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Es wird Zeit diese ungesunde Beziehung zu beenden

Momeli

Momeli

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Hallo liebe Forengemeinde,

ich kenne dieses Forum sehr lange und lese bereits seit Jahren immer mal wieder mit. Schon seit Jahren bin ich in einer ungesunden Beziehung und muss endlich den Absprung schaffen, denn es geht mir immer schlechter.

Ich bin 42 Jahre alt und mein Freund 33. Wir sind knapp sieben Jahre zusammen.

Bereits als wir uns kennenlernten war es schwierig und ich sah damals wohl eine Herausforderung und dachte ich kann ihn zu einem besseren Menschen machen. Falsch gedacht.

Er wohnte Anfangs bei seinen Eltern und hatte keinen F├╝hrerschein (verloren durch Alk). So ergab es sich, dass ich ihn oft abgeholt habe, wir wohnten l├Ąndlich 30km entfernt. Er hat oft bei mir ├╝bernachtet und ich fuhr ihn auch zur Arbeit, wenn es mir von meiner Arbeit her m├Âglich war. Ziemlich schnell war er dann eigentlich immer da, ohne das wir ├╝ber einen Zusammenzug sprachen.

Wir waren nicht mal zwei Monate zusammen und er verlor seinen Job. Er ordnet sich nicht gerne unter und wenn er
eine Ansage von Vorgesetzten bekommt, wird er schnell aufbrausend und unfreundlich. Ab diesem Zeitpunkt begann der Horror seinen Lauf zu nehmen und sich langsam mehr und mehr zu steigern.

Nat├╝rlich hat mein Freund auch eine sehr liebe und humorvolle Seite, denn sonst h├Ątte ich mich ja nicht verliebt. Allerdings bekam ich sehr schnell mit, dass er au├čer Alk. auch mal andere Dinge konsumierte und es hat sich leider nicht nur um das *beep* gehandelt.

Jeden Morgen fuhr ich zuverl├Ąssig auf meine Arbeit und er schlief meist bis Mittags. Wenn ich nach Hause kam, ergab sich mir oft das gleiche Bild: Er, ein/zwei/oder mehrere Kumpels sitzen am Sofa, Alk. am Tisch, Bude verqualmt und alle flei├čig am zocken. Nach Jobs suchen, oder gar Bewerbungen schreiben war nicht. Immer hab ich mich f├╝r ihn umgesehen und die Anschreiben gemacht, Mappen erstellt usw. Ein bis zweimal im Jahr hat er dann auch einen Job bekommen. Aber immer war was. . Die Kollegen/Chefs sind sch. ., er sieht nicht ein f├╝r den Lohn eines Hilfsarbeiterjobs soviel zu tun was verlangt wird. usw. Also war er nirgends l├Ąnger als einige Monate. In unseren fast Sieben Jahren hat er zusammen gerechnet nicht mal 2,5 Jahre gearbeitet. Das war nicht mal mein Hauptproblem.

Wenn ich nach Hause kam, sah es in der Wohnung meist sehr unordentlich aus, hier klebt der Boden, da liegt was usw. Das allerh├Âchste der Gef├╝hle ist, dass er ab und an mal den M├╝ll leert, oder Geschirr sp├╝lt. Da posaunt er mir dann vor was er denn nicht alles tut. Allerdings sind W├Ąsche waschen, putzen und kochen T├Ątigkeiten f├╝r Frauen und das tut kein Mann seiner Meinung nach.

Dennoch, ich unterst├╝tzte ihn bei so vielen. MPU, dass er den F├╝hrerschein wieder bekommt, Geldstrafe zahlen damit er nicht in den Knast mu├č, Geld f├╝r Auto usw. Ich habe nie viel Beteiligung der Haushaltskosten von ihm verlangt. Lediglich 200-300 Euro f├╝r einkaufen. Wobei er Mitte des Monats schon pleite war und ich ihm Schein f├╝r Schein das meiste eh wieder zur├╝ckgab. Ich wohne in einem kleinen, alten Haus in dem ich viel saniert und renoviert habe, doch es gibt immernoch viel zu tun. Aber daf├╝r interessiert er sich nicht. F├╝r so ne Bruchbude w├╝rde er gar nichts bezahlen. Doch hat er es bei mir gem├╝tlich und nen chilligen Garten dabei.

