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Trennungswunsch - wer zieht aus, wo bleiben die Kids?

mxks

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Hallo zusammen!

Ich (m, 41) bin sehr froh, dass es dieses Forum gibt. Leider muss ich mich seit ca. 2 Wochen mit dem Thema Trennung beschäftigen und ich dachte, mein Geschichte ist so absurd, das gibt es gar nicht. Die Beiträge hier haben mich aber eines Besseren belehrt...

Ich habe eine ganz praktische Frage, zuvor kurz die Ausgangslange:

- bin mit meiner Frau seit 15 Jahren liiert, seit 5 Jahren verheiratet
- haben 3 Kinder (7,5,3)
- und vor nicht mal nem Jahr eine relativ teure Eigentumswohnung gekauft

Vor 1,5 Wochen eröffnet mir meine Frau ohne Vorwarnung und völlig unerwartet, dass sie sich trennen will (keine Gefühle mehr, nicht mehr glücklich, blabla). Es gibt auch schon einen neuen Mann. Einen "richtigen Grund" für ihren Trennungswunsch habe ich bis heute nicht verstanden.

Für mich ist gefühlt mein kompletten Leben zertrümmert wurden. Viele Tränen, viele Gespräche (meitens eher Monolog meinerseits) waren die Folge.
Neben der Tatsache, dass sie diese Entscheidung für sich alleine getroffen hat und ich nie eine Chance hatte, machen mich die Auswirkungen auf unsere Kids (für die ich sterben würde) und letztlich auch der zukünftig geringere Kontakt und Nähe zu Ihnen (wie auch immer genau es kommen wird) am meisten fertig, da ich mir das schlicht nicht vorstellen kann.

Wir können aktuell halbwegs miteinander leben und reden, teilen uns auch weiter den Haushalt. Die Kids wissen noch nichts, da wir erst mal einen Plan brauchen. Was aus der Wohnung wird, wissen wir auch noch nicht, hier gibt es es folgende Aspekte:

- eigentlich sollen die Kids da aufwachsen können
- wäre vllt auch finanzierbar

Problem: jeder von uns beiden sieht sich dort potentiell zusammen mit den Kids weiter wohnen. Nur zusammen geht das halt nicht - da sind wir und schonmal einig. Für meine Frau war es "irgendwie klar", dass ich nun ausziehen würde. Schien mir zumindest so.

Ich sehe das allerdings ganz anders, zumindest ist mein eigener Auszug alles andere als selbstverständlich für mich. Und auch überhaupt nicht naheliegend.

Ich sehe es eher so : sie will sich verändern, also kann sie ja ausziehen. Die Kids bleiben mit mir in der Wohnung. Was die weiteren Umgangsregelungen betrifft, sind wir beide maximal flexibel und konstruktiv und am Wohl der Kinder orientiert. Da mache ich mir (zumindest in Momebt) auch keine Sorgen, zumal wir das auch wie bereits heute nur zusammen schaffen (Termine, Arztbesuche, Elternabende, usw.).

Dass die Kinder bei mir im Haus bleiben, halte ich auch erstmal für nicht so abwegig wie meine Frau, und auch nicht unbedingt gegen das Wohl der Kinder gerichtet.

Also, ganz konkret: ich weigere mich erstmal auszuziehen und würde auch einem Auszug der Kinder nicht zustimmen. Noch haben wir ja das gemeinsame Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht und besondere Ausnahmen (Trinken, Schlagen, etc.) liegen ganz bestimmt nicht vor.

Komme ich damit (erstmal vorläufig) durch oder bekommt mich meine Frau aus der Wohnung? Oder kann sie die Kinder mitnehmen? Bzw. kann ich das verhindern? Wir reden aktuell ja nur von Trennung, also sollte das doch noch noch noch durch ein Gericht entschieden werden, oder?

Vielen Dank für eure Meinung!

22.08.2016 01:07 • #1


Centurion


Zitat:
Einen "richtigen Grund" für ihren Trennungswunsch habe ich bis heute nicht verstanden.

Der selbe Grund wie bei allen: fehlende Liebe.



