Und immer wieder von Vorne?

wiesenstolz

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Hier kommt meine Geschichte, fällt mir nicht ganz leicht, da ich auch nicht immer "ohne" war..
Habe nach mehreren Beziehungen mit 30 Jahren meinen Mann kennengelernt. Nach eingigen Jahren Ehe trat Langeweile bei uns ein. Kinder wollten wir beide nicht, versuchten es aber, als ob davon unser Glück abhing. Nach einigen Jahren trat ein Mann in mein Leben, der allles völlig auf den Kópf stellte. Ich begann eine mehr oder weniger sms-affaire mit ihm, was meine Ehe letztenlich völlig zerstörte. Aber es hatte auch etwas Poitives: Ich fing wieder an zu "leben", nahm mir wieder Zeit für meine Freunde, lernte Neue kennen und konnte wieder die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht genießen. Ich entfernte mich immer mehr von meinem Mann, bis ich ihm die Trennung vorschlug, denn er hatte von meiner Veränderung - bzw. ich war einfach nur wieder so, wie damals, als wir uns kennenlernten, "schlief" nicht mehr - nichts gemerkt. Ich empfand keine Leidenschaft, sondern nur noch Mitleid mit ihm, er hat alles für mich getan und sich selber völlig aufgegeben
(für alle Verlassenwordenden: Besser einmal auf den Tisch hauen oder sein eigenes Leben leben - die einzige Chance, bitte nicht mit dem "Dackelblick" auf den anderen warten!!!).
Und dann kam ich jemandem näher, dem es seit langem, viel länger als ich, genauso erging wie mir. Es war ihm nur nicht bewußt. Wir kannten uns jahrelang, hatten uns immer gut verstanden, nur als "best friends". Daraus wurde mehr, keine Ahnung, wie und wieso, letztendlich trennte er sich von seiner 12 Jährigen Beziehung und ich mich von meinem Mann und wir wurden ein Paar.
Er hat nie Rückrat besessen und aus Konfliktscheuheit häufig gelogen. Das wußte ich, ließ mich trotzdem darauf ein, weil ich an die Liebe glaubte und hoffte, ihm von meiner "Stärke" abgeben zu können, was anfangs audh funktioniert. Er wußte nicht, daß es diese Gefühle überhaupt geben kann, das glaube ich, und alle die ihn kennen, nach wie vor. Letztendlich waren wir knapp 2 Jahre zusammen. Er hat mich immer belogen, wegen Kleinigkeiten und wegen größeren Sachen, nur um einen Konflikt zu vermeiden, weshalb ich irgendwann gar kein Vertrauen mehr in ihn besaß. Es war ein Teufelskreis, je mehr Druck ich machte, desto mehr flüchtete er in Lügen, was wieder neue Streitereien mit sich barg. Letztendlich flüchtete er in eine Liebelei und entfernte sich komplett von mir, weil er dem Druck nicht standhielt. Ich warf ihn schließlich aus der gemeinsamen Wohnung, weil ich es nicht mehr ertragen konnte ... er hat nun gar nichts mehr, keine Wohnung, keine Möbel, kein Geld und nur einen Freund, der ihn aber auch nicht verstehen kann. Ich habe immer nur gewollt, daß er sich für SICH ändert und nicht meine Achtung verliert,ihn immer unterstützt, aber er hat sein Leben aus Feigheit und Rückratlosigkeit und immer nur der "liebe Jung" sein wollen (überall beliebt, niemals nein sagen) nicht auf die Reihe bekommen.
Und ich trauere...um die verlorene Liebe, den verlorenen Glauben....und darum, daß alles, wofür ich gekämpft habe, an meinem Kampfgeist verloren ging. Er ging mit den Worten: "Du warst zu stark für mich..."
Was meint Ihr dazu?

08.03.2006 03:06 • #1


Ehemaliger User


Hallo Wiesenstolz,

zu später Stunde las ich Deine Geschichte. Mir fällt dazu nicht so viel ein, mich juckts aber im Fell... Mir fällt auf, daß Du Dir ja schon selbst die Antworten geliefert hast...

Du hast jetzt wieder die Möglichkeit... Zitat: Aber es hatte auch etwas Positives: Ich fing wieder an zu "leben", nahm mir wieder Zeit für meine Freunde, lernte Neue kennen und konnte wieder die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht genießen.

Ich finde, das hast Du toll beschrieben. Ein sehr erfüllender Zustand. Bist Du denn jetzt nicht glücklich??


Und außerdem darf man : bitte nicht mit dem "Dackelblick" auf den anderen warten!!!.  

Du hast ja konsequenterweise nicht gewartet, sondern gehandelt, ihn aus der gemeinsamen Wohnung rausgeworfen, die vertrauensbrüchige Beziehung beendet...Ich empfand keine Leidenschaft, sondern nur noch Mitleid mit ihm, - ich würde es jetzt auch so sehen wie damals, ihm keine Träne mehr nachweinen, würde aufhören zu kämpfen. Denkst Du nicht, er war es nicht wert? So ein Mensch hat ja auch nur noch Mitleid verdient...


