Aus die Maus. Heute habe ich immerhin noch ein paar Fragen beantwortet bekommen. Per Mail! Das ist wohl heutzutage wohl so.
Natürlich kam da nicht viel bei herum und an meiner Sicht auf sein Verhalten hat sich auch nichts geändert. Aber immerhin - das muss ich dem Verräter zugute halten - hat er sich ir nochmal gestellt. Das scheint ja bedauerlicherweise nicht selbstverständlich zu sein.
Ich bin nach wie vor fassungslos über vieles, aber eigentlich steht das schon alles auf die eine oder andere Art in meinem ersten Beitrag unter diesem Thread.
Neu ist: Er habe Angst gehabt, sich zu trennen, weil er wusste, dass er mich verletzten würde und das wiederum würde ihm entgegen meiner (angeblichen) Annahme keinen Spaß machen.
Blaaaaaaa.
Zu glauben, ich wäre nicht lieber allein statt mich jemandem zusammen, der mich ledigich nicht verletzen will, ist aber sehr absurd. Ich habe vorher ohne ihn gelebt. Ich werde jetzt ohne ihn leben. Erschreckend finde ich nur, dass er mich für ein sehr armes Würstchen halten muss.
Das ist jetzt meine Baustelle: ich frage mich, welchen Anteil ich an dieser Sicht von ihm auf mich habe. Ihn habe ich das auch gefragt. Angeblich habe ich keinen Anteil. Auch ließ sich nicht klären, was der Quatsch mit der Zukunftsplanung bis zum letzten Tag sollte. Ich nehme an, er wollte mich einfach warm halten für den Fall, dass seine Flamme nicht auch auf ihn steht. Dann hätte er ja noch bis zum nächsten Reiz oder wann immer ein bisschen bei mir bleiben können.
Fast beiläufig erklärte er, ich hätte ihn ruhig auf sein drohendes Alk. ansprechen können. Er wisse, dass er gefährdet wäre, wenn er im Stress ist, aber er würde meinen, das im Griff zu haben.
Dann bitte. Das ist jetzt nicht mehr meine Baustelle.Irgendwann in den nächsten Tagen kommen hoffentlich meine Sachen via Paket hierher zurück. Die sortiere ich dann aus und behalte nur, was unbedingt sein muss. Danach (und wahrscheinlich auch davor) wird es keinen Kontakt zwischen uns mehr geben. Vorbei.
Ich habe mich bedankt für das, was er für mich getan hat, als er wohl noch ehrlich war. Ich habe mich bedankt dafür, dass er sich wenigstens online noch so halbwegs meinen Fragen gestellt hat.
Es fühlt sich so an, als hätte mir das ein wenig Größe zurückgegeben.Dann habe ich ihm noch etwas zu meiner nunmehr heilsamen Sicht auf ihn geschrieben und dass ich hoffen würde, das Leben wisse, mit wem es noch eine Rechnung offen habe.
Auf Letzteres bin ich einigermaßen stolz, denn es entstanden auch durchaus Sätze unter meinen Fingern wie:
ich wünsche Dir, dass Du alles erleiden musst, was ich erlitten habe, während ich schon lange wieder glücklich bin.
Ich wünsche Dir, dass du das eines Tages bereuen wirst, aber dann bin ich längst weg usw.
Aber damit hätte ich mich klein gemacht, denn das Denken bestimmt das Bewusstsein und ich möchte mir lieber denken, dass das Leben die richtigen Maßnahmen treffen wird als verbittert zu sein.
Ich glaube, das ist der bessere Weg.Für den Moment fühle ich mich innerlich aufgeräumter. Es wird wohl nicht dauerhaft so sein, aber es ist ein Anfang.