Zitat:
Viele Tränen, viele Gespräche (meitens eher Monolog meinerseits)

Rationale Gespräche über die fehlende Liebe der Frau oder gar der Versuch mit Worten die Liebe wieder einzuflößen bringen rein gar nichts. Man macht sich höchstens zum Deppen.



Zitat:
sie will sich verändern, also kann sie ja ausziehen.

Vollkommen richtig. Aber nicht nur das: Sie will vor allem die Trennung und damit verbunden eine bedeutende Veränderung für alle Beteiligten. Wie du selbst beschrieben hattest, die Trennung kam aus heiterem Himmel und du hattest keine Chance. Außerdem "verlässt" sich deine Frau auf deinen Auszug, denkt also nur noch an sich und ihre eigenen Vorteile. Weiters hat sie sich sogar schon nebenbei auf jemanden anderen eingelassen, sich also Unterstützung auf ihrem "Weg" geholt.

Unabhängig der Kinder solltest du für dich ganz alleine in Erwägung ziehen, ob du selber auch die Wohnung behalten und dort leben möchtest. Wenn ja, dann musst du beinhart deinen Weg gehen und so schnell wie möglich alles in Bewegung setzen, um den Erhalt der Wohnung zu gewährleisten. Wenn sie auch bleiben möchte, dann rechne damit das sie letztendlich alle Geschütze auffahren wird, um dich rauszuekeln.

22.08.2016 02:27 • x 1 #2


KingKong00

KingKong00


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Wer hat denn den groesseren Anteil fuer die Wohnung gzahlt?

22.08.2016 03:37 • #3


abteilungmann


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Puh, das wird schwierig.
In der Regel sind die kinder dort oder bei dem, der sich hauptsaechlich um die Erziehung kuemmerte, wer die staerkere Bindung hat, soziale Kontakte, freunde, etc.
Klar sie will sich trennen, aber wahrscheinlich nicht mit zuvielen negativen Dingen oder Nachteilen fuer sie.
Nun musst du sicher einiges festhalten oder protokollieren in der Zeit der Trennung.
Wenn du gehst, gestehst du dir schon indirekt ein Desinteresse an den kindern zu, wenn du 6 Monate aus der wohnung bist, hast du schon ein Problem.
Nur das Gericht kann Wohnungszuweisungen entscheiden, voellig egal wem was wie an der Wohnung gehoert.

Sicher dich ab und veranlasse schriftlich beim Einwohnermeldeamt, dass du nicht einer Ummeldung der kinder , falls sie mit ihnen auszieht, zustimmst.
Vielleicht kann sie mit dem Vorschlag, vorübergehend bis zu klaerung aller dinge, sich mit anfreunden eine kleine Wohnung zu beziehen. So findet sie Abstand zu Situation und ninmt auch ruecksicht auf deinen emotionalen Zustand.

22.08.2016 14:05 • x 1 #4


mxks


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Hallo zusammen und danke an alle, die schonmal ihre Meinung zum Besten gegeben haben...

Für die Nachwelt werde ich versuchen, die lfd. Entwicklung mal festzuhalten - vllt. hilft es später auch irgendwem. Also, ich bin zwar echt fertig mit der Welt, zum Glück aber nur immer temporär und auch nicht zu lange. Dazwischen hab ich noch ein paar lichte Momente und kann mir Gedanken machen.

Mit meiner Frau kann ich mich fast normal unterhalten, wenn ich Lust habe, und ein paar Zukunftsszenarien durchspielen. Die Wohnung bzw. Finanzierung wird irgendwann ein Knackpunkt, aber das muss ja ohnehin im Gesamtkontext der ganzen Unterhaltsrechnerei betrachtet werden. Kurzfristig bleibe ich erstmal dabei - solange ich die Bank bedienen kann (notfalls auch alleine) bleibe ich hier wohnen und einem Auszug der Kinder werde ich nicht zustimmen. Wenn irgendwelche Gerichte das anders sehen sollten, ist das halt so - aber im Moment sind wir da ja noch nicht und da müsste meine Frau ja auch erstmal aktiv werden.

