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Trennung wegen Schwiegereltern?

Mama_von_nd

Mama_von_nd

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Hallo ihr Lieben, Ich habe eben das Forum gefunden und bisschen gelesen, ich glaube hier bin ich richtig.

Folgende Thematik:
Mein Mann und ich haben einen kleinen Sohn, er ist nun 8 1/2 Monate und die Beziehung läuft immer schlechter und schlechter, Grund dafür sind seine Eltern. Gemeinsam mit seinen Eltern hat er ein Haus, dieses Haus soll so gebaut werden, dass wir unseren Teil für uns haben und seine Eltern für sich einen Teil. Alles gut und schön, es fängt aber am kritisch zu werden, da sich in die Erziehung eingemischt wird, in die Beziehung eingemischt wird, eingemischt wird was an Müll entsorgt wird, gekocht wird usw. Bis jetzt habe ich immer Gegenwind gegeben, aber gestern war es soweit, da habe ich die Sachen meines Sohnes und mir gepackt. Wir sind jetzt weg! Er hat seine Eltern vollstens bestärkt und stand nicht hinter mir.

Dazu muss ich sagen, seine Eltern sind immer ein Streitpunkt, wir streiten uns nur wegen seinen Eltern! Als die beiden nun im Urlaub waren, war alles bestens und man hat gemerkt, wir haben doch mehr gemeinsam als man denken kann, wir streiten uns nicht nur. Kaum sind die wieder da, geht der Ärger von vorne los.

Kurz gesagt, er möchte nicht weg von seinen Eltern und ich möchte nicht mehr zu seinen Eltern. Für Kompromisse ist er nicht bereit. Entweder bin ich blind, abhängig von ihm und traue mir den großen Schritt nicht zu oder in mir ist tiefste Liebe für ihn. Tief in mir, möchte ich ihn an meiner Seite, aber unter solchen Umständen nicht, ich bin kaputt und mit meinen Nerven am Ende.

Ich muss einen Schlussstrich ziehen bis sich was ändert, wie stelle ich sowas am schlausten an?

30.05.2017 08:39 • x 1 #1


WildeHilde


Ziehe einen Schlußstrich, ändern wird sich nichts, willst du das? Wie soll das funktionieren, wenn die Eltern Tür an Tür wohnen? Er steht nicht hinter dir, ihr streitet euch fast nur wegen der Eltern. Willst du das dein Kind so aufwächst? Wenn ihr nicht verheiratet seid, pack den Koffer und geh, bevor du da vor die Hunde gehst, von ihm kannst du nichts erwarten.

30.05.2017 08:50 • x 1 #2



Trennung wegen Schwiegereltern?

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Grace_99


Setze ihm ein Ultimatum - entweder er und seine Eltern in einem Haus, ohne dich und Kind oder er, euer Kind und du, an einem anderen Ort (Wohnung, Haus). Davon würde ich nicht abweichen und hart bleiben.

Alles Gute.

30.05.2017 08:53 • x 1 #3


Sabine

Sabine


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hallo und herzlich willkommen bei uns

Ich kann dich sehr gut verstehen. Auch mir fällt es als Oma schwer, sich immer ganz rauszuhalten wenn es um das Enkelchen geht. Dabei hätte ich aber sicher andere Sorgen, was das Kind isst, wenn es dann isst. Ansonsten ist es ihr Leben, dass sie leben müssen und dürfen.

Ich denke, deine Entscheidung ist genau die Richtige für den Augenblick. Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen. Hab Geduld und Vertrauen darin, dass es sich richten wird. Wir wohnen auch mit unserer Tochter in einem Haus. Dennoch, Was in der oberen Etage passiert, geht mich einfach nichts an. Nur, wenn die kleine Maus bei mir ist, .... . . . . . allein bei mir, dann entscheide ich als Oma.

Ich wünsche dir bald eine bessere Zeit.

Liebe Grüße Lilly

30.05.2017 08:54 • x 1 #4


Mama_von_nd

Mama_von_nd


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Wir sind zum Glück nicht verheiratet, die Hochzeit steht im September an, aber im Moment würde ich sie liebend gerne absagen.

Ich möchte nicht so leben, ich kann ihn aber auch nicht verlassen, es würde mir enorm was fehlen, ich würde mich leer fühlen und nicht vollständig, ich kann es gar nicht beschreiben.

30.05.2017 08:55 • x 1 #5


Sabine

Sabine


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@Mama_von_nd

Zitat von Mama_von_nd:
ich würde mich leer fühlen und nicht vollständig, ich kann es gar nicht beschreiben.


