, ist ja "sie war Auslöser, aber nicht Ursache". Den habe ich ja absolut gefressen: Wenn ich unglücklich bin, dann versuche ich, das zu verbessern oder ich trenne mich. Warum brauche ich einen "Auslöser"?
Zitat von dufti007: Er hat den Drang diese Trennung zu rechtfertigen. Er ist das Opfer was schon jahrelang eine miese Beziehung hatte und jetzt endlich wieder glücklich ist. Ganz im Gegensatz zu mir.
Ja, ganz klassisch.