Nimoni
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Wir wären Ende des Jahres 20 Jahre verheiratet und werden es auch sein, weil das Trennungsjahr jetzt erst beginnt.
Die Ehe lässt sich kurz folgendermaßen beschreiben:
die ersten Jahre waren eine Phase des Love Bombing seinerseits! Extreme Schmeichelung abwechselnd mit Bloßstellen, was ich alles nicht könnte und von ihm gezeigt bekommen müsste.
Er erklärte mir immer wieder wie „man das richtig macht“. Einmal erinnere ich mich an eine Situation wie ich zu Abend ein Reisgericht gekocht hatte und es war ein wenig weich geworden, aber noch in Ordnung. er stellte sich dann vor den Kindern vor mich hin und sagte: ich zeige dir jetzt mal wie man das kocht und hat sich hingestellt und das gleiche Gericht gekocht! Als es nach den Geburt nicht so viel S gab, hat er mir auch immer wieder gesagt wie schlecht ich im S sei. Wenn wir S hatten, war es immer auf die Erfüllung seiner Wünsche ausgerichtet.
Wir haben lange Zeit im Ausland gelebt. Er hatte einen guten Job dort und ich ein paar Jahre keine Arbeitserlaubnis. Er kam immerzu heim und erklärte mir „wie man Dinge richtig macht“.
, „wie das andere Frauen machen würden“, und „wenn der Mann da heimkommen würde und es so aussehen würde wie bei uns, ganz schön was los wäre“. Es sah nie wirklich schlimm aus. So wie es halt ist mit einem Kleinkind daheim.
Ich hab mich jahrelang klitzeklein gefühlt. Mein Selbstbewusstsein war so gut wie nicht mehr vorhanden. Ich bin sogar zur Psychotherapie gegangen, da ich dachte, ich könnte nichts und wollte dass die Therapeutin mittels Paartherapie mir hilft mich zu verbessern, sodass es wieder funktioniert. -Auch dort hat er erklärt, was ich alles nicht kann und was er alles viel besser kann. Einmal hat die Therapeutin ihm gesagt, dass eine Beziehung kein Wettbewerb, sondern eine Partnerschaftliche Zusammenarbeit ist. Der Satz blieb mir im Gedächtnis!
Zu der Zeit hatte ich auch Anzeichen zu Hause entdeckt, dass er mich betrügt, was er immer abstritt, aber wenn ich heute darauf zurückblicke, denke ich, es war so!
Im Ausland rücken Leute, die auch neu im Land sind, meist eng zusammen und freunden sich an. Wir hatten nie enge Freundschaften, weil alle dumm und schlecht waren. Er hat alle um sich schlecht gemacht. Und immer wieder sich selbst auf ein hohes Podest gehoben. Ganz schlimm waren für ihn Leute, die nicht studiert haben, also keine Akademiker sind! Die waren alle ganz dumm! Arbeitskollegen waren meist auch alle dumm und er müsste denen zeigen wie es richtig geht! Nur Leute, die Dinge genau so machten wie er es exakt anwies, waren ok.
Ich hatte im Ausland ein paar Freunde, aber traf sie nur alleine. Die anderen Freundschaften, die Familien mit Kinder um mich herum hatten, waren schwer für mich zu erhalten, da dort immer die Väter zu den Treffen mitkamen. Er hatte jedoch immer keine Zeit und Lust! Die Kinder haben das auch oft gesagt, dass sie es schön fänden, wenn wir uns mit den Eltern ihrer Freunde anfreunden würden. Ich hab das oft versucht, aber man hätte sie dann eben auch einladen müssen mit Familie.
Der letzte Umzug in ein anderes Land fand in der Pandemie statt. Dort hatte ich mit dem Visum endlich eine Arbeitserlaubnis und ich hab dann einen Job angenommen. Hab nebenbei ein Studium begonnen, das noch ca 1 Jahr andauern wird.
Vor 1,5 Jahren hat er mich dann gefragt in welches Land wir als Nächstes gehen und ich hab gesagt, dass ich zurück nach Deutschland möchte, weil mir klar war, dass das meine einzige Chance ist aus der Spirale auszusteigen.
Wir kamen dann letztes Jahr im Sommer hier an. Er musste vorziehen und war schon ein halbes Jahr hier! Er hat dann einen Mietvertrag für ein Haus unterschrieben ohne die genauen Details abzustimmen, aber zumindest steht er alleine im Mietvertrag.
Es ist ein Zeitmietvertrag über 4 Jahre. Als ich es gesehen hatte, war ich bereits schockiert! Ich hab ihm über die Jahre bereits klare Signale gegeben, dass es dem Ende zugeht. Es gab keine Zärtlichkeiten, etc mehr und ich hab in einem anderen Zimmer geschlafen.
Vermutlich hat das jetzt nach Jahren endlich gereicht, dass er es beendet, wozu ich zu feige war.
Nun beginnt die Schlacht! Er wollte bereits vor 2 Wochen, bevor er die Trennung verkündet hat, dass ich und unsere Tochter einen Vertrag unterschreiben, der sie dazu verpflichtet Studiengebühren zurückzuzahlen, sobald sie arbeitet. Das war zuvor bei ihrem Studienbeginn nicht vereinbart. Sie hatte ihn öfter gefragt, was die Uni kosten darf und er meinte immer nur: das machen wir schon!
Er hat ordentlich Druck ausgeübt auf uns und mir erklärt, dass das meine Altersversorge gewesen sei, als sie nicht unterschreiben wollte. Ich hab dennoch nicht unterschrieben und hatte auch gesagt, dass ich etwaige Verträge sowieso nicht unterschreibe, ohne sie genau zu prüfen. Hab dann seinen Vertrag zum lesen bekommen und es war eine Klausel drin, dass das Geld an ihn und erst nach seinem Ableben an mich gehen sollte.
Ich denke, dass er sich da eine finanzielle Einmahmequelle sichern wollte.
Nun möchte er auch von der zu verteilenden Summe bei einer Scheidung ein privates Darlehen von einem Familienmitglied, das erst vor 2-3 Monaten gegeben wurde in Abzug bringen.
Er droht mir, dass unsere Tochter sonst nicht fertig studieren könnte und dass das ja schade für sie wäre.
Ich denke ich werde das nun erstmal mit einem Anwalt durchgehen müssen, weil ich auch keine genaue Ahnung hab, was für Rechte und Pflichten ich hab.
Er möchte auch das Trennungsjahr bereits im Januar abschließen , weil es ja keinen S mehr gab, aber fragt mich immer noch abends was es heute zum Essen gibt. Und legt seine Wäsche in die Waschküche zum Waschen hin. Vor seinem Anwalt gab er an, wir würden nur wegen dem Kind noch zusammen essen und deshalb möchte er das Trennungsjahr abkürzen.
Er hat bereits eine Neue. Hab Beweise dafür gefunden und er plant schon ein Leben mit ihr. Ich befürchte er wird mich auf allen Ebenen schmälern wollen. War jemand von euch in einer ähnlichen Situation?
Meine Probleme sind, denke ich:
-keine Wohnung in Sicht, er meinte ich könnte in dem Haus bleiben, aber das werde ich nicht bezahlen können. Auch der Zeitvertrag ist schwierig. Ich würde am liebsten in eine Wohnung ziehen näher an der Schule
-noch in meiner Zweitausbildung. Ich hab also keinen unbefristeten Arbeitsvertrag, den ich vorweisen kann bei der Wohnungssuche. Insgesamt ist Wohnungsmangel wo ich wohne. Eventuell würde ich überlegen Miete im Voraus als Sicherheit zu zahlen, wenn es soweit ist
-wir würde es mit dem Unterhalt aussehen, wenn das Trennungsjahr verkürzt würde?
Kann er sich nur auf den S berufen?
-das getrennte Schlafzimmer hatte sich daraus entwickelt, dass er vor ein paar Jahren gesagt hatte, er sei psychisch krank und müsste Schlaftabletten nehmen. Er hat dann immer die Tablette genommen und ist in sein Zimmer, weil die dann gewirkt hatte. Ich musste dann z.B. am Wochenende wach bleiben, um unsere Tochter von Parties oder so abzuholen. Das war immer selbstverständlich, dass ich dann wach bleibe!
-Er hat sich nie groß um unseren Sohn gekümmert, aber nun fängt er an sich einzuschleimen. Er weiß nicht an welchem Tag er Aktivitäten hat, usw.
Kürzlich meinte er, wir fragen ihn, ob er bei ihm im Haus bleiben möchte oder mit mir auszieht, oder ob ich mit ihm im Haus bleibe. Letzteres fällt für mich weg. Ich hab jetzt natürlich Angst, dass er ihn mit materiellen Dingen locken wird, die ich mir in der Zukunft nicht leisten kann. Ich denke es wäre am besten, wenn er mit mir lebt, weil ich werde mich so organisieren, dass ich ihn vom Sport etc abholen kann und abends zu Hause bin. Er kommt oft nicht vor 21 Uhr nach Hause. Ich würde den Kontakt nicht komplett verwehren, aber langfristig, denke ich, wäre es besser so! Aber da entscheidet unser Sohn natürlich mit
Ich glaube, ich hab jetzt ein ganz schönes Durcheinander geschrieben, weil ich einfach auch so Durcheinander bin! Vielleicht könnt ihr mir helfen mich ein wenig zu sortieren?
Vielen Dank im Voraus!