Alexander0
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Ich bin 25 und sie 21, wir haben nach 6 Monaten geheiratet und das ist jetzt 5 Monate her. Wir wollten dieses Jahr zusammen ziehen. Getrennt hat sie sich vor 5 Tagen. Ich hatte schon 4 Beziehungen (da hat es sich natürlich auch nach der großen liebe angefühlt) und auch eine sehr harte Trennung durchgemacht aber dieses mal fühlte es sich anders an.
Es gibt so einiges was mir dabei nicht ganz klar ist und ich versuche den Sachverhalt so gut es geht zu schildern.
Von Anfang an natürlich die vermeintlich perfekte Partnerin, an dem Tag an dem wir uns kennenlerntet waren wir schon wie gute Freunde die sich nach langer Zeit wieder gesehen haben. Wir bauten sehr schnell eine tiefe und liebevolle Beziehung auf. Was als Scherz anfing, wurde dann ein sehr romantischer Gedanke und wir heirateten heimlich (ihr Mutter und mein bester Freund wussten nur davon). Ob das überstürzt oder was auch immer war braucht man ja nicht erwähnen.
Es lief alles sehr gut. Wir hatten ab und zu ein Kommunikationsproblem, was ausgelöst wurde durch Dinge die ich nicht tat/sagte, ich bewies ihr täglich meine liebe und das wusste sie und sie zeigte sie mir auch. Wenn es dann aber dazu kam, dass sie eine Sache nicht in Ordnung fand, wie bspw. sie hat ein Hochzeitsbuch gemacht, mit Bildern und Texten. Ich habe es nicht gelesen, weil ich es das erste mal mit ihr an unserem Hochzeitstag gemeinsam lesen wollte um in Erinnerungen zu schwelgen. Sie sah das einfach anders und das verletzte sie. Ihr war bewusst, dass das meine Ansicht ist und der auch nichts entgegen zusetzen gibt. Dennoch war sie verletzt und diese Dinge versuchte ich zu bereinigen indem ich ihr zusprach, was aber leider öfter zu Diskussionen führte (daran war ich natürlich auch beteiligt). Diese Diskussionen in Mischung mit der emotionalen Abhängigkeit welche sie (nach eigener Aussage) entwickelte waren der Grund warum sie sich sich Anfang Januar von mir distanzierte. Ich habe mich auch von ihr Abhängig gemacht aber nicht in diesem Ausmaße, dennoch auch so, dass es manchmal zu Berührungspunkten führte.
Im Dezember ging das schon für sie los, sie hat sehr viel geweint und wir haben viel geredet, hatten viele gute aufschlussreiche Gespräche aber auch Diskussionen, welche sie immer mehr verletzt haben. Anfang Januar kam das wie oben erwähnte Gespräch mit dem Buch. Wenn sie verletzt war, war sie immer distanziert und ich dachte ok bevor ich mich dann wieder von der Distanziertheit runterziehen lasse schränke ich den Kontakt ein. Wir haben täglich ein paar Sätze geschrieben und da wir beide krank waren konnten wir uns auch nicht sehen. Ein paar Tage später trafen wir uns dann und sie meinte sie will nicht mehr emotional Abhängig sein, weil sie am Ende ist und auch nicht mehr sie selbst ist und nicht weiter wüsste. Dann realisierte ich auch erst das Ausmaß. Sie sagt sie brauche Zeit um sich wieder auf mich einlassen zu können, sich wieder fallen lassen zu können.
Die nächsten vier Wochen war es ein auf und ab. Sie schlief bei mir und sie zeigte mir auch nähe, es gab Momente wo sie sich fallen gelassen hat und Glücklich schien. Allerdings habe ich fast direkt am ersten Tag eine Verlustangst entwickelt und ich verglich jede Situation. In meinem Kopf war klar, dass sie Zeit brauchte aber diese Angst hat einfach viel zu viel von mir eingenommen, was sich dann darin äußerte, dass ich auch in den Momenten wo sie mir liebe gab ein Problem sah. Das machte es für sie natürlich schwerer und hat sie natürlich verletzt. Sie dachte sie mache fortschritte, kann sich wieder auf mich einlassen und ich danke es ihr damit, dass es mir nicht reicht. Das zog sich über den ganzen Januar, sie hat täglich auf der Arbeit geweint, sagte sie mir und auch, dass wir uns im Kreis drehen und festgefahren sind, denn auch wenn wir gute Gespräche hatten fiel ich in das Muster zurück und Diskussionen folgten. Wir haben uns gesagt erstmal auf den Kontakt zu verzichten, dass sich jeder sammeln kann. Ich hielt das für eine gute Idee. Nach vier Tagen meldete ich mich via Whatsapp bei Ihr, weil in mir Zweifel aufkamen ob wir uns nicht doch dadurch entfernen. Sie wolle am Abend telefonieren aber ich musste früh raus und wollte eigentlich nur kurz hören ob sie denkt, dass wir das schaffen.
Sie beendete die Beziehung es und hinterließ Hoffnung. Sie sagte, dass es kein Schlussstrich ist und nicht weiß wie es ist wenn es ihr besser geht und wieder zu sich gefunden hat und mich sehr liebe. Und ich verstehe den Schritt aber halt auch irgendwie nicht. So wie ich sie kennengelernt habe war der Schritt der Heirat nicht ausgelöst durch die "rosa Brille", sondern sie war bereit auch wenn sie noch jung ist. Genauso dachte ich auch sie wäre die eine.
Und das ist was an mir nagt. Ich weiß jeder Mensch tickt anders, aber in meinen Augen geht man, bevor man diesen endgültigen Schritt macht, nicht noch einen anderen Weg? Von mir aus eine Pause, allerdings mit dem Ziel wieder zusammenzufinden, wenn man aktiv daran arbeitet oder Therapie? Ich kann auch gar nicht differenzieren ob sie das gemacht hat, weil sie wirklich am Ende war oder ob die Gefühle für das weiter "Kämpfen" nicht stark genug waren.
Ich beginne ab nächster Woche auch eine Therapie, weil ich bei der letzten schmerzlichen Trennung kaputt gegangen bin und das nicht wieder erleben will aber auch, weil ich sie und vor allem mich besser verstehen will. Ich würde das ganze Thema gerne nochmal mit ihr persönlich besprechen aber will ihr und mir die Zeit geben das erst mal zu verarbeiten und sich selber zu finden. Allerdings baue ich mich die ganze Zeit an dem Gefühl auf, dass es noch Hoffnung gibt, dann denke ich mir wieder, auch wenn sie sagt es war ein Fehler, hat mir der Schritt gezeigt, dass sie nicht zu dem bereit gewesen wäre wie ich es war und fühle auch eine gewisse Abneigung ihr gegenüber. Ich will das einfach mehr verstehen können. am liebsten würde ich natürlich einfach zu ihr fahren und das alles nochmal aussprechen. Unsere Sachen liegen auch noch beieinander, mal schauen. Seit dem sie sich getrennt hat hatten wir keinerlei Kontakt, auch wenn ich in Versuchung bin - habe ihre Nummer und alle Chats gelöscht.
Danke, dass du bis hierher gelesen hast. Allein das alles nochmal zu schreiben und zu wissen mir "hört jemand zu" tat gut!
Hast Du so auch immer mit ihr diskutiert, mit viel Worten, aber so, dass sie Dich vielleicht einfach nicht verstanden hat?
er gehört jedoch nun mal zum allgemeinen Lebensrisiko.