Dasisaberuncool
Mitglied
- Beiträge:
- 72
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 49
- Mitglied seit:
Ich habe nun auch zu euch gefunden, weil ich schlichtweg einfach nur noch ein Wrack bin und nach vier Monaten Trennung nun doch nicht mehr alleine damit sein will.
Um mal zu verdeutlichen, wie fertig ich gerade bin:
Ich habe vorhin einen Termin abgesagt, weil mir plötzlich schlecht und schwindelig wurde, weil ich einfach nicht essen kann. Ich lag gerade auf meinen Kuchenboden, Füße nach oben auf den Stuhl, sonst wäre ich wahrscheinlich umgekippt. Ich habe also auf den letzten Drücker den Termin, über den ich mir dann auch noch seit Tagen sinnlos Gedanken mache, abgesagt und was sagt die Dame zu mir? - Der Termin wäre erst am Mittwoch. Wie fertig bin ich denn eigentlich? Mittwoch habe ich vor diesem Termin noch einen bei einem Psychiater gemacht. Ich will eigentlich keine Tabletten nehmen, aber die Liste meiner psychosomatischen Beschwerden ist derzeit lang. Ich habe mich von einem Mann getrennt, der meiner Meinung nach hochgradig Narzisstisch ist. Ich bin nicht böse auf ihn, sondern habe eher Mitleid. Vorgestern habe ich ihn getroffen, zum ersten Mal, seit der Trennung. Aber ich weiß, dass er angerufen wurde. So läuft er also los, um mich abzufangen und bei einem, "wie geht's", gleich loslegt, dass er ja gerade aus Amsterdam käme, obwohl ich weiß, dass er von seiner Mutter kommt. Er will mir also die Unabhängigkeitsnummer vorspielen, doch genau das zeigt mir eher, wie wütend er auf mich ist, dass ich mich getrennt habe. Und meine Gründe dafür sind weitreichend. Von seiner Seite jedoch keinerlei Reflektion. Erwarte ich das? Nein, nicht mehr, weil ich in ihn ein Kind, gefangen im Körper eines Erwachsenen sehe.
Doch ich leide. Ich leide so sehr, weil ich schon so lange nicht mehr verliebt war, wie in ihn. Wir waren fast vier Jahre in einer on-of-Beziehung. Die war so schlimm, dass ich dadurch angefangen habe, mich selbst zu hinterfragen. Ich habe mich mein ganzes Leben immer von anderen Menschen abhängig gemacht und nun bin ich mit meinem Ex so arg auf den Boden geknallt, dass ich es zum ersten Mal alleine versuchen will. Die Angst, mein Leben in die eigene Hände zu nehmen, hat mich bedürftig gemacht und die falschen Menschen in mein Leben gezogen. Und nun bin ich alleine und wie man ja herausließt, kriege ich mein Leben gerade so gar nicht geregelt. Ich bin komplett mit allem überfordert. Ich möchte einfach nur ein bisschen das Gefühl haben, dass ich nicht alleine bin und vielleicht den ein, oder anderen Erfahrungsbericht, aus dem ich Tipps für mich entnehmen kann. Ich konnte jetzt wochenlang nicht mehr richtig weinen und seit vorgestern bin ich nur noch dran. Es ist alles so aussichtslos.
Ihr Lieben. Fühlt auch ihr euch mal ganz fest gedrückt. Ich denke, hier gibt es auch genug Menschen, die ebenfalls genug mit dem Thema um die Ohren haben.
Ganz liebe Grüße.
