Zitat von dolasila:Und dann frage ich mich, werde ich mich je von diesem Mann lösen können und mich wieder neu verlieben und öffnen? Mittlerweile zweifle ich daran wieder mehr denn je.
Ach Dola, wir beide haben da schon ein sehr turbolentes Wochenende hinter uns und ja auch am Telefon schon geplaudert (nicht nur einmal

).
Ich denke deine Fragen kann man guten Gewissens mit "ja" beantworten. Denn die Grundvoraussetzung dazu ist da - sowohl bei dir, als auch bei mir was M. betrifft. Wir wollen uns irgendwann lösen, wir wollen uns irgendwann wieder öffnen und wir wollen uns irgendwann wieder verlieben. Dieses "Wollen" schleicht halt nur derzeit ziemlich mickrig und recht klein in uns rum und bekommt noch keine rechte Chance bisserl zu wachsen, weil halt das "JETZT" noch soviel größer ist als das "IRGENDWANN" und damit das "WOLLEN" noch niederdrückt.
Wie gesagt, ich hatte ja Dank des Telefonats mit M. am Sonntag meinen "Schnackler". Und der hat bewirkt, dass ich es nun sehe wie es ist: Sie liebt mich nicht mehr und kann es nicht mit mir.
Ist eben so. Kann keiner was dafür. Und ich werd lernen mit meiner Liebe zu ihr zu leben.
Ist eben so, kann keiner was dafür. Und ich habe es endlich begriffen, dass wir beide von Anfang an keine Chance hatten. Nicht wegen meiner Vergangenheit allein, sondern wegen der jeweiligen Vergangenheit des anderen. Meine Vergangenheit hat M. keine Chance gegeben und ihre Vergangenheit (da die Sache mit ihrem Ex noch nicht verarbeitet richtig) hat mir keine Chance gegeben. Ich hätte Don Juan sein können, sie hätte sich dennoch getrennt mit ihrem G. als Schattenmann im Gepäck. Ganz gleich, was ich getan oder nicht getan habe.
Und damit bin ich wieder beim:
Ist eben so, kann keiner was dafür. Richtige Liebe nur halt zur falschen Zeit, kann man nix machen. Aber durch diese kurze Beziehung, die so voller tiefer Liebe von beiden Seiten war, kam nach der Trennung ein Lernprozess in Gang. Den hat M. angenommen und ich ebenso - aber auf getrennten Wegen die manchmal zwar parallel verliefen, sich auch kreuzten oder nur sanft berührten, aber getrennten Wegen. Ihr Lernprozess entwickelt sie weiter, aber er führt sie nicht mehr zu mir zurück.
Ist eben so, kann keiner was dafür. Und mein Lernprozess lässt mich nun langsam diese wunderbare Liebe, die es war und für mich halt noch ist, als das sehen was es ist: Ein Geschenk von ihr an mich, von mir an sie. Und nun lass ich es frei.
Denn nur so kann aus dem "WOLLEN" irgendwann eine echte neue Chance werden. Durch diesen Satz, den ich mir nun sage, wenn ich doch grübeln sollte - denn Schnackler hin oder her, geht ja nicht von heut auf morgen alles weg, dadurch kann ich plötzlich loslassen, in den inneren Frieden kommen.
Und ich bin mir ganz sicher, dass du das auch schaffst
Liebe Grüße