Benutze "Deine Stärke", such Dir einfach einen neuen Mann, der wieder in Dein Leben tritt und wieder alles auf den Kopf stellt... - aber schau, daß er keinen Dackelblick aufsetzt...


Und ja... ich sehe es auch so, daß Du - "nicht immer" (!!!!!!) "ohne" warst... Und notfalls immer etwas Druck machen, vielleicht findest Du jemanden, den man wirklich in so eine Form drücken kann, wie er zu Dir passt...

Vielleicht, aber nur vielleicht... könnte es sein, daß Du vor Deiner Haustüre anfangen solltest, zu kehren?? Würde das ein jeder machen, dann wär es nämlich auch sauber... Und jetzt mal ernsthaft... wie siehst Du das denn wirklich?? Gruß, Gerd

08.03.2006 04:02 • #2



Und immer wieder von Vorne?

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Ehemaliger User


Hallo Wiesenstolz!
Ja genau immer wieder von vorn.
Du bist die "starke" Powerfrau" die ja nur das Beste für Mann und Co.will. ;D
Du suchst dir immer schön die Männer wo du die "Starke" bist oder spielen kannst und beschwerst dich dann was für Langweiler und Blindgänger das doch sind,die nicht begreifen wie toll du doch bist und sich nicht "positiv" verändern wollen,ne ist klar,sowas aber auch!
Und vergess nie immer das Ruder in der Hand behalten,sonst könnt ja mal was aus der Kontrolle geraten.

Aber mal unter uns,ich verrat es auch keinem!
Ne wirklich starke Frau arbeitet an der Beziehung im Dialog und sucht sich keine SMS-Illusionen und nimmt sich nicht den Erstbesten der real wieder greifbar ist und kommt mal mit sich alleine klar und verabschiedet sich nicht wenn das ganze an Reiz verliert.
Du wirst deine innere Leere und Langeweile und anderes schon immer zu füllen wissen!
Aber das weißt du ja selber,sonst würdest du hier nicht in deinem Frust und Selbstzweifeln posten,na vielleicht erwartest du auch Bestätigung,das einfach die Männer dir halt nicht gewachsen sind,die Falschen eben.
Na dann drück ich dir mal die Daumen das der Richtige kommt,der auf den Tisch haut und vielleicht auch mal woanders hin.
Einer der nicht so viel Angst vor dir hat um lügen zu müssen.
Aber mach dir nichts draus ,du bist kein Einzelfall,Egozentrik ist weit verbreitet und emotionale Intelligenz ist eben nicht jedem gegeben.
Die Männer die du suchst und dich "zufrieden" stellen könnten, suchen was anderes,dessen sei dir sicher,die sind sich selbst soviel wert, sich solche  Frauen nicht anzutun.
Ich find das immer echt gut,wenn eine hier extra betont was für ne starke Frau sie doch ist,das ist nicht nur aufschlußreich sondern auch sehr belustigend.
Ein Schelm der Böses dabei denkt! ;D
Danke für deinen Beitrag,mein Tag ist gerettet,für Amüsantes bin ich immer zu haben,besonders am frühen Morgen..

viele Grüße

08.03.2006 10:40 • #3


Billybone


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hallo wiesenstolz

man sagt ja, im leben kriegt man alles zurück..
nomen est omen w- stolz!( nick)? viel hast du scheinbar nicht übrig für nen mann? (dackelblick) kann sein du brauchst keinen, bist dir selbst genug? dein letzter satz klingt  fast wie eine auszeichnung."du bist zu stark für mich.." da mußt du deinen "orden "wohl alleine feiern.

tja ,
muß mir da jetzt ziemich auf die zähne beißen..aber im kern hast du leider recht ::)

billy

08.03.2006 12:16 • #4


chantale


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Hallo Wiesenstolz,

ich möchte ein Zitat in den Raum stellen, daß ich mal in einem Buch gelesen habe :

"Wir alle brauchen das Gefühl, daß wir die Verantwortung für unser eigenes Leben tragen. Hilft uns jemand dabei, nehmen wir diesem Menschen oft seine Macht und seine Überlegenheit übel, die mit der Hilfeleistung einhergehen. Außerdem braucht ein Mann häufig das Gefühl, stärker als seine  Partnerin zu sein, um sie s.uell begehrenswert zu finden."

