@Parara
Zitat:Eine sehr gute Freundin hat vor 3 Jahren Ihren 30-jährigen Sohn durch Unfall verloren.
Sie ist seit über 35 Jahren verheiratet. Sie und ihr Mann lenken sich seit dem Tod des Sohnen viel mit Aktivitäten (Sport, reisen) ab.
Wie gehen mal davon aus das solch Verlust das schlimmste für Eltern ist , was es gibt.
Ich vermute mal das wir hier wieder bei der Geschichte ein Traumatisches Erlebnis haben.
Beide Parteien versuchen zu funktionieren und irgendwie in der Starre am Leben teilzunehmen.
Die Ablenkung dient um nicht an den Verlust heranzumüssen.
Meist ploppt ein Trauma nach 1 bis 3 Jahren des verdrängendes Richtig hoch.
Zitat:Nun hat sie Kontakt zu einer früheren alten Liebe aus Studentenzeit. Sie sehen sich jährlich auf einem Studententreffen und die Gefühle füreinander sind noch da. Die "alte Liebe" hat sich kürzlich aus einer langjährigen Partnerschaft getrennt und wohnt jetzt wieder in ihrem Umfeld.
Der Kumpel der aus einer langjährigen Beziehung kommt. Wie hat dieser diese Trennung empfunden ? War er der gegangen wurde ?
Zitat:Sie trauert immer noch um den Sohn, hat den Verlust noch nicht verarbeitet
Sie tut ja auch nichts dafür außer es zu verdrängen. Sie hat kein Werkzeug erworben um überhaupt ansatzweise mit den Gefühlen oder nicht Gefühlen umzugehen.
Warum kümmert sie sich nicht um ihren Ehemann der selbiges erlebt hat wie sie ? ( viele Menschen , in dem Fall hier die Mutter , sagen , ich leide schlimmer weil ich bin die Mutter.
Das es dem Vater ebenso schlimm gehen kann , wird oft nicht gesehen.)
Zitat:und lebt auch noch mit Ihrem Mann im eigenen Haus.
Ist ja auch nichts vorgefallen zwischen den beiden denke ich mal. Wenn da der Verlust , die tickende Zeitbombe nicht wäre.
Zitat:Sie ist sich sehr unsicher, ob eine neue Beziehung zu dieser "alten Liebe" für sie richtig ist.
Also sie kommt geschädigt durch den Verlust den Sohnes daher, und der andere Part , hat wahrscheinlich die Langzeitbeziehung auch nicht verkraftet / verarbeitet.
Zitat:Der andere Mann hat auch noch mit seiner Trennung zu kämpfen. Sie sehen sich nur ab und an.
Und dann ist es alles so schick und schön , und verständnisvoll vermute ich mal.
Zitat:Sie fragt mich jetzt seit Monaten nach meiner meinung, ob sie es mit dem anderen versuchen soll.
Nein der Mann soll es nicht mit ihr versuchen , weil sie noch offene Baustellen hat und immer noch nicht den Verlust verarbeitet hat.
An deiner Stelle würde ich gar nichts sagen , weil du dann gegebenfalls die schuldige bist die ihr ja den Rat gegeben hat.
Zitat:Ist sich aber selbst nicht sicher und der andere trifft sich auch noch mit anderen Frauen.
Na wenn sie sich selbst nicht sicher ist , was will sie dann von anderen wissen ?
Das Treffen mit anderen Frauen wird er machen um sein Selbstwert nach der Trennung hoch zu bekommen , was ihr natürlich nicht passt und sie getriggert wird.
Zitat:Kann die Zeit da etwas bringen,
Bei einer traumatische erfahung heilt die Zeit nicht die Wunden , das ist ein Irrtum.
Zitat:wenn man das Hin- und her noch einige Jahre so weiter macht oder sollte man JETZT eine Entscheidung treffen?
Sie sollte erstmal selbst bei sich schauen damit sie den Verlust verarbeitet.
Sie sollte bei ihrem Mann schauen was der Verlust bei ihm angerichtet hat.
Der neue / alte Kumpel dient nur dazu den Verlust des Sohnes zu überdecken vermute ich mal.
Vor knapp 6 Monaten muss das gewesen sein schrieb mich eine Frau hier an wegen dem Tod der Kinder und Beziehung.
Ich schrieb ihr ähnliches wie dir hier , die Frau übersah als Ehefrau , dass der Ehemann / Kindsvater genauso schlimm oder noch schlimmer gelitten hat wie sie.
Sie übersah völlig die Möglichkeit das dieser Verlust der Kinder, ein Trauma , ein Verlusttrauma ausgelöst haben könnten womit der Ehemann gar nicht klar kam und diese Veränderung dadurch herzuleiten ist.
Beide gingen in Therapie und beide sind immer noch zusammen und haben sich wieder gefunden.