Christiaan
Gast
Mein Name ist Christian, 35 und es hat mich nun ereilt. am Montag erklärte mir meine Freundin das Ende zwischen uns beiden. Das Ende nach 9 Jahren Gemeinsamkeit.
Vor 14 Tagen nahm sie sich eine Auszeit und zog vorübergehend bei einer Freundin ein. Das stimmt auch alles, da gibt es keinerlei Zweifel oder oder oder.
Ihrer Aussage nach musste sie auf Abstand sehen, ob und was ihr fehlt. Ja, sie hat viele Jahre sehr auf mich geschaut, oft mal zurückgesteckt usw. Nach 14 Tagen kam also das Gespräch und meine bewahrheitete Vermutung. es langt ihrerseits einfach nicht mehr. Nehmt mir nicht übel, dass kurz und knapp schreibe. ich werde wohl in nachfolgenden Nachrichten Infos hinzupacken und oder ergänzen.
Nun ist es aber so, dass ich vor 14 Tagen, mit dem Auszug zur Freundin, in meinen momentanen Zustand gefallen bin. Ich kann es euch nicht in Worte fassen was mit mir los ist. es ist Schock, Panik, Depression. alles. Denn ich liebe sie so unendlich. und ich kann ihr nicht mehr das geben was sie wollte. Und ich habe an der Entscheidung einen Mammutanteil. das ist Fakt.
Es vergeht keine Sekunde, dass ich nicht das Gedankenfeuerwerk im Kopf habe. die Fragen. die Erinnerungen. die Gemeinsamkeiten. und jetzt ist es aus? Nie wieder? Das ist der Horror für mich. und ich weiß was meine Fehler waren und sind. Und was ich am schlimmsten finde ist das Sprichtwort:
Du weißt erst was Du hattest wenn es Dor weggenommen wurde.
Das ist so wahrhaftig. Ich fühle mich einfach wie im Alptraum der nie aufhört. ich esse seit 14 Tagen nichts mehr, bin rastlos, nervös und habe ein extremes Stromgefühl im Oberkörper. Alle Gedanken und Gefühle schwimmen im Kopf wie ein Korken auf dem Wasser. Ja. Trennungsschmerz gibt es jeden Tag auf's neue.
Bei mir kommen noch so viele Dinge hinzu. keinen Freundeskreis mehr. mein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ist unter 0. und dass ich hier schon so schreiben kann ist ein wahres Wunder. Denn täglich laufe ich rastlos umher, Heulkrämpfe, Selbstgespräche und das Gebet zu Gott. denn alle Ablenkung funktioniert null. Ich mache und probiere das durchgehend. Aber es ist immer das Gefühl jede Sekunde durchzudrehen.
Vor einer Woche hatte ich schon einen Termin bei der Psychotherapeutin. gestern auch wieder. Aber das bringt mich nicht weit(er). Das ist und bleibt der blanke Horror.
Sie ist jetzt in der Wohnung. ich bin kurzfristig zu meiner Oma (Elternhaus) provisorisch, damit wir uns aus dem Weg sind - auf ihren Wunsch. Wisst ihr. der Umzug der bevorsteht. das suchen der neuen Wohnung. das nicht wahrhaben wollen. das ist soooo schlimm und grausam. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Überall wo ich unterwegs bin kommen mir Filme hoch wie wir dort und dort gemeinsam waren.
Könnte ich arbeiten würde ich das tun. hab ich es auch schon versucht. Aber bin auf der Arbeit zusammengebrochen, mit Atemnot und Und und. Es ist das Laster was ich mir nicht aufsetzten kann weil ich nichts auf die Kette bekomme und ich beruflich auch nicht auf 75 % Flamme arbeiten kann. ich schaff eben nur kleine Schritte und verarbeite das eben auf meine Weise, so wie ich es kann. Der eigene Zwang zu etwas bewirkt nur das krasse Gegenteil.
Im September wäre noch ein Urlaub angedacht bei Freunden auf den Kanaren. da waren wir jedes Jahr, sogar teilweise 2x. Auch der Gedanke dass wir an dem Ort niemals mehr sein werden zerreißt mich in Stücke. Und alleine werde ich dort niemals aufschlagen können.
Danke, dass ihr ein offenes "Ohr" für mich habt.
Lg Christian