Zitat von Dummda2:Da kann man als Parzner fast nichts machen, denn der andere ist so verschlossen, dass eh alles an ihm abprallt oder falsch verstanden wird.
Das ist genau der Punkt, woran ich so lange und manchmal immer noch innerlich am Verzweifeln bin.
Das Fremdgehen hätte ich verknusen können -- er hat es ja auch sogleich gebeichtet. Erstaunlicherweise hatte ich in dieser "Beicht"-Situation eher das Gefühl, dass er mit jemanden reden musste, der/die ihm sagt, was er jetzt tun soll.
Ich habe nicht den Seitensprung von Exi zu verdauen, sondern die Zeit vor dem Seitensprung, als ich merkte, mein Partner entfernte sich seelisch und leugnete es, brüllte rum, war ekelig, die Stimmung war im Keller. Es gab nur Vorwürfe, Sex wollte er trotzdem, aber nur nach seiner Nase. Die Kinder waren ihm zu nervig. Bei Familienausflügen war er genervt, die Kinder sollten funktionieren, heile Welt vorspielen und ich hatte dafür zu sorgen. Er war so unzufrieden. Ich aber auch. Auch ich wollte freier sein, mich entfalten, das tun, was mir Freude macht. Ich rede in meinem Falle von Konzerten, Musik, was ich mochte, er aber nicht. Er nahm mir das übel, dass ich das ansatzweise umsetzte.
Wir entwickelten uns schon weit vorher auseinander. Mir hatten so unterschiedliche Interessen, das entwickelte sich auseinander. Da blieb anscheinend nicht mehr viel Klebmasse übrig. Besonders wenn einer leugnet, dass in einer Partnerschaft auch diskutiert werden muss. Klappe zu, dass frustet mich allzu sehr, daran zu rühren.
Ich lebe jetzt mein Leben nach meinem Geschmack und habe mir das alles recht hübsch eingerichtet. Bin zufrieden, manchmal sogar glücklich

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