Trennung nach über zwei Jahren noch nicht verarbeitet

Windschatten

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Huhu!

Schon jetzt: Entschuldigung für den langen Text..

..ich bin ganz neu hier, also hallo in die Runde!

Um auf den Punkt zu kommen, muss ich wohl erst ein wenig ausholen:

2010 bin ich für 4 Monate ans andere Ende von Deutschland gegangen, um eine Weiterbildung zu absolvieren. Für meine damalige Beziehung war das nichts Neues, da es ohnehin eine Fernbeziehung war. Zwar nicht über eine dermaßen große Distanz. Nach einer Weile habe ich eine eigene Wohnung angemietet und zwei Mitbewohner gesucht, mit denen ich dann eingezogen bin. Während ich mich mit meiner Mitbewohnerin nicht sehr gut verstanden habe (hat sich als Psychozicke entpuppt), verstand ich mich mit meinem Mitbewohner ausgezeichnet. Mein Freund kam auch öfter zu Besuch, es lief alles gut.
Ich habe mit den beiden ca. 6 Wochen zusammengewohnt. In der Zeit habe ich sehr viel mit meinem Mitbewohner unternommen. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn er zuhause war/nach Hause kam.
In einer Nacht habe ich davon geträumt, dass ich mit ihm S. hatte. Der S. im Traum war zwar grauenhaft, trotzdem hat mich das nicht losgelassen. Am nächsten Tag, er war gerade nicht zuhause, fingen wir an hin- und her zu simsen. Ich erwähnte, dass ich etwas durcheinander sei und er wollte natürlich wissen, warum. Nach einer Weile rückte ich dann damit raus und er kam nach Hause, weil er unbedingt darüber reden wollte. Er erzählte mir dann abends, dass er schon länger etwas für mich empfand, aber sich nicht so recht getraut hätte, weil ich ja vergeben war. Durch dieses Geständnis entstand eine wahnsinnige Anziehungskraft zwischen uns..
Was jetzt kommt, klingt wahrscheinlich ziemlich bescheuert, aber ich will ehrlich sein. Ich hatte schon öfter mit meinem damaligen Freund darüber gesprochen, was denn wäre, wenn wir jemandem begegnen, mit dem wir unbedingt in Bett wollen würden.. Ich habe ihn also quasi um Erlaubnis gefragt, ob.. In der Nacht haben mein Mitbewohner und ich die ganze Zeit gekuschelt und später auch rumgeknutscht.
Es war ein ziemlich aufregendes Gefühl und ich wollte es auch.
Ein paar Tage später gab mein Freund mir mit einigen Zweifel die Erlaubnis mit ihm zu schlafen - oh mein Gott, das klingt so schlampig und peinlich...
Wir hatten dann eine Weile ziemlich oft ziemlich guten S..
Nach meiner Weiterbildung ging ich zurück in die Heimat, so war das geplant. Als ich auf meinen Freund traf, merkte ich aber, dass meine Gefühle weg waren. Ein paar Tage später trennte ich mich nach über 3,5 Jahren von ihm.
Bis ich mir wirklich eingestehen konnte, dass ich mich volle Kanne in meinen ehemaligen Mitbewohner verliebt hatte, vergingen nochmal zwei Wochen. Er kam mich dann über Silvester zuhause besuchen und wir waren ab dann ein Paar. So kam ich von der einen Fernbeziehung zur nächsten..
Ich wollte unbedingt zurück zu ihm, weil ich es sehr genossen hatte, mit ihm zu wohnen und er mit der Distanz nicht sehr gut klar kam.
Also fing ich an zu jobben, um mir den Umzug zu finanzieren und bewarb mich auf ein Freiwilliges Soziales Jahr dorthin.
Ein halbes Jahr später, 2 Monate vor dem Umzug, trennte er sich sehr überraschend von mir. Er hätte nicht mehr genug Gefühle.
Ich konnte das gar nicht realisieren und auch nicht recht trauern. Ich hatte meine gesamte Zukunft auf ihn ausgerichtet und der Umzug ans andere Ende von Deutschland war geplant. Wir haben uns weiterhin sehr oft getroffen und hatten viel Kontakt. Es bestand einfacher weiterhin so eine wahnsinnige Anziehung zwischen uns. Und das, obwohl wir eigentlich sehr unterschiedlich waren.
Ich muss sagen, ich habe während der Beziehung meine eigenen Grenzen überschritten. Ich war so, wie er es haben wollte. Ich habe mich komplett von ihm abhängig gemacht. Wahrscheinlich, weil er mir die Bestätigung gegeben hat, die mir lange gefehlt hat.. Schon während unserer Beziehung machte er sich immer rar. Er wollte nich jeden Tag telefonieren, meldete sich nicht so oft, wie ich es mir gewünscht hätte. Er wollte begehrt werden und ich war so verrückt nach ihm.. Meine psychischen Probleme, die ich damals hatte, legte er mir immer als Schwäche aus. Er war manchmal wirklich nicht besonders nett zu mir.
