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Trennung?Zweifel sehr Und kann nicht verzeihen

beatricekiddo

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Guten Morgen.

Ich habe lange still mit gelesen. Und jetzt traue ich mich auch mal.

Gegen Ende letzten Jahres hatte sich mein Mann von mir getrennt. Natürlich gab es Gründe dafür. Ich bin auch keine einfache Person. Er auch nicht. Wir stritten oft. Ich war sehr unzufrieden nicht nur in der Beziehung sondern auch generell. Und Er war es ja offensichtlich auch. So sehr das er es nicht mehr aushielt und verschwand. Ich und unsere 2 Kinder waren einen knappen Monat alleine.
Er hatte kurz darauf was am laufen mit der Ex eines Bekannten. Hatten vorher nicht wirklich miteinader zu tun. "Ergab" sich wohl wegen eindeutiger Angebote ihrerseits (Dazu dann später noch was)
Was ja eigentlich okay ist. Er hat sich getrennt. Wir waren kein Paar mehr. Aber sein Verhalten mir gegenüber. Und auch das er seine Kinder einfach so alleine lassen konnte. Er war immer nur kurz da.


Ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Habe mich sehr unter Wert verkauft. Habe gebettelt erst mal. Und als ich dann erfuhr das er was am laufen hatte. Wenn ich jetzt so daran denke und überlege was für ein Gefühl ich dabei hatte.
Ich kann es nicht beschreiben.Da war irgendwie kein Gefühl mehr. Wie taub. Ganz eklig. Hatte ich so vorher noch nie. Es gab Momente wo ich weinen wollte aber nicht konnte. Und dann wieder aufeinmal Übelster Herzschmerz. Was mir irgendwie lieber war als nichts zu spüren.
Aber die ganze Zeit über vermisste ich ihn. Hatte an ihn gedacht.

Aber ich war von da an so gut wie es ging nur noch kurz angebunden. Eine kurze Geschichte dazu.

Wir trafen uns wegen der Kinder. Auf einem Spielplatz in unserer Nähe. Er telefonierte vor mir mit ihr. Sie wusste das ich es wusste und wollte wohl das er ihr irgendetwas sagt. Das weiss ich weil er antwortete das er das nicht könne weil hier ohren wären für die es nicht bestimmt wäre.
Wie erniedrigend. Ich versuchte mir nicht anmerken zu lassen und sagte das ich die 3 dann alleine lasse.
Ich ging nach hause. Keine 10 Minuten später hat er die beiden nach hause gebracht und war dann wieder von dannen.

Das war wirklich nicht mehr mein Mann. Dieses respektlose Verhalten. Diese Gleichgültigkeit. Alles. Das war nicht Er.

Naja,,,




Er suchte dann wieder immer mehr Vorwände um auf zu tauchen. Ich habe ihn einfach gelassen. Ich war froh. Aber ich war auch verblendet. Verzweifelt. Ich wolle einfach nur das diese Situation ein Ende hat. Er ist der Mann den ich liebe. Und ich würde ihm alles verzeihen. Ich sah auch meine Anteile daran das es jetzt so war wie es dann war.





Unsere Beziehung war nie wirklich einfach. Aber sie war trotzdem schön. Schön. Wir lachten auch viel zusammen und waren immer füreinander da. im dem Sinne das ich bis Dato dachte das wir alles schaffen würden.Und im Traum hätte ich niemals gedacht das ich an diesem Punkt irgendwann stehe.


Ich rede zuviel davon was war und wie es war. Sorry. Kommt alles wieder hoch.


Jetzt Zustand ist. Er ist wieder da. Das ging so 4 Wochen dann hatte er wieder Gründe um da zu sein. War auch wieder da.

Sie war wohl Geschichte.

Aber da kam dann ein Bild auf WhatsApp. Von einer Sms von ihm. Er würde sie lieben und sie geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Aber sie wolle ja nicht.

