Kemahh
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Vor 2 Monaten habe ich mich von meinem langjährigen Freund getrennt (es war für uns beide die erste langjährige Beziehung, wir sind beide Anfang 20). Zuvor waren wir auch schon fünf Jahre lang sehr gute Freunde. Seitdem geht es ziemlich bergab mit mir, komme kaum aus mir heraus und bin nur noch am weinen.
Schön zu Beginn des Jahres ist mir aufgefallen das kaum noch Liebesgefühle vorhanden waren. Ich habe sehr offen mit ihm darüber geredet, auch das ich daran dachte mich zu trennen. Wir haben es noch mehrere Monate probiert, wobei es mir in dieser Zeit psychisch sehr schlecht ging. Ich habe viel geweint und bin regelrecht in Panik verfallen bei dem Gedanken mich zu trennen, war aber zeitgleich nicht mehr glücklich in der Beziehung. In den 4 Monaten vor der Trennung habe ich mir auch psyologische Hilfe gesucht, im Endeffekt hat es aber nicht geholfen. Er selbst hat mir in dieser Zeit mehrmals gesagt, dass es das Gefühl habe ich wolle mich trennen, würde mich aber nicht trauen. Auch das er es schade fände, aber er im Endeffekt einfach nur noch wollte das es voran geht (da wir wie feststeckten).
Die Trennung an sich war dann keine Überraschung mehr, ich habe sie allerdings ausgesprochen.
Er war auch traurig, meinte aber das er froh ist das ich endlich eine Entscheidung getroffen habe.
Momentan wohnen wir noch in unserer gemeinsamen Wohnung und ich befinde mich noch auf Wohnungssuche (Er hat schon eine neue gefunden, zieht aber erst nächsten Monat dort ein).
Da ich momentan arbeitsbedingt Urlaub habe, geht es mir wieder deutlich schlechter. Ich weine wieder viel und hänge uns nach. Oftmals wünsche ich mir auch das wir es wieder schaffen würden, jedoch denke ich dann an die Monate zuvor, wo der selbe Wunsch schon im Raum stand, es aber nur noch schlimmer wurde. Trotzdem kann ich mir keinen anderen Mann an meiner Seite vorstellen. Aber ich finde emotional keinen Weg mehr in eine Beziehung mit ihm, kann mich jedoch auch nicht entfernen. Wir wollen weiterhin Freunde bleiben, da wir es auch schon so viele Jahre zuvor waren und er mir auch auch so sehr wichtig ist.
Da ich auch noch sehr introvertiert bin, habe ich ausser ihm kaum soziale Kontakte und meine Familie wohnt mehrere Stunden entfernt. Ich bin damals zu seinem Freundeskreis gestoßen, zu dem ich im Moment wenig Kontakt habe.
Die Gefühle von Einsamkeit und Verzweiflung fressen mich regelrecht auf. Beruflich befinde ich mich auch in einer Sackgasse und wollte mich I'm orientieren, jedoch fühle ich mich einfach nur kraftlos und zerstört. Ich schaffe es kaum mich zu beschäftigen oder abzulenken.
Für jeden Rat bin ich dankbar, denn so kann es nicht weitergehen.