Ich denke du hast genau das umgekehrte Problem von mir, da du dir unbewußt Männer suchst, in denen du wahrscheinlich der stärkere Part bist, die du (typisch Frau? ) vielleicht auch zu ändern versuchst, daß sie zu dem Mann werden, den du dir wünschst, stark, und unabhängig. Ich habe ja das umgekehrte Problem, ich gehöre leider zu den aufopfernden Frauen, die einen Mann zu sehr lieben, daß es schmerzt und nicht loslassen können, und sich nicht genug lieben dem Schmerz ein Ende zu setzen. Irgendwie glaube ich daß du vielleicht Angst davor hast Schwäche zuzulassen, vielleicht auch Angst vor einer gleichberechtigten Partnerschaft oder Angst vor Nähe, indem du immer auf der Suche nach dem "Kick" bist? Vielleicht mußtest du immer die starke sein in deiner Vergangenheit, die niemals auch mal schwach sein durfte? Ich weiß es nicht.
Was ich von den Teilnehmern vor mir blöd finde ist, daß ihre Beiträge sehr verletztend sind, aber ich denke, da spricht das verletzte Ego eines Mannes.Ich würde mir da nicht viel draus machen. Das Zitat ist übrigens aus dem Buch: "Wenn Frauen zu sehr lieben", ich denke keiner der Männer war der eigentlich richtige, so wie ich mir immer gleichgültige Männer suche, die irgenwie emotional unzugänglich sind, suchst du dir wahrscheinlich, Männer, wo du in der Beziehung die Starke bist. Und wenn sie sich ändern, stärker werden verliert man automatisch das Interesse. Würde mich freuen, wenn du mir schreiben würdest ob ich recht habe.

Viele Grüße chantale

08.03.2006 13:16 • #5


Ehemaliger User


Hallo chantale,

Zitat:
Was ich von den Teilnehmern vor mir blöd finde ist, daß ihre Beiträge sehr verletztend sind, aber ich denke, da spricht das verletzte Ego eines Mannes.Ich würde mir da nicht viel draus machen.


nur kurz als Anmerkung: Ich bin nun schon ein paar Tage hier und treffe vielleicht nicht mehr so ganz den richtigen Ton, das gebe ich gerne zu.

Mein Ego ist nicht (mehr) verletzt; wenn ich hier schreibe, geht es mir unter anderem darum, daß der Betreffende vielleicht eine andere Sichtweise einnimmt, als die, die er gerade innehat.
Ich habe in meiner Antwort bewußt provoziert, dann aber um eine ehrliche - vielleicht reflektierte - Antwort von der Betreffenden gebeten - und diese warte ich jetzt erst einmal ab.

Dies nur zur Erklärung, auch wenn Du mein Vorgehen blöd findest. Gruß, Gerd

08.03.2006 15:26 • #6


chantale


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Hallo Gerd,

leider hat sich der falsche angesprochen gefühlt. Dich habe ich damit eigentlich nicht gemeint. Dein Beitrag fand ich in Ordnung.


Viele Grüße chantale

08.03.2006 23:03 • #7


Billybone


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hallo chantalle

wenn du nicht willst das der thread wieder den bach runter geht und sich hauptsächlich mit den inhalten der vorredner auseinandersetzt ,dann sei vorsichtig mit deinen aussagen..
du machst nämlich dasselbe was du vorwirfst..es reicht dein toller tip und deine anteilnahme, ob und was du  blöd findest ist deine sache..

einen fehler machen die meisten frauen ,so auch du..ihr lest die dicken bücher von frauen geschrieben und könntet euch ne menge zeit und  ärger sparen, wenn ihr einmal richtig hinhört..und nicht sofort auf verletztes hässchen macht, wenn die männliche sicht gepostet wird.

billy

08.03.2006 23:15 • #8


wiesenstolz


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Hallo zusammen,
ich bin natürlich über die Antworten etws schockiert - muß aber zugeben, so ganz unverständlich finde ich sie nicht. Kritik tut mit Sicherheit auch Not, aber bitte nicht zu persönlich werden, vor allem, wenn man sich nicht persönlich kennt.
Hier noch einige Erklärungen:
Was meinen Mann anbelangt: Er war definitiv der Beste, der mir passieren konnte. Und es ist mir sehr, sehr schwer gefallen, ihm weh tun zu müssen, leide bis heute darunter. Aber es war nichts mehr da, ich habe ja gekämpft, habe sogar eine Therapie gemacht, um wieder zu ihm zurückzufinden. Er war es wirklich wert.
Was meinen Ex anbelangt: Ich weiß nicht, wie Ihr damit umgeht, verletzt und verlassen worden zu sein. Ich habe meinen Weg noch nicht gefunden. Mal versuche ich es mit Hoffnug darauf, er kommt noch mal zurück, mal versuche ich es mit einer Analyse einer eh zum Scheitern verurteilten Beziehung (... ), mal versuche ich, mit "Stolz" darüber zustehen, mal versuche ich ihn in meinen Augen als nicht "liebenswert" zu betrachten, damit ich aufhöre, ihn zu lieben. Das war gestern so ein Tag. Aber eins weiß ich ganz genau: Er ist gewiß kein schlechter Mensch, ganz im Gegenteil, und er ist es wert...
Stärke zu definieren, scheint mir schwierig. Diese Bezeichnung stammt übrigens von ihm, nicht von mir. Weiß auch nicht, ob ich "stark" bin, fühle mich eher schwach, zu schwach um Schwächen zuzugeben
Billybone: Ich glaube auch daran, das alles, was man tut, auf einen zurückkommt. Daher würde ich niemals sagen "womit habe ich das verdient"!
: Zu Anfang habe ich ihm nur zugehört und meine Meinung für mich gehalten, bis er mich gebeten hat, ihn zu unterstützen und ihm zu helfen, sein Leben zu ändern. Ist sicherlich meinerseits zu viel geworden, war aber auch nicht einfach, da er fast sofort bei mir eingezogen ist und kein Geld hatte. Irgendwann ging es ja auch um mein Leben und um mein Geld (verdiene auch für 2 nicht genug) und um das Zusammenleben. Ist es denn wirklich verwunderlich, daß man Druck macht, wenn z.B. der Premiere-Vertrag nach 1 Jahr ohne Kabel immer noch nicht gekündigt wurde oder man gebeten wird, sich über dies oder das zu erkundigen, dieses auch tut und das dann ignoriert wird? Ja mache ich, habe ich vergessen, habe niemanden erreicht.... Es war letztendlich so, daß ich ihn immer wieder finanziell unterstützt habe, obwohl er sich diese Misere durch Ignoranz und vor-sich-her-schieben selber eingebrockt hat!
Chantale: Ja, ich glaube, Du hast in vielem Recht. Mußte schon als Kind immer stark sein, meine Schwester war immer die liebe, unschuldige und ich die böse. Das prägt.
Suche mir unbewußt auch immer Männer, die Schwächen haben. Will ich aber gar nicht, eigentlich will ich einen Mann, der weiß was er will und wie er es erreichen kann. Vielleicht will ich wirklich dadurch meine Schwächen kompensieren, mag sein.
So viel für heute, hoffe, einiges für mich erkannt zu haben und hoffe, Euch zu zeigen, daß ich nicht ganz so schei. bin, wie ich mich manchmal fühle  ;)
Grüße