Er hat nicht abgestritten das es von ihm war. Aber das war wohl wo er so richtig besoffen war. Und er das am nächsten Tag zurück genommen hatte bei ihr. Dies das einzige mal war das sowas überhaupt in die Richtung gesagt wurde von seiner Seite aus. Und ich ihn doch eigentlich kennen müsste. Ich wisse doch das er die große Liebe vorspielt um das zu bekommen (S.) was er wolle.Und mehr war das auch nicht. Ablenkung.


Von da an. Das ist der hauptsächliche Knackpunkt. Ich glaube nicht das es nach der Trennung begann. Es ist sehr schwer für mich mit ihm zusammen zu sein wenn ich weiss das er ob wahr oder nicht seine Liebe bekundet hat.

Ich kann ihm nicht mehr glauben wenn er mir jetzt sagt das er mich lieben würde -- Alle seine Entschuldigungen und Worte das er das alles so bereut. Es bringt nichts. Ich kann ihm nicht mehr glauben.

Und dann. Diese Momente. Wo alles kurz vergessen ist. Ich ihn anschaue und lächeln muss. Wo wir uns wieder Nahe sind.
Ich weiss ich liebe ihn. Aber das heisst nicht das man deswegen zusammen sein muss. das weiss ich alles.

Aber eigentlich will ich das. Ich kann nur nicht.
Ich habe auch Angst. Was ist wenn ich jetzt aufgebe. Und es in ein paar weiteren paar Monaten überstanden wäre. Also dieser Punkt wie ich ihn jetzt habe überwunden habe nicht das alles komplette gegessen ist.

Er will nicht gehen. Aber ich glaube wir kommen wieder an diesen Punkt. Weil ich nicht verzeihen kann und teilweise noch Wut in mir trage.




Falls es irgendwie durcheinander rüber kommt tut es mir leid.
Bin gerade wieder in so einem Moment.


Liebe Grüße

25.03.2019 09:17 • x 3 #1


BeastyWitch

BeastyWitch


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Fühl dich mal geknuddelt.

Weißt du, ich für meinen Teil, könnte so einem Mann, nie wieder mein Vertrauen schenken.

Egal ob die Beziehung etwas eingeschlafen ist, oder jemand vom Typ her etwas schwieriger ist....man sollte immer vorher miteinander kommunizieren. Es ist das A und O in einer intakten Beziehung. Genau so wichtig wie das zärtlich sein und zusammenhalten.

Jemanden aber einfach auszutauschen ist absolut erbärmlich und respektlos.

Möchtest du wirklich mit so einem mann weiter leben?
Immer die Angst im Nacken haben, dass er dich ohne zu zögern wieder verlässt.

Seine Kinder wegen einer Frau im Stich zu lassen, na davon möchte ich erst gar nicht anfangen.
Ansonsten keks ich aus hier

Lg

25.03.2019 09:29 • x 2 #2


Andromeda


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Ich kann mich gut in dich hineinversetzen mit all deinen Zweifeln, Ängsten und auch mit deiner Wut.
Fühle dich gedrückt:)

Wieviel Demütigungen und Respektlosigkeit aber willst du ertragen - bei all deiner Liebe?

Denk immer daran, dass du nicht dabei kaputtgehen darfst und dass deine Kinder dich brauchen

Versuche dir den Weg alleine mit den Kindern vorzustellen, was wäre das schlimmste, was dann passieren würde?
Wie könntest du das überwinden?

Wie alt sind deine Kinder?
Liebe Grüße

25.03.2019 09:42 • x 1 #3


beatricekiddo

beatricekiddo


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Hallo ihr beiden

Danke euch für eure Antwort. Ich weiss.. Ich lasse die beiden so gut es geht nichts von meiner Wut auf ihn mitkriegen. Sie lieben ihren Papa abgöttisch. Und ausser in diesen Wochen war und ist er wieder wirklich ein super Papa.. Die grosse ist 7 und der kleine in einem monat 3. Gott, das geht mir manchmal viel zu schnell wie die gross werden.

Die Angst ist defintiv da das sowas wieder passieren könnte. Und auch mit der kommunikation hast du sowas von Recht. Es kam erst soweit weil wir uns aus den Augen verloren hatten.. Es gab auch kaum zärtlichkeiten mehr. Eigentlich waren wir zueinander auch unterschwellig ziemlich zickig.Aber sonst war da einfach ausser den kindern keine gemeinsamkeit mehr. Er war in der Trennung so ein Ar.... Einfach nicht er selbst. Ich erkannte ihn nicht wieder. Hätte niemals gedacht das er sich so verhalten würde wie er es dann ja tat.

Mittlerweile sind seit meinem letzten Beitrag hier ein paar Tage vergangen. Ich wollte eigentlich direkt antworten aber ich sah da keinen Sinn wenn ich gerade wieder in so einer Wut gesteckt hatte. Also sorry dafür. Ich will da selber mit einen klaren verstand ran gehen. Das ist mir in solchen momenten nicht möglich.

Zwischenzeitlich habe ich mich natürlich wieder beruhigt.

Die Sache ist die das ich ihn ja wirklich noch liebe. Ich hätte auch finanziell keine probleme wenn er nicht da wäre. Wir 3 würden klar kommen. Ich möchte nicht das der Anschein entsteht das ich das gefühl habe bei ihm bleiben zu müssen.. Deswegen erwähne ich das. Und die Kinder sind auch kein Grund. Nur das schlimmste bei einer Trennung für mich wäre wenn er wieder so kalt wäre.. Nicht mal mir gegenüber weil ich mich getrennt hätte.. (Das wäre dann nachvollziehbar die erste Zeit. Hätte ich im übrigen selber sofort sein sollen. Einfach um meinen stolz von anfang an zu bewahren.)

Sondern wegen der Kinder. Das er die beiden so hängen lässt. Ich konnte mich gut zusammen reissen vor den kindern. Aber natürlich merken kinder trotzdem was. Und da kamen auch 1-2 mal so fragen von meiner Tochter wo ich dann doch vor ihr so richtig weinen musste. Sie hat das auch sehr traurig gemacht und sie war auch mega darauf bedacht mir was gutes zu tun. Wollte auch oft umarmungen. Hat mich nicht aus den augen gelassen und mich auch mit dem kleinen unterstützt. Ich bin da irgendwo ziemlich stolz auf sie. Aber eine 7 jährige sollte nicht auf den gedanken kommen ihrer Mutter eine Stütze sein zu müssen. Sie sollten ausgelassen spielen und ihre Kindheit genießen.

Davor habe ich am meisten angst.

Habe aber auch wieder viel in den letzten Tagen mit meinem Mann geredet. Er sagt er sieht im nachhinein was für einen mist er da verbockt hat. Und er das alles sowas von bereut. Ich habe mich gelegentlich auch im affärenforum angelesen.. Sollen ja so standart erklärungen/entschuldigungen sein von ehemännern die zurück kommen. Auch wenn da nur was in der trennung war. Ich gehe davon aus das auch er schadensvegrenzung begeht. Soll ja daheim wieder alles laufen. Auch zärtlichkeiten und überraschungen.. Geschenke hier und da. Er gibt sich richtig mühe und erträgt meine Launen. Aber wie oben schon geschrieben.. Das beruhigt mich nicht. Obwohl ich es auch doch schön finde wieder so betüdelt zu werden.
Wenn ich mich trenne dann wäre es nur selbstschutz. Nicht das fehlen von Liebe. Mit der Angst das er die Kinder enttäuscht wenn es dann dazu kommen würde.. Ich weiss es wäre anfangs sehr schmerzhaft.. Aber irgendwann geht es ja wieder bergauf. Es wäre einfach nur Schade... Ich erwische mich oft dabei wie ich an unsere anfangszeiten denke. An unsere guten zeiten bevor es so blöd zwischen uns wurde. Ich weiss das liest man auch oft hier. Aber wir hatten was gutes. Ich weiss nicht ob es jemals wieder so wird.

14.04.2019 02:21 • #4


beatricekiddo

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Hey...
Ist ja auch wieder was her als ich das letzte mal in meinem Thema schrieb. Selbst wenn keine Antworten kamen auf meinen letzten Beitrag hier. ich habe gemerkt das mir das gut tut hier zu schreiben. Also mache ich das Heute mal wieder.