So, genau so geschrieben, ist es schon der Untergang perse.

Im anderen Leben, vom anderen Leben, irgendwann gibt einer alles und sich selbst auf für den anderen, für deren Eltern. Du kannst es sehr wohl.

Was willst du nun von uns. Wir können dir nur die Augen öffnen. Leben und handeln musst du allein.

Vertraue doch der Liebe, wenn sie so stark ist zwischen euch. Liebt er dich ebenso, fällt es ihm nicht schwer, aus den Elternplänen auszusteigen und mit dir eigenen Pläne zu machen.

Du setzt dich unter Druck und NUR DU.

Du kannst entscheiden, was du möchtest. Nur, wenn du jetzt nicht deine Grenzen aufzeigst und genau diese beibehälst, dann lebe mit dem, was dich erwartet, wenn du es nicht tust. Dann lieber also ein Leben in Leiden? So wirklich freiwillig? hm . . . . .

30.05.2017 09:02 • #6


Gwenwhyfar

Gwenwhyfar


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Mein Mann ist aus verschiedenen Gründen mit seinem Vater sehr verwoben, obwohl ihn das selbst sehr nervt. Er hat mit über 40 angefangen sich dort abzunabeln. Vorher hat er zwar getobt, aber letztlich doch gemacht, was Papa wollte. Veränderungen sieht man nun schon, aber na ja, es sind kleine Schritte.

Das sind lange Wege, wenn das nicht so läuft, wie man sich das vorstellt.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur sagen, dass es keinen Sinn macht ein Ultimatum zu stellen. Blut ist dicker als die Verbindung zu einer Frau. In Eurer Konstellation ohnehin. Wir wohnen immerhin getrennt.

Ich habe auch öfter mal die Koffer gepackt, der Effekt ist 0.

Wenn Du damit absolut nicht leben kannst, musst Du wohl eine eigene Wohnung nehmen.

30.05.2017 09:08 • #7


Mama_von_nd

Mama_von_nd


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Eine eigene Wohnung habe ich seit Mai 2016. Habe sie mir aus diesem Grund gesucht, allerdings kaum bis gar nicht bewohnt, eine Kündigung kam aber auch nie in Frage. Aktuell bin ich auch wieder in der Wohnung mit unserem Sohn.

Ich werde wohl oder übel einfach mal abwarten was passieren wird, wenn er was möchte, dann meldet er sich schon von alleine.

30.05.2017 09:11 • #8


Yonda


Hallo Mama_von_nd,

ich habe auch 15 Jahre lang mit der SchwieMu unter einem Dach gelebt. An sich verstehen wir uns gut, sie hat aber auch diese enervierend Eigenart, sehr vereinnahmend zu sein. Es war absolut aussichtslos, meinen Ex dazu zu bewegen, dass wir uns was eigenes suchen. Als er dann seine Next kennenlernt, ich auszog, ist er sofort von Mama ausgezogen. Schon strange alles.

Wenn ein Partner sich nicht lösen kann von seinen Eltern, ist das eine enorme Belastung für die Partnerschaft, weil die Eltern immer Teil der Beziehung sein werden. Ich hatte zeitweise oft das Gefühl mit meiner SchwieMu verheiratet zu sein. Im Grunde habe ich sie meinem Ex vom Hals gehalten. Alle Kommunikation der beiden lief nur über mich. Krank!

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen, dass es meist ein aussichtsloses Unterfangen ist, den Partner aus seiner eigene Symbiose mit den Eltern herauszulösen.

Du kannst dich entweder mit der Situation arrangieren oder deinen eigenen Weg ohne ihn gehen.

30.05.2017 09:23 • #9


Blake88


Sehe ich anders, mein Kind ist das wichtigste auch als Vater und wenn meine Frau unglücklich ist und mir das sagt dann würde ich meinen Eltern sagen wir suchen uns was anderes oder wir müssten uns alle hinsetzen und ein Kompromiss finden.

Oma und Opa wissen es halt besser, diese Einstellung wirst du aber auch nicht ändern denn sie haben ja immerhin schon Kinder großgezogen und oft wird dann aus Hilfe etwas ganz anderes. Man muss nicht alles gut finden was die Großeltern gut finden aber es hört sich so an als würdest du alles abblocken was sie sagen.

Kann es sein das du grundsätzlich dagegen bist das sie sich einmischen? Was du tun musst ist zu aller erst an dir arbeiten und dann kannst du an der Beziehung zu deinen Schwiegereltern arbeiten. Nimm dir mal 2 Wochen eine Auszeit und geh in dich, werde dir klar wo du überreagiert hast und wo du klar der Meinung bist im Recht zu sein, wenn du da die Mitte findest, dann kannst du auch neben deinen Schwiegereltern wohnen.

Also noch einmal, 2 Wochen Pause, klar werden wo du dich bessern kannst und danach ein Gespräch suche wo man alles aufarbeitet und schon ist die Sache geregelt, denn niemand handelt zu 100% korrekt und wenn du die Chance hast eine erfahrene Mutter an deiner Seite zu haben, dann nutze diese doch auch aus.

Mach für dich klare Regeln, sag ihnen was dich stört aber im normalen Ton, sag ihnen das und da habt ihr recht, da muss ich besser werden und schon habt ihr eine Basis. Jetzt bist du alleine und was bringt es dir? Nur noch mehr Stress, wie viele Frauen würden sich wünschen so eine Hilfe zu bekommen? Die Antwort ist wohl 60%, besonders die was wirklich Alleinerziehende Mütter sind und niemanden haben.

Es ist dein erstes Kind, du machst natürlich Fehler, die sollst du sogar machen weil dich das als Mutter wachsen lässt aber wenn deine Schwiegereltern etwas sehen was besser laufen könnte, dann nimm den Rat doch einfach an und Versuch nicht dagegen zu sein. Niemand ist perfekt und schon gar nicht beim ersten Kind, da machen doch alle Fehler.

Oft sieht ein Problem unlösbar aus, danach stellt sich raus das es gar kein Fehler war. Es ist doch auch so, dass selbst wenn die Schwiegereltern sich oft einmischen immer eine Lösung gefunden werden kann. Ihr habt euer eigenes Reich, dann sag ihnen doch einfach das sie jetzt gehen sollen und sich in Ruhe lassen sollen für heute.

Wenn sie nicht hören wollen dann rausschmeißen und ihnen klipp und klar sagen das sie ihren Enkel erstmal nicht zu Gesicht bekommen werden, wie schnell werden die sich wohl ändern? Jede Oma mag sein Enkel sehen, da gibt es kein Weg dran vorbei und wie schwer wird es wohl sein wenn man noch neben an wohnt.

Es geht nur mit klaren Regeln, du hast die Macht, es ist dein Kind, also nutze diese doch auch einfach mal, denn nur weil ihr nebeneinander wohnt, heißt das nicht das du auf deiner Seite nicht die macht hast, du kannst sie sehr wohl aus deiner Hälfte werfen, es ist schließlich dein Haus.

Setz dich hin die zwei Wochen, sag das deinem Freund auch und erstell Regeln bzw Bedingungen, dann redet alle gemeinsam darüber und gehe Kompromisse ein, nur so gelingt ein Zusammenleben.

Zum Beispiel nach 22 Uhr keine Besuche mehr von seinen Eltern, du möchtest auch Ruhe, es sei denn es ist eine Feier geplant oder ein schöner Sonnenabend wo man gemeinsam auf der Terrasse sitzt. Nicht jeden Tag rüberkommen, gibt uns auch mal Zeit zu zweit. Tage vereinbaren wo sie den kleinen alleine haben können und wo du deinen Hobbys nachgehen kannst usw...

Es ist einfach unmöglich jeden Tag aufeinander zu sitzen, die Verlockung ist groß weil man gleich nebenan wohnt aber da müssen klare Grenzen gezogen werden. Nur so bekommst du das Gefühl auch in deinen eigenen 4 Wänden glücklich zu werden. Dein Freund und die Eltern müssen das akzeptieren, im Gegensatz musst auch du Kompromisse eingehen, die großeletern werden sicher auch einige Punkte haben die sie stören und die gilt es dann miteinander zu verbinden.

Deswegen Schluss zu machen und dem Kind den Vater und Großeltern zu nehmen, ist einfach falsch und zwar in jeder Hinsicht.

30.05.2017 09:38 • #10


Gwenwhyfar

Gwenwhyfar


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Wie sich das so liest, hast Du ja große Erfahrung auf dem Gebiet Blake.

Klar schmeisst sie die Eltern aus dem Haus gegen den Willen des Mannes.
Klar stellt man mal eben Regeln auf, die natürlich nicht übertreten werden.

Mir hat meine Variante oft schon gereicht und das ist bestimmt noch Miniaufregung gewesen gegen das was die TE erlebt hat.