09.03.2006 00:19 • #9


Ehemaliger User


Hallo Wiesenstolz,

ich möchte mal zusammenfassen - sag mir, wenn ich da etwas falsch mache.

Also - der erste Mann, der hat "alles für Dich getan und sich selber völlig aufgegeben"...

das hat Dich aber gelangweilt, Du hast die emotionale Bindung zu ihm verloren, obwohl er "der Beste war, der Dir passieren konnte." Hast Dich sozusagen ent-liebt.


Der zweite Mann - um den es ja jetzt eigentlich geht - hat nie Rückgrat besessen und aus Konfliktscheuheit häufig gelogen...

"Er hat mich immer belogen, wegen Kleinigkeiten und wegen größeren Sachen, nur um einen Konflikt zu vermeiden, weshalb ich irgendwann gar kein Vertrauen mehr in ihn besaß."

Und von diesem zweiten Mann sagst Du: Er ist gewiß kein schlechter Mensch, ganz im Gegenteil, und er ist es wert...

Ich sag mal etwas böse:
Der erste Mann hat Dir keine Reibungsfläche gegeben, er war immer ehrlich, hat Dir den Himmel auf Erden bereitet, alles für Dich getan... mit ihm konntest Du nicht streiten, er war langweilig... und somit uninteressant.
Der zweite Mann hat nie das gemacht, was Du wolltest, war unzuverlässig und untätig, hat Dich belogen, Dein Vertrauen missbraucht und den liebst Du. Er ist es wert...

Hab ich das so richtig verstanden?

Anscheinend bist Du in einen Menschen verliebt, dem Du aber überhaupt nicht vertraust. Diese zwei Beispiele sind für mich sehr gegensätzlich. Ist denn allein die Liebe ein berechtigtes Fundament für eine Beziehung? Und ist Liebe nicht wie alles im Leben vergänglich?

Der Ist-Zustand bei Dir, den hast Du ja beschrieben. Der ist wie so häufig in der Norm mit den Zuständen/Gedanken, die man hat/sich macht. Mal versuche ich es mit Hoffnug darauf, er kommt noch mal zurück, mal versuche ich es mit einer Analyse einer eh zum Scheitern verurteilten Beziehung (... ), mal versuche ich, mit "Stolz" darüber zustehen, mal versuche ich ihn in meinen Augen als nicht "liebenswert" zu betrachten, damit ich aufhöre, ihn zu lieben.

Es wird wohl einige Zeit dauern, bis Du wieder "die Sonne auf Deiner Haut spüren kannst". Bis dahin ist es wichtig, daß Du neue Wege gehst, Dich ablenkst, neue Pfade eintrampelst. Die wichtigste Eigenschaft, um eine Trennung zu überstehen, ist Geduld. Und willst Du - wie Du schon geschrieben hast - Nutzen daraus ziehen, dann solltest Du Dich mit dem Thema Trennung und mit Dir selbst beschäftigen.

Du hast verlassen - Du bist verlassen worden (auch wenn Du gehandelt hast). So hast Du gesehen, wie es ist, jemanden wehzutun und so spürst Du momentan, wie es ist, wenn in einem der Schmerz brennt. Und das ist auch gut so, so bekommt man ein Gefühl dafür, was in einem Gegenüber so vorgeht.


