8

Trennung nach 19 Jahren

Andi234

Andi234
Mitglied

Beiträge:
4
Themen:
1
Danke erhalten:
4
Mitglied seit:
Ich würde vor einer Woche nach 19 Jahren Beziehung verlassen.2 Kinder 14 j und 11j .Nun muß ich mir (Mutter) eine neue Wohnung suchen .Nun habe ich Angst alles zu verlieren ,weil ich befürchte die Kinder wollen in ihren gewohnten Umfeld bleiben.

• x 3 #1


A


Trennung nach 19 Jahren

x 3


Andi234

• #2


Pinselstrich
Willkommen hier im Forum, auch wenn es einen traurigen Grund hat. Erst einmal - tut mir leid, dass gerade alles schlimm zu sein scheint, oder ist. 🤗

Wieso musst du dir denn eine neue Wohnung suchen? Gehört deinem Mann das Haus, oder steht er allein im Mietvertrag? (Je nachdem wie ihr lebt)

Du könntest dich rechtlich auch beraten lassen.

Für die Kinder ist jetzt bestimmt wichtig, dass sie nicht den Druck haben, sich zwischen Mama & Papa entscheiden zu müssen & sie Stabilität von beiden Elternteilen erfahren. Gerade in der Pubertät kann ja alles sehr schwierig sein, da ist man ja auch schon genug mit sich selbst und allen Veränderungen beschäftigt.

Du bist als Frau & Mutter jetzt aber definitiv nicht weniger wert, aufgrund der Trennung, auch wenn ich dich verstehe. Eine Trennung nach 19 Jahren ist natürlich hart und ein Schock.

Vielleicht magst du ja noch ein bisschen mehr erzählen. Du bekommst Ratschläge & kannst dir alles von der Seele schreiben. Das tut manchmal auch ganz gut. Es ist ja alles noch sehr frisch. Damit muss man erstmal klarkommen.

• #3


Waris07
@Andi234

Erst einmal ein ganz herzliches Willkommen hier bei uns. Auch wenn der Anlass natürlich kein schöner ist, ist es gut, dass du den Weg hierher gefunden hast. Aufmunternde Emojis

Nach 19 Jahren Beziehung vor einem Neuanfang zu stehen, ist sicher alles andere als leicht. Und dann sind da noch die Sorgen um die Kinder und die vielen Fragen, die gerade auf dich zukommen. Da kann einem schon mal der Kopf schwirren.

Wenn du magst, schreib dir hier einfach alles von der Seele. Oft tut es schon gut, sich alles einmal von der Seele zu schreiben. Du wirst hier bestimmt viele liebe Menschen treffen, die dir zuhören und dich ein Stück begleiten.

Magst du ein bisschen erzählen, wie es zu der Trennung gekommen ist?
Und vielleicht magst du auch erzählen, was dir gerade am meisten auf dem Herzen liegt und wobei wir dich unterstützen können. Brauchst du jemanden zum Zuhören, möchtest du deine Gedanken erst einmal sortieren oder gibt es etwas ganz Konkretes, bei dem du gerade Hilfe gebrauchen könntest?

Fühl dich gedrückt! Tröstender Smiley


-------

@Forenleitung, beim Erstellen der Threads ist wohl ein kleines Missgeschick passiert. Könntet ihr die beiden bitte zusammenführen?

• x 3 #4


Andi234
Vielen Dank für die herzliche Aufnahme.🙂
Ich bin mit der Situation völlig überfordert und total verzweifelt. Ich hab noch nie eine eigene Wohnung einrichten müssen.Das ganze organisieren,was jetzt alles auf mich zu kommt, finanzielle Sorgen,die ganze Wohnsituation im Moment,ich kann niemanden etwas davon erzählen weil wir es den Kindern noch nicht gesagt haben.Alles total furchtbar.Zu der Trennung kam es wohl schleichend.Wir hatten schon lange unsere Probleme .Ständig Streit ,seine Ungeduld und zum Teil cholerische Art .Verschiedene Ansichten von Kindererziehung.Ich war unzufrieden,hab mich auch sexuell zurückgezogen.Bestimmt ein großer Fehler,aber das ständige gestreite war sehr belastend,ich hab es nicht mehr gefühlt .Ich hab verzweifelt versucht ihn zu Ändern .Bei ihm kam es so an dass ich kein Verständnis für ihn habe und ihm nur Vorwürfe mache.Und nun sagte er mir dass er mich zwar noch sehr mag ,aber nicht mehr liebt.Ich hätte es eigentlich kommen sehen müssen ,aber ich dachte 19 Jahre und zwei Kinder wirft man nicht einfach so weg.😔

• x 1 #5


HappyMike
@Andi234

Wenn ich Deine Zeilen lese, habe ich den Eindruck, dass diese Trennung, so schmerzhaft sie gerade auch ist, langfristig vielleicht das Richtige für Dich und auch für Eure Kinder sein könnte.

Du beschreibst eine Beziehung, in der es schon lange Streit, Unzufriedenheit, Ungeduld und cholerisches Verhalten gab. Du hast Dich emotional und körperlich zurückgezogen, weil Du Dich offenbar nicht mehr wohlgefühlt hast. Das ist für mich kein Fehler, den du Dir jetzt vorwerfen solltest, sondern möglicherweise eine verständliche Reaktion auf eine Beziehung, in der Dir zunehmend etwas gefehlt hat.

