Zitat von 6rama9:Wenn man hier liest, wie Affären zustande kommen, dann behaupten viele, sie wären da so allmählich rein gerutscht. Daher glaube ich, dass der Schuss der TE vor seinen Bug genau richtig war, um dieses reinrutschen zu verhindern. Wem er der passiv-aggressive Typ ist, der gerade dann erst richtig loslegt, funktioniert ...
Diese Aussage sehe ich ebenso und frage Dich Akkuträger, wie es denn bei Euch in der Beziehung gehandhabt wird.
Ein Partner auf Augenhöhe sollte doch auch Deine Gefühle achten und sie ernst nehmen. Es ist ja schön, wie viele hier solche Situationen so herrlich locker flockig nehmen können, wobei ich es nicht allen und jedem abnehme, dafür zeigt das Leben zu oft andere Seiten.
Wie schön, wenn es so wäre, wenn jeder Partner daheim sich für den anderen freut, wenn er von anderen umarmt, gedrückt, angefasst und vermisst wird ... Dir hat es einen Stich versetzt und Dein Bauchgefühl angerührt. Das allein damit vom Tisch zu fegen, nu werd mal klar mit Dir ... Dein Partner muss für Dich gar nichts ... was ist das denn für eine Basis zu einem vertrauensvollen Zusammenleben? Klar, es gibt Menschen, die brauchen und wünschen Aufmerksamkeit in jeder Form und Art und Weise, die flirten mit allem, was sich bietet, kann man ja auch gerne machen, doch ich wünsche mir auch, so wie Du, Akkuträger, in einer Partnerschaft, dass ich auch sagen darf, was ich mir nicht wünsche. Deshalb muss ich nicht meine ganze Beziehung in Frage stellen. Ich habe viele Jahre in verschiedenen Teams und Konstellationen gearbeitet, ich kenne solche Verhaltensweisen auf Arbeit nicht. Was anderes ist, wenn es Single sind und eine Beziehung beginnt im Arbeitsbereich.
Ja, es ist richtig, ich kann meinem Partner nichts verbieten und untersagen, weil es mich stört, mir wehtut, mich triggert, was auch immer. Doch ich kann in einer Partnerschaft erwarten, dass mein Partner nicht allein seine Bedürfnisse erfüllt, ohne an uns, ja, an uns, nicht nur allein an mich oder sich zu denken. Wir sind alle Einzelpersonen mit unseren Erfahrungen und Geschichten, auf mein eigenes Inneres nicht zu hören und zu denken, ach, wird schon, der andere darf und kann ... ist mir einfach zu kurz gedacht. Da gleich von Erziehung eines "Lappens" oder Bübchens zu reden, ist mir zu weit gegriffen.
Ich kenne mehr Menschen, die so etwas stören würde. Die Zeit, die Dein Partner auf Arbeit verbringt, Akkuträger, ist mehr am Tage, als ihr in der Beziehung habt. Ich kann verstehen, dass Dir das körperliche Tun der Kollegin Unbehagen macht. Treffen würde ich sie aber trotzdem nicht wollen. Wie viele hier auch sagen, Dein Partner ist am Zug, Grenzen zu setzen oder weiterzumachen. Und darauf kannst Du dann reagieren.