Zezidie
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ich versuche es jetzt schon über 1 ½ Jahre. Beziehungsweise meinte mein Mann vor 3 Jahren schon, dass er nicht wüsste, ob unsere Beziehung noch eine Zukunft hätte. Das traf mich damals wie ein Hammer.. Nach 4 Wochen hat er dann alles relativiert und gesagt, er wollte mir nur einen „Schuss vor den Bug“ geben, damit ich aufwache. Dazu muss man sagen, ich hatte damals meine demente Mutter bei uns aufgenommen, die ich 4 Jahre gepflegt habe, neben meinem Job. Ich ging ziemlich auf dem Zahnfleisch und hatte alles andere aus den Augen verloren.
Ich habe mir das zu Herzen genommen und meine Mutter kam dann auch in eine Einrichtung.
Soweit so gut. Wir waren dann auch alleine, weil unser jüngster Sohn dann auch ausgezogen ist und haben das auch sehr genossen. Er war wieder wie früher, mir ein sehr guter Partner mit viel Zuneigung, Liebesbeweisen und versicherte mir immer wieder, wie sehr er mich lieben würde und mir alt werden wolle. Wir waren immer etwas Besonderes in unserem Freundeskreis. Es war die ganz große Liebe.
Ein Jahr später veränderte er sich irgendwie. Mal intensive Nähe, mal sehr distanziert. Nachdem ich das einige Zeit mitgemacht hatte, wir viele Gespräche darüber geführt hatten, ging es mir ziemlich schlecht. Ich habe dann gesagt, ich liebe dich und will diese Beziehung, aber wenn du nicht mehr die Gefühle für mich hast wie früher, dann lass ich dich los. Er sagte dann unter Tränen, er würde ausziehen. Seine Beziehung zu mir wäre wie eine Pflanze, die vertrocknet ist. Er würde sie immer wieder aufpäppeln und dann würde sie wieder vertocknen.
Ich habe ihn gehen lassen, ohne zu kämpfen. Ich konnte nicht, hatte keine Kraft, war zu erschüttert. Ihr wisst, was ich meine.
Ich blieb in der Wohnung und eine Freundin ist zu mir gezogen. Ein echter Glücksfall, weil sie sich auch gerade getrennt hatte. Er ist alleine in einen anderen Stadtteil gezogen. Eine andere Frau war nicht im Spiel.
Ich wollte eine Kontaktsperre und habe sie auch durchgezogen, bis auf organisatorischen Mailverkehr.
3 Monate später wollte er Kontakt. Wir schrieben uns zunächst und dann trafen wir uns. Er gestand mir dann, dass er doch nicht ohne mich leben wolle und mich immer noch liebt und begehrt.
Ich war zunächst sehr vorsichtig, er machte schon Pläne, wie wir wieder zusammen ziehen konnten. Nachdem ich mich dann wieder mental so langsam mit dem Gedanken beschäftigt hatte und wir uns auch wieder öfter getroffen hatten, ruderte er wieder zurück. Er wäre zu schnell an die Sache rangegangen etc.
Er wurde wieder langsam distanzierter.
Ich habe dann den Kontakt wieder abgebrochen und er hat es akzeptiert.
Das war Ende letzten Jahres. Im Februar bekam ich solche Sehnsucht nach ihm, dass ich ihn anrief und ein Treffen vorschlug. Er erinnerte mich an meine Worte und meinte, es wäre wohl besser, wenn wir uns nicht mehr sehen. Es würde uns immer zu sehr aufwühlen. Das habe ich dann akzeptiert und nun leide ich wie ein Hund, im Grunde fast genauso wie in der Zeit als er auszog. Das wünsche ich keinem. Er hat im Übrigen keine neue Frau, hat mich nie betrogen und ich ihn auch nicht.
Ehrlich, ich habe manchmal den Eindruck, ich würde das alles besser verstehen, wenn er eine jüngere Frau hätte. Er war 19, ich 22 als wir uns kennenlernten und hatten fast sofort ein Kind.
Hat jemand Erfahrung mit einer Trennung nach so langer Zeit ?
Zezidie