Nach der Trennung und in der (praktisch) neuen Stadt, hielt ich es kaum einen Tag ohne ihn aus. Ich rief ihn oft an, wir hatten auch noch länger S.. Er kapselte sich aber immer mehr von mir ab.
Ich konnte es einfach nicht verkraften..ich habe die Trennung überhaupt nichts realisieren können.
Dann fing mein Freiwilliges Soziales Jahr an. Ich lernte neue Leute kennen, hatte Ablenkung und fasste mich etwas.
Ich sagte mir: Jetzt ist erst einmal genug mit Beziehungen, das muss ich erstmal verdauen. Und dann kam mein jetziger Freund.
Ich traf ihn bei der Arbeit auf einem Jugendwochenende auf Usedom, alles sehr romatisch mit Lagerfeuer und Strand..
Man kann wohl sagen, es hat schnell klick gemacht bei uns beiden.
Zunächst war ich mir unschlüssig, ob ich schon in eine neue Beziehung wollte, aber dann gab ich mir einen Ruck. Nach wenigen Wochen kamen jedoch Zweifel auf und ich trennte mich wieder von ihm.
Das hat ihn sehr getroffen..
Ich nahm wieder Kontakt zu meinem Ex auf und er wollte mich zurückhaben. Aber so schnell habe ich mich da zum Glück nicht mehr um den Finger wickeln lassen. Kontakt und S. hatten wir trotzdem wieder..also hab ich mich doch irgendwie um den Finger wickeln lassen Aber da war, wie gesagt, so eine wahnsinnige Anziehungskraft zwischen uns. Und so cool und unbeeindruckt er sich auch immer gab, ich weiß genau, dass es ihm genauso ging.
Trotzdem hatte ich noch Kontakt zu meinem jetzigen Freund.
Es hat ihn wahnsinnig verletzt, dass ich zu meinem Ex zurück gegangen war, aber er nahm mich trotzdem zurück. Da ich es in meiner damaligen WG (mit einem ganz anderen (gleichgeschlechtlich) Mitbewohner) kaum noch aushielt, war ich meist bei ihm in seiner WG.
Gute drei Monate nachdem wir wieder zusammengekommen waren, zogen wir sehr spontan zusammen und sind hier jetzt schon über ein Jahr sehr glücklich miteinander. Er ist wirklich der liebste Kerl, der mir je begegnet ist. Er nimmt mich, wie ich bin.
Ich hatte noch lange Kontakt zur Mutter meines Ex, mit der ich mich sehr gut verstanden hatte, den haben wir aber vor ein paar Monaten eingestellt. Mit meinem Ex hab ich den Kontakt im März 2012 eingestellt. Im November 2012 sind wir uns noch einmal begegnet. Es war Tag der offenen Tür in seiner Arbeitsstelle und ich war mit einem Klienten dort.. Er hat mich kaum erkannt, aber als ich ihn ansprach (ich musste mir unbedingt beweisen, dass ich es aushielt), war er sehr interessiert (vor allem an meinem Job). Seitdem haben wir auch nichts mehr voneinander gehört. Trotzdem träume ich zur Zeit vermehrt von ihm, teils mehrere Nächte hintereinander. Ich habe jeden Tag die Hoffnung ihn zufällig zu treffen. Und ich habe wahnsinnige Rachegefühle. Ich würde nicht wollen, dass es ihm schlecht geht, aber ich wünsche mir oft, dass er es bereut sich von mir getrennt zu haben. Dann wäre ich diejenige, die umgarnt würde. Gott, das klingt so schrecklich, so unmenschlich.
Vor ein paar Tagen konnte ich mir eingestehen, dass er mir irgendwie fehlt. Obwohl er mich oft so schlecht behandelt hat.. Ich würde einfach gerne wissen, wie es ihm geht und was er so macht. Ich bin oft ganz kurz davor ihn zu googeln, um wenigstens sein Profilbild bei facebook angucken zu können.
Gleichzeitig fühle ich mich, als würde ich meinen Freund, den ich über alles liebe, betrügen, wenn ich an meinen Ex denke.
Ich bin zur Zeit oft sehr traurig und mein Freund merkt das auch, was seine Verlustängste (hat er, seit ich mich getrennt hatte und zu meinem Ex zurück bin) schlimmer macht.
Ich habe nicht wirklich jemanden, bei dem ich mich ausheulen kann, weil ich hier nicht richtig Anschluss gefunden habe..
Und zuhause kann ich das auch nicht so recht verarbeiten.
Ich weiß einfach nicht, wie ich meinen Ex loslassen soll.
Ich hab mit ner Therapeutin gesprochen, alle seine Geschenke weggeworfen, Fotos gelöscht oder zerschnitten, ihm nen Brief geschrieben und verbrannt..trotzdem bin ich nach über zwei Jahren nach der Trennung immer noch nicht drüber weg und gerade kommt bei mir alles wieder hoch..
Mein armer Freund, er hat das wirklich nicht verdient.
Ich bin gerade einfach nur verzweifelt.
Ich will ihn vergessen und gleichzeitig wissen, was er macht.