Was ist ein gutes Fundament für eine Beziehung? Was trägt aus Deiner Sicht eine Partnerschaft? Liebe? Gegenseitige Unterstützung? Vertrauen? Ehrlichkeit? Aussehen? Interessen? Geld? Persönlichkeit? Kinder? Reibereien? Streit? Harmonie?

Definiere doch für Dich einmal, was so in einer für Dich "perfekten" Beziehung gegeben sein muß. Die erste war es nun ja nicht, die zweite ja wohl auch nicht. Mit was kann man leben, mit was nicht? Welche Ansprüche hast Du an eine Beziehung? Wie hoch liegt Deine Latte, über die Dein Partner springen muss?? Gruß, Gerd

09.03.2006 21:10 • #10


wiesenstolz


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Hi Gerd,
habe etwas gebraucht, Deine Fragen zu verinnerlichen. Versuche nun endlich, Antworten zu finden  :)
Du hast es wahrscheinlich richtig verstanden, der, der unzuverlässig war, hat mich wesentlich mehr begeistert als der, der immer zuverlässig und treu war. De facto, Asche auf mein Haupt, oder dumm genug...
Ja, aber Liebe ist für mich nach wie vor die größte Motivation, glaubte immer, damit Berge versetzen zu können. Ich liebe das Leben und dazu gehören Höhen und Tiefen. Wahrscheinlich muß ich leiden, um glücklich zu sein, hat ne Freundin mal gesagt. Ist was dran, kann nicht einfach nur "zufrieden" sein, muß alle Spektren durchleben.
Was für mich eine Beziehung ausmacht? Sicherlich nicht Geld oder Aussehen. Eher Seelenverwandtschaft, gemeinsame Träume, Unterstützung in jeder Lebenslage. Und Ehrlichkeit. Ganz wichtig. Ich kann überhaupt nicht lügen, möchte es auch nicht lernen. Finde, ein Konflikt kann auch ausgetragen werden, hätte er damals ab und zu seine Meinung gesagt "so denke ich, so bin ich nun mal, zick ruhig mal herum.." wäre es nie so verlaufen. Aber statt dessen hat er mich angelogen.
Klar hatte er Angst vor mir, will mit niemanden Ärger, könnte sich dadurch ungeliebt fühlen. Weiß auch, daß er überhaupt kein Selbstwertgefühl besitzt und daher immer auf die gute Meinung ("der liebe Jung") anderer angewiesen ist.
Und ich weiß sehr wohl, wie es ist, verlassen zu werden und habe auch als Verlassende lange Zeit gelitten. Ich kann mich sehr gut in jemanden hineinversetzen, dem dieses widerfahren ist.
Dennoch, fühle mich einfach besch....Leide höllisch, auch wenn ich nach außen immer fröhlich bin. Klar. immer gut drauf, so kennt man mich halt...
Danke für Dein Statement, hat mich zum Nachdenken gebracht. Grüße
P.S. Habe heute die erste Blume in "unserem" Garten blühen sehen - habe mich sehr gefreut

19.03.2006 02:55 • #11


Ehemaliger User


Hallo Wiesenstolz,

schön, daß Du noch antwortest. Und schön, daß Du wieder Blumen im Garten sehen kannst. Das ist schon ein gutes Signal für den Aufwärtstrend  :).

Eigentlich bist Du ja zu beneiden, weil Du - anscheinend - beide Extreme (wie ich es nenne) mal er-leben durftest. So hast Du den Blick für das Eine und für das Andere. Das ist nun nur meine Auffassung: Muß denn ein Mensch immer "alle Spektren" durchleben? Das ist eine schwere Frage, weil man sie ja meist erst beantworten kann, wenn man Beides mal hatte.

Liebe ist EINE sehr schöne Grundlage für eine Beziehung, es darf nur keine blinde Liebe sein. Sie hat nunmal ihre Grenzen, nutzt sich ab, verändert sich. Dann gilt es mehr den Menschen zu sehen mit seinen positiven sowie seinen negativen Eigenschaften. Und die hat JEDER Mensch. Der Eine ist einfühlsamer, der andere rauher. Der eine streitet nicht, der andere streitet öfter. Der eine ist spendabel, der andere ist geiziger. Einer kann mit Kindern gut umgehen, der andere ist da eher unbeholfen. Einer ist nur ehrlich (und deswegen langweilig), einer erzählt Stories, um sein Selbstwertgefühl zu polieren. Es wird bei Menschen immer Ausprägungen geben. Und das auch noch jeweils so, wie Du es empfindest.

Die Frage ist dann - womit kann ich leben? Muß man immer gleich den Partner auswechseln? Oder liegt es vielleicht auch etwas an mir? Für die Eine ist er vielleicht zu geizig, eine Andere findet das alles in der Norm. Muß man dann gleich eine Beziehung beenden? Oder kann man etwas mehr tolerieren?

Toleranz, ja das ist ein gutes Wort.

