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Trennung nach Identitätskrise

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jonlog
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Hallo zusammen,

ich habe mich hier eine Weile durch das Forum gelesen und mich nun angemeldet, da ich meine Geschichte einfach mal erzählen muss und vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der etwas ähnliches schon einmal erlebt hat. Zur zeit bricht gerade mein gesamtes Leben über mir zusammen und ich habe das dringende Bedürfnis mich mit Menschen in ähnlichen Situationen zu unterhalten. Die Sache ist etwas länger, da die Situation nun schon seit letztem Jahr anhält und nun ihren vermeintlichen Höhepunkt erreicht hat.

Meine Frau und ich haben uns im Jahr 2010 kennengelernt. Es war eine wirklich schöne Beziehung, ohne verletzende Streits, mit gegenseitigen liebevollen Gesten, Romantik und allem was dazu gehört. Nach 4 Jahren jedoch, änderte sich etwas in ihr. Sie wusste nicht was es ist, sie war sich innerhalb sehr kurzer zeit auf einmal völlig unsicher, ob sie mich noch liebte, bzw. konnte diese Liebe nicht mehr greifen. Sie konnte es selbst nicht verstehen, hatte aber das Gefühl aus der Beziehung heraus zu wollen. Es ging sehr kurzfristig alles, ich habe ein bisschen mitleidig geheult, aber akzeptiert und war völlig am Ende. Als ich meine restlichen Sachen holte, war sie es die weinte. Ich riss mich zusammen und hatte Hoffnung, dass Abstand vielleicht Vermissen hervorrufen würde. Und so kam es auch. Nach etwa 8 Wochen, schrieb sie mich an und wollte einfach telefonieren. Am nächsten Tag wieder, wir trafen uns, trafen uns erneut und nach einigen Treffen machte sie mir deutlich, dass sie mich möchte und dass es sich richtig anfühlt mit mir. Wir waren damals beide 21 Jahre alt, jung genug also für etwas Beziehungsdrama. Die nächsten 11 Jahre waren im Grunde ausnahmslos schön und das auf einer tieferen, reiferen Ebene. Im Jahr 2023 haben wir geheiratet. Sie kam mir die Jahre vor meinem Antrag immer mit "wo bleibt mein Ring" und "wann heiratest du mich?". Spielerisch, nicht fordernd. Ich wollte sie schon immer heiraten, hatte jedoch bammel bei einer Hochzeit im Rampenlicht zu stehen Zunge rausstrecken. Sie wollte schon immer am Strand heiraten, also heirateten wir am Strand von Mauritius mit unseren engsten Familienmitgliedern und Freunden. Verdammt waren wir glücklich. Auch sie konnte nicht anders als wieder und wieder zu betonen wie schön sie es mit mir findet und wie sehr sie mich liebt.
Wir hatten beide den selben Arbeitgeber und als im Jahr darauf die Firma schloss, hat sich für uns beide natürlich etwas geändert. Wir hatten zuvor beide das Gefühl angekommen zu sein und plötzlich sowas. Naja es war keine existenzielle Probe für uns, aber dennoch ziemlich mies. Und wieder kamen wir beim gleichen Arbeitgeber unter, wenngleich wir nicht direkt beeinander arbeiteten, keine Sorge. Wir renovierten im ersten Jahr welches wir dort waren auch unsere Wohnung, auch wenn wir ursprünglich ausziehen wollten, dann aber in der Nähe doch etwas fanden. Das Haus ist das in dem meine Frau aufgewachsen ist, ihre Eltern wohnen heute im Haus nebenan.
Nun Beginnt der Kern dessen worum es geht. Nach einigen Monaten im neuen Job, hatte ich das Gefühl, dass sich meine Frau zurückzieht und gestresst wirkt. Ich fragte mehrmals nach, ob etwas los sei. Neuer Job und so weiter, kann natürlich sein, dass das stressig ist, war es auch. Auch für mich. Und wir fanden es auch beide nicht so cool wie unseren letzten. Dann kam der Knüppel. Eines Tages auf der Arbeit kam sie zu mir und sagte mir wieder und wieder wie froh sie ist mich zu haben. Fand ich etwas seltsam auf der Arbeit, aber ok. Zuhause beichtete sie mir dann, dass sie bei der Personalabteilung war und es einen Belästigungsvorwurf gegen sie gegeben hätte. Ich musste einiges aus ihr rauskitzeln, sie wollte es mir alles erst nicht sagen. Es kam heraus, dass sie einem Arbeitskollegen per Whatsapp dieWorte geschrieben hatte: "ich hab aus deiner Flasche getrunken, weil ich wissen wollte, wie sich ein Kuss von dir anfühlt." Ich weiß, das macht wenig Sinn, sie zeigte es mir und sagte es sei ein Scherz gewesen. Ja meine Frau macht hin und wieder weirde Scherze. Ich habe ihr vertraut, wusste wie sie drauf ist. Dennoch war dieser Satz doch sehr seltsam und dann der Vorwurf gegen sie, dass ich dachte, da könnte mehr dahinter stecken. Und ich merkte ja auch dass es ihr nicht gut ging. Sie war ständig auf dem Handy mit in ChatGPT vertieft.