Ich bin mir sicher, dass viele beim lesen schon die H├Ąnde ├╝ber dem Kopf zusammenschlagen und sich fragen wie man nur so doof sein kann. . Es ist soviel passiert. . Ich wollte ihn wieder auf Spur bringen, ihn von den Suchtmittel wegbringen, was eine zeitlang auch mal funktioniert hat. Schon nach wenigen Monaten unserer Beziehung fing es allerdings an, dass er mich beschimpfte, niedermachte, bedrohte und Stunden, oder gar N├Ąchtelang ├╝ber Nichtigkeiten diskutierte an denen ich schuld bin. Teilweise musste ich mich sogar f├╝r Dinge entschuldigen, die ich gar nicht gesagt, oder getan hatte. Nur um des lieben Friedenswillen, dass er nicht wieder ausflippt, rumtobt, rumschreit, meine Wohnungseinrichtung demoliert. Wenn ich ihn dann am n├Ąchsten Tag, oder Tage sp├Ąter darauf ansprach, habe ich entweder gelogen, oder mir etwas eingebildet. Er sieht nicht ein, dass er ein Problem hat, denn das Problem habe ja ich und ich sollte mal in eine Anstalt.

Nachbarn und Verwandte von mir haben ihn schon einige Male mit mir rumschreien h├Âren und wollten schon die Polizei rufen, sich aber dann nicht einmischen, wof├╝r ich auch irgendwie froh war, denn sonst h├Ątte es wieder Stress gegeben. Wenn aber einer meiner Verwandten mal etwas diesbez├╝glich zu ihm sagte, war meine Familie dann schon bei ihm unten durch. Obwohl keine viel gesagt hat, denn darum hatte ich auch gebeten. Ich habe mich auch schon gesch├Ąmt Jemanden etwas zu erz├Ąhlen, da man mir auch berechtigterweise immer sagte, schmeiss den raus. du hast besseres verdient usw.

Niemand konnte aber meine Angst verstehen. Nat├╝rlich habe ich ihn schon ausgesperrt, ihn auch wieder rein gelassen, da er mir Besserung versprochen hat usw. Wenn es mal eskalierte habe ich auch mal im Auto geschlafen. In den ersten 2-3 Jahren ist er sogar mal zu Verwandten nach einem Streit, um mir dann nach einigen Tagen, oder Wochen wieder Versprechungen zu machen, dass alles besser wird.

Einmal ist es nach einem Alk. von ihm richtig eskaliert. Ihm ging der Stoff aus und er beschimpfte mich wieder. Ich Nichtsnutz, Vollnull, geiziges A. solle was sinnvolles tun und ihm Nachts um Elf eine Flasche Schnap. holen. Ich war froh rauszukommen, habe aber nat├╝rlich keinen Alk. besorgt und habe ihn stattdessen mehrmals telefonisch gebeten die Wohnung zu verlassen, dass ich nicht mehr kann usw. Ich habe alles aus sicherer Entfernung beobachtet, er ging nicht. Habe eine ihm nahestehende Verwandte um Hilfe gebeten. Sie hat ihn mehrfach angerufen, er ging nicht mehr ans Telefon und als sie mit dem Auto kam, machte er die T├╝re nicht auf usw. Das ganze zog sich ├╝ber Stunden. Meine Katze war drau├čen und wollte rein, ich hab mich nicht getraut und habe keine Ruhe gefunden. Ich wollte das er meine Wohnung verl├Ąsst. Mit seiner Verwandten w├Ąre er nicht gegangen, somit hatte ich Angst das es weiter eskaliert wenn ich die Wohnung betrete und habe dann die Polizei gerufen. Mein Gedanke war, dass er nach Aufforderung der Beamten geht und erstmal bei seiner Verwandten unterkommt.

Als die Beamten eintriefen schlief er am Sofa, es eskalierte so derma├čen, dass sogar die Beamten Angst hatten, weil er extrem aggressiv war. Es musste weitere Verst├Ąrkung anr├╝cken, bis sie ihn unter Kontrolle hatten. Wie ich sp├Ąter erfuhr hatte er sich beruhigt und konnte von der Wache aus mit seiner Verwandten nach Hause gehen. Die ganze Geschichte hatte noch mehr in sich getragen. Beamtenbeleidigung, schupsen eines Beamten und als Folge eine Anzeige des Beamten.
Er war dann wieder etwa 2 Wochen weg und hat nat├╝rlich mehrfach versucht mit mir zu reden. Ich lie├č mich wieder weichklopfen. Er hat mir versprochen eine Therapie und ein Antiaggressionstraining zu machen. Ich ├Ąu├čerte mein Bedenken er w├╝rde mich ewig nachhalten eine Anzeige von der Polizei zu bekommen. Er versprach mir das nicht zu tun, ihm w├Ąre ein Licht aufgegangen. . bla. bla. usw. Aber das hielt nicht lange an. nat├╝rlich nicht
2 Wochen sp├Ąter warf er mir das vor und wenn er eine Geldstrafe bekommt muss ich das zahlen usw.

Heute erz├Ąhlt er mir ein Brief vom Gericht w├Ąre gekommen, wegen mir mu├č er in Verhandlung und vielleicht in den Knast. Mir ist jetzt schon schlecht dann nach Hause zu gehen.
Er hat mir Schlimmes angedroht, wenn ich jemals wieder die Polizei rufen sollte und mir Angst gemacht.

H├Ątte ich mit ihm zusammen eine Mietwohnung, w├Ąre ich schon l├Ąngst weg. Aber ich habe Eigentum und kann mir
nicht noch eine Mietwohnung leisten. M├╝sste die Schl├Âsser austauschen, wenn er mal einige Stunden weg ist, aber das kommt selten vor und wo soll ich dann hin. Das Problem ist ich habe zwei Katzen und kaum einer der eine Ferienwohnung vermietet erlaubt die Katzen mitzubringen. Aber ich m├╝sste aus meinem Haus wenigstens mal 2 Wochen weg, sonst w├╝rde ich keine Ruhe finden, wenn ich ihn ausgesperrt habe. Ich h├Ątte Angst vor Terror und ehrlich gesagt auch Angst die Polizei einzuschalten, weil da w├╝rde er sich bestimmt irgendwie r├Ąchen.

Oh mein Gott, hab grob gefasst alles zusammen geschrieben. Ich bin mit meinen Nerven am Ende und wei├č nicht was ich tun soll. Ich m├Âchte ihm nicht noch mehr Probleme machen und habe auch noch Mitleid, da er auch schon
Vorstrafen fr├╝her hatte, ich ihn sein Zuhause nehme, die Katzen usw.

Ich brauche Hilfe, Ratschl├Ąge. . Hat Jemand ├ähnliches durchgemacht ?
Bitte verurteilt mich nicht. Ich wei├č das ich zu gutm├╝tig, zu gutgl├Ąubig und zu dumm war, bzw. noch immer bin. Jetzt bin ich eingesch├╝chtert, kraftlos und ohne Selbstbewusstsein. H├Ątte mir Jemand fr├╝her diese Story erz├Ąhlt, h├Ątte ich nie f├╝r m├Âglich gehalten, dass ich jemals sowas mitmache. Ich stecke zu tief drin. Die Warnzeichen h├Ątte ich bereits nach ein paar Monaten mit ihm ernst nehmen m├╝ssen.

Ich bedanke mich jetzt bereits f├╝rs Lesen und eure Antworten/Meinungen.

Gru├č Momeli

28.10.2020 16:39 • #1


DieSeherin

DieSeherin


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bittebitte wende dich sofort an die polizei und schildere das, was du hier alles erz├Ąhlt hast! die k├Ânnen dir helfen - wir nicht

28.10.2020 16:51 • x 4 #2



Es wird Zeit diese ungesunde Beziehung zu beenden

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Emma75

Emma75


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Ja, ich habe ├ähnliches durchgemacht - allerdings scheint der Herr eine Mischung aus meinen beiden letzten Beziehungen zu sein. Der eine aggressiv und Narzisst, der andere Messie und D rogenabh├Ąngig ohne F├╝hrerschein. Aber die Kombi! Oh Gott!
Der erste Schritt ist, dass Du Dir Deiner Sache diesmal wirklich sicher sein musst. Mache Dir klar, dass Du ihn wirklich endg├╝ltig rauswerfen willst und Du ihm keinerlei M├Âglichkeit mehr bieten wirst, nochmal zur├╝ckzukehren.
Wenn Du noch zweifelst, dann drucke Deinen Eingangspost aus und zeige ihn einer Person Deines Vertrauens.
Zweiter Schritt ist die Aufforderung auszuziehen. Erkundige Dich im Vorfeld bei der Polizei und frage nach, ob es nicht besser ist, gleich in Begleitung zu sein, wenn Du ihn aufforderst zu gehen. Vielleicht ist in Deinem Falle auch eine einstweilige Verf├╝gung sinnvoll. Bestelle gleich wenn er weg ist einen Schlosser, der die Schl├Âsser auswechselt und sei dann wirklich erst mal eine Zeit lang nicht zu Hause. Bitte einen Nachbarn die Katze zu f├╝ttern und zu schauen, ob es Einbruchsspuren gibt.
Falls Du noch unsicher bist, der Hinweis: Solchen Schmarotzern ist es egal, wo sie sich einnisten. Man glaubt immer, weil man so besonders tolerant und hilfsbereit ist, werden sie irgendwann begreifen und dankbar sein. Aber das werden sie nicht. Sie nehmen so lange sie bekommen und wenn die Quelle versiegt, suchen sie sich den n├Ąchsten Wirt.
Klar kann er lieb und charmant sein, aber das geh├Ârt zur ├ťberlebensstrategie und hat mit Liebe rein gar nix zu tun.
Der Mann ist gewaltt├Ątig und r├╝cksichtslos, nutzt Dich bis zum Anschlag aus und macht Dir noch Vorw├╝rfe, wenn Du ihn aus seiner Komfortzone holst. Stehe daf├╝r nicht mehr zur Verf├╝gung! Greife hart durch und habe kein schlechtes Gewissen dabei - f├╝r Dein Karma hast Du wei├č Gott genug getan und jetzt bist Du dran. Bleib hart und sei konsequent - er hat es wirklich nicht besser verdient.

28.10.2020 17:05 • x 4 #3


Momeli

Momeli


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Danke euch f├╝r die Antworten. Nat├╝rlich verstehe ich das es ein schwieriges Thema ist und man am besten die Polizei zu Rate zieht. Ich erhoffe mir Kraft zu sammeln und Meinungen anderer Personen zu lesen die ├Ąhnliches erlebt haben.

Schon damals als ich ihn wieder aufnahm, nach der Sache mit der Polizei, wusste ich eigentlich das es nicht richtig ist.
Er hat mir ein derma├čen schlechtes Gewissen eingeredet..... Du hast mir mein Zuhause genommen, meine Familie (ich und die Katzen) und er kann ohne mich nicht. Er liebt mich so.... bla... bla.... Und sogar da ahnte ich, es wieder zu bereuen.
Doch eigentlich wenn ich oft nachdenke, kommt mir ganz klar in den Kopf: nur bei mir kann er abh├Ąngen mit seinen Kumpels und dies und das tun. Bei seinen Eltern geht das nicht, dort raucht er nicht, trinkt er nicht, ein ganz braver Sohn. Wobei sie ja auch alles mit dem F├╝hrerschein und so manchen Anzeigen mitbekommen haben. Doch er kann alles entschuldigen und er bekommt kaum die Meinung gesagt.
Ich glaube ich mache mir zu viele Gedanken um alles was danach kommt, was mit ihm geschieht. Mir sollte das egal sein, ich bin ja nicht seine Mutter.
Nach jedem Streit (zur Zeit alle 2-3 Tage) denke ich mir er mu├č weg, so bald als m├Âglich. Am n├Ąchsten Tag macht er wieder auf lieb und ich habe wieder Mitleid.
Ich habe meinen Plan im Kopf und bin mir sicher, dass dies mit ihm kein Leben ist. An der Durchsetzung mu├č ich echt noch arbeiten und zusehen das meine Pl├Ąne Gestalt annehmen.

28.10.2020 17:35 • #4


aquarius2

aquarius2


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Wie lange willst du das noch mitmachen? Was muss noch passieren?
W├╝rden seine Eltern ihn wieder bei sich aufnehmen, wenn er bei dir rausfliegt? Ich w├╝rde nicht mehr l├Ąnger warten und Fakten schaffen ein neues Schloss, Haus bzw. Wohnungsverbot von der Polizei aussprechen lassen.
Der Mann hat ein Suchtproblem und sein Verhalten dir gegen├╝ber ist nicht akzeptabel!

28.10.2020 17:45 • x 1 #5


fitzgerald71


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Mal unabh├Ąngig davon, dass er sich benimmt wie die sprichw├Ârtliche Wildsau, scheint das Problem aber nicht nur bei ihm zu liegen. Vielmehr vermute ich, dass Du selbst gewaltige Probleme und Defizite mit Dir rumschleppst. Und so wie Du das alles hier beschreibst, solltest Du Dir mal Gedanken machen, ob da nicht proffessionelle Hilfe angesagt w├Ąre.

28.10.2020 17:55 • #6


Clara_

Clara_


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Hallo Momeli,

ich rate dir dringend zur Polizei zu gehen und sofort alles in Bewegung zu setzen. Die Kombination aus aggressiv und Alk. kann t├Âdlich sein!

Sogar selbst die Polizei musste Verst├Ąrkung holen, was bl├╝ht dann erst dir alleine im falschen Moment?

28.10.2020 17:58 • x 1 #7


Momeli

Momeli


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Hallo Aquarius,

ja klar seine Eltern w├╝rden ihn aufnehmen. Nur hat er da keinen R├╝ckzugsort, also m├╝sste auf dem Sofa schlafen. Er hatte ein gro├čes Zimmer dort, aber seit einiger Zeit wohnt seine kleine Schwester wieder dort, da sie sich auch getrennt hat. Eigentlich sollte mich sein Komfort nicht interessieren.
Das mit dem Schloss auswechseln habe ich schon lange im Kopf..... Nur brauche ich da etwas Zeit. Er ist fast permanent zu Hause und geht nur mal kurz aus dem Haus um einen Kumpel, oder anderes abzuholen. Wenn er
mich mit dem Schl├╝sseldienst erwischt, w├Ąre nat├╝rlich fatal. Seit Monaten warte ich auf die Gelegenheit das er mal l├Ąnger aus dem Haus ist. Meine Hoffnung war, dass er bald einen Job bekommt, aber es tut sich nichts, bzw. er bem├╝ht sich nicht. Ich bin unter der Woche tags├╝ber meistens in der Firma, wie jetzt gerade auch. Ich hoffe auf meinen n├Ąchsten Urlaub....

28.10.2020 17:59 • x 1 #8


Momeli

Momeli


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Zitat von fitzgerald71:
Mal unabh├Ąngig davon, dass er sich benimmt wie die sprichw├Ârtliche Wildsau, scheint das Problem aber nicht nur bei ihm zu liegen. Vielmehr vermute ich, dass Du selbst gewaltige Probleme und Defizite mit Dir rumschleppst. Und so wie Du das alles hier beschreibst, solltest Du Dir mal Gedanken machen, ob da nicht proffessionelle Hilfe angesagt w├Ąre.

Nat├╝rlich liegt in gewissem Ma├če das Problem auch an mir.... Ich bin nicht egoistisch genug, ich will nicht so ein A..... sein. Ich war mal eine starke Pers├Ânlichkeit, aber davon ist gerade nicht viel zu sehen. Professionelle Hilfe in Form eines Psychologen denke ich nicht das ich ben├Âtige. Als er weg war hab ich mich gut gef├╝hlt. Aufgrund seiner Betteleien ihn wieder aufzunehmen, hatte ich Gewissensbisse.... ich lass ihn h├Ąngen, er rutscht ab....
Klar verstehe ich, dass einer denkt mit mir stimmt was nicht. Ich w├╝rde wohl ├Ąhnlich denken, wenn mir das Jemand erz├Ąhlt.
Ich hatte als junge Erwachsene eine Freundin, die von ihrem Freund damals sogar geschlagen wurde. Ich nahm sie bei mir auf und verstand es nicht das sie nach ein paar Tagen zu ihm zur├╝ck ging. Der Kontakt brach ab, weil er es ihr verboten hat.... Damals verstand ich sie absolut nicht. Ich werde nicht geschlagen, es ist eher psychische Gewalt. Aber selber kann ich nicht verstehen, hier noch Mitleid aufzubringen und nicht straight zu sein.

28.10.2020 18:06 • x 1 #9


GinaFelicitas

GinaFelicitas


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Einiges ist dir ja schon geraten worden. Was Katzen betrifft, kannst du sie f├╝r ein paar Wachen in Pension geben. Viele haben f├╝r Freig├Ąnger Unterbringung mit Volieren.

28.10.2020 18:14 • #10


Catalina

Catalina


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Wow, der Typ ist ja ein echtes "Herzchen". Sieh zu, dass du ihn schnellstm├Âglich aus deinem Leben entfernst und zwar komplett und endg├╝ltig.

Zitat von Momeli:
Ich hoffe auf meinen n├Ąchsten Urlaub....

So lange solltest du wirklich nicht warten, sondern schnellstm├Âglich aktiv werden, es kann sonst ggf. gef├Ąhrlich f├╝r dich werden, wenn er das n├Ąchste Mal austickt. Geh zur Polizei, lass dich dort beraten, erwirke vor Gericht eine einstweilige Verf├╝gung, dass er sich dir und deinem Haus nicht mehr n├Ąhern darf.

Hast du einen guten Freund oder einen Bruder, der ggf. ein paar Tage bei dir bleiben kann, nachdem du die Schl├Âsser ausgewechselt hast? Dann w├╝rdest du dich vielleicht sicherer f├╝hlen. Es kann ja nicht sein, dass DU DEIN Haus verlassen musst, weil er sich bei dir eingenistet hat und nicht freiwillig gehen will.

28.10.2020 18:21 • #11


fitzgerald71


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Zitat von Momeli:
Aufgrund seiner Betteleien ihn wieder aufzunehmen, hatte ich Gewissensbisse.... ich lass ihn h├Ąngen, er rutscht ab....


Helfersyndrom? Sich was beweisen wollen, indem man ihn rettet?
Zitat von Momeli:
Klar verstehe ich, dass einer denkt mit mir stimmt was nicht.


Das habe ich nicht gesagt. Ich kann das auch gar nicht beurteilen. Ich brainstorme nur...

Zitat von Momeli:
es ist eher psychische Gewalt.


Das macht es aber nicht besser. Die Qualit├Ąt des Einen zum Anderen sollte man nicht relativieren.

28.10.2020 18:21 • x 1 #12


aquarius2

aquarius2


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Mir w├Ąre anders, wenn ich mit so einem zusammen unter einem Dach wohnen w├╝rde. Hast du Nachbarn, die die Katzen notfalls f├╝ttern k├Ânnten? Wie bist du Familien und freundestechnisch aufgestellt?

Der Polizeieinsatz ist sicher dokumentiert, oder? Kannst du Mal f├╝r eine Zeit in einer FeWo unterkommen? Oder bei einer Freundin wohnen?Oder eben in einer preiswerten Pension? Dann sagst du, er soll ausziehen, wechselst die Schl├Âsser und l├Ąsst einen Experten kommen, der guckt, wie einbruchsicher das Haus ist. Wie einsam wohnst du? W├╝rden die Nachbarn mitkriegen, wenn er dich bedroht und dir ggf helfen?

Er rutscht nicht ab, weil du ihn rauswirft, das ist er schon vor Jahren, warum hast du es zugelassen, dass er den ganzen Tag arbeitest und er bei dir wohnt und nicht macht, ausser zocken und trinken?
Wenn er keinen Bock auf Arbeit hat muss er eben in einer Minibude hausen und sehen, wie er klarkommt. Wenn er ganz unten ist, keine Kohle hat dann f├Ąllt ihm sicher eine L├Âsung ein, oder er ist bereit sich von Profis helfen zu lassen!

28.10.2020 18:31 • #13


Emma75

Emma75


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Zitat von Momeli:
Gewissensbisse

Sieh es mal so. Der Mann ist erwachsen und wohnt entweder bei Mutti I oder Mutti II. Damit er selbst wieder sein Leben in die Hand nimmt, ist es auch f├╝r ihn besser, mal auf die Nase zu fallen und auf dem Sofa pennen zu m├╝ssen, statt im Hotel Mama II abgefedert zu werden. Du kaufst ihm zwar keinen Schnap., aber indirekt sorgst Du daf├╝r, dass die Folgen seiner Sucht abgefedert werden. Daher besteht f├╝r ihn ├╝berhaupt kein Handlungsbedarf, obwohl er gerade drauf und dran ist, sein Leben gegen die Wand zu fahren. Du bist nicht seine Mutter und selbst sie w├Ąre gut beraten, ihn nicht aufzunehmen. So hart das klingt, aber jeder Suchberater r├Ąt den Angeh├Ârigen, los zu lassen und den Abh├Ąngigen auf die Schnauze fallen zu lassen, damit er endlich merkt, was Sache ist. Also auch f├╝r ihn langfristig besser. Z├Âgere bitte den Rauswurf nicht zu lange hinaus - Du merkst selbst, dass Deine Psyche an der Situation leidet und das wird sich steigern. Handle JETZT!

28.10.2020 18:43 • #14


Mad-Eye

Mad-Eye


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Der Tierschutz nimmt auch vor├╝bergehend Tiere auf.

28.10.2020 18:48 • x 1 #15



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