Alexandra300355
Gast
Die Beziehung war von Anfang an sehr problematisch. Er bekam sehr oft sehr ausgeprägte Wutanfälle aus nichtigem Grund. Auch wenn es sich um Familienfeiern handelte. Er flippte oft fürchterlich aus, wenn nur ein Anderer anderer Meinung war.
Er zog regelmässig nach einem Streit mit Sack und Pack bei mir aus. Anfänglich hat er dann wieder den ersten Schritt zurück gemacht. Später mußte ich den Schritt tun. Auch wenn wir unterwegs waren, war er sehr auffällig. Er aß beim Bäcker den Probierteller leer oder im Klamottenshop hat er sich an der Kasse umgezogen. Entweder 0-Diät oder 'Essen kann ich immer'. Also immer irgendwie extrem. Auch war meine Familie häufig ein rotes Tuch für ihn. Dies war für mich häufig eine Kränkung, da er seine Familie in Watte packte.
Nun ist er vor 6 Wochen bei mir wieder fürchterlich ausgerastet.
Er kam von seiner hochbetagten Mutter und stand irgendwie unter Druck.
Meine Tochter, Schwiegersohn und ein Freund sassen auf meiner Terrasse. Als er den Besuch sah ging er erst einmal für 1,5 Std weg, vermutlich um einer Eskalation aus dem Weg zu gehen. Nach dieser Zeit setzte er sich trotzdem zu dem Besuch und fing sofort an zu provozieren. Dies schaukelte sich sehr schnell hoch. Alle anderen Beteiligten, aus dem Borderliner, blieben verhältnismässig ruhig.
Mein Schwiegersohn hatte auf einem eine Zecke auf dem Arm, die noch lief. Dann sprang der Borderliner auf, obwohl er sonst selten hilfsbereit ist, und schlug die Zecke zu den sitzenden Personen fort. Wir blieben trotzdem noch recht ruhig. Mein Schwiegersohn sagte, "so etwas macht man eigentlich anders", obwohl wir recht erstaunt waren über dies Verhalten. Dann fing er noch mehr an zu randalieren. Ich wollte ihn ins Haus haben. Dies lehnte er ab. Dann sind wir ins Haus und haben ihn ausgesperrt, damit er nicht noch weiter an Alk. kam.
Es steigerte sich soweit, dass er so randalierte, dass wir die Polizei geholt haben. Die hat ihn dann in sein Wohnmobil verwiesen. Am nächsten Morgen bat er mich, ihn zur Polizei zu fahren, um seine Autoschlüssel zu holen. Dort bekam er diese nicht ohne meine Hilfe, da er noch eine Menge Restalkohol hatte. Ich habe dann für die Schlüssel unterschrieben und war noch recht traumatisiert. Auf dem Rückweg sagte er mir in einem gebrochenen Satz, 'Nie wieder vorkommen, nochmal versuchen`. Ich habe darauf nicht geantwortet.
Dann ist er am Abend, nach dem Abbau des Restalkohols gefahren.
Ich war danach 14 Tage sehr sauer auf ihn und hab ihn eigentlich nicht vermisst.
Seitdem geht es mir anders. Ich vermisse ihn sehr und möchte ihn zurückhaben. Er reagiert aber nicht mehr.
Ich vermisse seine auch positiven Eigenschaften.
Ich leide sehr... Ich habe keine Lebensfreude mehr.