Ja Maus, Du hast das Richtige getan. Wenn Du Dich sowieso schon seit Monaten mehr oder minder nur noch von Kaffee und Zig. ernährt hast und es Dir einfach nur schlecht ging, war die Situation eh nur unhaltbar.
Der Teil in Dir, der ihn rausgeworfen hat und auch einen Termin bei der Hausärztin gemacht hat und auch mit uns im Forum die Sorgen teilt - das ist der Teil, der Dich durch diese Zeit bringen wird.
Das ist der Anteil in Dir, der für Dich sorgt und den Du ausbauen wirst.
Ich habe vor einem Jahr auch noch wirklich gedacht, ich zerbreche daran. Ich bin bitter und hart geworden, war mit den Nerven komplett runter und musste in allem Chaos mein eh schon zerbrechliches Kind stützen - ich dachte wirklich, ich packe es nicht. Ich hatte regelrechte Panikattacken, habe 10 Kilo abgenommen und monatelang kaum noch geschlafen.
Aber dann habe ich irgendwann auch diesen Teil in mir gespürt, der mich nicht aufgibt, sondern im Gegenteil stützt.
Ganz klein erst, dann immer mehr und mehr, durchsetzt von unendlich viel Schmerz, Trauer und Tränen, Überforderung und Wut. Begleitet von einer tollen Therapeutin.
Und heute geht es mir eigentlich ganz gut. Mein Leben, also zumindest der Alltag, läuft wieder. Ich liebe und vermisse ihn nach wie vor und bin noch lange nicht "drüber weg", weine auch noch manchmal und spüre fast täglich diesen ziehenden, sehnsuchtsvollen Schmerz.
Aber ich habe auch schon wieder viele schöne Stunden verbracht, wieder zugenommen und bin manchmal wieder richtig laut am Lachen und albere herum.
Und halte auch die jetzige Situation aus, in der ich IHN wieder weggeschickt habe, weil er nicht "renoviert" hatte und ambivalent und somit "ungesund" für mich und meine Tochter war.
Halte sie mit viel Schmerz und Sehnsucht aus, aber lasse mich nicht beirren, ich kann mich auf mein Gefühl verlassen und ich werde mich verdammt noch mal nicht wieder im Stich lassen.
Und Du ja anscheinend auch - Du hast ihn "rausgeworfen" - wie gut hast Du da für Dich gesorgt - und das, nachdem Du letzte Woche noch gepostet hattest, daß Du es von ihm hören musst, bevor Du es umsetzt. Prima gemacht!
Ich weiß es tut weh.
Wir schaffen das alle.
