Saralice
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Sie war 44 er war 22.
Sie haben sich verliebt. Für ihn war sie die erste Frau, für Sie fühlte er sich an wie der erste Mann.
Sie hatte Kinder, die älteste Tochter war so alt wie er.
Die Liebe war groß. Sie haben beide alle Hürden überwunden.
Sie leben mit dem Motto: carpe Diem.
Jeder Tag war ein kleines Wunder.
Irgendwann wusste er nicht, ob er sich nach einer Familie sehnt oder nicht.
Er wollte es ausprobieren und trennte sich um diese Erfahrung machen zu können.
Sie litt und ließ alles zu, sie hatte keine Wahl, es war sein Recht dies herauszufinden.
Er kam zurück.
Das alles ist fünfmal so geschehen.
Er kam immer zurück.
Sie hatten ein Leben, so wie sie es wollten, es passte alles.
Es war immer jung und frisch, es war Liebe.
Sie war 60 eund sie spürte dass er sich s.uell zurückzog.
Sie nahm das an, konnte es verstehen.
Sie dachte, er kann sie nicht mehr begehren, ihr Körper altert.
Sie nahm es hin. Sie wächst daran, jedesmal mehr und sie hört nicht auf ihn zu lieben.
Sie ist 67.
Er hat jemanden gefunden mit der er Sex haben kann, sich gut unterhalten kann und keine Beziehung will.
Er bleibt und geht. Jetzt hat er gerade eine SMS geschickt dass er mit ihr für 2 Tage in Frankreich ist und nicht zu erreichen.
Sie ist am Ende ihrer Kraft.
Jetzt hat sie erstmals das Gefühl dass er nicht ihr Begleiter sein kann während sie altert.
Müssen sich die Wege trennen?
Jeder von den beiden hat ein Recht auf ein erfülltes Leben.
Ohneeinander fehlt etwas ganz Wichtiges.
Sie weiß nicht weiter. Er wird sich nicht trennen solange er beides hat.
Sie sucht nach einem Weg nicht mehr zu leiden.
Das ist die Geschichte und die Verzweiflung.
Ob es einen Rat braucht weiß ich nicht.
Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen und bin zu oft bereit zu leiden.
Ich würde gerne, für mich, eine Kontaktsperre machen, aber die Angst ist zu groß. Finde ich in meinem Alter noch einen Menschen mit dem ich das leben kann was ich will?
Das was wir gemeinsam erlebt haben hatte immer die richtige Qualität. Ich werde das nicht mehr bekommen befürchte ich.
Ich könnte einstimmen in das Schmerzenslied das hier alle singen, aber das allerschlimmste daran ist, dass ich mir das kaum erlaube weil ich immer wieder denke, dass ich doch schlauer sein müsste, dass ich wissen müsste wie es geht.
Nein es ist nicht so. Ich liebe, bin verzweifelt und leide unendliche Qualen und suche nach dem richtigen Weg.

