Minila
Gast
ich möchte diesen Thread nutzen um mich mit meiner Übergangsbeziehung auseinanderzusetzen.
Ich bin Mitte 30, kenne diesen Mann beruflich schon länger, ab März haben wir uns als Bekannte wieder getroffen, öfters am We gesehen, geschrieben etc etc.
Mitte Juli waren wir zusammmen aus und sind miteinander abgestürzt. Es tat uns beiden gut. Er noch nicht so lange getrennt (Ende letzen Jahres), ich in den letzen Zügen meiner Verarbeitung meines Liebeskummers..
So weit so gut alles. Es war ziemlich klar, dass wir eine Freundschaft anstreben, die auch körperliche Vorzüge mit sich bringt.
Wir waren Ende Juli zusammmen im Urlaub. Er ist länger dort geblieben. Es war eine wahnsinnstolle Zeit. nicht nur miteinander, sondern der Urlab an sich. Wir haben viel über unsere Beziehungen gesprochen, waren tröstend und ehrlich miteinander..
Er hat danach ziemlich Gas gegeben, wobei mir schon deutlich klar war, dass er einfach beflügelt ist von der Situation, nicht von mir als Person. vielleicht auch beides, aber wenn ich daran denke, wie lange ich an meinem letzten Liebeskummer zu knabbern hatte, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass er nach einem halben Jahr schon offen für etwas Neues sein könnte.
ich muss zugeben, dass ich ein bisschen mitgeschwebt bin auf seinem Rausch.. tat einfach irre gut.
Danach wurde es nach und nach immer merwürdiger..
ab und an richtige Begeisterung für mich, ab und an ziemlich depressive Verstimmungen.
Es ist nicht so, dass ich kein Verständnis hätte, dass er noch an seiner Ex-Geschichte zu knabbern hätte..
es ist auch nicht so, dass ich jetzt total verliebt wäre und enttäuscht wäre.
ich weiss auch nicht genau, was ich mit diesem Thread bezwecken möchte. Vielleicht einfach Ordnung in mich bringen.
Schauen, wo bei mir ein bisschen SelbstBetrug vorhanden ist. Schauen, wo ich mich ein bisschen reinsteigere.. Schauen, wo ich evtl. selber noch an mir arbeiten könnte.
Am We waren wir wieder zusammen auf einem Städtetrip. Ich hatte mich echt gefreut. denn irgendwie dachte ich: wir sind nicht in unserer Stadt, also könnnen wir Zärtlichkeiten und Co mehr ausleben.
Es war irgendwie ätzend. er war aufgesetzt, ich irgendwann genervt.
Was mich an der ganzen Sache nervt: zu Beginn hatten wir beide etwas davon. Wir haben uns gegenseitig Halt gegeben, es war sehr respektvoll.
Es hat sich aber so entwickelt, dass ich den Eindruck habe, dass er mehr vorgibt: wie intensiv der Kontakt ist, wie der körperliche Kontakt ausserhalb des Bettes ist ...
Wieso kann sowas nicht einfach unkompliziert bleiben?
Ich kann mir vorstellen, dass jeder sagt: beende es..
wird wohl auch in die Richtung gehen.. aber dennoch habe ich da verarbeitungs-Bedarf.. ich finde, so eine 3monatige Zeit, in der man fast täglich Kontakt hatte, sich mehrere Male die Woche gesehen hat, ist nicht sooooo easy einfach zur Seit zu legen..
ach ja, ich glaube fast, dass wenn es wie nach dem ersten Urlaub so weitergegangen wäre, ich mich schon verliebt hätte..
so.. es ist etwas ungeordnet.. aber so sieht es in mir einfach aus..
LG
