Nomina
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Mein Trennung ist nun schon ein paar Wochen her und mir geht es tatsächlich nicht ganz so schlecht, wie zu Beginn angenommen, denn zumindest eine regelmäßige Nahrungsaufnahme ist wieder möglich.
Ich kann nun auch etwas sehr gutes an der Trennung sehen: ich habe mir selber sehr viel Druck gemacht und mich permanent mit anderen verglichen, auch meine Familie ah dazu beigetragen, wenn z.B meine Oma mich jedes Mal drängen will ein Kind zu bekommen.
Ich habe nun die Möglichkeit mal etwas zur Ruhe zu kommen, habe das ständige Vergleichen aufgehört und möchte mehr erkennen, wer ich eigentlich bin und was ich wirklich selbst brauche um glücklich zu sein. Meine ganzen Vergleiche wurden ausgelöst durch massive Zukunftsängste und ich überlege mir diesbezüglich professionelle Hilfe zu holen, in meiner Vergangenheit war ich nach einem Suizidversuch aufgrund eines Traumas lange in Therapie und Ich möchte diesmal mehr acht auf meine mentale Verfassung geben, bevor ich in solch einem Loch lande.
Auch für meinen ehemaligen Partner empfinde ich diese Trennung als wichtig, er weiß wirklich gar nicht was er im Leben möchte und er braucht diesen Raum und möchte ihn auch dazu nutzen, um herauszufinden, was er will.
Aber er liebt mich nicht weniger und ich ihn natürlich auch nicht und insgeheim hofft er, dass sich herauskristallisiert, dass wir Ähnliches wollen. Er meinte, wenn er sich nicht trennt und mich in dieser Findungsphase immer und immer wieder mit seinen Zweifeln konfrontiert wäre es der schlechtere Weg. Auch wenn er hofft, dass es noch eine Zukunft für uns gibt, so möchte er nicht, dass ich warte. Wenn er jetzt feststellen sollte, dass er aus der Gesellschaft aussteigen will und nur noch jobben und reisen, so wäre dies nicht mit meinen Lebensvortellungen vereinbar und ich würd ja dann komplett von vorn mit der Trauer anfangen müssen.
Wenn wir uns sehen (ich musste noch in die gemeinsame Wohnung für ein paar Tage um einige Angelegenheiten zu klären) ist fast alles wie immer: wir essen gemeinsam, verbringen den Abend gemeinsam und teilen uns ein Bett. Lediglich der romantische Körperkontakt bleibt aus. Er hat mir sogar noch etwas geschenkt.
Mir ist schon klar, dass wir auch einen räumlichen Abstand brauchen und den werden wir bald auch haben nur ab da bin ich total überfragt: wie soll ich mit ihm umgehen? Erstmal möchte ich eine Zeit keinen Kontakt annehmen aber sollte ich dennoch auf Nachrichten von ihm reagieren? Soll ich versuchen jemand anderen kennenzulernen oder doch lieber eine Zeit warten? Wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten?
Ich möchte so gerne zurück in diese harmonische, liebevolle und humorvolle Beziehung aber eben nur, wenn er wirklich weiß, dass auch ihm das gut tut und nicht wenn ich die ganze Zeit ein Ende vor Augen habe.
Bitte geht nicht zu hart mit mir ins Gericht, ich habe heute irgendwie wirklich einen schlechten Tag und fühle mich einfach nur verloren.