Meine Frau kann ja nun mal selbst entscheiden, was sie machen will. Aktuell meine ich sogar eher, dass es (kurzfristig) für alle Beteiligten einfacher ist, wenn sie erstmal hier bliebe (WG-artig). Wir können den Alltag mit den Kindern wie gehabt managen und gewinnen Zeit, ein paar Sachen vorzubereiten ohne was übers Knie zu brechen, Finanzen kalkulieren, usw. Vorläufig könnte ich auf jeden Fall damit leben, wenn wir uns ein paar Spielregeln geben.

Habe interessehalber bei 3 verschiedenen Anwälten Beratungstermine vereinbart. Ist vllt. überflüssig, ich will aber deren Meinung hören und jeden taktischen Fehler vermeiden, der mir irgendwann später nachteilig ausgelegt werden könnte, falls es mal hart auf hart kommen sollte.

Noch eine Frage: aktuell arbeite ich 100% und meine Frau 40%. Objektiv hat sie daher mehr Zeit für die Kinder und den Haushalt, auch wenn das in dem Umfang gar nicht nötig ist. Die Kids sind in der Schule, KiGa und/oder Hort. Die 40% meiner Frau waren daher auch ein bißchen Luxus, um es locker angehen zu können und die Kids auch nicht zu lange in Fremdbetreuung lassen zu müssen. Nun steht ohnehin die Entscheidung an, ob sie ihre Arbeitszeit erhöht, Wirtschaftlich erscheint mir das ziemlich sinnvoll, da es unsere Einkommensschere verringert und sie auch weniger Argumentationsmöglochkeit hat, dass sie ja VIEL mehr Zeit für die Kids hat. Macht das Sinn und soll ich sie weiter dazu motivieren?

Bzw. - könnte meine Frau mutwillig ihre Arbeitszeit reduzieren? Für die Kinderbetreung wäre das nicht nötig, dafür zahlen wir ja mtl. hier in Niedersachen rund 750 EUR...

VG

22.08.2016 16:50 • #5


Solskinn2015

Solskinn2015


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@mxks

Kenne ich leider zu gut. Kann sich ganz schnell alles verschlechtern wenn es um die Wohnung und das finanzielle geht. Wenn erst einmal die zweite Miete bezahlt werden muss, die Steuerklassen nach einem Jahr geändert wurden, es um Unterhalt für drei Kinder geht, Unterhalt für die Dame, etc. Dann werden Kinder ganz schnell auch zum Druckmittel gegen den Papa. Keine Ahnung was sie dann macht.

Du kannst Dir das schon mal alles im Internet ausrechnen.

Alles Gute

Sol

22.08.2016 17:09 • x 1 #6


Lichtstrahl

Lichtstrahl


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Hi @mxks
du kannst dich wegen der Fragen Unterhalt für die kids, Umgans- und Sorgrecht auch mit dem örtlichen Jugendamt in Verbindung setzen. Dort kannst du gute Beratung bekommen und zwar ganz umsonst.
Manchmal machen die auch Mediationsgespräche, indem sie die Eltern einladen (zusammen oder getrennt) und die Situation durchgesprochen wird.
Der Vorteil ist zum einen, es ist kostenfrei zum anderen sehen Anwälte nur, dass sie Geld verdienen und empfehlen Gerichtsprozess die zum Teil komplett überflüssig sind und die "soziale" Komponente völlig rauslassen und die Emotionen noch hochpeitschen.

22.08.2016 17:28 • x 1 #7


Streamline


Ich fang mal hinten an:
auch wenn Deine Frage, ob es Sinn macht, sie zu motivieren, mehr zu arbeiten, eher in dem Kontext "Kinder und wer macht da mehr" zu stehen scheint (und dafür hätte so eine Veränderung jetzt, glaube ich, weniger Einfluss), solltest Du beim "Motivieren" bleiben. Denn irgendwann werden sich Unterhaltsfragen stellen und Du stellst Dich dabei deutlich besser, wenn sie selbst mehr Einkommen hat.
Gut finde ich (und drücke Dir die Daumen, dass das so weit wie möglich so bleibt), dass Du weiter mit ihr "vernünftig" reden kannst. Das ist schon mal besser als bei vielen anderen hier beschriebenen Trennungen. Die Beratungstermine bei den Anwälten solltest Du wahrnehmen und auch - wenn was gutes dabei ist - einen auswählen, aller Wahrscheinlichkeit nach wirst Du auf Dauer so jemanden brauchen (auch wenn es nicht - toi toi toi - super-streitig werden sollte).
Ein letzter Gedanke oder eine Anregung : auch wenn es schwer fällt, beziehe doch mal die Möglichkeit, die Eigentumswohnung aufzugeben und - in welcher Konstellation auch immer - anders weiter zu machen, mit in Deine Überlegungen ein. Die Erfahrung zeigt, dass eine Immobilie inklusive noch länger laufender Finanzierung eine Menge an späterem "Streit-Potenzial" bietet. Es sei denn, Du bist finanziell "stark" genug, sie eventuell "auszuzahlen" und das Ganze alleine zu übernehmen. Aber auch sonst ist es für "Neustart, Neuordnung etc." oft eher richtig, genau diese Position aufzugeben und "jeder für sich" neu anzufangen. Nur meine Gedanken.
Verbunden mit ein bisschen Daumendrücken, dass Du diese schwierigen Zeiten gut überstehst und so wenig Schaden wie möglich dabei nimmst (ich weiß, der "Schaden" ist schon da, dann eben das Daumendrücken, dass er sich in Grenzen hält).
Glück auf!
streamline

22.08.2016 18:00 • x 1 #8


mxks


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Zitat:
du kannst dich wegen der Fragen Unterhalt für die kids, Umgans- und Sorgrecht auch mit dem örtlichen Jugendamt in Verbindung setzen. Dort kannst du gute Beratung bekommen und zwar ganz umsonst.
Manchmal machen die auch Mediationsgespräche, indem sie die Eltern einladen (zusammen oder getrennt) und die Situation durchgesprochen wird.
Der Vorteil ist zum einen, es ist kostenfrei zum anderen sehen Anwälte nur, dass sie Geld verdienen und empfehlen Gerichtsprozess die zum Teil komplett überflüssig sind und die "soziale" Komponente völlig rauslassen und die Emotionen noch hochpeitschen.


Ja, an's JA habe ich auch schon gedacht, vielleicht gehe ich da neben den Anwälten auch nochmal hin und mache mich schlau. Dass die Rechtsverdreher haupsächlich am eigenen Umsatz interessiert sind, ist klar. Machen ja auch nur ihren Job. Trotzdem dachte ich mir, dass deren Meinung nichts schaden kann und - vor allem - wenn es doch mal spotan ernst werden sollte, kenne ich schonmal 3 und kann mir einen aussuchen, der mir am ehesten zusagte. Besser, als dann erst anfangen müssen zu suchen...

22.08.2016 19:36 • #9


unbel Leberwurs.


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Will denn Deine Holde alsbald mit dem Neuen zusammenziehen, wenn es ihn schon gibt?

Hat sie sich dazu schon geäussert? Nicht zuletzt wegen der Kosten für die zweite Wohnung.

Ist es nicht so, dass sie sich unterhaltstechnisch sogar um eine volle Stelle bemühen muss?

