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Ich glaube auch nicht, dass man den Verlust eines Kindes durch eine neue Beziehung besser verarbeiten kann.
Das ist nur ein weiterer Verdrängungsmechanismus, der aber nicht als Heilmittel funktionieren wird.
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E
Ex-Mitglied Gast
Verwaiste Eltern haben als Paar oft das Problem, dass jeder mit dem Verlusst anders umgeht. Zu Beginn sind beide noch im Schock vereint und trauern gemeinsam. Dabei kann sich schon zeigen, dass einer das Gespräch benötigt, der andere den Rückzug, der eine weint, der andere eher wenig berührt scheint. Einer will alles so belassen, wie das Kind es zurückgelassen hat, ein anderer will wegräumen, weil der Anblick zu sehr belastet. Deine Freundin und ihr Mann haben mit ihren Reisen vielleicht eine Flucht gesucht, um nicht miteinander über den Verlusst Zuhause sprechen zu müssen. Deshalb könnte ein gemeinsamer Besuch einer Trauertherapie eine Idee sein, um abzuschließen und dabei ins Gespräch zu kommen.
Das Aufblühen der alten Liebe könnte ein weiterer Fluchtversuch sein. Vielleicht geht deine Freundin mit ihrem Mann den Weg der gemeinsamen Trauerarbeit zuende, nimmt sich Zeit für sich, um zu sehen wer sie ist und startet erst dann neu. Mit welchem Partner auch immer.
Ich frage mich auch, wie der Mann nach dem Verlusst des Kindes, mit dem zusätzlichen Verlusst der Ehe klarkommen würde.
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x 1#17
A
Verlust des eigenen Kindes und alte Liebe
x 3
Vienne Mentorin
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Zitat von Worrior:
Solange der schwere Verlust des eigenen Kindes nicht aufgearbeitet wurde, ein gesunder Weg gefunden wurde damit umzugehen, würde ich von jeglicher Beziehung abraten.
So etwas kann man nicht "aufarbeiten". Das bleibt wohl für immer. Die Zeit hilft vielleicht ein bisschen, damit besser umzugehen. Aber Aufarbeiten? Definitiv nein.
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x 1#18
E
Ex-Mitglied Gast
@Vienne Mit Aufarbeitung war wahrscheinlich Bewältigung gemeint. Vergessen und hinter sich lassen geht wohl kaum. Aber Strategien für das Ertragen und das Trösten kann man sich angucken.
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x 1#19
Vienne Mentorin
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Zitat von nalea:
@Vienne Mit Aufarbeitung war wahrscheinlich Bewältigung gemeint. Vergessen und hinter sich lassen geht wohl kaum. Aber Strategien für das Ertragen und das Trösten kann man sich angucken.
Auch Bewältigung halte ich für ausgeschlossen.
Strategien, wie man irgendwie weiterleben kann, sind notwendig zu entwickeln. Das passiert notgedrungen. Weil man es sonst nicht überlebt...
@Vienne Es gibt dafür kein richtiges Wort. Da hast du recht.
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x 1#21
Vienne Mentorin
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Zitat von nalea:
@Vienne Es gibt dafür kein richtiges Wort. Da hast du recht.
Ich wüsste auch keines.
Es ist einfach die Hölle pur.
Daher kann ich die Ehefrau verstehen...sie hat den Boden unter den Füßen verloren. Ein Trauma, ein Schock. Vielleicht eine Anpassungsstörung. Der arme Ehemann. Hoffentlich geht sie diesen Schritt nicht.