Hoffentlich habe ich nichts vergessen.
Tut mir leid, wenn der Text lang und wirr ist, es ist eine lange und emotionale Geschichte.

Kann mir bitte jemand einen Rat geben?
Danke schonmal.

01.08.2013 18:11 • #1


Rocky78


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Da kommt man gar nicht so richtig mit wer Freund und exfreund ist, verwende doch Pseudonyme.

01.08.2013 23:08 • #2



Trennung nach über zwei Jahren noch nicht verarbeitet

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Windschatten


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Huhu!

Schon jetzt: Entschuldigung für den langen Text..

..ich bin ganz neu hier, also hallo in die Runde!

Um auf den Punkt zu kommen, muss ich wohl erst ein wenig ausholen:

2010 bin ich für 4 Monate ans andere Ende von Deutschland gegangen, um eine Weiterbildung zu absolvieren. Für meine damalige Beziehung war das nichts Neues, da es ohnehin eine Fernbeziehung war. Zwar nicht über eine dermaßen große Distanz. Nach einer Weile habe ich eine eigene Wohnung angemietet und zwei Mitbewohner gesucht, mit denen ich dann eingezogen bin. Während ich mich mit Laura nicht sehr gut verstanden habe (hat sich als Psychozicke entpuppt), verstand ich mich mit Tim ausgezeichnet. Mein Freund (Basti) kam auch öfter zu Besuch, es lief alles gut.
Ich habe mit Laura und Tim ca. 6 Wochen zusammengewohnt. In der Zeit habe ich sehr viel mit Tim unternommen. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn er zuhause war/nach Hause kam.
In einer Nacht habe ich davon geträumt, dass ich mit ihm S. hatte. Der S. im Traum war zwar grauenhaft, trotzdem hat mich das nicht losgelassen. Am nächsten Tag, er war gerade nicht zuhause, fingen wir an hin- und her zu simsen. Ich erwähnte, dass ich etwas durcheinander sei und er wollte natürlich wissen, warum. Nach einer Weile rückte ich dann damit raus und er kam nach Hause, weil er unbedingt darüber reden wollte. Er erzählte mir dann abends, dass er schon länger etwas für mich empfand, aber sich nicht so recht getraut hätte, weil ich ja vergeben war. Durch dieses Geständnis entstand eine wahnsinnige Anziehungskraft zwischen uns..
Was jetzt kommt, klingt wahrscheinlich ziemlich bescheuert, aber ich will ehrlich sein. Ich hatte schon öfter mit Basti darüber gesprochen, was denn wäre, wenn wir jemandem begegnen, mit dem wir unbedingt in Bett wollen würden.. Ich habe ihn also quasi um Erlaubnis gefragt, ob.. In der Nacht haben Tim und ich die ganze Zeit gekuschelt und später auch rumgeknutscht.
Es war ein ziemlich aufregendes Gefühl und ich wollte es auch.
Ein paar Tage später gab Basti mir mit einigen Zweifel die "Erlaubnis" mit Tim zu schlafen - oh mein Gott, das klingt so schlampig und peinlich...
Tim und ich dann eine Weile ziemlich oft ziemlich guten S..
Nach meiner Weiterbildung ging ich zurück in die Heimat, so war das geplant. Als ich Basti traf, merkte ich aber, dass meine Gefühle weg waren. Ein paar Tage später trennte ich mich nach über 3,5 Jahren von ihm.
