S-Right
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Meine Ex-Freundin (28) und ich (32), lernten uns im Dezember 2019 über eine Dating-app kennen, wir beide fanden sofort gefallen an einander, wir haben die gleichen Interessen, den gleichen Humor, sind beide sehr Sport begeistert, haben am gleichen Tag Geburtstag, haben die gleichen Zukunftspläne - sind / waren einfach auf einer Wellenlänge, der Sxx war für uns beide der Beste den wir je hatten, Wohnen beide aber in verschiedenen Städten (40 km Entfernung).
Die ersten Monate waren einfach Perfekt, natürlich muss man Anfangs die Grenzen des anderen Ausloten und schauen wie der Partner so tickt und Bedürfnisse/ Wünsche erfühlen.
Dann kam CORONA, unsere Sportlichen Aktivitäten, Sozialen Kontakte usw.- ihr habt es ja selbst erlebt- kamen Abrupt zu Stillstand. Kurz vor Corona zog sie sich einen Kreuzbandriss beim Fußball zu und verlor zugleich ihre Berufliche Weiterentwicklung/ Perspektive die für 2020/2021 geplant war (Polizei).
Trotz des schlechten Starts 2020 ließen wir uns nicht unterkriegen, wollten es beide gemeinsam durchstehen, die Beziehung dadurch stärken. Im März fragte sie mich ob wir beide uns nicht eine gemeinsame Wohnung in meiner Stadt suchen wollen, ich war natürlich sehr, sehr erfreut über ihren Vorschlag und sie schaute sich keine 30 Minuten später die ersten Anzeigen an.
Ich schlug vor das wir das auf Ende 2020 verschieben, da eine Wohnungssuche teilweise sehr schnell gehen kann und sie erstmal ihren Kreuzbandriss behandeln und auskurieren lassen solle, was sie auch als vernünftig und bedacht ansah. Sie teilte dies ihrem und ich meinem Umfeld (Familie/ Freunde ect.) nach und nach mit. Ihr Umfeld nahm dies nicht so gut auf, freute sich aber natürlich für sie.
Im April stiegen ihre Leberwerte dramatisch in die Höhe, was eine Krankenhausaufenthalt unabdingbar machte. Wie sich 14 Tage später herausstellte lag es an der Pille, die sie natürlich daraufhin absetzte.
Die Tage/ Wochen danach waren sehr schön mit ihr, sie äußerte und zeigte in jeder Art und Weise mir gegenüber das sie froh und sehr glücklich ist mich an ihrer Seite zu haben.
Ende April fing sie wieder für eine kurze Zeit an mit Arbeiten und ihr Verhalten mir gegenüber änderte sich sehr schnell, sie war plötzlich distanzierter, kühler und abweisend und wertete teilweise jede Äußerung von mir ab, egal welcher Art (über ihre Gefühle zu sprechen bzw. zu äußern fiel ihr schon immer schwer). Dies merkte ich an ihrem Verhalten, wenn wir uns sahen, ihren Nachrichten die sie schrieb und der Zeit bzw Priorität die sie der Beziehung einräumte. Ich ließ ihr natürlich den Raum den sie brauchte, das Jahr lief ja nun echt Sch. für sie.
Sie trat irgendwann dem Mannschaftsrat ihres Clubs bei und spielte mit dem Gedanken sich ein kleines Kätzchen zu holen, das sie nach ihrer OP irgendwann zu sich holen wolle, ihre Wohnung stattete sich nach und nach dafür aus. Als wir uns kennen lernten, sagte sie dass sie eigentlich keine Zeit hat für die Verpflichtungen, die ein Haustier mit sich bringt, weil sie viel Unterwegs ist.
Mitte Mai suchte sie das Gespräch und beschuldigte mich- ich ließe mich gehen, vernachlässige meine sozialen Kontakte usw., ist sich über ihre Gefühle mir gegenüber nicht sicher.
Ich rechtfertigte mich, dass ich meinen sportlichen Aktivitäten und sozialen Kontakte, Corona/ Beruflich (Risiko) bedingt, momentan nicht nachgehen könne, was sie so nicht akzeptierte. Angesprochen über ihre Äußerung einige Wochen vorher zusammen zu ziehen, dachte sie wohl nicht richtig nach. Ich schlug geschockt und ziemlich verletzt eine Kontaktsperre für 7 Tage vor, damit wir und vor allem sie sich Gedanken der Beziehung und Gefühle mir gegenüber Gedanken mache könne.
