Nee, nee, so nicht Freundchen
Vielleicht solltest Du Dein Thema wieder etwas mehr auf Kurs bringen

Schließlich ging es Dir doch darum, warum Menschen daran festhalten und Deiner Behauptung, dass es schwerer wäre, sich zu trennen. Oder, wie es auch im Titel steht, warum Menschen bei so etwas von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Dem habe ich z.B. gegengehalten, dass ich nicht glaube, dass es der leichtere Weg ist, die Affäre aufzuarbeiten und wieder zu einer glücklichen, vertrauensvollen Beziehung zu finden. Um die, die scheitern ging es ja nicht. Hier nun verschob sich das Thema mehr und mehr derartig, wie schlecht und verwerflich Affären und Affärenmenschen an sich sind.. Und Abwertungen darüber, was einen überhaupt dazu bewegen könne, nicht sofort zu gehen, die Frage in der Beziehung zu bleiben, stelle sich doch eigentlich gar nicht. Außer man ist eben / hat eben / kann eben nicht...
Ich habe noch nie betrogen, ich wurde betrogen. Sogar recht mies in einer sehr langen Beziehung. Trotzdem verstehe ich viele eindimensionale Aussagen hier nicht. Mir ist es zu wenig Eigenverantwortung (für sich selbst) als Betrogener, zu viel pauschales Urteilen über Betrüger. Ich könnte jetzt z.B. zu Dir sagen, dass es für mich nicht nach einer Erfolgsgeschichte klingt, wenn man zwar sich nach Betrug trennt, aber sagt, dass man sich seelisch vergewaltigt fühlt und jahrelang geschädigt. Eine Erfolgsgeschichte wäre es für mich, wenn man daraus geht (oder darin bleibt) und es eben ohne seelische Folgen hinter sich lassen kann. Das wäre für mich eine Erfolgsgeschichte. Ob man es nun allein oder zu zweit überwindet, das muss jede Konstellation für sich selbst entscheiden.
Ich kann das zB. von mir tatsächlich nicht behaupten, dass ich so denke oder empfinde trotz dieser Erfahrung. Und ich kann eben Menschen verstehen, die es versuchen wollen, eine Affäre zu überstehen. Ich glaube sogar, dass es Menschen gibt, die es schaffen können, ihre Beziehung dabei nochmal auf eine ganz andere Ebene zu bringen und viele andere werden es versuchen und scheitern. Und dass eben jeder, der es versucht, weiß, wie sehr es auch zum scheitern verurteilt sein kann und was das für ein schmerzhafter Weg dahin ist und wenn sie es tatsächlich schaffen, es hinter sich zu lassen, finde ich, dass das tatsächlich eine Erfolgsgeschichte ist
Ich fand z.B. die Beiträge von dem 60iger Holzer extrem gut und sehr weise! Für mich definitiv eine Erfolgsgeschichte! Auch wenn sie nochmal ganz anders ausging.