Bis ich mir wirklich eingestehen konnte, dass ich mich volle Kanne in Tim verliebt hatte, vergingen nochmal zwei Wochen. Er kam mich dann über Silvester zuhause besuchen und wir waren ab dann ein Paar. So kam ich von der einen Fernbeziehung zur nächsten..
Ich wollte unbedingt zurück zu ihm, weil ich es sehr genossen hatte, mit ihm zu wohnen und er mit der Distanz nicht sehr gut klar kam.
Also fing ich an zu jobben, um mir den Umzug zu finanzieren und bewarb mich auf ein Freiwilliges Soziales Jahr dorthin.
Ein halbes Jahr später, 2 Monate vor dem Umzug, trennte Tim sich sehr überraschend von mir. Er hätte nicht mehr genug Gefühle.
Ich konnte das gar nicht realisieren und auch nicht recht trauern. Ich hatte meine gesamte Zukunft auf ihn ausgerichtet und der Umzug ans andere Ende von Deutschland war geplant. Wir haben uns weiterhin sehr oft getroffen und hatten viel Kontakt. Es bestand einfacher weiterhin so eine wahnsinnige Anziehung zwischen uns. Und das, obwohl (oder weil?) wir eigentlich sehr unterschiedlich waren.
Ich muss sagen, ich habe während der Beziehung meine eigenen Grenzen überschritten. Ich war so, wie er es haben wollte. Ich habe mich komplett von ihm abhängig gemacht. Wahrscheinlich, weil er mir die Bestätigung gegeben hat, die mir lange gefehlt hat.. Schon während unserer Beziehung machte er sich immer rar. Er wollte nich jeden Tag telefonieren, meldete sich nicht so oft, wie ich es mir gewünscht hätte. Er wollte begehrt werden und ich war so verrückt nach ihm.. Meine psychischen Probleme, die ich damals hatte, legte er mir immer als Schwäche aus. Er war manchmal wirklich nicht besonders nett zu mir.
Nach der Trennung und in der (praktisch) neuen Stadt, hielt ich es kaum einen Tag ohne ihn aus. Ich rief ihn oft an, wir hatten auch noch länger S.. Er kapselte sich aber immer mehr von mir ab.
Ich konnte es einfach nicht verkraften..ich habe die Trennung überhaupt nichts realisieren können.
Dann fing mein Freiwilliges Soziales Jahr an. Ich lernte neue Leute kennen, hatte Ablenkung und fasste mich etwas.
Ich sagte mir: Jetzt ist erst einmal genug mit Beziehungen, das muss ich erstmal verdauen. Und dann kam Lucas.
Ich traf ihn bei der Arbeit auf einem Jugendwochenende auf Usedom, alles sehr romatisch mit Lagerfeuer und Strand..
Man kann wohl sagen, es hat schnell klick gemacht bei uns beiden.
Zunächst war ich mir unschlüssig, ob ich schon in eine neue Beziehung wollte, aber dann gab ich mir einen Ruck. Nach wenigen Wochen kamen jedoch Zweifel auf und ich trennte mich wieder von ihm.
Das hat ihn sehr getroffen..
Ich nahm wieder Kontakt zu Tim auf und er wollte mich zurückhaben. Aber so schnell habe ich mich da zum Glück nicht mehr um den Finger wickeln lassen. Kontakt und S. hatten wir trotzdem wieder..also hab ich mich doch irgendwie um den Finger wickeln lassen Aber da war, wie gesagt, so eine wahnsinnige Anziehungskraft zwischen uns. Und so cool und unbeeindruckt er sich auch immer gab, ich weiß genau, dass es ihm genauso ging.
