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Trennung nach 4 Jahren mich zerreißt es innerlich

Cecelia

Hallo Zusammen,

ich rechne zwar bereits mit einschlägigen negativen Meinungen, möchte meinen Kummer aber trotzdem hier los werden. vorab vielen Dank für Eure Zeit!

Mein Freund hat sich nun nach 4 Jahren Beziehung, fast genau am Jahrestag, endgültig von mir getrennt.
Leider ist dies nicht unsere erste Trennung und wir waren bereits 2x getrennt, jährlich exakt zur selben Zeit, man konnte schon die Uhr danach richten.
Dennoch für mich bricht wieder Mal eine Welt zusammen und diesmal glaube ich daran das es endgültig ist.

Zu unserer Geschichte:

Wir kannten uns über den Bekanntenkreis schon etwas länger.
Haben auch immer wieder Kontakt miteinander aufgenommen, es sollte aber nie zu einem Treffen kommen da wir jeweils immer bereits in anderen Beziehungen vergeben waren.
Im Juni 2014 war es aber dann soweit und wir konnten uns so richtig kennen und lieben lernen. Mit anfänglichen Schwierigkeiten sich auf einander einzustellen (hatten beide ein sehr verplantes Leben) haben wir es schließlich doch hinbekommen uns miteinander zu arrangieren. Wir führten einen gemeinsamen Kalender ein mit der Zeit spielten wir uns auch aufeinander ein.

So nahm unsere Geschichte ihren Lauf.
Wir hatten viele (wirklich sehr viele) Höhen und Tiefen die auch zu Beginn bedingt durch mein berufsbegleitendes Studium einhergingen. Uns mangelte es quantitativ sowie qualitative an Zeit zu Zweit und so verloren wir uns immer mehr aus den Augen und diskutierten und Stritten um belanglose Dinge (wobei es leider auch des Öfteren Handgreiflich wurde).
Wir entschlossen uns in dieser Zeit zu einer Paartherapie zu gehen um es gemeinsam schaffen zu können und die damalige Therapeutin war leider ziemlich entsetzt da sie meinte er hätte stark narzisstische Züge und sie wäre sich nicht sicher ob er nicht an einer massiven Persönlichkeitsstörung leide.
(Ich hingegen glaube das 4 Jahre später noch immer nicht. da er so wunderbare Seiten an sich hat und auch sehr liebevoll und führsorglich sein kann wenn ich ihn mal nicht mit meinen Problemen belade bzw. wenn ich diese nur subtil anklingen lassen habe)
Er trennte sich also im Juni 2016 von mir zum 1. Mal. 1 Woche nachdem ich beim Studium abgeschlossen hatte und wir nun endlich Zeit für uns hatten.

Die Zeit danach war schwer, so hatte ich das Gefühl meinen Lebenspartner für immer verloren zu haben.
Auch mit unseren vielen Streitigkeiten sind wir uns so extrem ähnlich das es erschreckend ist und unsere Interessen, Vorstellungen und Werte decken sich fast zu 100%. Ich zog also aus und versuchte mein Leben neu zu sortieren was mir immens schwer viel da ich plötzlich so erschreckend viel Zeit hatte dass ich nicht wusste was ich mit ihr anfangen sollte.
Nach 4 Wochen Funkstille fing ich dennoch an um ihn wochenlang zu kämpfen.
Trotz seiner immer wiederkehrenden Zweifel und seiner Aussagen dass er uns keine faire Chance mehr geben könnte wurden meine Bemühungen schließlich belohnt und wir kamen im August 2016 wieder zusammen.

Leider (das große leider) konnte ich diese Zeit danach nicht gut nutzen (eventuell sollte ich hier wir sagen, aber ich gehe mal nur von mir aus).
Verunsichert durch die erste Trennung und den vielen schlechten Worten aus seinem Mund die dabei fielen war es mir nicht mehr richtig möglich zu meiner ursprünglichen Größe zurück zu finden und so wurde ich immer depressiver, launischer und zurück gezogener was schließlich dazu führte dass er immer mal wieder sagte er würde so nicht mehr mit mir zusammen sein wollen. Da er leider fürchterlich stur und sehr uneinsichtig ist und ich immer wieder versuchte ihm zu erklären, dass ich über viele seiner Worte und Taten mir gegenüber sehr traurig bin (könnte ich unzählige aufzählen wo sich bestimmt einige auf den Kopf greifen würden ) brachten ihn solche Erklärungsversuche in Rage da er sich zunehmend persönlich von mir angegriffen fühlte und er der Meinung war ich würde ihm nur ein schlechtes Gewissen einreden wollen.
Dennoch hatten wir weiterhin Höhenflüge und verbrachten wunderschöne Tage und Wochen zusammen (fühlte sich vielleicht nur für mich so an. ich weiß es nicht).

