Wiesenblume
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Danke, das hat unglaublich gut getan zu lesen. Ich habe ja total Probleme damit, ihn klar zu sehen.
Dass er vom Opfer zum Täter wurde, habe ich aber auch so empfunden und mir den Mund fusselig geredet, ihm aufzuzeigen, dass wir Kompromisse brauchen usw.
Er hat mir sogar vor zwei Wochen eine Mail geschickt, in der stand, dass er durch mich so weit von Leuten und der Gesellschaft entfernt sei wie noch nie, dass er durch mich mehr raucht, unkontrolliert Geld ausgibt, keinen Sport mehr macht, dass ich Schuld bin, dass er seine Lebensentscheidungen hinterfragt und den Glauben an sich verloren hat. Das fand ich unglaublich hart, denn eigentlich hab ich ihm immer gesagt, wie sehr ich an ihn glaube, hab ihn ermutigt, ein Vorstellungsgespräch anzunehmen usw. Und der "komische Part" meines Hirns denkt, ob er das alles so brutal erfindet, um sich selbst sagen zu können "Sie war SO SCHLIMM, natürlich musste ich zu Person XYZ JA sagen". Oft fühlten sich seine Vorwürfe auch an, als würde ich aufgestauten Hass von früher abbekommen. Ich schwanke einfach dauernd zwischen "er belügt mich", "es tut so weh, dass er so über mich denkt", "es ist total gestört von mir zu denken, dass ich sein Leben ruiniert habe, auch noch auf Distanz"...