19 gemeinsame Jahre und zwei Kinder sind unglaublich viel. Aber die Dauer einer Beziehung allein ist kein Grund, an etwas festzuhalten, das beide Menschen schon lange nicht mehr glücklich macht. Und manchmal ist eine friedliche Trennung für Kinder gesünder als ein gemeinsames Zuhause, in dem ständig Spannungen herrschen.

Was mir besonders auffällt: Du hast gerade weniger Angst davor, diesen Mann als Partner zu verlieren, sondern vor allem davor, Dein gesamtes bisheriges Leben zu verlieren. Deine Sicherheit, Dein Zuhause, Deinen Alltag und möglicherweise die Nähe zu Deinen Kindern. Das ist nach nur einer Woche absolut nachvollziehbar.

Aber bitte verwechsle diese Angst vor dem Unbekannten nicht mit dem Wunsch, in Deine alte Beziehung zurückzukehren.
Auch Deine Kinder lieben nicht nur ihr gewohntes Zuhause. Sie lieben ihre Mutter. Nur weil sie vielleicht zunächst in ihrer vertrauten Umgebung bleiben möchten, bedeutet das nicht, dass sie sich gegen Dich entscheiden. Versucht gemeinsam, ohne Druck und Loyalitätskonflikte eine gute Lösung für sie zu finden.

Und was Deinen Selbstwert betrifft: Du bist nicht weniger wert, nur weil Dein Partner Dich nicht mehr liebt. Sein Entschluss sagt nichts darüber aus, was Du als Frau, Mutter und Mensch wert bist.

Hol Dir Unterstützung, auch bei rechtlichen und finanziellen Fragen, bevor Du Entscheidungen über die Wohnsituation triffst. Und vertraue Dich zumindest einem Menschen an. Du musst diese Last nicht alleine tragen, nur weil Eure Kinder noch nichts wissen.

Vielleicht wirst Du irgendwann zurückblicken und erkennen, dass diese Trennung nicht das Ende Deines glücklichen Lebens war, sondern der Anfang eines anderen.

Mein wichtigster Rat: Kämpfe jetzt nicht um eine Beziehung, in der Du Dich selbst schon lange nicht mehr wohlgefühlt hast. Kämpfe für Dich, Deine Stabilität und eine gute Zukunft mit Deinen Kindern.

Du hast gerade das Gefühl, alles zu verlieren. Aber vielleicht bekommst Du mit der Zeit auch etwas zurück, das in den vergangenen Jahren verloren gegangen ist: Deine innere Ruhe, Deine Lebensfreude und das Gefühl, wieder ganz Du selbst sein zu dürfen. ❤

so long, alles Gute!

• x 1 #6


Andi234
Vielen Dank für deine lieben Worte! Ja vielleicht ist er mir einfach nur zuvor gekommen mit der Trennung.Aber es fühlt sich trotzdem furchtbar an.Ich habe auch Angst vor Einsamkeit .Er war mein Anker....meine Hauptbezugsperson in meinem Leben.Ich habe auch nicht soviele Freunde ,bin eher introvertiert,lerne nicht so schnell neue Menschen kennen.War jahrelang nur für meine Familie da und es war mir eigentlich auch genug.Jch befinde mich gerade im freien Fall....ich glaube mein Selbstwert war noch nie besonders hoch....ich glaube ich bin mit 46 noch garnicht richtig erwachsen .

• #7


Liv211
Liebe Andi,
es tut mir Leid, dass Du gerade vor so einem großen Berg von unbekannten und Angst machenden Sachen stehst.

Vor einigen Jahren ging es mir wie Dir, verlassen nach gut 30 Jahren, Kinder… ein Albtraum.
Erst einmal war ich auch wie gelähmt und wusste nicht, wo ich anfangen sollte.

Du klingst so, als wärst Du schon lang nicht mehr glücklich.
Ich weiß, gerade kannst Du es noch nicht sehen. Aber es kommt die Zeit, da wirst Du wieder mehr „bei Dir“ sein und Dich frei fühlen von jm immer alles Recht zu machen, Streit usw.

Wenn die Kinder es noch nicht wissen, hast jm, dem Du richtig vetraust? Dass Du Dich da anvertrauen kannst?
(Ich hab das anfangs auch nicht, weil die Kinder es erst später erfahren sollten.. würde ich nicht mehr so machen)

Wenn es geht, kopiere Sachen wie Gehaltszettel oder Versicherungen…
Und gehe zu einem Anwalt für Familienrecht und lass Dich beraten.
Das ist sehr wichtig.
Arbeitest Du? Wie kommst Du da zurecht?

Dann die Frage zur Wohnung…
Warum solltest Du raus und nicht er? Auch da kann Dich der Anwalt beraten.

Ich war genauso durch den Wind. Aber wenn die ersten Fragen und Sorgen geklärt sind, geht es Schritt für Schritt weiter. Bestimmt.🤗
Ich hab dann sogar das Haus halten können, bin mit den Stunden hochgegangen, hatte das erste eigene Auto….
Wirklich - man schafft viel mehr als man denkt, einfach weil man muss.
Das klappt bei Dir auch.
Alles Liebe.🌼

• #8