Mein Mann ist mit unseren Kindern und Familie an den See gefahren. Er wollte mir was Gutes tun weil ich schon lange keinen Tag mehr für mich alleine hatte. Und eigentlich brauche ich das doch schon sehr. Nun sitze ich hier. Und was soll ich sagen. Ich wünschte meine Kinder wären hier damit ich nicht so viel nachdenke.

Mein Mann fragt mich des öfteren in letzter Zeit ob ich ihn noch liebe. Er würde nicht glauben das es noch so ist Und ich verstehe auch warum er das denkt. Ich weine in letzter Zeit hier und da mal wenn ich denke es kriegt keiner mit. Auch halte ich mich selbst von ab meinem Mann zu schreiben wenn er auf Arbeit oder einfavh ausser Haus ist. Gleichzeitig habe ich aber auch voll die Filme im Kopf das er sonst was anstellt.Auch verhalte ich mich teilweise sehr kalt. nicht unfreundloch oder so. Abwesend.. wenn er liebevoll ist halte ich mich bewusst zurück... Ich verweigere ,och ihm nicht aber ich bin in letzter Zeit "kontrollierter" oder "Disziplinierter" Weiss nicht wie ich das beschreiben soll.. Ich komme mir dumm vor wenn ich es raus lasse. Ich weiss nicht was das ist. Ich weiss das ich ihn liebe. Aber irgendwie ist da dieser Stolz. Und ich denke da spielt auch eine gewisse Angst wieder das er uns nochmal verlässt. Uns alleine lässt. Sich ablenkt. Ich will nicht die Ex sein die ihm hinterher weint. Ihm nachtrauert. Ich meine selbst als es so war letztes Jahr.. Wenn ich so darüber nach denke habe ich mich gut gehalten dafür das ich weiss wie es bei meinem Ex war als wir uns trennten. Und meinem Mann wollte ich das nicht gönnen. Der Gedanke das da eine Frau ist die wegen ihm weint. Ihn zurück will. Ihn anbettelt..Und eigentlich wusste er sowieso das es so ist. Denke ich.
Ich habe mich selbst so geschämt für mein irrationales verhalten gegenüber meines Exes damals. So sehr das ich das schon für mich selber nie wieder so machen wollte. Auch wenn es weh tut und du das garnicht willst.. Wenn jemand nicht bei dir sein will. Dann halte ihn nicht ab. Und mein Mann hat ja alles mitbekommen damals. Wie ich war was das mit mir gemacht hat. Ich habe echt nicht los lassen können. Habe Jahre gebraucht bis das mit dem Ex für mich irgendwie erledigt war. Und zu der Zeit war er für mich da. Hat gewartet und an uns geglaubt. Ich habe es ihm nicht einfach gemacht. Er hat richtig um mich gekämpft.

Deswegen war das glaube ich so ein Schock das er mich eben doch auch alleine lassen kann. Ich hatte wirklich geglaubt wir würden uns niemals trennen. Trotz der Probleme die jeder als Paar oder Eltern mal so durchmacht.
Ich denke das war auch eines der Hauptgründe warum ich ihn so geliebt habe. Ich dachte er sei verlässlich und ein liebender Ehemann bis ans Ende.. (Wie kitschig das klingt.)
Naja.. So war das eben in meinen Augen.
Und falls jemand doch antworten sollte und die Frage kommt ob och ihn wirklich geliebt habe und liebe.. Nicht von Anfang an aber als ich Frei wurde dann doch. Und ja ich liebe ihn immer noch so richtig.

Und trotzdem mache ich es ihm wieder schwer. Lasse ihn nicht zu nah ran. Ich habe es ihm eigentlich immer irgendwie schwer gemacht wenn ich so darüber nach denke. Da rumgezickt da rumgemeckert. Irgendwie ist es ja verständlich das er ging. Und ich will jetzt nicht alles auf mich schieben.. Aber unberechtigt war das meist auch nun wieder nicht mit dem rumstänkern.
Aber auch sein Verhalten ist nachvollziehbar... Teilweise sogar komplett nachvollziehbar.

