sodium
Mitglied
- Beiträge:
- 23
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 25
- Mitglied seit:
ich habe jetzt hier schon ein paar Tage mitgelesen. Alleine nicht alleine zu sein, tut irgendwie gut.
Ich möchte auch meine Geschichte hier teilen und hoffe, damit etwas zu bewegen:
Nach 9 Jahren Beziehung haben meine Freundin und ich uns getrennt, ich wohne jetzt alleine und sie auch, 500km voneinander entfernt. Ich habe nicht mal annähernd gedacht, was da jetzt auf mich zugekommen ist, der Schmerz, sowas hatte ich noch nie. Kann mir jemand helfen/Tipps geben, wie ich mit der Situation umgehen kann. Ich habe derzeit auch keinen Job, meine Familie wohnt in der Nähe.
Ein paar Infos zu der Beziehung:
Wir haben uns mit Anfang 20 kennengelernt, ich wünschte mir genauso einen Menschen wie sie an meiner Seite. Nach 2 Monate sind wir zusammengezogen (in unserer Heimatstadt), nach 2 Jahren toller Beziehung sind wir umgezogen (3std Entfernung) gezogen, damit sie dort Pharmazie studieren kann. Ich hab in der Zwischenzeit Karriere bei einen großen Händler gemacht, welche aber in einem Burnout vor ca 1,5 Jahren endete. Wir waren unzertrennlich: alles was wir gemacht hatten, war zusammen, wir hatten ja nur uns, brauchten nur uns. Natürlich kehrt dann auch Alltag ein, aber wir brauchten uns so sehr, dass die Liebe immer wiederaufflammte und wir zusammenkamen. Sexuell war es schwierig, was auf gesundheitlichen Problemen meinerseits zurückzuführen ist, welche mich auch beim Thema Sex psychisch immer wieder belasteten und somit kam das Sexleben zum Stillstand.
Die Säule unser Beziehung war Bedingungslose Unterstützung gegenseitig in jeder Lebensituation, Humor, gemeinsame Stunden.
Leider waren aber die letzten 1,5 Jahre nicht mehr so, nachdem ich die Arbeit aufgrund dem Burnout gekündigt hatte und viel zu Hause war, sie aufgrund des Studiums auch. Genau gesagt hats mit dem Homeoffice währen Corona angefanen. Sie hat in der Woche 60 Stunden (kein Witz) gelernt, das musste sie auch, Pharmazie in Österreich ist mit Medizin das lernintensivste Studium. Ich fühlte mich oft hinten angestellt, hab das auf ungute Weise rausgelassen wie zB nörgeln an ihr, sie ändern wollen, die schlechte Stimmung auf ihr abwälzend. Da hab ich sehr viel falsch gemacht, was ich sehr bereue, das war nicht der Mensch, der ich bin oder sein möchte. Ich war wirklich böse auf diese Welt nach dem Karriereende, sie bekam 99% davon ab. Sie wollte mir helfen, aber ich war voller Wut auf alles, zugleich in Selbstmitleid badend. Sie versuchte es oft, aber ich ließ sie nicht an mich ran und gab ihr die Schuld an meinem Zustand, was natürlich nicht stimmte.
In dieser letzten Zeit haben wir uns dann entgültig verloren. Wir wohnten noch so WG mäßig zusammen, trotzdem aber nicht im Streit, sondern sehr respektvoll und bestfreundschaftlich.
Derzeit hören wir uns seit ca. Wochen nicht mehr, was mir unheimlich weh tut. Ich will wissen, dass er ihr gut geht, sie bedeutet mir immer noch sehr viel.
Ich habe ihr auf dem Weg viel angetan, weil ich ein Problmen mit Suchtmittel habe (schon lange leider) und wenn ich Probleme habe, dazu neige, mich zu betäuben, anstatt (wie sie zB) Dinge anzupacken. Mir tut das alles furchtbar Leid.
Vielen Dank vorab für eure Antworten dazu. Ich hoffe, mich halbwegs verständlich ausgedrückt zu haben. Derzeit bin ich komplett durch den Wind und habe Knoten im Kopf.
Liebe Grüße,
Thomas