Victoria195
Mitglied
- Beiträge:
- 7
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 3
- Mitglied seit:
ich weiß gerade nicht, wie ich den Tag durchstehen soll. der Schmerz zerreisst mich. Ich habe mich gestern nach langem von meiner Partnerin getrennt. Wobei mir eigentlich gar nichts anderes mehr übrig blieb. ich habe lang um unsere Beziehung gekämpft. Ich muss mir das Ganze gerade mal von der Seele schreiben, es irgendwo loswerden.
Wir haben uns vor über drei Jahren kennengelernt. Am Anfang war es eine Affäre, weil sie mal Erfahrungen mit einer Frau machen wollte. Nach drei Monaten sind wir zusammengekommen. Sie hat eine ganze Weile gebraucht, bis sie sich auf eine Beziehung einlassen konnte und hat mir gleich am Anfang auch gesagt, dass sie aufgrund dramatischer Kindheitserlebnisse unter Bindungsangst leidet.
Dennoch sind wir dann fest zusammengekommen und vier Monate später auch zusammengezogen. Die ersten 2 Jahre der Beziehung war wunderschön und sehr intensiv. Ich habe mich noch nie so geliebt gefühlt und mit jemandem so verbunden gefühlt. Wir hatten gemeinsame Zukunftspläne, haben tolle Reisen gemacht, waren uns sehr nah.
Dennoch kamen irgendwann Schatten von früher hoch. Sie sagte immer, ich soll sie beschützen, brauchte viel Aufmerksamkeit und Rücksicht. Auf der anderen Seite hat sie sich sehr schnell in ihrer Autonomie eingeengt gefühlt. Ich habe meine Bedurfnisse oft zurückgestellt, versucht, Rücksicht zu nehmen. Nach zwei Jahren habe ich ihr dann einen Antrag gemacht, ab da war sie wie ausgewechselt. Sie sagte, sie ist noch nicht soweit, was ich verstanden habe, auch wenn ich verletzt war. Sie brauchte plötzlich die Abende in der Woche für sich und hat sich immer mehr mit Arbeit zugeschüttet. Sie war plötzlich kalt, wie ein anderer Mensch. Hat wegen Kleinigkeiten Streit vom Zaun gebrochen. Ich wusste überhaupt nicht mehr, wer sie war. Eines Morgens hat sie sich dann per whatsapp von mir getrennt- für mich war es, als wenn mir jemand den Boden wegzieht. Das war eine ganz schwere Zeit.
Nach ein paar Wochen kamen dann Nachrichten, dass sie sich nicht mehr sicher ist und mich vermisst. Ich hatte damals eigentlich gerade begonnen, wieder klarzukommen. Eines Abends stand sie vor meiner Tür, weinte, und wir sind wieder im Bett gelandet. Wir haben dann vereinbart, dass wir uns wieder neu kennenlernen, erstmal getrennt wohnen und schauen. Es lief richtig gut, wieder wie am Anfang. Nach 2 Monaten sind wir wieder fest zusammengekommen. Sie hat mir gesagt, sie habe gemerkt, wie sehr sie mich noch liebt.
Bis vor 2 Wochen (wir waren wieder 2 Monate fest zusammen), lief auch alles gut. Wir haben sogar wieder über Zukunftspläne gesprochen. Dann kam plötzlich wieder Rückzug. Sie hatte unter der Woche kaum mehr Zeit, wir haben uns zuletzt nur noch an 1- 2 Tagen gesehen. Was ich wenig finde, wenn man in der gleichen Stadt wohnt. Dennoch habe ich versucht, ihr Raum zu geben.
Natürlich hab ich sie gefragt, was los ist und erhielt die Aussage, sie hat gerade keinen Zugang zu ihren Gefühlen. Ich habe versucht, auch da den Druck rauszunehmen. Letzte Woche haben wir uns dann nur am Mittwoch in der Stadt gesehen, wo wir was essen waren. Sie kam eine halbe Stunde zu spät. Danach schrieb sie mit Kuss-Smily, es war ein schöner Abend.
Sie hatte darum gebeten, Donnerstag und Freitag mal nur Zeit für sich zu haben, weil ihr Urlaub losging. Da sie an den Tagen aber dann doch noch ins Büro musste, habe ich vorgeschlagen, sie solle doch am Samstag noch was Schönes für sich machen, ich komme dann am Sonntag zu ihr und wir unternehmen was Schönes.
Ich habe wirklich alles versucht, um den Druck rauszunehmen. Gestern kam dann dann eine Nachricht, ob sie heute nachmittag zu mir kommen kann. Ich hab mir erst nichts Böses gedacht, mich auf sie gefreut, angerufen und gefragt, was ich einkaufen soll.
Dann meinte sie, sie muss mit mir reden. Ihre Gefühle seien zurückgegangen, sie habe sich bei unserem Essen am Mittwoch unwohl gefühlt und brauche eine Pause, sonst könne sie das nicht mehr.
Das war wie ein Schlag auf den Kopf. Sie hat sich damals getrennt, kam wieder an. Ich habe ihr verziehen, so viel investiert. Ich habe dann gesagt, das funktioniert so nicht mehr und ich kann das so nicht mehr. Dass mich noch nie jemand so verletzt hat. Es sind ihre Ängste, aber ich habe auch meine Bedürfnisse und die kann ich nicht völlig aufgeben. Es geht nicht mehr . Hab gesagt, ich wünsche ihr alles Gute, aufgelegt und sie blockiert.
Irgendwo weiß ich, dass es richtig so war... Das war auch die Meinung meiner besten Freundin und meiner Mutter... Dennoch ist es gerade die Hölle. Ich komme mir vor wie auf Dro.... Und ich habe Angst, es nicht zu packen...
