Zitat von DonaAmiga:Vertrauen kann nur gegenseitig sein. Nicht nur der Betrogene muss sich darauf verlassen können, dass der Partner so'n Scheixx nicht noch mal macht - sondern auch der "Betrüger" braucht Vertrauen in seinen Partner und die Gewissheit, dass es richtig ist, den Scheixx nicht noch mal zu machen
Das ist wohl richtig. Trotzdem ist der Betrüger in der Bringschuld, das zerstörte Vertrauen erstmal wieder aufzubauen.
Was nicht heißen soll, dass dieser in Sack und Asche gewandet Monate oder jahrelang kriechen muss.
Wenn der Betrogene keine plausiblen Antwort auf das WARUM bekommt, darf sich der Betrüger nicht wundern, dass die Sache immer wieder auf den Tisch geholt wird.
Schließlich will man als betrogener nicht nur den Grund wissen, sondern auch, was in Zukunft anders laufen muss, damit es eben nicht noch mal passiert.
Das ergibt natürlich immer noch keine absolute Garantie, aber eine relative Sicherheit.
Im vorliegenden Fall war es bei ihr angeblich die Langeweile. Also hatte das nichts mit ihm zu tun. Mit anderen Worten kann er auch nichts großartig ändern.
Und genau darum fühlt er sich auch so schlecht und hilflos, weil es jederzeit wieder passieren kann.
Wir können hier nur spekulieren, was die wirklichen Beweggründe sind. Ob es wirklich die Lust auf fremde Haut war, der TE ein schlechter Liebhaber ist, sie Selbstbestätigung gesucht hat oder auf diese Weise den Tod des geliebten Hamsters verarbeitet hat. Das kann nur sie wissen. Und selbst sie weiß es vielleicht noch nicht mal genau, weil sie sich da noch gar nicht reflektiert hat.
Oft wird mit dem wahren Grund aber auch einfach hinter dem Berg gehalten, weil man den Partner vermeintlich nicht verletzen will. Aber ist es wirklich immer besser, ihn im Dunkeln tappen zu lassen?
Ich persönlich hätte da lieber einen greifbaren Ansatzpunkt, mit dem ich mich beschäftigen könnte anstatt immer im Nebel zu stochern.