Zitat von Begonie: Man gilt halt dann was, wenn man einen Arzt als Freund/Partner vorweisen kann, denn von seinem Glanz fällt zwangsläufig auch Glanz auf das Ego der Frau ab.
Hör bloß auf!
Mein erster Ehemann war Arzt, ich medizinische Schreibkraft.
Von "Vorweisen" konnte zumindest bei mir keine Rede sein, denn abgesehen von seinem Medizinstudium war er genauso doof und zweifach linkshändig wie ich.
Während der Ehe begann er mit der Arbeit an seiner Dissertation. Als sich das herumsprach, wurde
ich bestaunt: "Oh, dann sind Sie ja bald Frau Doktor?!"
Hast du 'ne Ahnung, wie mich das angek*tzt hat? Ich hatte doch selbst 'nen Beruf und genügend eigene Qualitäten, um fremden Federschmuck überhaupt nicht nötig zu haben!
Auch meine Schwiegermutter hatte in bezug auf mich diesen Hirnf*rz von "Arztfrau" und so. Wie in der Fernsehwerbung oder den bunten Zeitungskiosk-Romanen von Alfred Kitschbock. Mann, was ging mir das auf den Keks! Zumal doch jeder weiß, dass ein Arzt ohne Krankenpflegepersonal, Laborpersonal, Schreibkräfte, Reinigungspersonal, technisches Personal usw. auch nur dumm aus seinem weißen Kittel gucken kann.
Alle diese Helfer verschleißt er auch für den überflüssigen Titel-Vorspann vor seinem Namen. Dafür kriegt er die akademischen Lorbeeren. Die anderen, auf deren Rücken er es geschafft hat, gucken in die Röhre.
Hör bloß auf ...