23.08.2016 08:08 • #10


Solskinn2015

Solskinn2015


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Viele Familienanwälte haben durchaus das Kindswohl im Auge. Darum geht es primär in der Trennung. Natürlich Deine Belange auch. Klar. Aber so Kriegstreiber musst du vermeiden. Man sollte sein Rechte wahren und verteidigen. Es ist ein Trugschluss zu glauben nach der Trennung läuft alles wie vor der Trennung weiter. Das war so die Vorstellung scheinbar von meiner EX. Also Papa zieht aus, Neuer kommt, Papa zieht am besten in den Nachbarort um die Kids weiter zu fahren, das Haus übernimmt sie auch und Papa fährt dann dauernd an seinem Haus vorbei mit dem Auto des Next vor seiner Tür. Mit Licht im Wohn- oder Schlafzimmer und wohlwissend seine Kinder sind hinter der vertrauten Tür, aber er hat da ja nichts mehr verloren. Ach so und die letzte Rasenkante hat Papa mit Mama noch vor 5 Monaten gepflastert für das neue Leben der EX mit dem Next. Im übrigen ist Papa an allem Schuld. Ach so und wenn Papa dann Kindsunterhalt nach Düdo Tabelle zahlt so EUR 1300 (inkl. Kindergeld für zwei), dann hat er sich noch an den Kosten von Ausflügen etc zu beteiligen. Klamotten bekommt er aber keine mit, wenn die Kinder ihn besuchen. Soll er selber welche kaufen. Wenn Papa dann da nicht überall mitspielt, wird gerne den Kindern gesagt, dein Papa zahlt ja nicht. Lass nicht alles mit Dir machen, aber bausch es auch nicht auf. Einschnitte gibt es bei Trennungen und zwar bei allen Beteiligten. Das ist manchen leider nicht ganz klar am Anfang und die werden dann häufig böse wenn es sich nicht so realisieren lässt wie gedacht.

23.08.2016 08:12 • x 4 #11


Grace_99


Ich kann dir auch nur zu einem guten Fachanwalt bzgl. Umgangsrecht / Familienrecht raten. Die denken nicht nur an ihre eigenen Einnahmen, sondern haben einiges drauf; mir hat meine damals extremst gut geholfen.

Jugendamt, ja die beraten, aber dass ist ja nichts rechtliches, also die setzen sich ja nicht hin und schreiben Briefe an deine Frau, ans Gericht etc. pp.

Stell dich drauf ein, dass es zu einem Kampf kommen wird; sie hat aufgehört dich zu lieben, d. h. sie hat den "Vorteil", dass es sie, was dich betrifft, nicht mehr emotional trifft. Sie hat jetzt sich und die Kids aufm Schirm, ganz sicher nicht das sie auszieht, sie evtl. Unterhalt zahlen muss, aufs Kindergeld verzichten muss und die Arbeitszeit erhöhen soll - glaube mir, darauf wird sie keine Lust haben und wird mit allen Mitteln dagegen vorgehen. Daher: Anwalt, unabdingbar und wichtig!

Und der Tipp mit dem Einwohnermeldeamt: Mach das!

23.08.2016 08:47 • x 2 #12


mxks


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Zitat von unbel Leberwurst:
Will denn Deine Holde alsbald mit dem Neuen zusammenziehen, wenn es ihn schon gibt?

Hat sie sich dazu schon geäussert? Nicht zuletzt wegen der Kosten für die zweite Wohnung.

Ist es nicht so, dass sie sich unterhaltstechnisch sogar um eine volle Stelle bemühen muss?



Den Neuen gibt es schon, der war ja vermutlich der Auslöser für den ganzen Irrsinn. Der hat wohl auch ein Haus. Wenn ich meine bisherigen Google-Recherchen aber richtig deute, ließe sich auf jeden Fall verhindern, dass sie dort MIT den Kindern einzieht (ist sogar im Nachbarort, wäre also mit massiven Änderungen für die Kids verbunden). Insofern kommt ein Zusammenziehen für sie bestimmt nicht in Frage, denn dass sie sich von den Kids "so einfach" verabschiedet kann ich mir beim besten (schlechtesten) Willen nicht vorstellen.

Bzgl. der Stelle - es wäre mein Traum, wenn sie sich um eine Vollzeitstelle bemühen MÜSSTE. Dann hätten Wir zwar ein zusätzliches Problem, da unsere Kleinste ja vom Kiga abgeholt werden muss usw., aber lieber bezahle ich da nochmal extra Geld an eine Tagesmutter o.ä. , wenn die Ex dafür ein bißchen mehr malochen muss und merkt, dass alles doch nicht so einfach ist... Und langfristig ist das bestimmt ein Vorteil für mich, wenn sie mehr Geld selbst erwirtschaftet.

Heute erster Termin beim RA - die Stellengeschichte wird eine meiner Fragen sein... Ich berichte!

23.08.2016 10:14 • x 1 #13


mxks


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Zitat von Solskinn2015:
Viele Familienanwälte haben durchaus das Kindswohl im Auge. Darum geht es primär in der Trennung. Natürlich Deine Belange auch. Klar. Aber so Kriegstreiber musst du vermeiden. Man sollte sein Rechte wahren und verteidigen. Es ist ein Trugschluss zu glauben nach der Trennung läuft alles wie vor der Trennung weiter. Das war so die Vorstellung scheinbar von meiner EX. Also Papa zieht aus, Neuer kommt, Papa zieht am besten in den Nachbarort um die Kids weiter zu fahren, das Haus übernimmt sie auch und Papa fährt dann dauernd an seinem Haus vorbei mit dem Auto des Next vor seiner Tür. Mit Licht im Wohn- oder Schlafzimmer und wohlwissend seine Kinder sind hinter der vertrauten Tür, aber er hat da ja nichts mehr verloren. Ach so und die letzte Rasenkante hat Papa mit Mama noch vor 5 Monaten gepflastert für das neue Leben der EX mit dem Next. Im übrigen ist Papa an allem Schuld. Ach so und wenn Papa dann Kindsunterhalt nach Düdo Tabelle zahlt so EUR 1300 (inkl. Kindergeld für zwei), dann hat er sich noch an den Kosten von Ausflügen etc zu beteiligen. Klamotten bekommt er aber keine mit, wenn die Kinder ihn besuchen. Soll er selber welche kaufen. Wenn Papa dann da nicht überall mitspielt, wird gerne den Kindern gesagt, dein Papa zahlt ja nicht. Lass nicht alles mit Dir machen, aber bausch es auch nicht auf. Einschnitte gibt es bei Trennungen und zwar bei allen Beteiligten. Das ist manchen leider nicht ganz klar am Anfang und die werden dann häufig böse wenn es sich nicht so realisieren lässt wie gedacht.


Na, das ist ja'n Traum. Ich fürchte, das ging oder geht auch in ihrem Kopf vor sich. Und ich liebe den Gedanken, dass ich noch vor ein paar Monaten das komplette Parkett verlegt habe, Küche eingebaut habe, Türen eingebaut habe, usw. Das wäre ja nun das ideale Nest für die beiden Täubchen...

23.08.2016 10:20 • #14


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Bei allem Verständnis für Deine Situation, Deinen Zorn und Deinen Kummer: Aber Du vermengst sehr die Paar- mit der Elternebene.

Euch beiden sollte sehr daran gelegen sein, die bestmögliche Lösung für Eure Kinder zu finden. Da gibt es ja durchaus mehrere Varianten; z. B. auch das Wechselmodel. Hast Du mal daran gedacht, dass Du Deine Arbeitszeit reduzieren kannst, während Deine Nochfrau ihre erhöht? Und dann kümmert Ihr Euch abwechselnd um die Kinder, wobei dann auch die Unterhaltsfrage entfallen bzw, sich deutlich minimieren würde?

Wenn Euch die Eigentumswohnung 50 : 50 gehört, dann werdet Ihr eine einvernehmliche Lösung finden müssen, ansonsten wird es teuer/noch teurer. Aus dem Bauch heraus sage ich auch "Wer gehen will, soll gehen - mit allen Konsequenzen", aber sich im Recht fühlen und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

Dass Du Dich anwaltlich beraten lässt, ist erst einmal der richtige Schritt. Dass es gleich 3 sind, bei denen Du Beratungstermine holst.... Naja. Es sind hoffentlich alles Fachanwälte für Familienrecht!?
Du hast 2 Optionen: Wenn Dich vor allem Rache antreibt, dann nimm den, der Dir am schärfsten erscheint. Willst Du das beste vor allem für die Kinder, dann den, der Dir dazu vernünftige Lösungsmöglichkeiten aufzeigt.

Ich empfehle Euch eine Mediation; das ist deutlich günstiger, als alles im Zweifel vor Gericht auszutragen. Den Schritt kann und muss man immer noch gehen, wenn es zu keiner Einigung kommt. Googel mal danach; es gibt auch Anwälte, die sich auf Mediation spezialisiert haben und die sich neutral verhalten (es darf also keiner von den 3en sein, denen Du ein Mandat gibst).

23.08.2016 10:40 • x 1 #15




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