Wir schafften es schlussendlich irgendwie einen Alltag in unser Leben zu bringen wobei nun er sowie ich wieder beide vielbeschäftigt waren und dafür an den Wochenenden unsere Zeit zu Zweit genossen.
Dennoch holten mich seine bösen Worte und die vielen Eskalationen (teils mit Gewalt) immer wieder ein und meine Grundstimmung war eher niedergeschlagen.

Dies trug natürlich nicht gerade positiv zu meiner/unserer Situation bei. Immer wieder wurde ich mit Vorwürfen konfrontiert pessimistisch zu sein oder nur schwarz zu malen und es würde ihn unfassbar nerven dass ich nicht die fröhliche Partnerin als die ich mich zu Beginn 2014 verkauft hatte.
So verschärfte sich zunehmend die Situation weiter zwischen uns wobei ich den Absprung verpasste ihm wieder die selbstbewusste und energiereiche Frau zu zeigen in die er sich verliebt hatte.

Schließlich gab es um Juni 2017 wieder heftigen Streit zwischen uns der so ausartete und mit den Worten beendet wurde dass er mich nicht mehr lieben würde und aus Mitleid würde er nicht mit mir zusammen bleiben wollen und er hoffe ich würde endlich aus seinem Leben verschwinden damit er sich wieder voll und ganz auf seine Zukunft und eventuell einer neuen Frau konzentrieren könnte.

Ich versuchte die Sache noch zu retten, habe ihm Vorschläge und mir selbst Ultimaten gestellt aber diesmal nutzte dies alles nichts und er beharrte auf seinem Standpunkt dass dies nun das Ende sei.
Er suchte auch da wieder erstmals tatsächlich Abstand und verschwand so schnell wie er auch wieder gekommen ist und versuchte mir so gut aus dem Weg zu gehen wie nur möglich.
Trotzdem, lies er sich immer wieder zu Gesprächen hinreißen und vermittelte mir auch nach wie vor das Gefühl ich sei ihm wichtig und so meinte er immer wieder "er glaubt dass eine Beziehung mit mir wunderschön sein kann wenn ich endlich meine Ängste und Sorgen in den Griff bekommen würde".
Diesmal konnte ich ihn leider nicht davon überzeugen, dass viele meiner Ängste und Sorgen durch seine Taten und sein Verhalten ausgelöst wurden und er kreidete mir immer wieder an dass ich diese auch schon vor ihm hatte und sie durch meine Kindheit bedingt sind. (Er hat nicht ganz unrecht damit und ich habe ihm auch viele Dinge über mich erzählt, allerdings kann man solche negativen Erfahrungen aufarbeiten oder so wie er immer wieder darauf herum eiern sodass das Gefühl nur noch weiter verstärkt wird. )
Ich zog also wieder aus, suchte mir eine neue Wohnung, bereitete alles vor und fing wieder an um ihn zu kämpfen. Und siehe da, im August 2017 lies er sich wieder zu einem Neuanfang hinreißen und zog schlussendlich zu mir.

DIESMAL wollte ich also alles richtig machen. ich gab mir entsetzlich Mühe, versuchte alle unsere Differenzen der Vorjahre zu analysieren, sie aufarbeiten und nicht mehr machen und *trara* es klappte blendend!
Jedoch war der fahle Beigeschmack seiner Einstellung "ich müsste ihm nun endlich beweisen dass ich eine gute Partnerin sein kann" immer wieder zu spüren. Egal. ich redete mir immer wieder ein, dass ich es ja so wollte und mit dieser Einstellung gelang es mir alles umzusetzen was zuvor schief lief. Mit dem schleichenden Prozess, dass ich nun anfing mich selbst zu verlieren. . ich war so damit beschäftigt mich auf ihn und seine Bedürfnisse zu fokussieren, dass ich mich, meine Interessen und meine Wünsche verloren hatte und ganz und einheitlich zu einem Teil von ihm wurde. quasi also abhängig.
Aber ich hatte endlich mein Ziel erreicht! Ständig fielen Sätze wie "jetzt endlich bist du die beste Freundin die man sich vorstellen kann", "du bist mein Leben", "du bist meine Welt", "ich will dass du weißt dass ich dich liebe und immer zu dir stehen werde", etc.

