fuchs6105
Mitglied
- Beiträge:
- 16
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 8
- Mitglied seit:
ich lese schon eine Weile im Forum und hoffe irgendwie Antworten zu bekommen. Aktuell bin ich gefühlsmäßig am Tiefpunkt meines Lebens angekommen und komme nicht vor und zurück.
Meine Krise fing von einem Tag auf den anderen an, als ich plötzlich wie einen Gedankenblitz hatte "liebe ich meinen Partner noch?". Ich habe mich nie mit der Frage beschäftigt und leider angefangen im Internet nach Erfahrung zu suchen. Ich habe viele Berichte gelesen, wo sich Partner*innen unter Höllenqualen aktiv getrennt haben, weil "es eben sein musste und man nicht mehr voran kam". Das hat bei mir eine unglaublich Große Verlustangst und Panik aktiviert und ein Gefühl, dass ich mich trennen muss und auch werde. Seitdem bin ich nur noch fertig und es fühlt sich an, als seien wir bereits getrennt oder zumindest, als sei es gesetzt und nur noch eine "Abschiedsphase".
Mein Partner und ich führen seid 6 Jahren ein tolle Beziehung und wollen eigentlich bald heiraten. Klar, ist die Beziehung nicht nehr so leidenschaftlich aber die Erwartungshaltung hatte ich auch nach 2 Jahren schon nicht mehr. Vertrauen, intensive Gespräche und Intimität (nicht nur S.) sind mir da wichtiger.
Aber trotzdem ist da diese Stimme, die sagt "du machst dir was vor, ihr seid nur noch Freunde, du musst weiterziehen".
Ich weiß nicht was los ist, diese Gedanken machen mich fertig. Die ganze Zeit versuche ich mich zu hinterfragt, ob ich mich entliebt habe und das einfach die bittere Erkenntnis ist. Und die Trauer natürlich da ist, weil die gemeinsame Zukunft ja nun (gefühlt) geplatzt ist. Ich möchte die Trennung aber auf keinen Fall und habe das Gefühl, meinen Emotionen und Gedankenkreisen hilflos ausgeliefert zu sein. Ich würde alles tun, um die Beziehung zu halten. Paartherapie usw. kommen nicht wirklich infrage, weil wir als Paar meiner Meinung nach kein direktes Problem haben. Bei zwei Psychologen hatten ich bereits eine Akutsprechstunde aber ehrlich gesagt, wussten die auch nicht so recht, was sie mit mir anfangen sollen.
War irgendjemand schonmal in einer vergleichbaren Situation oder hat sowas schonmal gehört?
Wie kann sowas passieren, von einem auf den anderen Tag?
Und warum gab es keine "Vorboten"? Ich verbringe liebend gerne Zeit mit ihm, kuschel gern, vertraue blind usw.
Ich habe Angst, mich zu trennen und einen riesen Fehler zu machen, nur weil ich diese Ambivalenz nicht mehr ertragen kann. Andererseits halte ich es so auch nicht mehr lange aus. Abgesehen davon, dass mein Partner natürlich auch sehr leidet 😞