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Trennung von Bindungsängstlerin Es zerreisst mich

gastfrau2003


Guten Tag,
wenn man sich in einer Beziehung vom Partner zum Therapeuten entwickelt ist die Luft raus...
Man kann nicht jedes Wort, jede Handlung und jeden Moment dahingehend überprüfen ob das jetzt wieder zu einengend, zu nah, zu fern zu sonstwas ist....
Ob sie tatsächlich Bindungsangst hat oder andere Gründe vorliegen...das ist /war keine Beziehung mehr die Dich erfüllt und die Dir gut getan hat...
Ich empfehl Dir das Buch : JEIN...von Stefanie Stahl (Psychologin) , es gibt von ihr auch eine gute Internetseite zu Bindungsangst..google mal...
Alles Gute Dir.

20.03.2019 08:55 • #16


Rakaton


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Ehrlich gesagt wäre es mir vollkommen egal, ob Bindungsangst vorliegt oder nicht. Das du gegangen bist war erfreulich konsequent, weil viele Männer und Frauen sich leider von solchen Personen immer wieder ausnutzen lassen. Unter dem Strich haben wir nunmal die Tatsache das du wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht zu kurz gekommen bist.

Alleine die Aussage, das sie zwar beschützt werden will und Rücksicht genommen werden soll aber ihre heillige Autonomnie natürlich nicht angetastet werden darf würde mir reichen. So bitter das ist und so weh es tut aber aus der Episode deines Lebens wirst du lernen und auch gestärkt daraus hervorgehen und beim nächsten Mal gibt es kein Revival der Beziehung.

Auch wenn es sehr schwer ist aber wenn die Dinge beim ersten Mal so enden, was sollte passiert sein, das es beim zweiten Mal besser wird.

20.03.2019 09:17 • #17



Trennung von Bindungsängstlerin Es zerreisst mich

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Scheol

Scheol


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Wie hat diese Sachen sich entwickelt ?

17.07.2019 15:35 • #18


Victoria195


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Hallo zusammen,

sorry- ich war eine Weile raus und will nun mal berichten, wie die Sache ausgegangen ist:

Ich habe dem Ganzen nochmal eine Chance gegeben... Sie hatte mich im März nochmal um ein Gespräch gebeten und unter Tränen gesagt, dass sie an sich arbeiten will. Sie hatte sich auch Bücher von Stefanie Stahl besorgt und einer Paartherapie zugestimmt. Dann lief es eigentlich ein paar Monate- von kleinen Fluchtmomenten ihrerseits mal abgesehen- ganz gut. Ich dachte wirklich, wir können es schaffen. Was mir zwischendurch immer wieder aufgefallen ist, waren ihre extremen Stimmungsschwankungen. Entweder total verliebt oder extrem kühl und verletzend. Ich hatte den Eindruck, das wird immer schlimmer. Sie war dann oft wie ausgewechselt, wie als wenn jemand einen Schalter umgelegt hat. Vor ein paar Wochen ist sie dann auf der Arbeit mit einer Kollegin aneinandergeraten und war lang krankgeschrieben. Sie ist in eine regelrechte Depression verfallen und hat mehrfach Suizidgedanken geäußert. Ich hab mir wahnsinnige Sorgen gemacht, versucht, sie bei der Suche nach einer Therapie zu unterstützen. Ich hab sie gebeten, stationär in eine Tagesklinik zu gehen, was sie aber nicht wollte. Sie hat sich lediglich auf die Warteliste einer ambulanten Therapie setzen lassen, die aber recht lang war. Parallel ist mir etwas sehr Positives passiert: ich habe ein kleines, bezahlbares Haus gefunden und gekauft (allein). Das war immer mein großer Traum. Ich hatte schon Angst, dass ihr das zuviel Druck sein könnte, aber sie gesagt, dass sie dort im nächsten Jahr gern mit einziehen möchte. Ich war total glücklich. Ich hab ihr auch gesagt, dass sie sich irgendwo noch extra ein Zimmer nehmen kann, falls sie mal Raum für sich braucht. Dann ist vor vier Wochen folgendes passiert: wir waren eigentlich am WE mit Freunden verabredet. Sie schreibt mir dann am Freitag, dass sie das WE für sich braucht, ich mir aber keine Gedanken machen soll + Kusssmiley. Ich: Ok, schade- aber wenn du das brauchst, verstehe ich es. Das ganze Wochenende hatten wir dann normalen WA-Kontakt. Wir wollten uns dann am Sonntag treffen. Eine Stunde vorher schreibt sie mir noch, sie freut sich auf mich. Ich sitze dann in der Straßenbahn und sie ruft plötzlich an: wieder mit dieser eiskalten Stimme, keift mich voll das wäre es jetzt endgültig mit uns, ich könne jetzt gleich wieder umdrehen, sie liebt mich nicht mehr und sie bringt mir am Dienstag meine Sachen... Ich würde sie ja eh verlassen wollen und mich schon nach anderen Frauen umsehen... Was absoluter Blödsinn ist. Ich hatte keine Chance, das Gespräch irgendwie zu beruhigen oder auf später zu verschieben. Ich konnte gerade noch an der Haltestelle aus der Bahn springen, um zu verhindern, dass alle Fahrgäste da mithören. Es hat sie auch Null interessiert, wo ich gerade bin ... Es war so unfassbar, sie war wieder wie als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Ich stand dann unter Tränen am Bahnhof. Eine Woche später hatten wir nochmal ein Gespräch, wo ich meine Sachen geholt habe. Sie liebe mich ja noch, aber es würde mit uns nicht funktionieren. Ich wäre auch oft nicht gut auf sie eingegangen... Ich habe gefragt, ob das jetzt ihre endgültige Entscheidung ist, weil ich Angst habe, dass sie das gerade aus ihrer depressiven Stimmung heraus macht . Sie hat gesagt, sie müsse jetzt allein sein. Zum Abschied hat sie mich noch umarmt und versucht zu küssen, was ich dann aber abgebogen habe. Ich habe gesagt, dass ich hoffe, dass wir uns als Menschen nicht völlig verlieren, dass wir aber Abstand brauchen und dass sie bitte unbedingt in die Therapie gehen soll. Nach einer Woche habe ich ihr eine kurze neutrale Nachricht geschickt und gefragt, ob es ihr soweit gut geht und ob sie zurecht kommt. Ich weiß, kein Kontakt wäre erstmal besser gewesen, aber ich habe mir wahnsinnige Sorgen gemacht. Antwort: ellenlange Nachricht, Es wäre ja nicht so gut ihr jetzt zu schreiben und ich solle mir keine Gedanken machen, sie sorgt für sich. Ich schrieb daraufhin: Ok, das verstehe ich, Ich respektiere das... Sie schreibt mir noch mit Smily ich solle den Hund drücken. Zwei Tage später blockiert sie mich kommentarlos. So- das Ganze ist jetzt vier Wochen her und ich bin emotional völlig taub. Ich weiß, dass es nun definitiv kein Zurück mehr gibt...

16.10.2019 19:23 • x 1 #19


Victoria195


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... Ich hab mich in den letzten Wochen intensiv mit den Beitragen zu toxischen Beziehungen von Christian Hemschemeier auseinandergesetzt und finde mich da als co-abhängigen Part sehr wieder... Es ist einfach heftig, es war wie eine Achterbahn über drei Jahre und nun ist da das Gefühl, auszusteigen und erstmal wieder lernen zu müssen, auf normalem Boden zu gehen... Ich frage mich auch, ob da " nur" Bindungsangst gesprochen hat oder ob da mehr dahinter steckt. Es war oft wirklich wie eine zweite Persönlichkeit in ihr

16.10.2019 19:34 • #20




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