Ehemaliger User
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iCh bin völlig verzweifelt, am Ende, kann nicht mehr. Ich war zweieinhalb Jahre mit meiner Traumfrau zusammen, die exakt die Werte und moralischen Vorstellungen von echter Liebe hatte, wie ich. Ich war damals 27 und sie 24 als ich sie kennenlernte. Aufgrund ihrer Magersucht damals (heute geheilt) und wegen eben hoher Wertevorstellungen, war sie trotz einiger Beziehungen vorher sogar noch unberührt. Dass es sowas in dem Alter noch gibt, hätte ich mir nie gedacht. Und so war ich ihr erster Mann, fühlte mich natürlich total geliebt und angenommen und war so überglücklich endlich jemanden gefunden zu haben, der nicht so billig und verbraucht ist, wie die anderen Frauen heutzutage. Natürlich hat man sich daran irgendwie "festgefressen" und wollte das Besondere bewahren. Aber ist natürlich nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein, der die gesamte Liebe formte. Kurzum: Sie war einfach nur toll, lieb und nett, gutaussehend und passte einfach zu mir.
Ich fing nach und nach an alles kaputt zu machen. Wollte alles bis ins letzte Detail über ihr Leben vor mir wissen, war krankhaft eifersüchtig und so weiter. Habe sie damals sehr unter Druck gesetzt, weswegen wir dann irgendwann sehr viel Streit hatten. Aber vorbei war es mit uns trotzdem nie.
Dann verlor ich meinen Job, wegen eigener Verschuldung. Wir waren längst zusammengezogen, mussten dann wieder umziehen in eine neue billige Wohnung. Und dann wurde alles noch viel schlimmer. Ich hatte nur noch meine Sorgen wegen der Arbeitslosigkeit im Kopf, habe sie im Nebelschleier der Sorgen kaum noch gesehen und sogar heftig und oft zu Unrecht beschimpft. Bis sie sich eines Tages von mir trennte, ich vor ihrem Haus völlig verzweifelt saß, weil ich im Nachhinein immer meine Fehler eingesehen habe, und anfing mir die Arme aufzuschneiden. Tja, ab ins Krankenhaus, zwei Wochen in einer anderen Stadt bei meiner Mutter gelebt, zum Therapeuten gerannt.
Dann gab sie mir die große Chance, die ich mir so sehr ersehnt habe! Ich war überglücklich, hätte die Welt umarmen können. Die ersten Wochen ging das gut, bis ich wieder anfing, sie mit Nichtigkeiten zu belasten, meine Sorgen zu sehen und sie zu vernachlässigen. Es war nicht mehr so schlimm wie früher, ich hatte mich schrittweise gebessert, aber in den letzten Tagen kam alles wieder hoch. Sie packte unzählige Male ihre Sachen (keine Möbel) und zog aus zu ihrer Mutter. Weil ich so blind war, habe ich die Warnungen wieder nicht gesehen. Und habe immer den "starken Mann" spielen wollen. Jetzt am Freitag wurde das Fass zum Überlaufen gebracht, weil ich wieder etwas sagte, mit dem sie nicht klar kam. Ich brachte sie sogar zu ihrer Mutter und dachte - ach, da komm ich schon drüber weg. Es ist, als würde mich der Teufel reiten! Am nächsten Morgen war ich schon wieder so voller Reue, dass ich mich am liebsten selbst zur Hölle verbannt hätte! jetzt habe ich sie verloren, sie sagt, ich hätte ja schon eine Chance bekommen und eine weitere gibt es nicht. Ich soll sie jetzt in Ruhe lassen.
Ich schaffe es nicht. Ich sehe ja meine Fehler ein, und die meisten Fehler begehe ich einfach, weil ich Probleme habe und wie benebelt bin. Ich sitze hier und drehe total durch, weil ich auch völlig allein in dieser großen Stadt bin und ich meine große Liebe des Lebens verlor wegen eigener Dummheit! Die Vorstellung, sie könnte sich auf einen anderen Mann einlassen, macht mich wahnsinnig. Sie war mein ein und alles, ich konnte es ihr nur nicht so gut zeigen, was ihre Gefühle ziemlich kaputt gemacht hat. Ich bin noch immer der festen Überzeugung, dass wir zusammen gehören, weil wir ähnliche Einstellungen haben - aber das sieht sie nicht mehr, weil sie jetzt nur noch das Zerrbild von mir kennt. Es gibt für sie kein zurück.
Was soll ich nur tun? Mich plagen Selbstmordgedanken. Dann sitze ich hier arbeitslos den ganzen Tag allein in der Wohnung, abends ist ihr Klingeln nicht mehr zu hören. Es gibt nichts mehr, was mich motiviert oder antreibt. Meine wenigen Bekannten, die mir geblieben sind, oder in anderen Städten wohnen, sagen mir nur "Kopf hoch, darüber kommst du hinweg". Ich sehe das nicht so, weil ich unendlich verliebt war und bin und nur aus eigener Dusseligkeit meine Gefühle nicht zeigen konnte. Ich habe sie in den letzten Wochen so gut wie gar nicht mehr geküsst. Nichts. Weil ich mich selbst abgestoßen habe. Obwohl das Verlangen nach ihr da war. Ich verstehe die Welt nicht mehr, sie kann mich doch nicht einfach hängen lassen. Ich will es nicht wahrhaben, muss es aber respektieren. Leider habe ich sie immer zu wenig respektiert... ach was rede ich hier, mir hört eh keiner zu.
Falls mir wer Mut machen möchte, schreibt bitte an x. (Adresse auf Wunsch des Autors gelöscht) . ich kann jetzt jede Mail, jeden freundlichen Menschen gebrauchen. Ich will mich eigentlich nicht aufgeben oder umbringen. Aber ich habe Angst davor, es aus einer Kurzschlussreaktion heraus zu tun.
Levare