Wolke86
Gast
Ich wende mich an euch um meine Geschichte einmal in Worte zu fassen und mich darüber austauschen zu können.
Es ist in der letzten Zeit so viel passiert und ich möchte mich ordnen und hoffe auf eure Meinungen und Erfahrungen - ich bin mit meiner Geschichte mit Sicherheit nicht allein.
Mein Freund und ich haben uns vor 3 Wochen einvernehmlich und aus Respekt dem anderen gegenüber bzw. gegenüber dem Lebenswünschen getrennt.
Wir waren 3 Jahre zusammen und sind vor 1,5 Jahren zusammen gezogen. Wir haben uns gut zusammen entwickelt und eine respektvolle und harmonische Beziehung geführt. Es hat alles gepasst, natürlich müssten wir uns kennenlernen und haben die ein oder andere kleinere Krise durch reden gut gemeistert.
Vor einem Dreivierteljahr (nach meinem 30. Geburtstag) kam bei mir der Wunsch auf über unsere gemeinsame Zukunft zu sprechen. Wir hatten ganz am Anfang unserer Beziehung kurz darüber gesprochen, dass wir beide heiraten und Kinder wollen. Somit war für mich alles perfekt. Doch als ich das Thema letztes Jahr ansprach könnte er mir keine klare Aussage bezüglich seines Kinderwunsches geben. Er sagte, es sei bei ihm schwankend, mal konnte er sich Kinder vorstellen und mal eher nicht. Er könne es mir nicht sagen, er kann es aber auch nicht auschließen. Die Abstände mit dem ich über das Thema gesprochen habe wurden immer kürzer, weil ich hoffte, er macht sich genauso wie ich Gedanken und wir werden schon noch einen gemeinsamen Nenner finden. Letztendlich hat Erdmann gesagt mich solle mich darauf einstellen, dass er keine Kinder möchte und er möchte mir meinen Wunsch aber auch nicht nehmen. Diese Zeit hat uns wahnsinnig zusammen geschweißt. Wir haben nach Lösungen gesucht, aber keine gefunden. Am Ende konnten wir beide nicht mehr und haben uns für abstand entschieden. Er dachte aber, dass ich mich von ihm getrennt habe und hat innerhalb von ein paar Tagen für sich entschieden wieder in seine Heimat zu ziehen. Er ist wegen mir hier geblieben und sagte, jetzt wo es mich nicht mehr gibt, hält ihn hier nichts mehr. Ich war geschockt, weil ich uns beiden eigentlich Zeit geben wollte und von ihm unter Druck keine Entscheidung abverlangen wollte. Aber es war zu spät. Wir haben dann noch ein paar Tagen nach Lösungen gesucht aber uns beiden war klar, dass wir uns mit diesem unterschiedlichen lebenswerten nur unglücklich machen werden.
Das trennungsgespräch war sehr "schön", erfüllt von Trauer und liebe und vor allem Respekt.
Nun habe ich die gemeinsame Wohnung verlassen und habe notgedrungen eine neue Wohnung angemietet. Nächste Woche werde ich ausziehen. Es ist alles so furchtbar!
In unserem trennungsgespräch hab ich zunimmt gesagt dass wenn er seine Meinung ändert sollte er wisse wo er mich findet. Genau dies sagte er auch zu mir und "wer weiß, was in 2-3 Monaten ist, dann ist der Druck weg. "
Ich sitze hier und versuche mein Leben zu ordnen und begreife noch vieles nicht. Es ist so absurd wenn zwei Menschen, die sich lieben, trennen müssen.
Hat jemand von euch ähnliche erfahren gemacht und möchte sich mit mir austauschen?
Was kommen euch für Gedanken, wenn ihr meine Geschichte lest?
Ich bin übrigens 30 und er gerade 36 geworden.
Ich freue mich auf eure Antworten und bedanke mich Fürs lesen!
Eure traurige wolke
