Tonino
Gast
Als wir unsere räumliche Trennung vor 3 Jahren hatten, da hatten sich - so kommt es mir vor - die Männer gleich in die Schlange gestellt um meine Frau für sich zu gewinnen. Da war aber keiner dabei, den ich ernsthaft als Partner meiner Frau hätte sehen können. Vielleicht auch, weil es für mich wie überhaupt gar keinen Zweifel gibt, dass wir zusammen alt werden. Einer nach dem Anderen hatte es probiert. Für Sie kam das nicht in Frage. Einer hatte nie aufgegeben. Geschiedener Familienvater, vordergründig voll ok. Ist Tennistrainer meines Sohnes. Als meine Frau in das erste Mal sah, sagte sie noch, dem würde sie noch glatt päd. Neigungen zuordnen. Nie hatte der aufgegeben. Wann immer ich nicht da war, hatte er seine Chance gepackt. Letzten Sommer dann habe ich zu meiner Frau gesagt, dass es jetzt genug sei, und bat sie darum den Kontakt zum erlöschen zu bringen. Das wollte sie nicht - sie meinte, er sei nur ein Freund. Ich hatte ihr dann gesagt, dass ich das nicht länger akzeptieren würde. Kurz darauf sagte sie zu mir, dass sie mit einer Freundin über mein Begehren gesprochen habe, und dass sie mir voll und ganz beipflichten würde, dass dieser Kontakt zu beenden sei. Meine Frau meinte, dass sie wahrscheinlich falsch liegen würde und würde den Kontakt beenden. Es war eine stressige Zeit und ich schlug ihr vor, dass ich mit den Kindern alleine in die Ferien fahren würde, damit sie auch mal Ferien von den Kindern hat und mit einer Freundin in die Ferien könne. So war auch ihr Plan. Doch irgendwie konnte dann diese Freundin kurzfristig nicht und *Peng*, stand der andere wieder auf der Matte. Abendessen und so ... Ich glaube, das war irgendwie der Startschuss. Geschenke für meine Kinder zu Weihnachten. Klar doch - habe ich alles mitgemacht. Ab September war auch Schluss mit allen Zärtlichkeiten. Ich war gestresst - hatte viel zu tun. Im Dezember meinte sie, dass wir so nicht weitermachen können. Ich sagte ihr, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden. Im Februar dann heulte sie, weshalb wir denn nicht wie immer zu jener Jahreszeit, in die Ferien fahren würden. Das lag zu jener Zeit weder finanziell noch zeitlich drin. Im März dann merkte ich, dass es höchste Zeit ist, das Ruder rumzureissen, und organisierte, dass wir Ende Mai zusammen für eine Woche in die Ferien fahren würden. Ich hatte eben meinen Plan in Taten umgesetzt, da eröffnete sie mir, dass sie nicht mehr wisse, ob sie mit mir zusammen sein will.
Ein Schock für mich - liess es mir aber nicht anmerken. Im April dann bemerkte ich die exorbitant hohe Telefonrechnung im Februar. Ich recherchierte und siehe da, die Nummer vom Tennistrainer. Ich war ausser mir. Sah sie an und sagte nur "Bravo". Einen Tag später fragte ich sie: "Hast Du eine Affäre?" ... ihre Antwort: "Wann ist es eine Affäre? Er ist nur ein Freund". In den folgenden zwei Wochen war die Stimmung zu Hause denkbar schlecht. Danach fuhr sie mit den Kindern für 10 Tage in den Urlaub. Als sie zurückkam hoffte ich, dass sie sich wieder etwas klarer würde, was in einer Ehe OK ist, und was nicht. Ich überraschte sie dann auch mit meinem Plan, dass wir nur zu zweit, für eine Woche in den Urlaub fahren würden. Ihre Antwort: "Ich weiss nicht, ob ich das will".
Letztes Kapitel: An Pfingsten nun stand auf dem Programm, dass wir mit den Kindern was unternehmen. Die Planung sah so aus, dass wir zumindest am Montag alle zusammen was machen würden. Sie meinte dann, dass sie keine Lust habe und sowieso zu ihren Eltern fahren müsse. Ich mach es kurz - sie war nicht bei ihren Eltern, sondern bei ihm. Ich zog mich zurück. Ging kurz zu ihr und sagte ihr, wie sehr ich enttäuscht sei. Daraufhin stoppte ich jegliche Kommunikation mit ihr - kein Wort ging über meine Lippen. Ich hatte Angst plötzlich völlig auszurasten. Am Abend von der Arbeit wieder zu Hause, sah ich, dass sie mit ihm telefoniert hatte. Halbe Stunde später rief er wieder an - sie nahm das Telefonat sofort an und telefonierte 20 Minuten mit ihm. Heute nun unser erster Kontakt wieder. Sie will mir immer noch weiss machen, dass nix laufen würde. Ich bin mir sicher, sie lügt mich an. Wenn sie mir schreibt, dann steht im gleichen Mail, dass sie nicht will, dass es aus ist zwischen uns zwei. Und weiter unten steht dann, dass sie alles bedauert und auch eigentlich gar nicht wolle, aber sie könne unsere Beziehung nicht weiterführen und will die Trennung auf Zeit.
Ich liebe sie genauso abgöttisch, wie unsere Kinder. Aber ich habe kein Vertrauen mehr in sie. Ich denke, dass es nur Wunschdenken meinerseits ist, dass zwischen ihr und dem Schleimbolzen nichts läuft. Und dann - dieses ewige hin- und her - meine Energie ist auch endlich. Nun: meine Woche Ferien liegt vor mir - ich benötige sie dringend ... Doch zur Zeit kann ich keinen klaren Gedanken fassen. Bin völlig desorientiert. Vielleicht kann mir irgendwer hier eine Struktur geben. Vorab, vielen Dank.