Ich bemerkte zwar den schleichenden Prozess dass meine Verlustängste und Sorgen dadurch immer größer und schlimmer wurden, versuchte diese aber weitestgehend zu unterdrücken. Nur in Streitsituationen gelang mir dies nicht immer. Ich muss dazu sagen, dass er oft leider eine sehr fordernde und stichelnde Art an den Tag legt und mich bei vielen Gelegenheiten spüren lasst wenn ich etwas nicht so toll hinbekommen hatte bzw. das er sich mehr von mir erwartet. Er meinte so hätte ich mich ja immer zu Beginn unserer Beziehung verkauft.
In Streitsituationen wollte er also immer seine Ruhe und ich immer darüber reden damit ich es beim nächsten Mal besser machen konnte. und so schaukelten sich Nichtigkeiten bis in den Himmel und es kam wieder zu diversen Eskalationen (leider auch wieder mit Gewalt) die aber nur noch 1x im Monat eintrafen. Aber in mir breitete sich eine "Grundtraurigkeit" aus. ich hatte das Gefühl ich kann nichts wirklich richtig machen.


Was ich dabei nicht bemerkte ist, das er sich scheinbar gänzlich von mir entfernte. Und je weiter er sich entfernte desto fordernder wurde er.
Da wir nach wie vor viele gemeinsame Interessen und Hobbies bis ins Extreme teilten und auch gemeinsam viel unterwegs waren und in die Zukunft planten konnte ich es nicht voraussehen was sich schließlich anbahnte.

Nun sind wir im Juni 2018 angekommen (und laut Uhr sollte dies ja nun wieder der obligatorische Trennungsmonat sein) und siehe da, er suchte mit mir Haus! Buchte mit mir Urlaub für Juni 2019 und unterschrieb mit mir sogar den Kaufvertrag. Er sagte mir er würde mich lieben und es so schön finden dass ich mir so Mühe gebe und wir würden zusammen halten und alles gemeinsam schaffen.

Ja dachte ich. 13. Juni ich hatte ein schreckliches Gefühl im Magen, ich rief ihn in der Arbeit an, er ging nicht ran. Ich entschied mich früher von der Arbeit nach Hause zu fahren und was finde ich vor? Ihn und wie er gerade Sachen packte, mir einen Brief unter die Nase hielt und ich konnte nur noch heulen. . nichts mehr sagen nur noch heulen. dann warf ich wütend Sachen durch die Gegend bis ich schließlich seinen Brief las. darin stand, dass ich so ein toller Mensch mit einer reinen Seele sei und er mich gar nicht verlassen will und er weiß was ich bin und was ich sein kann und dass er mir nur die Zeit geben möchte wieder eigenständiger zu sein da ich von ihm zu sehr abhängig bin
(das er das aus mir machte will er nicht sehen und leider kann er auch nicht mehr als 7 Tage zurück denken und sehen das es früher nicht so war, in positiven Belangen halt, das Negative wird oft hervor gekehrt)

Leider musste ich so heftig weinen und habe so heftig geklammert das er aggressiv wurde und immer wieder betonte dass ich ihm nicht mal die Möglichkeit gebe zu mir zurück zu wollen und schließlich wurde es wieder handgreiflich weil er versuchte "mich abzuschütteln", er lies seine ganze Wut und Enttäuschung an mir raus, sodass ich wie ein Haufen Elend am Boden lag und bitterlich weinte.

Er zog danach aus, telefonierte aber noch ein paar Mal mit mir. Sagte mir dabei immer wieder das für ihn die 4 Jahre verschwendete Zeit waren. Er will nicht mehr warten bis ich es irgendwann hinbekomme meine Probleme für mich selbst zu lösen, er hat versucht sich 4 Jahre damit abzufinden er kann nicht damit umgehen. Leider trauert er dem Ganzen auch überhaupt nicht nach weil ich die meiste Zeit nur Belastung für sein Leben war. Natürlich war nicht alles sch. aber ich soll mich in den Spiegel sehen und damit Leben dass ich alleine die Beziehung kaputt gemacht habe. Er wünscht mir von Herzen, dass ich meine Probleme für mich klären kann aber halt ohne ihn. Und er bittet mich seinen Wunsch zu respektieren und ich soll nicht traurig sein und nach vorne schauen.

Für mich brach eine Welt zusammen, war er ja meine Bezugsperson, sodass ich ihn weiterhin täglich kontaktierte (ich weiß ich hätte es lassen soll aber ich konnte damit nicht umgehen so in der Luft zu hängen vor Allem weil in seinem Brief stand "ich will dich nicht verlassen nur Zeit geben wieder zu dir selbst zu finden"). Jedenfalls blockierte er mich daraufhin überall, reagierte auf nichts mehr, führte aber noch ein 58 minütiges Gespräch mit meinen Eltern.