Ich habe Dich im ersten Beitrag bewusst etwas provozieren wollen und habe es dann versucht, im letzten Beitrag etwas zu erklären. Es geht nicht immer nur um den/das Gegenüber, es geht auch um Deine Sichtweise. Schön, daß Du Dir Gedanken machst. Es gibt viele Menschen, die meinen, die Erde dreht sich um sie... und wenn, dann muß sich schon die Erde anders drehen, aber sie auf keinen Fall...

Und - warum darf man Dich nicht einmal trauernd sehen? Warum zwingst Du Dich, den Schmerz so zu verbergen? Der Einzige, vor dem ich wirklich geschauspielert habe, das war vor EX. Sie hatte aus meiner Sicht in diesem Moment kein Anrecht mehr auf meine Gefühlslage. - Trotzig - Aber ansonsten habe ich aus meinem Herzen keine Mördergrube gemacht. Das haben alle - auch hier - aushalten müssen  ;)

Ich denke, es würde der "ach so starken Frau" durchaus stehen, wenn sie mal trauern könnte. Du hast ja etwas verloren, da ist es normal, wenn man nicht immer gut drauf ist.

Ansonsten - wenn Du versuchst, aus dieser Sache viel mitzunehmen, Beide Seiten kennst, Dich in sie einfühlen kannst, dann ist viel gewonnen. Du wirst nicht "so einfach" ohne Überlegung eine Beziehung beenden, weil das auch einer der letzten Schritte ist.
Ich wünsche Dir noch viele Blicke auf die Blumen in Deinem Garten, auf das Leben um Dich herum, viele schöne Sonnenstrahlen, die Dein Gesicht wärmen, schöne Erlebnisse, viele gute Gedanken. Gruß, Gerd

19.03.2006 09:42 • #12


heart


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@GerdS
hmm ich hoffe ich drücke mich einigemassen verständlich aus... mir fehlt auf, dass du etwas übersiehst... denn einerseits räumst du ein, dass die liebe vergänglich ist und sich abnutzt, was ich leider gottes auch glaube, obwohl ich optimistisch sein möchte(oder naiv?). aber andererseits hast du wenig verständnis wenn deine partnerin aus diesem grund gegangen ist . meine frage:  gilt es auch für dich ? würdest du sagen dass deine gefühle für deine partnerin auch vergänglich sind? unter welchen umständen? wie fühlt sich das an? was unterscheidet dich von ihr. was würdest du machen wenn das verfallsdatum deiner gefühle sozusagn
erreicht ist?... versteh mich bitte nicht falsch ich will dir nichts unterstellen, ich weiss doch auch keine lösung. deshalb frag ich nur.
gruss
heart
ps. ich habe übrigens immer bis zum bitteren ende geliebt :-/

19.03.2006 20:07 • #13


Ehemaliger User


Hallo heart,

erst einmal - ich habe zu meiner Ex bis zum letzten Tag eine starke Bindung gefühlt. Diese hat sich bei mir komischerweise auch nicht abgenutzt. Und anfangs hatte ich überhaupt kein Verständnis für das, was da passiert ist. Ich war genauso in den Seilen gehangen wie viele andere hier auch.

Ich schrieb in meiner Antwort: "Der Einzige, vor dem ich wirklich geschauspielert habe, das war vor EX. Sie hatte aus meiner Sicht in diesem Moment kein Anrecht mehr auf meine Gefühlslage. - Trotzig - "

Ich schrieb "in diesem Moment..." , damals war ich nicht willens und in der Lage, ihr Verständnis entgegenzubringen. Dafür war der Schmerz in mir zu groß.

Ich verstehe inzwischen aber, warum sie gegangen ist und ich akzeptiere das auch. Sie hat bei mir etwas gesucht, was ich ihr nicht geben konnte und ich war auch ein Mensch, der nur auf einem Bein stand.

Ich dachte damals, ich liebe sie ja - sie sagte mir immer, sie liebe mich ja, also war ja (beinahe) alles in Ordnung.


Sehende Liebe: Sehende Liebe sieht und füllt ihre Grenzen.
Blinde Liebe: Blinde Liebe glaubt, sie sei unendlich.
Jakob Schneider



Es kommt nach einer Trennung öfter eine Veränderung der Sichtweise, eine Entwicklung der Persönlichkeit. Der Mensch verändert sich ja meist nur, wenn es ihm schlecht geht. Und ich stehe dem Thema "Blinde Liebe" inzwischen sehr kritisch gegenüber.

Ist einmal das Verständnis da, daß sich Gefühle füreinander verändern können, jeder die Grenzen des Anderen achtet und auch jeder weiß, daß alles im Leben vergänglich ist, wird man miteinander auch anders umgehen. Es wird eine andere, eine "sehende Liebe" sein. Um das erkennen zu können, muß man aber wohl erst einmal durch das Feuer marschieren. Sowas bekommt man ja selten geschult.
Ich weiß genau, was ich an meiner EX liebenswert fand, das habe ich nie aus den Augen verloren. Es hat das Feuer am Leben erhalten. Ich habe die Fehler meiner EX auch gut gekannt, manche gingen mir auch aufn Keks. Aber ich konnte damit gut leben. Ich sah die schönen Seiten an ihr - und verrückterweise bleiben Einem viele davon nach dem verarbeiteten Schmerz in Erinnerung. Ich respektierte ihre Macken und auch ihre Freiräume. Und ich denke, das ist wichtig, um eine Beziehung dauerhaft zu gestalten. Toleranz... Partnerschaft.

