2

Umgang mit dem ehemaligen Partner

Nomina

31
2
10
Hallo
Mein Trennung ist nun schon ein paar Wochen her und mir geht es tatsächlich nicht ganz so schlecht, wie zu Beginn angenommen, denn zumindest eine regelmäßige Nahrungsaufnahme ist wieder möglich.
Ich kann nun auch etwas sehr gutes an der Trennung sehen: ich habe mir selber sehr viel Druck gemacht und mich permanent mit anderen verglichen, auch meine Familie ah dazu beigetragen, wenn z.B meine Oma mich jedes Mal drängen will ein Kind zu bekommen.
Ich habe nun die Möglichkeit mal etwas zur Ruhe zu kommen, habe das ständige Vergleichen aufgehört und möchte mehr erkennen, wer ich eigentlich bin und was ich wirklich selbst brauche um glücklich zu sein. Meine ganzen Vergleiche wurden ausgelöst durch massive Zukunftsängste und ich überlege mir diesbezüglich professionelle Hilfe zu holen, in meiner Vergangenheit war ich nach einem Suizidversuch aufgrund eines Traumas lange in Therapie und Ich möchte diesmal mehr acht auf meine mentale Verfassung geben, bevor ich in solch einem Loch lande.
Auch für meinen ehemaligen Partner empfinde ich diese Trennung als wichtig, er weiß wirklich gar nicht was er im Leben möchte und er braucht diesen Raum und möchte ihn auch dazu nutzen, um herauszufinden, was er will.

Aber er liebt mich nicht weniger und ich ihn natürlich auch nicht und insgeheim hofft er, dass sich herauskristallisiert, dass wir Ähnliches wollen. Er meinte, wenn er sich nicht trennt und mich in dieser Findungsphase immer und immer wieder mit seinen Zweifeln konfrontiert wäre es der schlechtere Weg. Auch wenn er hofft, dass es noch eine Zukunft für uns gibt, so möchte er nicht, dass ich warte. Wenn er jetzt feststellen sollte, dass er aus der Gesellschaft aussteigen will und nur noch jobben und reisen, so wäre dies nicht mit meinen Lebensvortellungen vereinbar und ich würd ja dann komplett von vorn mit der Trauer anfangen müssen.

Wenn wir uns sehen (ich musste noch in die gemeinsame Wohnung für ein paar Tage um einige Angelegenheiten zu klären) ist fast alles wie immer: wir essen gemeinsam, verbringen den Abend gemeinsam und teilen uns ein Bett. Lediglich der romantische Körperkontakt bleibt aus. Er hat mir sogar noch etwas geschenkt.

Mir ist schon klar, dass wir auch einen räumlichen Abstand brauchen und den werden wir bald auch haben nur ab da bin ich total überfragt: wie soll ich mit ihm umgehen? Erstmal möchte ich eine Zeit keinen Kontakt annehmen aber sollte ich dennoch auf Nachrichten von ihm reagieren? Soll ich versuchen jemand anderen kennenzulernen oder doch lieber eine Zeit warten? Wie soll ich mich ihm gegenüber verhalten?
Ich möchte so gerne zurück in diese harmonische, liebevolle und humorvolle Beziehung aber eben nur, wenn er wirklich weiß, dass auch ihm das gut tut und nicht wenn ich die ganze Zeit ein Ende vor Augen habe.

Bitte geht nicht zu hart mit mir ins Gericht, ich habe heute irgendwie wirklich einen schlechten Tag und fühle mich einfach nur verloren.

07.04.2021 13:26 • #1


Kummerkasten007

Kummerkasten007


9890
4
12624
Zitat von Nomina:
Soll ich versuchen jemand anderen kennenzulernen oder doch lieber eine Zeit warten?


Zitat von Nomina:
Ich habe nun die Möglichkeit mal etwas zur Ruhe zu kommen,


Zitat von Nomina:
ausgelöst durch massive Zukunftsängste und ich überlege mir diesbezüglich professionelle Hilfe zu holen


Du hast Dir doch schon selbst beantwortet, was und wer Priorität haben sollte in Deinem Leben im Moment. Nämlich Du und Deine Stabilität.

Von daher würde ich den derzeitigen Kontakt auch nur aufs organisatorische beschränken und vorerst, wenn überhaupt, distanziert und höflich reagieren.

07.04.2021 13:47 • x 1 #2



Umgang mit dem ehemaligen Partner

x 3


Nomina


31
2
10
@Kummerkasten007

Wie lange definierst du denn "vorerst"?

07.04.2021 13:51 • #3


Kummerkasten007

Kummerkasten007


9890
4
12624
So lange bis es Dir gut geht und Du weißt, was Du willst.

Aufgewärmt schmeckt nur Gulasch gut, wenn sich niemand ändert, weil er/sie es von alleine will, sondern nur damit der Ex zurückkommt, dann geht es sowieso schief.

Das hast Du doch vor zwei Jahren schon mal mitgemacht, richtig?

07.04.2021 14:02 • #4


Nomina


31
2
10
Ja allerdings war die Situation vor zwei Jahren eine vollkommen andere

07.04.2021 14:04 • #5


Kummerkasten007

Kummerkasten007


9890
4
12624
Und was war genau der Grund damals? Nicht ebenfalls "sich nicht sicher sein was ich zukünftig will (mit Dir")?