Übergriffige Eltern kann man nicht bekehren. Bei einer Freundin dürfte ich ähnliches erleben. Allein Telefonterror reicht da schon, um einen an den Rand des Wahnsinns zu bringen.

Das ist mal ein Fall, wo die TE gar nichts an sich zu arbeiten hat, sondern ihrem natürlich Instinkt folgt, dass sie allein leben und entscheiden will. Ohne Elterneinfluss. Und das ist gut so.

30.05.2017 09:58 • #11


Yonda


Blake88,

das ist alles sehr schöne Theorie, aber meine SchwieMu wäre super beleidigt abgezogen, wenn ich sie so behandelt hätte. Dann wäre der Haussegen sehr schief gewesen. Du weißt vielleicht auch nicht, was das an Kraft kostet, immer wieder darum bitten zu müssen, dass Grenzen eingehalten werden und diese dann mit "Ich meine es doch nur gut!" abgewimmelt werden.

Mir käme noch in den Sinn, das Verhältnis mit dem Partner, Schwiegereltern und Schwiegertochter mittels Mediation zB im Vorfeld zu klären. Auf einem neutralen Ort mit einem Vermittler offene Gespräche führen. Das müssen aber alle auch wollen.

Gwenwhyfar, gefühlsmäßig gebe ich dir Recht. Ich würde mich nicht wieder auf so was einlassen.

30.05.2017 10:10 • #12


Gwenwhyfar

Gwenwhyfar


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Hi Yonda,

ich bin selbst Mediatorin mit einer sehr ausführlichen Ausbildung.

Grundprinzip ist immer die Freiwilligkeit und auch irgendwo Kooperationsbereitschaft.

Da sehe ich bei solchen Eltern große Schwierigkeiten. Das ist ja nicht Hilfe zur Selbsthilfe (vordergründig *ich meine es ja nur gut*), sondern Kontrollwahn, Machtausübung. Da will man dann ja gar nicht zurück stecken und kann wohl auch einfach das Kind nicht los lassen.

Und ja, ich bin bei Dir, Augen auf bei der Partnerwahl und zwar in allen Himmelsrichtungen.

30.05.2017 10:53 • #13


Yonda


Hi Gwenwhyfar,
da haben wir ja was gemeinsam. Hab auch eine Mediatorenausbildung hinter mir. Mache auch selbst eine mit Ex wegen Scheidung.

Wenn es der TE schwer fällt, ihre eigenen Bedprfnisse zu äußern, könnte sie davon profitieren, ebenso die ältere Generation.

Ich merke selbst, dass es wohl tut, endlich mal gehört und verstanden zu werden. UND deutlich zu sehen, was der Ex für ein Mensch ist in diesem geschützten Rahmen der Mediation. Das tut nochmal weh, zeigt mir aber wie richtig die Scheidung ist. Falsche Partnerwahl auf ganzer Linie.

30.05.2017 11:07 • #14


Mama_von_nd

Mama_von_nd


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Danke für alle Antworten.
Ich hole vielleicht nochmal ein bisschen aus. Mein Partner hat noch eine Schwester und einen Bruder, beide haben eine eigene Familie und Haushalt. Die Schwester ist ausgezogen wegen der Art seiner Mutter, der Bruder wegen der Arbeit. Seine Schwester hat nichts zu lachen (wird ungefähr behandelt wie ich), mein Partner selbst springt einfach wie seine Eltern wollen und macht es sich dadurch leicht ABER wenn der Bruder oder seine Frau auch nur ein bisschen was wollen, dann wird gesprungen. Die beiden tanzen nach der Nase der Mutter und somit sind sie die Lieblinge, genauso die Enkelkinder.

Ich habe am Anfang viele Kompromisse gehabt, bin sie eingegangen und habe mich stückweise immer mehr angepasst - bin mir selbst fremd geworden. Es hat nichts gebracht, sondern 6-8 Wochen später war die Mutter wieder nur am meckern. Langsam aber sicher möchte ich für diese Frau keine Kompromisse mehr, ich möchte sie nicht mehr und blockiere aktuell alles was sie will/sagt/handelt usw... Alleine ihre Aussage als ich meine Sachen gepackt habe " Tut mir aber leid für dich ( ihren Sohn) und für dein Kind, wir sind für dich da. ", nein eine vernünftige Mama würde den Sohn zur Frau und zum Kind schicken und nicht noch den Popo stützen.

30.05.2017 14:43 • #15



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