Wie das so mit Menschen ist.. Niemand ist perfekt. Aber er hatte mir das Gefühl gegeben das ich es für ihn wäre. Das war schön.


Es ist ja schon so lange her. Und ich hänge hier und denke da immer noch drüber nach. Es zieht mich immer noch runter.
Ich überlege mir eine Therapeutin zu suchen wenn das so weiter geht. Nur für mich. Nix da mit Paartherapie. Fürs erste jedenfalls. So wie ich das sehe geht es ihm im großen und ganzem gut.


Ich hatte ihn ja heute erst gefragt.. Und jetzt gerade fällt mir auf das er mich nicht mal gefragt hat wie es mir geht. Ich frage mich gerade ob er mich die letzte Zeit gefragt wie es mir geht. Er merkt immer was an. Aber wirklich gefragt...

Gott... Jetzt wird wieder gedanklich analysiert.
Das meine ich.

Nervig....

Bis irgendwann dann mal..
BK

30.06.2019 16:59 • #5


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Hey Beatrice, Du liebe Güte, was hat das noch mit einer Liebesbeziehung zu tun? Nichts in meinen Augen. Ihr tut Euch nicht gut, Du leidest innerlich unter der Ungewissheit und innerer Zerissenheit.
Ich würde Dir auch empfehlen eine Therapie zu beginnen und dann ggf. wirklich einen Neustart hinzulegen. Insb. wenn Du es finanziell leisten kannst.
Von so "on/off"-Geschichten halte ich übrigens nicht viel. Affairen kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder an. Gerade wenn jetzt alles wieder mit Geschenken und "freien Tagen" zugekleistert wird. Und sechsuell denk ich mal das da auch nicht mehr viel läuft, wenn Du dich schon "disziplinieren" musst.

30.06.2019 18:53 • #6


Gast2000


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Hallo @ Beatrice, genau das was Du nicht willst, aber befürchtest, wird wahrscheinlih über kurz oder lang
eintreten. Ja, ihr habt vermutlich beide Fehler in der Ehe gemacht, und ja, auch wenn ihr getrennt wart,
hat Dich sein Verhalten mit einer Neuen in dieser Zeit zutiefst verletzt. Klar ist das nicht gerade schön, aber
zum Vorwurf kannst Du ihm das nicht machen.

Um es mit drastischen Worten zu sagen: Du hast immer noch nicht wahr haben wollen und gelernt, dass
genau Dein Verhalten die Trennung ausgelöst hat. Dein Mann ist wieder zurück. Und schon geht es mit
Deiner Unzufriedenheit, die wenig mit ihm zu tun hat, und Deinem für die Ehe schädlichem Verhalten
weiter. Du steuerst sehenden Augens darauf zu die Ehe nun gegen die Wand zu fahren.

Der Schlüssel liegt bei Dir. Ohne prof. Unterstützung wirst Du vermutlich aus Deinem Gedankenkarussell
und dem damit verbundenen destruktiven Verhaltensweisen, nicht heraus kommen. Wenn Du Deine Ehe
erhalten und Deinen Kindern das Elternhaus komplett erhalten möchtest wird es Zeit Dein Verhalten zu
ändern.

Wieviel Zeit Du noch hast das Schiff aus den gefährlichen Klippen noch heraus lenken zu können, kann Dir
hier niemand sagen. Vermutlich jedoch viel weniger als Du glaubst.

Mit meinem Beitrag versuche ich Dich zu schütteln und aus Deiner unguten und schädlichen Gedanken-
spirale heraus zu holen. So wie es jetzt ist, ist wohl unmöglich die Ehe wieder auf standfeste Füße zu stellen.

30.06.2019 20:50 • #7


vilrum

vilrum


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hallo Beatrice - als Tarantino-Kenner finde ich deinen Usernamenwahl schon beachtenswert und irgendwie bezeichnend. Kiddo war bis zur Besessenheit abhängig von der Rache, es wurde ihre Lebensinhalt und hat ihre Identität bestimmt, es gab kein Entkommen, keine Erlösung, bis es nicht vollbracht war. Erst dann fing ihre eigentliche Geschichte an, ohne Bill und ohne Tarantino. Aber dass nur so am Rande.