Als ich es nicht mehr aushielt, fragte ich noch einmal nach und sie beichtete mir, dass sie sich tatsächlich in diesen Mann verliebt hatte. Und das war auch noch immer so, auch wenn er sie ohne zu reden direkt gemeldet hatte, sie geblockt und denunziert hatte. Ich weiß heute sicher, dass da nichts gelaufen ist, sie hat mich nicht betrogen (naja emotional irgendwie schon denke ich) und ist nicht tätig geworden.Sie sagte das hätte sie auch nie gekonnt
Ich ging zu Boden, weil ich eigentlich noch dachte ich steigere mich in etwas rein. Ich fragte sie ob sie mich denn überhaupt noch liebt und sie sagte nur sie sei verwirrt. Sie wisse überhaupt nicht was sie fühlt und sie verstehe sich selbst nicht. Ich überspringe mal den teil Verzweiflung den ich darauf empfand.
Die nächsten Stunden und Tage sprachen wir viel. Sie sagte sie hat weiterhin gefühle für ihn. Man muss dazu sagen, sie haben sich nie privat getroffen, auf der arbeit ging alles Professinell zu. Sie haben lediglich eine Weile per Whatsapp geschrieben und sie hat ihm wohl ihre Alltagssorgen mitgeteilt und in ihm jemanden gehabt, der ihr zuhört. Das wird später verständlicher, weshalb sich allein daraus etwas entwickeln konnte, dass sich für sie mindestens wie Liebe anfühlte.
Ich fragte Sie ob sie Paartherapie machen möchte. Sie sagte, sie glaubt nicht dass das etwas bringt, da das Problem ihrer meinung nach weder in mir, noch in unserer Beziehung liegt, sondern in ihr selbst. Sie hätte sich selbst verloren. Sie wüsste nicht mehr wer sie ist. Sie hätte diese ambivalenten Gefühle schon früher gehabt (siehe Jahr 4 unserer Beziehung, aber auch schon vor meiner Zeit) aber sie sei da immer wieder von selbst heraus gekommen. Diesmal aber nicht. Am nächsten Tag jedoch hat sie sich von sich aus sofort einen Therapeuten gesucht, was ich bemerkenswert fand. Nach ein paar Wochen fand sie einen Passenden, zu dem sie bis heute geht. Sie sagte, sowohl er, als auch die die sie durchprobiert hatte, sagten, sie müsse sich aus ihrer Ehe lösen um herauszufinden, was sie will.
Wie wir heute wissen, ist der Kern ihrer Krise, dass sie nie gelernt hat ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu haben. Es stammt aus ihrer Kindheit, das weiß sie heute. Sie bekam bei ihren Eltern immer nur dann das Gefühl geliebt zu werden, wenn sie sich anpasste und das tat, was ihre Eltern wollten. Ihre eigenen Wünsche stellte sie schon als Kind hinten an. Das hat sie bis in ihr Erwachsenenleben mitgenommen, in jede freundschaft und in ihre Ehe. Sie sagt ich habe nie ihre Wünsche hinten angestellt und dennoch, hat sie sich oft angepasst. Auch weil sie oft nicht ausdrücken konnte, wenn ihr etwas wirklich wichtig war.Ihr tiefes inneres sagte ihr, dass sie nur so einen Wert haben kann, nur so geliebt werden kann. Sie kann bis heute icht wirklich unterscheien, was SIE will und was sie glaubt zu wollen, aber eigentlich nur anpassung ist. Das ist schrecklich für mich, allein der Gedanke, dass sie so etwas schon immer mit sich herumträgt. Die Therapie und die Beschäftigung mit der Sache sorgt dafür, dass sie es nicht wieder einfach verdrängt, aber das ist denke ich gut so. Dieser andere Mann, war entsprechend jemand, bei dem sie ihre Sorgen offen legen konnte. Denn bei mir konnte sie das zwar auch, aber sie bekam dann das Gefühl, dem Menschen, der ihr am meisten Bedeutet dadurch eine Belastung zu sein, auch wenn ich ihr angeblich nie selbst das Gefühl gegeben habe. Sie wollte entsprechen, ist selbst schon immer Bundungsängstlich gewesen, hatte sorge, dass sie negatives von mir Fern halten müsste. Dieser andere Mann war ein Ventil. Mit ihm konnte sie reden, denn bei ihm gab es nichts kaputt zu machen. Als Resultat entwickelten sich Gefühle. Ob es echte Liebe war oder eine Art Limerenz, das weiß keiner, nichtmal sie.
Die nächsten Monate gab ich ihr viel Freiraum, habe mein Ding gemacht, sie nicht darauf angesprochen, aber die Intimität zwischen uns stand natürlich auf Pause. Wir verstanden uns weiter hin sehr gut und das ist auch bis heute so. Nach diesen Paar Monaten sagte sie mir, eigentlich glaubte sie zu wissen was sie will, aber ihr Therapeut hätte ihr dringend geraten räumlichen Abstand von mir zu bekommen um herauszufinden was SIE will. Da sie das Problem nicht zwischen uns sah, einigten wir uns darauf, dass ich in die freie Wohnung des Hauses ziehe und wir erstmal abstand halten und uns nicht sehen. Anfangs fiel ihr das sehr schwer. Ich hielt den Abstand konsequent ein, sie kam immermal hoch und verzögerte sichtlich das wieder gehen. Es wurde seltener, aber das war ja auch Sinn der Sache. Das war vor etwa 4 Monaten, dass ich hochgezogen bin. Sie kam manchmal unter Tränen zu mir, wenn sie einen Knuddler brauchte, weil sie wieder ein völliges emotionales Tief hatte. Nach einigen Wochen fragte Sie, ob ich mit ihr Freunde besuchen gehe, was wir auch taten. Sie sah ein Bild im Schaufenster, von dem sie wusste, dass es mir gefallen würde, wollte es am nächsten Tag kaufen, aber es war schon weg, also malte sie es mir selbst und brachte es mir. Es gab noch weitere schöne Gesten von ihr. Vor 7 Wochen etwa kam sie zu mir und fragte mich ob wir zusammen in den Urlaub fahren würden. ich konnte Urlaub auch sowas von gebrauchen, also machten wir ihn. Zusammen, fast 3 Wochen auf den Seychellen. Es war ein wirklich schöner Urlaub und wir verstanden uns super. Ich sprach das Thema bewusst nicht an und machte keine Anzeichen für erwartungen. Wir lachten, neckten uns, hatten wirklich viel Spaß zusammen und einen traumhaften Urlaub. Eben ohne die Intimität. Sie sagte auch, dass sie die zeit wirklich genossen hat.
Genau 3 Tage nach unserer Rückkehr kam sie wieder unter Tränen zu mir. Sie sagte: "So sehr ich es mir auch wünsche, ich kann nicht zurück zu uns". Das war natürlich der tiefste Schlag in die Magengrube überhaupt, gerade nachdem es vermeintlich eigentlich bergauf ging. Ich fragte ob wir uns also trennen und sie nickte zögerlich.
Wir haben danach viel geredet. Ich fragte ob ohre Gefühle für mich mit der Zeit verblasst seien und sie sagte momentan schon.
Allerdings sagte sie auch, dass sie das wohl nicht nur bei mir spürt, sondern in allen Beziehungen. Also auch in der zu ihren Eltern und ihren Freunden. Was sie spürt, sei zur Zeit nur Trauer. Jetzt gerade, Trauer, dass das mit uns nicht geht.
Sie sagte es geht ihr weitaus besser, als noch vor einem halben Jahr, aber sie kann gerade nichts romantisches für mich fühlen. Nur freundschaftlich. Ich sagte am nächsten Tag, dass ich mir mal eine Wochnung suche. Sie sagte ich könne natürlich hier bleiben, das wäre kein Problem. Ich denke aber das wäre etwas seltsam und außerdem nicht zielführend. ich muss jetzt erstmal so planen, dass es wirklich vorbei ist und das mache ich auch. Ich bin aber noch nicht so weit, dass ich einen klaren Gedanken fassen kann. Ich liebe sie über alles, daran hat sich nichts geänder. Es vernichtet mich, zu sehen dass es meiner Frau so schlecht geht und ich sie nicht einfach trösten kann, dass ich nicht für sie da sein kann. Und dass ich sie möglicherweise für immer verloren habe. Dass ich in Zeiten ihrer größten Not gehen muss, fühlt sich an wie sie im Stich zu lassen. Sie sagte sie ist verdammt traurig mit mir ihren besten Freund zu verlieren, den Menschen, auf den sie sich immer verlassen konnte und zu dem sie immer gehen konnte, wenn es ihr schlecht ging. Noch dazu, weil sie weiterhin weiß, dass das Problem nicht ich bin oder unsere Beziehung an sich, sondern ihr zerissenes Inneres, bei dem Gefühle gegeneinander spielen. Ihre Therapie wurde gerade nochmal um 136 Stunden verlängert, also ein ziemlich tief sitzender Brocken.