Trotzdem hatte ich noch Kontakt zu Lucas.
Es hat ihn wahnsinnig verletzt, dass ich zu Tim zurück gegangen war, aber er nahm mich trotzdem zurück. Da ich es in meiner damaligen WG (mit einem ganz anderen (gleichgeschlechtlich) Mitbewohner) kaum noch aushielt, war ich meist in Lucas' WG.
Gute drei Monate nachdem wir wieder zusammengekommen waren, zogen wir sehr spontan zusammen und sind hier jetzt schon über ein Jahr sehr glücklich miteinander. Er ist wirklich der liebste Kerl, der mir je begegnet ist. Er nimmt mich, wie ich bin.
Ich hatte noch lange Kontakt zur Mutter von Tim, mit der ich mich sehr gut verstanden hatte, den haben wir aber vor ein paar Monaten eingestellt. Mit Tim hab ich den Kontakt im März 2012 eingestellt. Im November 2012 sind wir uns noch einmal begegnet. Es war Tag der offenen Tür in seiner Arbeitsstelle und ich war mit einem Klienten dort.. Er hat mich kaum erkannt, aber als ich ihn ansprach (ich musste mir unbedingt beweisen, dass ich es aushielt), war er sehr interessiert (vor allem an meinem Job). Seitdem haben wir auch nichts mehr voneinander gehört. Trotzdem träume ich zur Zeit vermehrt von ihm, teils mehrere Nächte hintereinander. Ich habe jeden Tag die Hoffnung ihn zufällig zu treffen. Und ich habe wahnsinnige Rachegefühle. Ich würde nicht wollen, dass es ihm schlecht geht, aber ich wünsche mir oft, dass er es bereut sich von mir getrennt zu haben. Dann wäre ich diejenige, die umgarnt würde. Gott, das klingt so schrecklich, so unmenschlich.
Vor ein paar Tagen konnte ich mir eingestehen, dass er mir irgendwie fehlt. Obwohl er mich oft so schlecht behandelt hat.. Ich würde einfach gerne wissen, wie es ihm geht und was er so macht. Ich bin oft ganz kurz davor ihn zu googeln, um wenigstens sein Profilbild bei facebook angucken zu können.
Gleichzeitig fühle ich mich, als würde ich Lucas, den ich über alles liebe, betrügen, wenn ich an Tim denke.
Ich bin zur Zeit oft sehr traurig und Lucas merkt das auch, was seine Verlustängste (hat er, seit ich mich getrennt hatte und zu Tim zurück bin) schlimmer macht.
Ich habe nicht wirklich jemanden, bei dem ich mich ausheulen kann, weil ich hier nicht richtig Anschluss gefunden habe..
Und zuhause kann ich das auch nicht so recht verarbeiten.
Ich weiß einfach nicht, wie ich Tim loslassen soll.
Ich hab mit ner Therapeutin gesprochen, alle seine Geschenke weggeworfen, Fotos gelöscht oder zerschnitten, ihm nen Brief geschrieben und verbrannt..trotzdem bin ich nach über zwei Jahren nach der Trennung immer noch nicht drüber weg und gerade kommt bei mir alles wieder hoch..
Mein armer Lucas, er hat das wirklich nicht verdient.
Ich bin gerade einfach nur verzweifelt.
Ich will Tim vergessen und gleichzeitig wissen, was er macht.