In diesem betonte er immer wieder das er wüsste was ich für ein toller Mensch sei und wer ich bin und wer ich sein kann aber wir landen seit 4 Jahren immer am selben Punkt und er hat keine Lust mehr darauf sich damit zu beschäftigen das ich in seinen Augen einfach pessimistisch bin und er will das Leben genießen.

Einsicht von seiner Seite ist leider überhaupt keine da und es schmerzt so entsetzlich, die Schuld daran zu tragen seinen Lebensmenschen verloren zu haben. Ich habe noch nie vorher so sehr jemanden geliebt und ich habe wirklich alles versucht in dieser Beziehung umzusetzen. Schlussendlich war er oft nicht zufrieden mit vielen Dingen die ich tat und war meiste Zeit damit beschäftigt die negativen Dinge an mir hervorzuheben was natürlich viele Selbstzweifel aufgebracht hat. Aber wenn ich es mal geschafft habe meine Probleme nicht anzusprechen sondern für mich zu behalten war es die schönste Zeit die wir miteinander nur haben konnten ! Er verlor nach und nach die Geduld.

Getrieben von meiner Verzweiflung wollte ich ihn nun Freitag nochmal zu einem Gespräch bewegen und habe vor seiner Haustür auf ihn gewartet. Er meinte er hat keine Lust auch nur einen Satz mit mir zu sprechen da wir 4 Jahre lang genug geredet und versucht haben und ich hab es einfach nicht auf die Reihe gebracht meine Ängste in den Griff zu bekommen. Daraufhin hab ich ihn kurz ins Vorzimmer begleitet und er meinte er würde mit mir draußen sprechen. Ich habe dann etwas verunsichert geantwortet "das ich ihm nicht mehr vertraue" und er meinte ich kann ihm vertrauen wir sprechen draußen nochmal. Und als ich dann den Fuß vor die Tür gesetzt habe hat er hinter sich geschlossen und die Tür verriegelt. Aus dem Fenster noch ein Video von mir gemacht damit er seiner Familie erzählen konnte dass ich vor seinem Haus gewartet habe und dann alle Vorhänge und Fensterläden zugezogen und sein Handy ab geschalten.

SO hatte er mich noch nie behandelt. ! In keiner einzigen Trennung davor ! Und er sagte mir noch 2 Tage vor der Trennung er liebt mich über alles ! Und hat mit mir Haus geschaut und einen Urlaub für nächstes Jahr gebucht!

Er meinte auch im Gespräch mit meiner Familie das es nicht geplant war aber das er so nicht mehr könne und sie sollen auf mich aufpassen. .

Jedenfalls bin ich nervlich am Ende. ich spiele mit Selbstmordgedanken und schaff es seit Wochen nicht aus dem Haus. ich fühle mich als hätte ich ein Schild umgeschnallt mit den Worten "Achtung verletzlich, bitte hier schießen!".
Ich hab das Gefühl nie wieder so lieben zu können! Die Gemeinsamkeiten und Interessen, er selbst betonte immer wieder ich sei seine perfekte Ergänzung in diesem Punkt! Wir verbrachten gegen Ende fast 24h damit unseren Hobbies nachzugehen und zu reisen. und dann das !

Ich bin sehr selbst reflektiert und arbeite viel an mir selbst und weiß auch dass ich Fehler mache die oft nicht notwendig sind, aber Fehler kann man doch verzeihen und zusammen halten oder? Ich gebe mir die Schuld, dass ich einfach nichts wirklich umsetzen konnte was meine "Grundtraurigkeit" gehoben hätte sodass wir einfach miteinander glücklich werden hätten können.

Ich verstehe nicht wieso er seinen Anteil nicht sehen kann! Wieso er sagt, dass es ausschließlich an mir liegt und er hätte eh alles versucht! Ich lese dann alte Textnachrichten wo ich die Bestätigung sehen kann dass er schreibt ich bin so fixiert auf ihn und dann überkommt mich so ein entsetzlich schlechtes Gewissen dass ich am liebsten von der Brücke springen will.

Aber die Jahre zuvor. da war ich auch nicht fixiert auf ihn und da haben ihn andere Dinge gestört und ich konnte jedes Jahr immer mehr in den Griff bekommen. nur jetzt am Ende haben ihn meine Verlustängste und mein Sprechbedarf weggetrieben!

Er ist mein Lebensmensch, ich liebe alles an ihm, auch seine "schlechten" Seiten. Oder seine anderen Ansichten, weil ich sie als Bereicherung für mich Leben sehen kann.

