Trogox
Mitglied
- Beiträge:
- 1
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 1
- Mitglied seit:
ich schreib euch heute, weil ich mal neutralen Rat suche.
Ich (33) und meine Freundin (26) sind seit drei Jahren ein Paar.
Ende 2023 hat der Vermieter meiner Freundin (war ein Mehrparteienhaus) angefangen die Mieter zu vergraulen. Gleichzeitig hatte meine Freundin damals Geldsorgen wegen Kurzarbeit in Ihrem Betrieb.
Das ganze Thema hat Sie sehr belastet und wir haben uns dann dazu entschieden, dass Sie zu mir in die Wohnung zieht.
Das Problem dabei:
Ich wohne im selben Ort wir ihr Vater und einige Verwandte von Ihr. Und mit Ihrem Vater kommt sie gar nicht klar (Sie ist auch direkt mit 18 von Zuhause ausgezogen), der Mann ist ein ziemlicher Narzisst. Auch innerhalb der anderen Verwandtschaft gab es irgendwann Probleme, sodass dort kein Kontakt mehr besteht.
Dadurch hat Sie sich hier im Ort nie wirklich wohlgefühlt.
Vor etwa zwei Jahren hatten wir das Thema Kinderwunsch, was dazu geführt hat, dass die Beziehung auf der Kippe stand. Ich möchte keine Kinder, meine Freundin hatte einen Kinderwunsch. Ich habe ihr kommuniziert, dass wir uns noch mal ein paar Monate Bedenkzeit lassen können und dann entscheiden, ob wir die Beziehung fortführen. Denn meiner Meinung nach ist diese Entscheidung zu groß, um da Kompromisse einzugehen.
Sie hatte dann kurze Zeit später scheinbar auch Ihre Meinung geändert. Regelmäßig wenn Sie bei einer Freundin zu Besuch war, die zwei kleine Kinder hat, kamen Aussagen dass sie doch keine Kinder will, weil es zu stressig sei.
Jetzt der aktuelle Stand:
Wir wohnen immer noch im Ort wo auch ihr Vater wohnt, geplant ist aber in diesem Jahr die Wohnung zu verlassen.
Aktuell mach meine Freundin eine nebenberufliche Weiterbildung die noch bis 2028 geht.
Vor kurzem ist hier ein Haus freigeworden, welches wir besichtigt haben, um es ggf. zu erwerben (Der Erstwunsch der Besichtigung kam dabei von meiner Freundin). Da das Haus und Grundstück wirklich toll sind, haben wir uns weitergehend mit der Sache beschäftigt, auch schon zu einer möglichen Finanzierung. Der Wunschpreis des Verkäufers liegt aber vermutlich zu weit von unseren Vorstellungen entfernt.
Als Alternative zu dem Haus wird im Nachbarort dieses Jahr eine moderne Wohnung zu einem fairen Preis frei, in dem aktuell noch ein befreundeten Pärchen wohnt. Die könnten wir ziemlich sicher als Nachmieter bekommen. Vom Nachbarort hat meine Freundin in der Vergangenheit schon gesagt, dass sie ihn schön findet zum Wohnen.
Gestern habe ich ein paar Bedenken zum möglichen Hauskauf geäußert und das ich es besser finden würde, wenn wir in die Wohnung im Nachbarort ziehen und das Thema Hauskauf wieder 2028 aufgreifen wenn die Weiterbildung meiner Freundin zu Ende ist und Ihre berufliche Situation klarer ist.
Da hat Sie mir gesagt, dass Sie in der Wohnung bestimmt auch nicht lange Glücklich ist und wenn wir das Haus nicht kaufen, möchte Sie 2028 weiter weg ziehen, also die ganze Region verlassen.
Dann sagte Sie mir, dass sie schon einen großen Kompromiss in der Beziehung macht - Das sie sich für die Beziehung mit mir entschieden hat, obwohl Sie Ihren Kinderwunsch dann nicht erfüllen kann.
Das ganze hat mich ein bisschen ratlos zurück gelassen.
Ich habe bis gestern wirklich gedacht der Kinderwunsch hätte sich angeglichen, dem ist aber wohl nicht so. Zudem gibt es mir für die Zukunft ein ungutes Gefühl, dass das jetzt quasi als Begründung dient, dass ich dem Wegziehen zustimmen soll.
Ich kann absolut verstehen, dass meine Freundin weit weg von Ihrer Familie ziehen möchte. Ich würde aber zumindest gerne in der Umgebung von 30km bleiben um den Kontakt zu meinen langjährigen Freunden nicht zu verlieren.
Glaubt ihr da ist noch Raum für Kompromisse?
Und hat jemand Erfahrungen mit unterschiedlichem Kinderwunsch bei Langzeit-Beziehungen?
Danke euch schonmal!