Gibt es unter den Leuten, die das hier tatsächlich bis zum Ende gelesen haben, jemanden, der etwas ähnliches zu dieser wirklich maximalabstrusen Situation erlebt hat?
Mich würde vor allem auch interessieren, obemand Trennungen hinter sich hat, die aus einer ähnlichen identitätskrise hervorgingen und bei denen die Gefühle nach einer finalen Trennung zurück kamen?
Sie spürt nur freundschaftliche Gefühle, gleichzeitig sind alle ihre Gefühle zu mMenschen um sie herum irgendwie matt und sie braucht Abstand von allen.
Sie ist wirklich mein Leben. Ich kann überleben, auch ohne sie, das ist mir klar. Dennoch habe ich mich für genaudiesen Menschen entschieden und würde mir wirklich wünschen, dass da noch etwas möglich ist.
Sorry wegen des langen Posts, ich habe bei weitem nicht alle Details geschrieben, aber das Wesentliche.

Vielen Dank für eure Meinungen im Vorraus und ich wünsche jedem von euch die Form der Liebe, die ich erleben durfte!

• x 2 #1


PapaEmeritus
@jonlog

Das klingt auf jeden Fall sehr hart. Was hast du jetzt vor? Suchst du dir eine eigene Wohnung oder bleibst du dort?
Ein Teil hat mich aber etwas aufhorchen lassen, und zwar, dass der Therapeut sagt, sie solle sich aus der Ehe lösen. Das widerspricht eigentlich berufsethischen Prinzipien.

• x 2 #2


A


Trennung nach Identitätskrise

x 3


J
@PapaEmeritus Danke für die schnelle antwort Lachendes Gesicht
Ja ich habe vor mir eine Wohnung zu suchen. Für sie ist der Gedanke, dass ich dann weg bin auch ziemlich hart, aber als Singles getrennt im gleichen Haus, wenn auch unterschioedlichen Wohnungen ist dann sicherlich nicht gesund.
ich war natürlich nicht bei der Therapie dabei. Sie sagte aber sie hätte 2 Therapeuten ausprobiert und die erste hätte ziemlich deutlich gesagt, sie müsse sich Trennen, da sie nur so herausfinden kann, welche Wünsche wirklich von ihr kommen und keine Anpassung an meine Wünsche sind. der Andere, ebenso wie der den sie jetzt dauerhaft ausgesucht hat, hätten es nicht direkt gesagt, aber wohl auch gesagt, dass sie sich von engen Beziehungen lösen muss, um herauszufinden, was SIE will und dass das innerhalb der Beziehung nur schwer möglich sein wird. Was genau gesagt wurde und was ihre Interpretation ist weiß ich nicht. Sie hat mir nur erzählt, dass sie das eigentlich nicht will. Allerdings war das vor monaten. Jetzt scheint sie ja selbst die Trennung zu wollen. Gleichzeitig sagt sie dass ich ihr so unglaublich wichtig bin und sie mich nicht aus ihrem Leben verlieren will. Die romantischen Gefühle fehlen nun eben.
Als ich in die Wohnung über ihr zog sagte sie damals noch ich müsse mir keine Wohnung suchen, es reiche ihr wenn ich hier oben bin, aber es würde eine Weile dauern.

• x 1 #3


PapaEmeritus
@jonlog

Ich würde dir den Rat geben, erstmal auf Abstand zu gehen und dir eine eigene Wohnung zu suchen, so weit das möglich ist. Mich wundert nur, dass ein Therapeut sagt, sie solle sich trennen, das liegt eigentlich nicht in deren Kompetenz. Therapeuten unterstützen eher dabei, Grenzen zu setzen, sie geben eher Werkzeuge um vielleicht zu sagen „Ich brauche etwas Zeit für mich, um mich zu sortieren“. Mal als einfaches Beispiel. Aber wer weiß. Wie gesagt, ich würde dir raten, dass du dir erstmal selbst Raum gibst. Du kannst jetzt erstmal eh nix machen.

• #4


Worrior
@jonlog
Hi, schade dass sich das so entwickelt hat.
Meine Empfehlung wäre dass Du so schnell wie möglich räumliche wie auch kommunikative Distanz einnimmst.
Stell Dein Leben auf eigene Beine, leite zügig alles Organisatorische für die Trennung ein.
Du bist ein Mann in den besten Jahren und diese kann Dir niemand zurückgeben wenn Du sie mit diesem Drama vergeudest.

• x 3 #5


DieSeherin
ich lasse dir erst mal nur eine umarmung hier und schreibe vielleicht später etwas dazu - es muss irre weh tun, wenn man merkt, dass liebe alleine nicht genügt Tröstender Smiley

• x 3 #6


Blindfisch
Zitat von jonlog:
Nach 4 Jahren jedoch, änderte sich etwas in ihr. Sie wusste nicht was es ist, sie war sich innerhalb sehr kurzer zeit auf einmal völlig unsicher, ob sie mich noch liebte, bzw. konnte diese Liebe nicht mehr greifen. Sie konnte es selbst nicht verstehen, hatte aber das Gefühl aus der Beziehung heraus zu wollen. Es ging sehr kurzfristig alles, ich habe ein bisschen mitleidig geheult, aber akzeptiert und war völlig am Ende.

Das war damals der richtige Zeitpunkt auszusteigen. Endgültig auszusteigen.
Zitat von jonlog:
Nach etwa 8 Wochen, schrieb sie mich an und wollte einfach telefonieren. Am nächsten Tag wieder, wir trafen uns, trafen uns erneut und nach einigen Treffen machte sie mir deutlich, dass sie mich möchte und dass es sich richtig anfühlt mit mir. Wir waren damals beide 21 Jahre alt, jung genug also für etwas Beziehungsdrama.

Was hat sie in den 8 Wochen gemacht? Was hat sie dazu bewegt, doch wieder bei dir aufzutauchen? 🤔

Aber gut. Eine "Ohrfeige" reicht nicht. Also zurück nehmen und die nächsten Jahre glücklich sein. Allerdings warst nur du glücklich. Egal was sie dir erzählt hat. Einer liebt immer mehr als der andere. Einer braucht den anderen immer mehr als der andere. Das bist in eurem Fall du.
Deshalb sind die Türen immer offen:
Zitat von jonlog:
Es kam heraus, dass sie einem Arbeitskollegen per Whatsapp dieWorte geschrieben hatte: "ich hab aus deiner Flasche getrunken, weil ich wissen wollte, wie sich ein Kuss von dir anfühlt."

Es kam raus, weil der Arbeitskollege das an die große Glocke hing. Sonst wüßte niemand davon. Es war sehr wahrscheinlich das erste Objekt der Begierde in eurer "glücklichen Zeit." 😌
Zitat von jonlog:
Als ich es nicht mehr aushielt, fragte ich noch einmal nach und sie beichtete mir, dass sie sich tatsächlich in diesen Mann verliebt hatte.

Sie hat dir schon einmal gesagt, das sie "unsicher" ist, ob sie dich liebt.
Jetzt präsentiert sie dir einen Mann, bei dem sie sich "sicher" ist, ihn zu lieben.
Die 2. offizielle "Ohrfeige".
Dazu kommen ihre mentalen Probleme, die immer auch zu deinen werden. bzw. es schon sind.
Zitat von jonlog:
Sie ist wirklich mein Leben.

Wenn es das ist, was du "dein Leben" nennst, dann wird es mal Zeit für dich, aufzuwachen, dich zu trennen und zu wachsen. Es gibt so viele unglaublich tolle Frauen da draußen, die keine psychischen Probleme mitbringen und loyal sind.
Also, bewegt dein Hintern ins Gym und vergiss sie.

• x 4 #7


mokka_23
Zitat von jonlog:
Hallo zusammen, ich habe mich hier eine Weile durch das Forum gelesen und mich nun angemeldet, da ich meine Geschichte einfach mal erzählen muss und ...

Es tut mir leid, wie sich das zwischen dir und deiner Frau entwickelt hat. Sie macht einen psychisch instabilen Eindruck. Die Sache mit der Flasche ist übergriffig und deutet für mich darauf hin, dass sie ein Abgrenzungsproblem hat. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass solche Menschen einen in den Abgrund reissen mit ihrer Unklarheit. Ich an deiner Stelle würde nicht versuchen, es zu kitten. Das Risiko ist gross, dass es nicht klappt, und du wertvolle Energie verschwendest.

• #8


DieSeherin
Zitat von mokka_23:
Sie macht einen psychisch instabilen Eindruck.


zum einen das - und zum anderen finde ich sie ziemlich egoistisch, @jonlog

ja, liebe kann nach ein paar jahren verblassen und auch gehen. und ja, dann ist eine trennung das fairste, was die person aussprechen sollte, damit die fronten geklärt sind.

was aber in meinen augen nicht sonderlich fair ist, alles auf andere zu schieben - die schwere kindheit, das umfeld, den therapeuten, der ihr gesagt haben soll, sie müsse gehen!

und dann kommt der egoismus dazu, dich als liebesartner nicht mehr zu wollen, aber als freund bitteschön weiter an der seite haben zu wollen.irgendwann mal eine nette freundschaft zu haben ist ja toll, aber dazu braucht es erst einmal räumlichen und zeitlichen abstand, damit du die bisherigen gefühle verarbeitet hast und loslassen konntest.

bitte such dir eine eigene wohnung, lass den kontakt sein und finde genug abstand, damit du dich um dich selber kümmern kannst 😘

hey - und mach dir bewusst, dass du zwar 16 jahre deines bisherigen lebens mit dieser frau verbracht hast, aber noch ungefähr 45 jahre leben und liebe vor dir liegen!

• x 5 #9


D
Auszug und Rar machen, am besten weiter weg um nicht andauernd Kontrolliert zu werden, sie immer vor deiner Wohnung steht

• #10


alleswirdbesser
Zitat von jonlog:
mit mir ihren besten Freund zu verlieren, den Menschen, auf den sie sich immer verlassen konnte und zu dem sie immer gehen konnte, wenn es ihr schlecht ging.

War es umgekehrt auch so? Irgendwie dreht sich alles nur um sie.

• x 3 #11


alleswirdbesser
Zitat von jonlog:
Ihre Therapie wurde gerade nochmal um 136 Stunden verlängert,

Mich wundert 1. die Tatsache, dass sie damals so schnell einen Therapeuten gefunden hat und dann auch noch zwischen verschiedenen wählen konnte und 2. jetzt diese immense Anzahl an Stunden, die ihr bewilligt wurden. Ich kenne das anders. Und frage mich, was sie hat, das das möglich machte. Du kennst ihre Vergangenheit, ist ihr etwas Schlimmes passiert? Ich meine nur weil jemand nicht weiß, wo er hingehört, wird von der KK kein solcher Stundenumfang gleich im Voraus übernommen. Aber vielleicht irre ich mich.

Auch, dass zur Trennung geraten wurde, entspricht schon lange meinem Verdacht, in Bezug auf die Ergebnisse vieler Reha Aufenthalte, dass das sehr wohl gemacht wird. Viele sagen, dass kein Therapeut sowas raten dürfte und bei deiner Frau waren es gleich drei, also alle. Was hat sie Schlimmes über eure Ehe oder über dich erzählt, die Frage würde ich mir durchaus stellen.

• x 2 #12


Blindfisch
Ach mensch...die böse RP: "Die Vergangenheit ist das Wichtigste was die Frau mitbringt. Diese bestimmt deine Zukunft als Mann."
Dabei spielt es keine Rolle, ob unverschuldet oder selbst gewählt.
Werden die RedFlags übersehen oder nicht ernst genommen, landet Mann hier.
Aber zur Wahrheit gehört auch: das gilt auch anders herum.

• x 1 #13


PapaEmeritus
Mich wundert auch die Zahl 136 Stunden. Gibt’s da nicht Obergrenzen? Vielleicht ein Schreibfehler.

• #14


alleswirdbesser
Zitat von PapaEmeritus:
Mich wundert auch die Zahl 136 Stunden. Gibt’s da nicht Obergrenzen? Vielleicht ein Schreibfehler.

Ich kenne das stufenweise, erst 15, dann wenn abgeschlossen die nächsten 15. Zum Beispiel.

• #15


A


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