ben0604
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normalerweise bin ich niemand, der auf Foren unterwegs ist, suche aktuell aber einfach einen Platz um meinen Gedanken und Kummer freien Lauf zu lassen.
Ich habe mich im Einvernehmen vergangenen Mittwoch von meiner Partnerin getrennt. Leider ist unsere Situation super kompliziert und mir geht es aktuell echt dreckig.
Wir hatten 4 Jahre lang eine Fernbeziehung. Zwischendurch hatte Sie für 8 Monate bei mir in Deutschland gewohnt und ich war wegen eines Praktikums für 3 Monate in England (sie ist Engländerin). Anfang Januar hatte ich nun mein Studium beendet und es war seit einiger Zeit klar, dass ich danach mit ihr zusammen in England zusammenzieh. Leider haben wir uns nun bereits nach 3 Monaten getrennt.
Zwischen uns war eigentlich alles perfekt. Wir haben viel zusammen unternommen, viel zusammen gelacht, konnten uns über alles unterhalten, hatten die gleichen Interessen, waren einfach ein super Team. Ich könnte diese Liste noch ewig so weiterführen. Leider lief es seit einiger Zeit im Bett nicht mehr, bzw. es lief gar nichts mehr. Diese Probleme fingen vor über einem Jahr an. Sie hatte eine OP an ihren Eierstöcken (es wurde eine Cyste entfernt). Danach hatte Sie beim Sex Schmerzen, weshalb Sie verständlicherweise keinen Sex mehr wollte. Zudem hatte Sie über die letzten 2 Jahre etwas an Gewicht zugenommen, was für mich jedoch kein Problem war. Sie fühlt sich aber nicht mehr attraktiv und wohl in ihrem eigenen Körper. Naja, so fing unsere "Flaute" im Bett an. Über die letzten 3 Monate, wo wir nun endlich zusammengezogen sind hat sich leider daran nichts geändert. Wir haben beide super viel geredet und sind der Meinung, dass wir noch zu jung für eine Beziehung ohne Sex sind und sind deshalb nun den Schritt der Trennung gegangen. Ich glaube wir beide nennen es aber eher eine Pause, um zu schauen wie sehr sie mich vermisst und ob der Grund wirklich ihre persönlichen Probleme sind oder ob es ihre Gefühle für mich sind.
Für mich persönlich ist es aktuell eine unerträgliche Situation. Ich habe meine bessere zweite Hälfte verloren, bin aktuell noch arbeitslos und habe dementsprechend viel Zeit nachzudenken. Auch haben wir vereinbart, uns so wenig wie es geht zu kontaktieren, um uns gegenseitig den Raum zu geben, den wir bzw. den sie benötigt. Mir fällt es unheimlich schwer mich daran zu halten.
Ich wohne nach meinen Rückzug aus England wieder bei meinen Eltern zu Hause und muss hier den starken Mann spielen, da es zwischen meinen Eltern nicht läuft (lange Geschichte) und meine Mutter auch ziemlich auf den Zahnfleisch geht. Sobald ich abends meine Tür zu mache breche ich mehr oder weniger zusammen und lasse den ganzen Schmerz im Bett raus. Am nächsten Morgen heißt es wieder stark sein und den Kopf für Vorstellungsgespräche freizubekommen... Momentan bin ich innerlich einfach ziemlich am Ende
Ich weiß nicht warum ich euch das alles erzähle, aber ich habe das Gefühl, es einfach alles mal loszuwerden. Natürlich habe ich die große Hoffnung, dass ich meine Frau der Träume bald wieder in meinen Armen halten kann, aber wer weiß schon was passiert und wie lange das vor allem dauert...
Vielleicht hat ja jemand von euch ein paar Tipps für mich parat oder ein paar aufmunternde Worte. Ansonsten möchte ich mich bei euch für's "zuhören" bedanken und wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Viele Grüße
Ben
