Tim84
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Nach einigen gelesenen Texten zu dem Thema wollte ich auch mal etwas dazu schreiben.
Meine Ex Freundin hat sich vor etwas mehr als zwei Monaten von mir getrennt.
Wir waren knapp vier Jahre zusammen und hatten aus meiner Sicht eine schöne Beziehung und mit Sicherheit eine lange Zeit auch aus ihrer Sicht. Wir haben viel zusammen unternommen und erlebt. Reisen zusammen gemacht, Freizeit Aktivitäten. Der Höhepunkt war im Frühjahr ein Traumurlaub nach Bali wo ich ihr einen Heiratsantrag gemacht habe und sie auch ja gesagt hat.
Wir hatten unsere Zukunft geplant, mit Haus, Kinder, Wohnwagen etc. für das nächste Jahr und ich war rundum glücklich. Sie war für mich die erste Frau mit der ich mir überhaupt vorstellen konnte Kinder zu bekommen.
Ich bin dann um das ganze auch realisieren zu können viel im Sommer arbeiten gewesen und habe Geld gespart damit ich viel frei nehmen kann wenn das erste Kind gekommen wäre.
Das witzige ist das sie aber weniger arbeiten wollte, sprich nur noch Teilzeit arbeiten wollte.
Das schwierige an der Sache ist, dass an dem Tag als ich den Termin für die Hochzeit für uns hatte, sie mit mir Schluss gemacht hat und mir auch nur belanglose Gründe für die Trennung genannt hatte.
Sie war halt nicht der Typ der über Probleme spricht und irgendwie finde ich es von einem Menschen schon etwas armselig nicht etwas anzusprechen wenn einem etwas missfällt.
Wir haben uns in der ganzen Zeit, gerade ein einziges Mal gestritten.
Ich finde es nur so schade, weil wir eine tolle Zeit zusammen hatten und ich etwas für uns aufbauen wollte, nur sie hat wenig dazu beigetragen.
Ich kann ja irgendwie die Menschen verstehen die sagen, ich möchte weniger arbeiten, aber von Luft und Liebe kauft man kein Haus.
Die Frage ist eigentlich, wie kann sich ein Mensch so schnell entlieben? Ich glaube ja das für sie die Trennung eine Kurzschluss Reaktion war.
Im Winter ist ihre Katze verstorben und sie hat sich wirklich schwer getan die Katze los zu lassen.
Danach wollte sie unbedingt einen Hund haben und einen Welpen im spät Sommer gekauft.
Nach zwei Wochen konnte sie den Hund nicht in den Griff bekommen und hatte überlegt ihn zurück zu bringen.
Ich hatte ihr noch angeboten bei egal welcher Entscheidung sie fällt ich sie dabei unterstützen werde.
Da hat sie noch zum mir gesagt, was für eine große Stütze ich für sie wäre und das wir für immer zusammen bleiben sollen.
Sie hat sich dann entschlossen den Hund zurück zu geben und hat innerhalb von zwei Stunden alles weg gebracht was an den Hund erinnert.
Nach zwei Stunden ohne Hund, hat man nicht mehr gemerkt das da überhaupt mal einer war.
Das fand ich schon eine krasse Problem Lösung.
Direkt im Anschluss ist sie mit ihrer Mutter ins Sauerland gefahren,da hat sie sich dann Gedanken gemacht und wohl für sich entschieden das die Beziehung keine Zukunft mehr hat.
Mich würde einfach interessieren warum man das ganze so leichtfertig weg wirft?
Warum tickt ein Mensch innerhalb von so kurzer Zeit anders und meint man kennt ihn gar nicht?
Ein anderer Mann ist es definitiv nicht. Kann aus Angst vorm großen Ganzen so eine Reaktion entstehen?
Freue mich auf eure Antworten
