22Anna22
Gast
Ich schreibe hier, um meine Gefühle zu ordnen. Eigentlich weiß ich, dass die Ehe/Beziehung mit meinem Mann schon längst erloschen ist. Wir reden schon lange nicht mehr und in dem letzten Monaten habe ich erkennen können, was er für schlechte Eigenschaften hat. Wie respektlos er in vielen Situationen ist und ich es nicht verdient habe so behandelt zu werden. Es hat also auch viel mit Selbsterkenntnis zu tun. Ich hasse ihn nicht unbedingt. Ich bin genervt von seiner einfachen Anwesenheit. Am liebsten würde ich ihn wegzaubern. Davon abgesehen, dass es nicht geht, sind da ja auch nich unsere Kinder, die ihren Papa lieben. Vor allem Kind 2 war immer sehr entzückt wenn wir uns umarmen und herzen. Es tut weh! Gestern war es dann soweit. Ich habe ihn vor Jahren schon gebeten auszuziehen. Das hat er nicht getan. Ich kann es nicht, da die Hypothek auf mich allein läuft. Er sagte im Streit, dass er sich eine Wohnung sucht und auszieht. Zuerst hab ich mich gefreut (ich ertrage ihn nicht mehr). Nun konnte ich sehr schlecht schlagen und es zerreißt mir das Herz. Ist es nun die Angst vor dem neuen? Das festhalten an alt gewohntem? Ist es, weil es noch eine Chance gibt (objektiv betrachtet nein)? Ich glaube es liegt daran, dass ich unsere Familie nicht aufgeben möchte. Es ist so ein Wirrwarr. Ich möchte mich einfach nur in seinen Armen verkriechen. Was passiert da gerade mit mir?