Und ist ein Gefühl der Vertrautheit nicht viel stärker als diese Sucht nach den Schmetterlingen im Bauch? Das ist die Frage...

Trotzdem gehören immer zwei zu einer erfolgreich funktionierenden Beziehung. Wenn einer immer mehr nur die negativen Seiten des Anderen sieht und die positiven ausblendet... sieht er bald garnichts mehr. Und da kann der Andere nen Hampelmann machen... es nutzt nichts.


Nur daß ich nicht falsch verstanden werde: ich akzeptiere aber auch die Lebensweise der "seriellen Monogamie", der Lebens-abschnitts-Partnerschaft. Es gibt Menschen, die sich entlieben und sich dann sagen: Och, jetzt fehlt der Kick, ich brauch wieder was Neues. Dieser Mensch - sofern er immer das findet, was er sucht, mag vielleicht aus seiner Sicht auch sehr glücklich sein.
Wenn jemand für sich BEWUSST so lebt, ich betone, bewusst, reif, überlegt, dann weiß er, daß es nach einer gewissen Zeit soweit ist und er sich nun verabschieden und DANACH wieder auf die Suche gehen muß. Ich kenne einige Menschen, die so leben. Und es gibt auch noch andere Lebensmodelle - wenn die Menschen dabei glücklich sind, habe ich keine Probleme damit.

Es ist nur nicht mein Weg. Mir wird da oftmals zuviel verbrannte Erde hinterlassen.
Aber wer weiß? Vielleicht kommt bald die Ehe auf Vertragsdauer? Wir sind jetzt mal 5 Jahre verheiratet? In der heutigen verrückten Welt ist sowas durchaus mal denkbar. Danach muß man halt wieder heiraten, wenns noch passt...  ???


Ein Problem habe ich dann, wenn der Partner ausbricht, weil er nur dem Neuen hinterherläuft mit der vermeindlichen Begründung, die Liebe sei abgenützt und es ist dann schon jemand Neuer da.
Weiterhin habe ich ein Problem damit, wenn mir ins Gesicht gesagt wird, daß dieses Verhältnis schon seit 8 Monaten besteht und mir davon kein Sterbenswort gesagt wurde (ich glaub, das hätte ich schon verdient gehabt - wohl wissend, daß mir das damals auch das Herz zerrissen hätte).
Und ich habe ein Problem, wenn sich in der neuen Beziehung dann Routine einschleicht und EX dann erkennt, daß der Verlassene dann auf einmal doch nicht so schlecht war, man auf einmal doch keine Scheidung mehr will...
Und wenn dann bei dem ganzen Theater noch Kinder involviert sind, dann - nein - dann hat mir damals einfach das Verständnis gefehlt.

So ein Verhalten finde ich nicht gerade weit gedacht. Aber auch das ist menschlich - es passiert ja täglich so. Inzwischen weiß ich sehr gut, was passiert ist.

Ich bin kein Mensch, der da sagt, jede Beziehung muß ewig halten. Es gibt genug Gründe zu gehen, wenn sich die Wege teilen, jemand eine andere Richtung gehen will, dann muß man das akzeptieren. Aber es sollte fair und sauber getrennt werden. Es tut immer weh, das ist mir heute schon klar. Aber es wäre gut gewesen, EX hätte mir gleich reinen Wein eingeschenkt. So hat das Ganze nach der jetzigen Zeit einen doch faden Nachgeschmack.
Ich schrieb vor ca. 3 Jahren hier einmal über das Gehen:
Zitat:
Er hat verlassen - nungut. Damit muß ich mich abfinden als der Verlassene.  

Aber er hat überlegt, sicherlich eine gewisse Zeit. Er hat selbstverständlich dem betroffenen Partner in diese Überlegungen mit eingeweiht, mit ihm also darüber geredet, daß er mit diesen Problemen die Beziehung auf Dauer gefährdet sieht, sicherlich. Er hat Briefe geschrieben, weil er vielleicht nicht den Mut hatte, es persönlich anzusprechen - auch ein Weg. Er hat sich "Verbündete" im Freundeskreis des Partners gesucht, die vielleicht vermitteln können. Er hat auch den Vorschlag gemacht, doch einmal externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel eine Paartherapie. Er hat sich selbst mit Literatur versorgt, die ihm hilft, sich mit den Paarproblemen auseinanderzusetzen. Er hat im Internet (hier z.B.) nach Lösungen aus seiner Misere gesucht.  

Es hat nichts, alles nichts geholfen. Der Partner ist nicht bereit, sich zu ändern oder es passt einfach nicht mehr. Es wird eine schmerzhafte aber für beide verständliche Trennung werden. Man kann sich danach in die Augen sehen, weil man es versucht hat - egal ob einer alleine oder beide.