Hoffentlich habe ich nichts vergessen.
Tut mir leid, wenn der Text lang und wirr ist, es ist eine lange und emotionale Geschichte.

Edit: Kurz bevor Tim sich von mir trennte, begann ich (wegen meinen Depressionen) starke Antidepressiva zu nehmen, die ich derzeit absetze.
Es ist, wie als wäre ich über zwei Jahre lang betäubt gewesen und jetzt kommen alle unterdrückten Gefühle auf einmal hoch..

Kann mir bitte jemand einen Rat geben?
Danke schonmal.

02.08.2013 10:52 • #3


Christa


was genau fühlst du denn für deinen jetzigen freund? sicher, dass du ihn ,,über alles" liebst? vielleicht empfindest du ja doch nicht genug für ihn, sodass du immer wieder an deinen ex denken musst. überleg mal. ich denke wenn man jemanden wirklich liebt, dann vergisst man automatisch seine exfreunde.
oder vielleicht sind auch nicht (nur) die gefühle das problem, sondern die art und weise der beziehung an sich. du sagst, dass dein exfreund oft nicht wirklich nett zu dir war und dein jetziger freund aber der liebste kerl ist. vielleicht fehlt dir ja so eine art herausforderung, dieses komplizierte in deiner jetzigen beziehung? vielleicht brauchst du gar keinen ,,lieben" kerl sondern einen mit dem du - ich sag mal- mehr ,,drama" erleben kannst und musst deshalb an deinen exfreund denken. ich kenne mehrere frauen, bei denen das so ist. meinst du das könnte vielleicht auf dich zutreffen?

07.08.2013 17:13 • #4


Windschatten


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Wie gesagt, ich liebe ihn über alles. Ich kann mir vorstellen den Rest meines Lebens mit ihm zu verbringen. Ich bin keine Dramaqueen, ich mag es viel lieber ruhig und ohne Streitereien. Und Herausforderungen gibt es auch in meiner jetzigen Beziehung
Natürlich zweifel ich manchmal an meinen Gefühlen, weil ich auch weiß, dass es normaler wäre, wenn man dann einfach den Ex vergisst. Aber es war nun einmal das erste Mal, dass ich verlassen worden bin. Außerdem hatte ich gar keine Zeit die Trennung zu verarbeiten, weil ich ja dann gleich Lucas kennengelernt habe. Und dann eben die starken Antidepressiva, die ich in sehr jungen Jahren angefangen habe und gerade erst ausschleiche (hab es fast geschafft). Meine Therapeutin sieht auch Parallelen zu meinem Vater. Tim und er sind sich sehr ähnlich, was meiner Mutter auch schon aufgefallen war.. Die Therapeutin meint, dass ich mein Kindheitstrauma nie genug zu sein, nie den Ansprüchen zu genügen, wieder durchlebe und Tim sozusagen die Rolle meines Vaters hat aufleben lassen. Sodass es also eher um die Beziehung zu meinem Vater geht bzw. ich erst lernen muss nicht perfekt für andere sein zu müssen..

08.08.2013 09:04 • #5




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