Denn so liest sich das in Deinem ersten Thread.

Achja und abgöttisch jemanden lieben ist für mich eine ungesunde Selbstaufgabe.

07.04.2021 14:28 • #6


Nomina


31
2
10
Ne damals hat er an der Beziehung gezweifelt, an seinen Gefühlen. Das ist jetzt tatsächlich nicht der Fall... Er ist sich seiner Liebe sehr sicher.
Ein weiterer Unterschied ist, dass er damals zwar auch nicht wusste, was er will, es aber auch nicht herausfinden wollte. Er hat 5 Wochen nur party gemacht und mich halt vermisst.
Jetzt zieht er sich auch aus seinem Freundeskreisen zurück, da er wirklich Zeit und Raum für sich ganz allein benötigt, er möchte aktiv nachdenken und hat ja auch eine Beratungsstelle aufgesucht. Also klar, ich sehe die Ähnlichkeit der Situation aber dennoch ordne ich sie anders ein, meine Gefühlswelt damals sah auch ganz anders aus als aktuell.

07.04.2021 15:36 • #7


will_hunting

will_hunting


227
305
Nur erstmal das allerwichtigste, was mir sofort ins Auge springt:
Zitat von Nomina:
sehr viel Druck gemacht

Zitat von Nomina:
mich permanent mit anderen verglichen,

Zitat von Nomina:
massive Zukunftsängste

Zitat von Nomina:
Suizidversuch aufgrund eines Traumas

Für meinen Geschmack ist das schon eine ganz schöne Belastung, die sich auch in der Beziehung bemerkbar macht.
Außerdem scheint mir in beiden Beziehungen Dein Anspruch nach einer gewissen Sicherheit sehr wichtig.

Wenn Du mich fragst, hast Du Dir die Antwort schon gegeben:
Zitat von Nomina:
möchte mehr erkennen, wer ich eigentlich bin und was ich wirklich selbst brauche um glücklich zu sein

Zitat von Nomina:
überlege mir diesbezüglich professionelle Hilfe zu holen

Es ist auf jeden Fall besser, sich erstmal um die eigenen Baustellen zu kümmern und den Expartner da vollkommen rauszuhalten. Du wirst wahrscheinlich schon sehr viel Kraft für Dich alleine brauchen, wenn Du Dich um diese Baustellen kümmerst.

07.04.2021 16:09 • x 1 #8


Nomina


31
2
10
@will_hunting

Ja ich möchte mich auf jeden Fall diesen Themen bezüglich Vergleich und Zukunftsangst widmen, denke auch, dass es eine große Last war aber das der Suizidversuch meine Beziehung belastet hat denke ich nicht.
Der Vorfall war vor 8 Jahren und ich habe meine Therapie damals erfolgreich abgeschlossen. Wenn das ein Hindernis wäre, dürfte ich ja niemals eine Beziehung eingehen.

Auch meine aktuellen Themen sind nicht so, als wäre es eine Einschränkung im Alltag, ja es sind störende sorgen und Ängste und ich möchte dies angehen und bearbeiten, es ist aber nicht so als wäre es nicht möglich, dass ich mich parallel noch anderem widme, ich bin trotz allem psychisch momentan sehr stabil aber durch meinen Hintergrund weiß ich einfach, dass Psychohygiene ein wichtiges Thema ist ich bin mir aber auch bewusst, dass ich nicht krank bin und Therapiebedarf habe, falls dies falsch rübergekommen ist...

07.04.2021 17:26 • #9


will_hunting

will_hunting


227
305
Zitat von Nomina:
Auch meine aktuellen Themen sind nicht so, als wäre es eine Einschränkung im Alltag

Bis auf die Trennung!?

07.04.2021 17:29 • #10


Nomina


31
2
10
Ja die Trennung verändert meinen Alltag natürlich, allein durch die gemeinsame Wohnung bedingt.

07.04.2021 17:31 • #11


will_hunting

will_hunting


227
305
Zitat von Nomina:
ja es sind störende sorgen und Ängste und ich möchte dies angehen und bearbeiten, es ist aber nicht so als wäre es nicht möglich, dass ich mich parallel noch anderem widme, ich bin trotz allem psychisch momentan sehr stabil

Sowas in der Art hab ich 30 Jahre lang auch gedacht bis ich 2018 komplett zusammengebrochen bin.
Hast ja noch ein bisschen Zeit - meine Therapeutin meinte, dass meistens erst ab 40 die Abwehrmechanismen zusammenbrechen.

07.04.2021 17:38 • #12


Nomina


31
2
10
Gut aber ich hab das eben nicht 30 Jahre lang gedacht sondern war sehr lange in Therapie und weiß daher inzwischen sehr gut auf meine Psyche zu achten.

07.04.2021 17:46 • #13


will_hunting

will_hunting


227
305
Zitat von Nomina:
Gut aber ich hab das eben nicht 30 Jahre lang gedacht sondern war sehr lange in Therapie und weiß daher inzwischen sehr gut auf meine Psyche zu achten.

Dann kann ja nix mehr passieren.

07.04.2021 18:06 • #14



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag