Überfordert

Fusselhamster

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Hallo ihr lieben,

damals, als es um meine Trennung ging, habt ihr mir sehr geholfen, jetzt geht es mir selbst beziehungstechnisch sehr gut, dafür hat eine sehr gute Freundin von mir im Moment den absoluten Trennungsschmerz. Ich bin eine ihrer Anlaufstellen und würde von euch gerne wissen, welche Möglichkeiten es für mich gibt, ihr zu helfen... Aber dazu vorher mal die Geschichte.

Meine Freundin war mit ihrem mittlerweile Ex knapp zwei Jahre zusammen. Für ihn hatte sie sich damals mehr oder weniger kurzentschlossen von ihrem damaligen Freund getrennt. Ich kann das nur aus der Perspektive eines Außenstehenden einschätzen, aber meiner Meinung nach war die Beziehung seit über einem Jahr auf dem absteigenden Ast. Immer wieder kam sie zu mir und erzählte mir, wie übel das alles sei, daß er sich nicht für sie interessiere, daß er sein Kind über alles vergöttere und sie daneben keinen Platz habe, daß er nichts mit ihr unternehmen wolle, daß sie ihm egal sei usw. Also meiner Einschätzung nach ging das schon über einen längeren Zeitraum kontinuierlich bergab.

Nun trug sie sich seit längerem mit Trennungsgedanken, eigentlich seit letztem Sommer. Aber immer wieder fand sie eine Ausrede, es nicht zu tun. Streß bei ihr, Streß bei ihm usw. In der letzten Zeit sind diese Gedanken wieder stärker geworden und zudem kam, daß einer ihrer Kollegen starkes Interesse an ihr zu zeigen schien. Die beiden haben sich super gut verstanden, aber gelaufen ist da nichts, zumal der Kollege auch ne Freundin hat... Na ja, das war für meine Freundin wohl der Auslöser, ihre Trennungsgedanken in die Tat umzusetzen. Am letzten Freitag hat sie sich dann von ihrem Freund getrennt. Und alle Hoffnung auf Besserung in diesen Kollegen gesteckt. Der trennte sich sonntags auch von seiner Freundin, und alles schien schon in perfekte Bahnen zu laufen, da offenbart er ihr am Montag, daß er das alles nicht könne, daß ihm das zuviel sei und daß er es für besser hielte, den Kontakt weitestgehend einzustellen.

Na ja, ihr könnt euch sicher vorstellen, daß meine Freundin dann am Boden war... und wie. Und endlich kam der ganz normale Trennungswahnsinn in ihr hoch. Am Anfang dachte ich noch, das sei normal, aber als sie dann anfing, Dinge zu sagen wie "ich weiß nicht, ob die Trennung ein Fehler war" und "ich habe ihn im Stich gelassen, er hat doch keinen, mit dem er reden kann", habe ich mich insgeheim nach ihren Verstand gefragt. Wie kann das sein??? Wie kann sie die eine Beziehung von der anderen abhängig machen? Wie kann sie solche Angst davor haben, eine Weile als Single durch das Leben zu gehen? Während ihrer Beziehung war sie doch auch die meiste Zeit alleine, und bei ihrem Ex kann man weiß Gott nicht von "etwas starkem im Rücken" sprechen, was sie sich so wünscht.

Und jetzt meine Verzweiflung: zum einen würde ich ihr gerne helfen, den Trennungsschmerz zu besiegen. Gleichzeitig möchte ich sie aber auch davon überzeugen, daß das Singleleben gar nicht so schlecht ist und ihr vielleicht für ne Weile ganz gut tun könnte. Und außerdem verhindern (das ist vielleicht zu krass formuliert, aber mir fällt nix besseres ein), daß sie zu ihrem Ex zurückgeht. Er tut ihr nicht gut, sie hat sich bei ihm so verändert... Und diese Selbstvorwürfe, sie habe ihm im Stich gelassen, sie sei Schuld, daß es ihm schlecht ginge usw., wie kann man sie ihr ausreden?

Ihr merkt, ich bin ehrlich überfordert mit der Situation, daher bitte ich euch um eure Tipps, die mir in meiner Trennungsphase auch so gut geholfen haben.
Liebe Grüße
Euer Fussel

23.02.2005 09:22 • #1


Ehemaliger User


Hi Fusselchen,

erstmal freu ich mich, dass es Dir gut geht.  :)

Grundsätzlich weißt Du die Situation Deiner Freundin einzuschätzen und welche Fehler sie macht. Was also tun? Ich glaub - außer Gespräche führen - würde ich ihr Literatur besorgen, wo sie schwarz auf weiß und immer wieder nachlesen kann, dass sie kein außergewöhnlicher "Fall" ist und Schuldgefühle unangebracht sind. Was gewesen ist, kann sie nicht mehr verändern. Wichtig ist, dass sie erkennt, welche Möglichkeiten sie hat und das das Leben als Single sehr wohl schön ist!! Ist nicht ganz einfach, aber was ist schon einfach? Ne verhagelte Beziehung zu führen jedenfalls nicht.

Ich hoffe, Du kannst sie dazu bringen, Realitäten zu sehen und nicht aus lauter Selbstmitleid und Angst einen Fehler nach dem anderen zu machen.

Ich wünsch Dir weiterhin alles Gute
GIPI

23.02.2005 10:52 • #2


Ehemaliger User


Okay, da hab ich Dir ja "tolle" Tipps gegeben! Obendrein noch Druck ausgeübt!

Ich hoffe, Andere haben mehr auf dem Kasten.... sorry.

23.02.2005 10:54 • #3




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