7 Tage hatten wir absolut keinen Kontakt, wir vereinbarten ein Treffen bei mir.
Wir beide hatten Gedanken uns zu trennen, sie brachte auch schon meine Gegenstände mit, die ich bei ihr hatte. Wir redeten viel und sie entschuldigte sich für die Worte die äußerte, sie vergleich mich mit ihrem Ex.
Wir kamen zu dem Entschluss das wir beide uns nicht so einfach aufgeben und daran arbeiten wollen, wir wollten es aber beide langsam angehen lassen.
Die Tage und Wochen vergingen, Kontakt hatten wir mittlerweile nur noch 2 bis 3 mal am Tag über Nachrichten, Facetime - sie nannte es mittlerweile "Termine" - hatten wir maximal 2x die Woche und wenn wir miteinander sprachen, war es sehr spürbar das sie keine Lust darauf hatte mich wirklich zu sehen, bzw Zeit dafür zu opfern.
--- bei den wenigen zusammen verbrachten Stunden/Nächte (aller 10-14 Tage) genoss sie trotz anfänglichen Startschwierigkeiten, irgendwann meine Nähe---
Ich ging selber auf Distanz, sie wurde in der Zwischenzeit Operiert und während ihres Krankenhausaufenthaltes suchte sie plötzlich wieder öfters Kontakt zu mir - vermutlich aus Langeweile- den ich aber bewusst kurz hielt.
Nach ihrer Entlassung ging sie wieder verstärkt auf Distanz und ich fühlte mich mittlerweile fast ganz unten ihrer "Prioritätsliste" angekommen und Trennungsgedanken kamen wieder bei mir auf.
Am 30 Juni kam es wieder zum Gespräch (Facetime), sie sagte mir u.a. das sie mir nicht das geben könne was ich brauche, sie mich sehr gern hat, aber es ihr reiche so wie es momentan läuft und das sie sich und ihren Gefühlen selbst im weg stehe, sie nicht weiß was sie will und sie merkt das es mir immer schlechter geht in der Beziehung Sie dankte mir das ich so verständnisvoll und geduldig mit ihr war und ich alles versucht hätte um die Beziehung zu retten - das übliche halt denk ich -.
Ich das wir dann Schluss machen sollten und es dann kein zurück mehr gibt.
- sie weinte, ich behielt die Fassung (noch)-
Sie teilte mir außerdem mit, dass sie sich die Tage zuvor mit Bindungsangst beschäftigt hatte
- ich hatte ihr das Wochen zuvor mal in einem Gespräch ihr gegenüber erwähnt, weil ich mich damit beschäftigte, aber wolle mich nicht anmaßen das zu Diagnostizieren-
Sie erkenne nun mittlerweile auch einige Parallelen und wolle sich vielleicht in Therapie begeben.
Ich wollte das wir uns unsere Gegenstände, die wir noch bei dem anderen hatten, per Post schicken sollen, da ich sie nicht noch einmal sehen möchte, sie willigte ein. Wie verabschiedeten uns Respektvoll (lachten während des Gesprächs sogar noch ein paar mal zusammen wegen Kleinigkeiten) und zügig von einander, da ich merkte ich kann mich nicht mehr lange zurück halten. Das Gespräch endete und es schossen die Tränen.
Am darauf folgendem Tag, nach der Arbeit, packte ich unter Tränen ihre Habseligkeiten zusammen und brachte sie zur Post, die laut Sendungsverfolgung am nächsten Tag bei ihr angekommen sind.
Seit 12 Tagen haben wir keinen Kontakt mehr und ich warte noch auf meine Sachen, wie soll ich ihr verhalten deuten, ich würde gerne wissen ob sie ihr verhalten mit gegenüber bereut, mich vermisst und merkt was sie verloren hat. ? Ich würde gerne die Kontaktsperre aufrecht erhalten aber sie fehlt mir trotzdem unglaublich und ich denke täglich an sie. Ich bereue es sehr oft, gesagt zu haben, dass es kein zurück mehr gibt, es gab keinen Betrug o.ä., das sie jemand anderen kennen gelernt hat, verneinte sie. Trotz all dem was geschehen ist Liebe ich sie, mein Herz sagt "gehe auf sie zu" aber mein Verstand sagt mir das wir nicht mehr glücklich werden können. leider.
Ich danke Euch für die Zeit die ihr euch genommen habt meinen Beitrag zu lesen und bin auf eure Meinung gespannt
