Zitat von HanCoop: Ich habe enorme Sehnsucht und Liebeskummer. Ich verstehe, dass es Ihr nicht gut geht. Aber warum lädt man dann seine beste Freundin samt 3 zusätzlichen Kindern für 6 Wochen bei sich ein und macht sich noch zusätzlichen Stress? Sie sagt immer das ich eine enorme Stütze bin und sie froh ist wenn ich da bin. Aber warum dann nicht auch wenn es ihr ganz schlecht geht? Sie meinte einmal in einer schwachen Depressionsphase das Sie nicht will das ich Sie so kennenlerne. Aber mir ist das egal ich stehe zu Ihr egal wie es ihr gerade geht. Nur diese Funkstille macht mich fertig.
Ich kann mich in Ihre Gefühlslage oder ihren Kopf nicht hineinversetzen und es ist sehr schwierig für mich das zu verstehen oder nachzuvollziehen. Hat jemand von euch auch schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht?
HanCoop, Du bist ein Kümmerer, einer der immer zur Stelle ist, wenn man ihn braucht, der hilft wo er nur kann und der auch etwas dafür zurück haben will, nämlich zuverlässiges Interesse an Dir, regelmäige Treffen und auch Dankbarkeit. Jede Beziehung sollte aus gegenseitigem Nehmen und Geben bestehen. Ist das im Ungleichgewicht, entstehen schlechte Gefühle wie Verlustangst, Wut auf den Partner, das Gefühl des Ausgenutztwerdens.
Jetzt hast Du also eine Partnerin mit 3 Kindern, die mal so und mal anders beisammen ist. Tja, und die IHRE Befindlichkeiten absolut in den Vordergrund stellt und Du wartest auf Zufuhr und tust alles Menschenmögliche, um ihr zu helfen und sie zu unterstüzen.
Ich sage es Dir gleich: Depressive Menschen sind, wenn sie ihre Phasen haben, nicht zugänglich. Sie leben in ihrer eigenen düsteren Welt und dagegen kannst Du als Partner praktisch nichts ausrichten. Sie muten nicht selten als egoistisch an weil sie in ihre Fallstricke verwoben sind und sich selbst nicht helfen können. Und Du stehst machtlos und mit nagendem Gefühl der Ungewissheit daneben und schaust zu.
Du als Außenstehender kannst Dich tatsächlich nicht in die Person hinein versetzen und es daher nicht einordnen, es verunsichert Dich aber total. Du kriegst ihre Befindlichkeiten in einer Beziehung ungefiltert ab und ich möchte Dir raten, genau zu überlegen, ob Du Dir das auf Jahre vorstellen kannst. Noch ist die Beziehung neu und schon gibt es massive Probleme. Und das wird sich auf Jahre nicht ändern.
Und Du musst das dann alles aushalten .Ihre Abwendung, Ihr Kaltstellen Deiner Person, Heulattacken und passive Phasen, in denen ihr alles über den Kopf wächst. Einschließlich Dir, denn Du bist während dieser Phasen nur eine weitere Belastung. Sie will vielleicht nicht so handeln, aber sie tut es eben doch. Und das geht an Dir aus - immer und immer wieder. Willst Du Dir das wirklich bei aller Zuneigung und Good-will-Tour wirklich antun?
Aktuelles Thema ist nun die Freundin, für die sie sich Zeit nimmt und die bei ihr zu Gast ist, während Du erst Mal außen vor bist.
Tja, warum tut man das? Weil es einem wichtig(er) ist., darum. Oder aus Hilfsbereitschaft. Frag sie, wenn Du Dich traust. Das aber an eine depressive Phase zu koppeln, ist schlichtweg Verar schung!
Ihre Aussagen, wie toll Du ihr zur Seite stehst und welch großartige Stütze Du doch bist, sollen Dich natürlich auch bei der Stange halten. Sie würdigt Dein Verhalten, aber gibt sie auch gleichermaßen etwas zurück? Scheint mir nicht so.
Sie rechtfertigt ihr Verhalten, Dich draußen zu halten mit der Aussage, dass Du sie so nicht sehen sollst. Das ist vielleicht die eine Seite der Wahrheit, Die andere Seite der Medaille ist, dass es für sie ein prima Rechtfertigungsmittel ist, Dich wieder mal außen vor zu lassen, weil ihr Eure Beziehung zumindest zeitweise über den Kopf zu wachsen scheint.
Sie wirkt extrem hilfsbedürftig und trifft damit pfeilgenau auf Deine Helfermentalität. Dabei aber ist ihre Dankbarkeit und ihre Freude darüber nicht etwa gleichmäßig, sondern das Gegenteil. Repariest Du die Spülmaschine, bist Du momentan der Held, danach ist ihre Freundin samt 3 Kids wichtiger. Nicht genug damit, sie hat Dich gleich auch vorgewarnt, was auf Dich zukommen wird. Sie hat in der Vergangenheit ihre Partner geghostet, also warum sollte es Dir anders gehen? Auch nett, ich sage Dir mal gleich, was Dich erwartet, dann kannst Du Dich schon mal drauf einrichten. Änderung meiner Verhaltensweisen strebe ICH aber nicht an, nur damit Du schon mal informiert bist.
Eine Vorrednerin hat es hart aber treffend formuiert:Sie nützt Dich aus und benützt Dich und appelliert dabei äußerst geschickt an Deine helfende Art. Und das ist Manipulation, die vielleicht nicht absichtlich erfolgt, aber das macht es ja nicht besser.
Seit Juni stellt sie Dich kalt, für die Freundin samt 3 Kids steht sie aber trotz depressiver Phase heldenhaft ihre Frau, großartig! Dir kann man das ja erzählen, Du glaubst ja alles.
Über dieser Beziehung steht kein guter Stern. Du hast Dich verliebt, wünschst Dir eine stabile Beziehung, in der Du geschätzt wirst für das was Du bist und was Du für sie tust. Aber sie hat jetzt einfach keine Zeit, verstehst Du? Und außerdem ist sie wieder mal in einer Depri-Phase, dafür kann sie doch nichts. Aber Du sollst es verstehen und damit klar kommen. Wenn die Phase wieder vorbei ist, darfst Du wieder kommen und vielleicht den Kühlschrank reparieren oder eine Wand streichen. Dafür gibt es dann lobende Worte, herzliche Umarmungen und sie wird wieder die Frau, die sie anfangs war. Und auch bei einer Heulattacke stehst Du als Ansprechpartner und Tröster zur Verfügung, keine Frage.
Lass das mit der Frau, das wird nichts. Verliebtheit vergeht und je eher desto besser, denn Du bist dann willkommen wenn es ihre Stimmung gerade zulässt. Ansonsten ab ins Körbchen und nicht maulen. Und daran ändert auch ein Blumenstrauß nichts, der ihr nur Deine Bedürftigkeit zeigt, die ihr aber am Ar... vorbei geht.
Ihre Dankbarkeit dafür äußert sich in Schweigen. Ist das nicht Botschaft genug für Dich?