Er hingegen hat mich 2 Tage vor seiner Trennung angerufen und geheult und gesagt er akzeptiert mich nicht so wie ich bin. er hat mir danach folgende Sätze geschickt:

- Ich wünsche mir, nicht ständig über die vielen Themen reden und diskutieren zu müssen, die meine Partnerin beschäftigen und belasten, da diese mich oft überfordern oder meine innere Nerven überstrapazieren

- Ich wünsche mir in Momenten in denen meine Partnerin mit ihrem Sprechbedarf meine Grenzen überschreitet, dass sie dann meinen Wunsch nach Abstand akzeptiert und respektiert und mich dann in Ruhe lässt.

- Ich wünsche mir, dass meine Partnerin im Umgang mit Geld, Lebensmittelen, der Umwelt und Wertvorstellungen eine ähnliche Sicht mit mir teilt, da mich zu starke Abweichungen sehr zum zweifeln bringen und mich enttäuschen

Aber das sind doch alles keine Gründe die man nicht zusammen aufarbeiten kann? Er meint wir haben genug geredet und genug versucht, ja sogar eine Paartherapie gemacht und es hat alles nichts genutzt er will sich nicht weiter damit beschäftigen in seinem Leben.

Ich glaube diesmal ist es endgültig. weil von ihm wirklich nichts mehr kommt, nichts mehr! Und mir tut es so weh dass ich so viel von mir und meiner Energie in diese Beziehung gesteckt habe und ihm tut es nicht einmal weh! Er vermisst mich nicht einmal! Ich wünsche mir das er nur 1 einziges Mal um mich so kämpft wie ich immer wieder um ihn kämpfe !

Und ich versuchte ihm oft klar zu machen dass er mich mit seinen Worten und Texten verunsichert. aber er meinte immer wieder es ist nicht seine Aufgabe darauf zu achten wie er etwas sagt sondern es ist meine Aufgabe zu lernen mit Gesagtem umzugehen. Ich sollte nicht so sensibel sein und auch Spaß verstehen. .

Ich weiß nicht wie ich das jemals aus mir raus bekommen soll. wir haben alle 2 Wochen Urlaub gebucht bis Ende des Jahres und er macht das jetzt alles Alleine oder mit Freunden und ich sterbe in meinem Schmerz.

24.07.2018 14:52 • #1


Ama


Hallo @cecelia,

puhhh was für eine schlimme Geschichte und Beziehung. Leider aber der Verlauf von toxischen Beziehungen.
Ich lese auch, und wie ja auch die Paartherapeutin es sagte, dass dein Ex ganz starke narzisstische Verhaltensweisen zeigt, wenn er auf Grund der starken physischen und emotionalen Gewalt dir gegenüber nicht sogar an einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung oder ähnlichem leidet.
Schlussendlich ist es aber egal, was er hat. Es geht jetzt darum, dass du wieder auf die Beine kommst. Du gehst nicht mehr raus und hast Selbstmordgedanken. Bitte begebe dich in die Hände von Fachleuten. Das kann zuerst dein Hausarzt sein, der dich an einen Spezialisten überweist oder es gibt auch Psychiatrische Notdienste in einigen Krankenhäuser. Da hilft dir Google, die Telefonnummern zu finden.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und dass es dir bald wieder besser geht.

24.07.2018 15:46 • #2



Trennung nach 4 Jahren mich zerreißt es innerlich

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Diina


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Hallo Cecelia

Deine Geschichte erinnert mich sehr an meine letzte Beziehung, die mein Exfreund vor 2 Monaten beendet hat.
Ich finde mich und meine Probleme in vielem was du geschrieben hast wieder. Jedoch lief unsere Beziehung nicht so lange wie eure (nicht mal ein ganzes Jahr), daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass bei dir der Trennungsschmerz noch viel intensiver sein wird als bei mir. Auch ich kenne diese Situation nur zu gut, alles zu geben und an sich zu arbeiten, damit die Beziehung funktioniert. Zudem war es auch in meiner Beziehung so, dass er nur sehr wenig Einsicht hatte und mir zu verstehen gab, dass ich alles verbockt habe mit meinem Verhalten. Anfangs der Trennung war ich so verzweifelt, dass ich selbst glaubte, dass ich ein schlechter Mensch sei und man mit mir keine vernünftige Beziehung führen kann. Mittlerweile bin ich aber soweit, dass ich sagen kann, niemand ist perfekt, jeder hat seine Fehler. Die hat auch er. Ich glaube nicht, dass es bei uns beiden einen "schuldigen" gibt. Es passte auf die Dauer einfach nicht. Ich bin sehr sensibel und habe ein vermindertes Selbstwertgefühl. Er ist pragmatisch. Dadurch fiel es ihm schwer, sich in meine Lage zu versetzen (vermute ich). Ich konnte in den vergangenen acht Wochen sehr viel über mich selbst reflektieren. Obwohl es auch jetzt noch immer schlechtere Tage gibt, denke ich, es ist gut sind wir auseinander gegangen. Auf Dauer ist ein Verbiegen und herunterschlucken der Probleme (meinerseits) nicht die Lösung. Ich möchte mich jetzt zuerst mal auf mich selbst konzentrieren, insbesondere auf mein vermindertes Selbstwertgefühl. Dies werde ich nun auch genau in einer Therapie anschauen.

