Zitat von Frau_Stern: also viele Beziehungen funktionieren so. Man lebt nebeneinander her, hat sich nix zu sagen. Aber gemeinsames Haus und Kinder hindern die jeweiligen Parteien daran, auf offiziell getrennte Wege zu gehen.
Hier scheint es mir aber doch ein wenig anders zu sein.
Seine erste Frau war insolvent mit einem Haufen Schulden, als er sie kennenlernte. Die Ehe hielt exakt so lange wie es brauchte, dass sie wieder schuldenfrei war. Alles abbezahlt vom Eremiten.
Sie hat sich mit einem neuen Restaurant dann wieder selbständig gemacht. Mit einem Kredit, den sie zwar bedient, den aber der Eremit aufgenommen hat. Das heißt: Volles Risiko für ihn.
Das neue Restaurant lief praktischerweise über ihren Bruder, so dass sie offiziell kaum Kohle hatte, während sie in Wahrheit sehr gut verdient hat.
Um das gemeinsame Kind hat sie sich so gut wie gar nicht gekümmert. Das war überwiegend seine Sache. Wie alles andere auch.
Was er in seiner zweiten Ehe so alles reingebuttert und bezahlt hat, weißt du ja.
Das riecht mir nicht nach "auseinandergelebt" und wegen "Haus und Kindern" noch zusammen, das riecht vielmehr danach, dass der Eremit ein echtes Talent hat, an ausgeprägte Golddigger zu geraten, die ihm wirklich eiskalt die Kohle aus der Tasche gezogen haben, solange es für sie praktisch war. Als es nicht mehr praktisch war und die Nachteile für sie überwogen, waren beide Frauen weg.
Und der Eremit hockte auf Restproblemen.
Der Kredit, der auf seinen Namen lief, bei der ersten Frau, jetzt der BMW (unter anderem) bei der zweiten Frau.
Beide Frauen haben so bald es ging den Sechs mit ihm eingestellt.
Die erste Frau nach dreizehn Monaten, direkt nach der Geburt des Kindes, die zweite Frau brauchte etwas länger, hat es aber so gut sie konnte, von Anfang so weit wie möglich reduziert. Auf einmal alle paar Wochen oder Monate oder so. Mit den fadenscheinigsten Ausreden.
Übrigens fällt auf, dass er beide Male, als es dann unschön aueinanderging, deutlich gemacht hat, dass er nicht die Frau vermisst, sondern das Auseinanderbrechen der hübschen intakten Famile.
Als wäre da jemals irgendwas intakt gewesen.
Mir will deshalb scheinen, auch wenn ich es natürlich nicht wissen kann, dass es weder bei diesen Frauen noch bei ihm jemals um Liebe ging.