Wie oft haben die Verlassenden es versucht ?    ??
Sagt es mir...


Ich wünsch ihr aber heute wirklich alles Gute, denn wenn es ihr gutgeht, dann geht es auch den Kindern gut. Und ich bin heute ganz froh, daß alles so kam, sonst hätt ich nie soviel lernen dürfen. Gruß, Gerd

19.03.2006 23:18 • #14


bea


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@GerdS

DANKE!

Ich sag jetzt einfach nur danke für diesen Beitrag, auch wenn ich bisher "nur mitgelesen" habe.

Das was du schreibst, trifft ziemlich genau auch das was ich erlebt habe ... starke Bindung bis zum Schluß (und darüber hinaus... ), Schauspielerei vor EX, weil es IHN nichts mehr anging, wie es mir geht ... riesiger Schmerz ... Unfähigkeit, Verständnis für die Entscheidung aufbringen zu können (oder zu wollen)

Ich verstehe noch nicht wirklich, warum er gegangen ist, und ich kann es auch noch nicht wirklich akzeptieren ... aber ich bin auf dem Weg dahin. Die Lebensvorstellungen haben sich ganz leise, stumm in unterschiedliche Richtungen entwickelt ... und auch ich habe es zugelassen - oder es zu spät realisiert, um meinerseits hätte "eingreifen" zu können ...

Blinde Liebe - Sehende Liebe ... einfach nur JA!!!

Habe nicht mehr GESEHEN ... habe blind "geliebt" ... machmal/oft die Augen zugemacht ... habe seine Macken gekannt und mich drauf eingestellt, seine liebenswerten Seiten gemocht und genossen ... hatte meine eigene Umgehensweise damit gefunden und war glücklich damit ... ER war es offenbar nicht ... so weit bin ich heute, auch wenn ich noch kein Verständnis dafür haben kann, dass ich "keine Chance" hatte, nach fast 30 gemeinsamen Jahren und vielen Jahren wirklicher Liebe ... aber ich werde es können ... ich werde genau DIESEN Frieden finden - mit mir und mit IHM ... davon bin ich heute überzeugt. Immerhin ist die Trennung bei mir auch „erst“ 1 ½ Jahre her ... Aber ich bin schon heute froh, über die Erfahrungen, die ich durch diese Situation machen durfte ... das Lernen über mich und andere, das Begreifen, wer die wirklichen Freunde sind, das Gefühl, wieder, neu, anders in die Welt blicken zu können ... der unglaubliche, nicht enden wollende Schmerz endet tatsächlich – sicher sehr langsam – und macht einer neuen Sicht der Dinge Platz ... wenn man sich selbst aufmerksam beobachtet und wahrnimmt, erkennt man das irgendwann

Habe an mir selbst festgestellt, dass in dem Maße, wie ich mich lösen und meinen eigenen Weg gehen konnte, auch neue, positive Impulse kamen ... das Leben wurde ganz langsam wieder bunter, schöner – und auch ich wurde von meinem Umfeld wieder anders, neu, offener, „bunter“ wahrgenommen ...

Habe im Moment das Gefühl, am Beginn einer neuen Beziehung zu stehen, habe einen Mann kennengelernt, den ich mittlerweile sehr gerne mag – und er mich auch (wäre vor einem Jahr für mich undenkbar gewesen, dass ich mich „noch mal auf irgendwas einlasse“) ... er ist in der gleichen Situation wie ich, wurde verlassen und versucht mit seinen Kindern dem Leben eine neue Richtung zu geben ... wir reden viel, unternehmen schöne Dinge miteinander (auch mit den Kindern) – und wir genießen beide, was da gerade passiert ... und das Schöne ist, dass wir beide eben nicht „blind“ in eine neue Beziehung „wollen“, um Altes zu vergessen und uns selbst vielleicht zu beweisen „es geht noch“ ... wir wissen, es geht auch OHNE ... und über die gewisse Vertrautheit, die sich bei uns zwischenzeitlich entwickelt hat, kommt auch wieder so was wie ein „Kribbeln im Bauch “ ... das war am Anfang unseres Kontaktes (zumindest bei mir) überhaupt nicht da ... werde sehen, was sich daraus entwickelt, aber ich weiß heute sehr viel besser, was ich will bzw. womit ich mich einfach nicht wieder „abfinden“ will – und genau das macht mich wieder stärker und gelassener  :)

Habe von einer lieben Bekannten während der schlimmen Phase der Trennung einen Spruch mit auf den Weg bekommen, den ich damals nicht wirklich, heute immer besser verstehen und annehmen kann:

Ich bin ich, und du bist du.
Ich bin nicht auf der Welt, um nach deinen Wünschen zu leben und du bist nicht auf der Welt, um nach meinen Wünschen zu leben.
Und wenn wir uns treffen und ein Stück unseres Weges gemeinsam gehen, dann ist es schön.

In diesem Sinne ... allen einen guten Weg  :D

PS: auch das Zitat von vor 3 Jahren spricht mir aus der Seele ...

20.03.2006 18:41 • #15



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