Ich wünsche dir viel Kraft und glaube mir, auch wenn du es jetzt nicht wahrhaben willst; es wird ganz bestimmt besser.
Hast du Freunde, denen du dich anvertrauen kannst und mit denen du etwas unternehmen kannst, die dich etwas ablenken? Wie alt bist du?

Deinen Zeilen entnehme ich, dass du so wie ich ein sensibler und sicherlich sehr liebenswerter Mensch bist. Irgendwann wirst du einen Mann treffen, der dies zu schätzen weiss und auch damit umgehen kann.

Hättest du wirklich eine Zukunft gesehen, wenn du dich vor ihm immer verbiegen musst, um ihm zu gefallen?

Hast du auch schon mal überlegt, in Therapie zu gehen?

Ich drücke dich ganz fest.

Diina

24.07.2018 17:06 • #3


FeelsBadMan


Hey Cecelia,

ziemlich heftig, was du alles so erlebt hast. Auf mich wirkst du von dem was du so schreibst her, als sehr vernünftig. Du hast jahrelang alles versucht für ihn zu tun, hast alle Schuld auf dich genommen, und hast versucht alles besser zu machen, zum Wohle eurer Beziehung. Ich denke aber man kann hier festhalten: Egal was du gemacht hättest, es wäre trotzdem so gekommen. Du hättest ihm sein Traumauto kaufen können, er hätte sich absolut nicht geändert. Die Hilfe braucht ganz klar er, was er über vier Jahre mit dir abgezogen hat, grenzt an bzw ist psychische Gewalt. Er hat dich im Prinzip so lange psychisch attackiert, bis du jetzt sogar bei Selbstmord-Gedanken angekommen bist. Er braucht auf jeden fall ganz dringend Hilfe, denn so etwas würde er mit jeder abziehen. Deine Absichten waren ja nur gut. Es ist jetzt vielleicht schwer einzusehen, nur es ist mehr als gut, dass es vorbei ist. Es muss so sein. Ansonsten wird dein Zustand nur noch besser. Vier Jahre waren genug. Jetzt solltest du sagen "Ich lass mich von ihm nicht mehr so zerstören" Ich kann mich außerdem Ama nur anschließen, wenn du mit Selbstmordgedanken spielst, dann solltest du am besten Heute noch Hilfe suchen. Gerade bei Selbstmord Gedanken, solltest du einsehen, dass du wirklich Hilfe brauchst.

Ich hoffe, dass es dir bald besser geht. Lass dich nicht runterziehen!

24.07.2018 17:39 • #4


Cecelia


Danke für eure Rückmeldung !

Ja meine Familie und auch Freunde wären auch für mich da, allerdings lehne ich dies immer wieder ab da ich mich einfach total zerstört fühle und von niemanden irgendwelche "Floskeln" hören möchte von wegen es wird besser etc.

Ich 27, und ich weiß es heißt immer das Leben ist da noch nicht vorbei etc. aber ich habe noch nie zuvor so sehr geliebt... und ich kann mir auch nicht vorstellen nochmal so lieben zu können.

Vor Allem aber lese ich mich seit Tagen durch dieses Forum und wenn ich dann lese das sich tlw. Menschen nach 20-30 Jahren trennen dann überkommt mich einfach nur Angst...

Ich verstehe so etwas nicht! Wenn man doch mit einem Menschen an seiner Seite so viel Zeit und so viel Momente geteilt hat... dann kann einem *nichts* im Leben auseinander reißen, kein billiges "Verliebtheitsgefühl" oder sonst etwas... ich kann so ein Verhalten gar nicht nachvollziehen und es stimmt mich traurig und entsetzt zu "wissen" dass mir weiterhin so ein Leben bevorstehen kann wo sich der vermeintlich Richtige aus heiterem Himmel trennt?!?!?

Zum Thema Therapie... ja ich war schon bei einigen Therapeuten um meine Kindheit aufzuarbeiten und im Endeffekt bin ich mir all dem sehr Bewusst... aber es ist immer schwierig Emotionen im Alltag zu kontrollieren und manchmal passieren einem Ausrutscher im Affekt.... sprich man rastet vielleicht kurz aus weil man etwas in den falschen Hals bekommen hat. Ich finde aber das man als Partner solche Dinge doch auch einfach irgendwie akzeptieren kann.
Schließlich akzeptiert man ja umgekehrt genauso viele Verhaltensweisen von seinem Partner....

25.07.2018 10:49 • #5


Ama


Hallo Cecila,

hier im Forum sammeln sich ja besonders die ganz negativen Geschichten und Trennungen. Menschen, die sich gütlich trennen, weil sich z.B. beide schlicht entliebt haben, wirst du hier nicht lesen, weil diese Menschen damit alleine klar kommen. Daran solltest du dich jetzt nicht zu sehr orientieren, aber auch spüren, dass du nicht alleine mit deinem Schmerz bist.

25.07.2018 10:58 • #6


mcteapot


Zitat von Cecelia:
aber ich habe noch nie zuvor so sehr geliebt... und ich kann mir auch nicht vorstellen nochmal so lieben zu können.

Das war doch keine Liebe, weil Liebe erwidert wird. Lass dir das durch den Kopf gehen. Du warst noch nie so verstrickt, noch nie so abhängig, was er von und mit dir will. Das als Liebe zu titulieren ist -----

25.07.2018 10:59 • x 2 #7


Ama


Zitat von mcteapot:
Das war doch keine Liebe, weil Liebe erwidert wird. Lass dir das durch den Kopf gehen. Du warst noch nie so verstrickt, noch nie so abhängig, was er von und mit dir will. Das als Liebe zu titulieren ist -----

Das sehe ich auch so.
Der Mann liest sich so, als wenn er gar nicht lieben kann aufgrund seiner Persönlichkeit. Das hat nicht mit dir zu tun. Wenn du es gerade noch nicht alleine sehen kannst, dann vertrau dem, was die Paartherapeutin als Fachmann dazu sagte.

Du hast ihn vermutlich wirklich sehr geliebt. Mittlerweile bist du aber vor allem in einer emotionalen Abhängigkeit drin. Auch das ist keine Liebe mehr.

Ich würde dir raten, dich von einem Therapeuten begleiten zu lassen, damit du da wieder rauskommst.

25.07.2018 11:04 • x 1 #8


mcteapot


Zitat von Ama:
Du hast ihn vermutlich wirklich sehr geliebt.

Widerspruch
Du warst vermutlich schwer verliebt, das war es dann aber auch schon. Abhängigkeit mit Liebe verwechseln, macht krank

25.07.2018 11:06 • x 1 #9


Cecelia


Naja, natürlich hat er diese Liebe immer wieder erwidert....

Es gab ja unzählige schöne und tolle Momente zwischen uns und er kann einen auf Händen tragen wenn es mal nicht zu großen Differenzen kommt...

Ich glaube schon dass Liebe und viel Emotion dahinter war sonst hätten wir nicht 4 Jahre zusammen verbracht.

Aber in seinen Augen muss halt Liebe und Beziehung "einfach Einfach" sein und er sucht "Friede Freude Eierkuchen" für zumindest einen Großteil der Beziehung.

Er hat kein großes Durchhaltevermögen in Konfliktsituationen, nicht mehr... weil er meint das wir seit 4 Jahren mit den selben Themen herumeiern.... ihm ist halt die Geduld abhanden gekommen.

Was ich teilweise verstehen kann und teilweise auch wieder gar nicht...

25.07.2018 11:07 • #10


Ama


Zitat von mcteapot:
Widerspruch
Du warst vermutlich schwer verliebt, das war es dann aber auch schon. Abhängigkeit mit Liebe verwechseln, macht krank

Bin ich bei dir. Habe es nur anders ausgedrückt.

Und Cecela beschäftige dich mal bitte mit Menschen, die starke narzisstische Tendenzen haben. Findest dazu viel im Internet. Da kannst du machen, was du willst und dich verbiegen, wie du willst, diesen Menschen wirst du NIE genügen. Das zu ihm.

Schau bitte auf dich! Bleib bei dir! Denke über dich nach.

25.07.2018 11:11 • x 1 #11


Cecelia


Danke für die Worte.

Ich habe sehr viel über narzisstische Persönlichkeitsstörung gelesen und auch 3 Bücher darüber aber letzten Endes kann ich es mir dann doch nicht ganz vorstellen.

Er hat zwar viele dieser Züge wenn er wütend und enttäuscht ist aber die meiste Zeit davon ist er schon sehr Einsichtig und versucht auch an sich zu arbeiten...

Wären da halt nicht die Momente wo er nur aus Zorn und Wut nichts einsehen will und meist bin ich dann die "Wurzel allen Übels"......

25.07.2018 11:48 • x 1 #12


Rinah

Rinah


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Liebe Cecelia,

was ich aus Deiner Geschichte rauslese ist vor allem, dass Du versucht hast es ihm Recht zu machen. Immer und immer wieder. Dass Du Dich verloren hast. Um Dich für ihn zu verbiegen. Er hat Deine Gefühle nicht sonderlich ernst genommen, er wollte immer nur die "perfekte" Frau, die er mal kennen gelernt hat. Dabei hattest Du ja auch schon länger den "perfekten" Mann nicht mehr, den Du kennengelernt hattest.
Das alles ist keine Liebe. Liebe ist sicherlich nicht immer einfach und Du hast schon Recht, dass man nicht einfach alles hinwerfen sollte, wenn einen Dinge verbinden. Aber sich so abzurackern für jemand anders, dem man es nicht Recht machen kann, ist keine Liebe mehr.

Auch wenn Du das nicht gerne hörst, ganz Unrecht hat er nicht. Ich verstehe zumindest, dass es ihm nun alles zu viel geworden ist. Und scheinbar hat er auch gespürt wie Du Dich verbiegst und dass das nicht ehrlich ist. Ich glaube trotzdem, dass es Dein Glück war, dass er das nun endgültig beendet hat, Du hättest es niemals getan, egal wie nah Du Deinem persönlich Abgrund dabei gekommen wärst.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst und kann Dir nur raten, professionelle Hilfe zu suchen. So oder so, Du musst wieder zu Dir selbst finden. Es ist egal ob er ein Narzisst war oder nicht, Fakt ist, dass es zwischen Euch einfach nicht funktioniert hat. Du spürst das schon lange und ich denke, dass ich auch Deine "Grundtraurigkeit" gewesen. Ein Teil von Dir weiß schon lange, dass das nicht gut ausgehen würde. Aber Du wolltest nicht auf Dich selbst hören. Damit musst Du aber nun dringend anfangen! Schmeiß Dich nicht weg für einen Mann. Es gibt soviel lebenswertes auf dieser Welt. Du wirst wieder auf die Beine kommen, auch wenn es dauert. Du wirst wieder lieben, auch wenn Du Dir das jetzt nicht vorstellen kannst. Du wirst wieder lachen und glücklich sein.

Zieh Dich zurück wenn Dir danach ist, aber nicht zu sehr, Du musst auch wieder aus diesem Strudel raus. Es wird jeden Tag ein kleines bisschen besser werden. Schreib Deine Gedanken in ein Buch. Mach Dir Notizen was alles schlecht war, in der Beziehung, an ihm. Visualisiere das mal. Es ist nicht alles Deine Schuld. Es gehören zwei Menschen zu einer Beziehung.

Akzeptiere, dass er nicht weiter machen will, auch wenn es Dir schwer fällt. Genau wie Du hat er seine Sicht der Dinge und Gefühle dazu. Und es steht ihm frei seinen Weg zu gehen. Je eher Du das akzeptierst, umso eher wirst Du das alles verarbeiten können.

Du schaffst das. Such Dir Unterstützung und nimm Hilfe an. Das tut gut!

25.07.2018 12:36 • #13


Cecelia


Ich habe soeben erfahren, dass ich nun innerhalb von 4 Wochen ausgetauscht wurde...

Ich kann nicht mehr... ich hab Panikattacken.... ich bekomm kaum Luft zu atmen... kann es aufhören bitte...... bitte Lieber Gott lass es aufhören weh zu tun.... !

26.07.2018 07:23 • #14


Mitleser35


Den Schmerz nehmen kann dir hier sicher keiner.
Aber ich würde doch gerne was zu deiner Geschichte schreiben. Ich finde du hast dich selbst gänzlich aufgegeben. Du willst so krampfhaft an dieser Beziehung festhalten, dass du schon längst in eine Depression gerutscht bist. Unabhängig von der Trennung jetzt.
Du achtest seine Grenzen nicht, er deine ebenso nicht. Wie soll sich das ändern?
Du bist auch allein genügend wert. Du musst nicht an jemandem festhalten, der es nicht will. Und ja, du musst auch seinen Wunsch respektieren gehen zu wollen. Und auch an deinem Stolz arbeiten.
Ich lese nur heraus, du arbeitest an dir, damit du mit ihm zusammen sein kannst. Diesen Ansatz finde ich grundlegend falsch. Du musst gut mit dir auskommen, das steht an erster Stelle.

26.07.2018 09:42 • x 1 #15



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