Aus deiner Schilderungen sehe ich eine ebenso starke, selbst bestimmte Frau vor mir, die aber emotional verfangen und seltsamerweise abhängig ist.

Zitat von beatricekiddo:
Ich weiss das ich ihn liebe. Aber irgendwie ist da dieser Stolz. Und ich denke da spielt auch eine gewisse Angst wieder das er uns nochmal verlässt.


Zitat von beatricekiddo:
Und ich hänge hier und denke da immer noch drüber nach. Es zieht mich immer noch runter.


Du sagst es selbe. Ich kenne es, leider. Meine Geschichte ist eine andere, aber diese innere Zerrissenheit ist die selbe. Ich bin genau auf diesem Punkt und dass seit 2 Jahren und ich habe gemerkt, wenn ich nichts ändere, kann es sogar lebenslang so bleiben.

Zitat von beatricekiddo:
Und trotzdem mache ich es ihm wieder schwer. Lasse ihn nicht zu nah ran.


Du hast ihm noch nicht vergeben, mit deiner Verweigerung und Kälte lässt du es ihn spüren, er ist noch in deiner Schuld, du bist noch von ihm verletzt. Ja, es ist sogar eine gewisse Macht (du nennst es Stolz), die du hast und an den du dich klammerst um nicht deiner Ängsten ausgeliefert zu sein: als Verletzte brauchst du Wiedergutmachung, er ist in deiner Schuld. Wenn du es aufgibst, in dem du ihn aufrichtig vergibst, stehst du da und schützt dich nichts mehr davor, die Zukunft neu zu denken.

Oh man, mir geht es genau so und ich habe auch kein fertiges Rezept, wie man es entkommen kann.

Vergeben heißt, die Vergangenheit den anderen nicht mehr anlasten, eine einmalige, bewusste Willensakt. Innerlich. Es kann sogar ohne Entschuldigung durch den anderen, ja sogar ohne den Reue der anderen erfolgen.
Ob er danach in deinem Leben bleibt, ist gewisserweise unabhängig davon. Es heißt nämlich nicht, dass du den Tat gut heißen muss. Kann sein, dass deine Angst, dass es wieder passieren kann, stärker ist, als deine Liebe. Manchmal muss man eine Beziehung erst beenden um wirklich vergeben zu können.

Ich weiß es nicht, welcher Weg für dich der richtige wäre. Ich warne dich nur, verharre nicht zu lange in diesem instabilen Zustand. Es kann erschreckend stabil sein.

01.07.2019 11:11 • #8


Isely


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Es tut mir leid, aber das was du da erlebst, hat weder was mit Liebe, noch mit Respekt zu tun.
Wenn die Gefühle auch beidseitig nicht mehr so vorhanden sind, so sollte doch der Respekt und der Anstand noch da sein.
Keine Reue, nichts, im Gegenteil , man bekommt den Eindruck, wenn die andere doch nur wolle usw. wäre sein Leben schön.

Bei mir lief ja nun auch einiges schief, aber das man das auch im Nachhinein , wie bei euch alles als... Ja ist halt dumm gelaufen , und die Kinder gucken in die Röhre, und die andere klebt da auch noch irgendwie zwischen.... Ist schon mehr als Merkwürdig so mit einer Situation umzugehen.

Es ist nicht deine Aufgabe, ihn daran zu erinnern was euch verbindet, es ist nicht deine Aufgabe ihm zu erklären, wenn noch Liebe da ist, wie man nun besser miteinander kommuniziert,und an den Problemen arbeitet.... Er trifft sich ja weiter mit dieser, er rennt ihr nach und du stehst da in deinem Elend.

Ich würde mir gut überlegen, ob du als gemütlichen Heimathafen noch in Frage kommen willst, du musst jetzt an dich denken. So lange du verharrst in der Situation, wird sie sich nicht ändern.
Zieh wenigstens vorübergehend einen Schlussstrich, er wird sonst nicht wach.

01.07.2019 11:31 • #9




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