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Trennung nach 3 Jahren

heliherz

heliherz
Mitglied

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Hey,
mein Freund hat sich vor 4 Tagen von mir getrennt. Ich hatte die Beziehung Verlustängste und habe mich ständig beschwert, dass er zu wenig macht. Ich hatte so eine Riesen Angst vor der Trennung, dass es mich innerlich zerstört hat. Ich war nicht mehr ich selbst und habe mich angepasst. Nun ist es passiert und ich fühle mich befreit. Mir geht es besser als in der Beziehung und ich will ihn momentan nicht zurück. Wie kann das sein? Denkt ihr, ich verdränge alles und es kommt noch was? Hinzu kommt, dass er im gleichen Haus, wie ich wohnt. Allerdings in einer anderen Wohnung. Ich habe Riesen Angst ihn zu sehen. Ich möchte am liebsten nichts von ihm hören und sehen, um den Fortschritt nicht zu zerstören. Ist es in Ordnung, dass ich mich erleichtert fühle oder denkt ihr, ich sollte mich mehr damit konfronieren? Seid 2 Tagen kann ich gar nicht mehr weinen.

x 1 #1


P
Zitat von heliherz:
Ich hatte so eine Riesen Angst vor der Trennung, dass es mich innerlich zerstört hat.

Zitat von heliherz:
Mir geht es besser als in der Beziehung und ich will ihn momentan nicht zurück. Wie kann das sein?


Meine Theorie ist genau das. Du meinst du hast dir oft Gedanken darüber gemacht wie es wohl sein könnte, Drama, alles ganz schlimm...
Und dann merkst du, dass es am Ende auch nur eine Trennung war und morgen sowieso wieder die Sonne aufgeht. Vielleicht ist es einfach eine Art Erleichterung, die ziemlich typisch ist. Normalerweise für denjenigen der sich trennt, aber wenn du das eh auch schon unterbewusst wolltest, weshalb es dir nun besser geht, ist es nicht so außergewöhnlich.

Das du bewusst verdrängst glaube ich nicht, weil dann würdest du ja gar nicht darüber nachdenken ob du verdrängst. Reine Logik.

Ich vermute aber sehr, dass es noch schlimmer werden wird. Drei Jahre sind nichts gegen vier Tage. Du stehst noch mitten im Tornado und verstehst kaum was los ist, bzw. bist ganz froh darüber, dass es nicht so schlimm ist wie befürchtet.
...mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kommt da aber noch was. Eure Bindung von drei Jahre geht ja nicht spontan weg. Der klassische Liebeskummer. Aber vielleicht ist er auch nicht ganz so sehr ausgeprägt, da du eh abschließen wolltest.

Das beste ist natürlich keinen Kontakt zu haben und das zu tun was dir gut tut.

x 3 #2


A


Trennung nach 3 Jahren

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M
Zitat von heliherz:
und es kommt noch was?



Ja.

#3


-Ronja-
@heliherz

Mir erging es genau so nach der Trennung wie dir... Hatte auch lange mit Verlustängsten zu kämpfen und konnte deshalb nicht gehen. Dann war es nach langem Leiden soweit und ich fühlte mich gut, voller Energie und die Angst vor der Angst ließ nach. Bin dann ausgezogen und hab mir mein neues Leben aufgebaut. Habe dann erstmal gemerkt, was da eigentlich bei mir los war innerlich usw. Warum konnte ich nicht gehen... Was habe ich lange unterdrückt usw.

Es kam dann etwas später auch Trauer, Wut, ... Und das war auch gut so.
Ich hatte mich ca 1 Jahr vorher schon emotional getrennt, der Schritt zu gehen kam dann 01/24.

Da hab ich dann viel aufgearbeitet und bin momentan noch dabei.
Ich persönlich denke nicht, dass man eine Beziehung von heute auf morgen verarbeiten kann. Das braucht Zeit und es ist völlig normal und gut, auch den Schmerz anzunehmen und zuzulassen. Das bringt Heilung!

Du bist auf dem Weg.
Nimm ihn so, wie er kommt und vielleicht freust du dich ja auch auf einen Neuanfang.

#4


L
Zitat von heliherz:
Ist es in Ordnung, dass ich mich erleichtert fühle oder denkt ihr, ich sollte mich mehr damit konfronieren? Seid 2 Tagen kann ich gar nicht mehr weinen.


Liebes @heliherz, das ist mit Abstand der amüsanteste Beitrag, den ich je von einer Verlassenen gelesen habe.


Es ist voll in Ordnung befreit und erleichtert zu sein und nicht mehr weinen zu können. Wenn noch was kommt, wirst du eh in der ersten Reihe deiner selbst sitzen und es mitbekommen, also genieße den Moment der Selbstüberraschung! Glücklich

x 1 #5