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"....Veto: Es ist möglich, sein Ego zurückzuhalten (das geschieht meistens durch den Charakter einer Person automatisch und nicht so sehr bewußt, genau wie umgekehrt), und gleichzeitig eine starke Persönlichkeit zu haben. Ich würde sogar sagen, daß diese Stärke absolut notwendig ist, um nicht egozentrisch sondern eher partnerschaftlich oder sozial denkend zu sein."
man hat dann also die persönlichkeit kein egoist zu sein, und damit wären tatsächlich beide varianten erfüllt........klingt nicht schlecht, aber ist es alltagstauglich?? das kommt leider auch auf das gegenüber draufan. viele personen nutzen jede schwäche (jeden bietenden konsens) eines menschen aus um ihre eigenen ziele zu erreichen...........dann steht man schön blöd da......ich hab sogar erlebt dass menschen wütend wurden und noch gemeiner wurden weil ICH nicht wütend reagierte, es wird ja geradezu erwartet das man seine positionen verteidigt und zähne zeigt, anders scheinen faire problemlösungen nicht möglich zu sein (für die meisten, wie gesagt wenn 2 defensive menschen aufeinandertreffen kommt wahrscheinlich der beste konsens zustande)..........leider leider leider
deine beispiele mit becker und kahn gefallen mir gut. sie wollen alles, verlieren aber alles. andere wollen nicht alles und können so auch nicht alles verlieren. ABER es gibt auch jene die vieles wollen und vieles bekommen.........das schicksal hat ein wörtchen mitzureden, aber es stimmt die einstellung, erwartungshaltung hat auch einiges mitzureden und über das glück des menschen zu entscheiden.
ja der "dumme" fällt auch früher oder später aufs maul, aber der "kluge" fällt genauso aufs maul, und ich kenne weder kluge noch dumme die wirklich so gefestigt sind dass sie krisen wie trennungen unbeschadet überstehen....aber sonst funktioniert das dumme leben gan gut nach dem motto "was ich nicht weiss macht mich nicht heiss...."
stimmr, das grübeln ist eine sucht. aber unter sucht hab ich noch nie etwas pos verstanden. ich bin doch nicht am leben um süchtig zu sein sondern um ein zufriedenes oder gar glückliches leben zu führen. sucht kann zu keinem der beiden führen denke ich mal..............bei mir ist grübel defenitiv eine sucht

@seawave: ja das gedicht zeigt die einsamkeit in der ich mich oft fühle. aber vielleicht fühlen sich die "anderen" genauso? oder sehen sie keine so krasse differenz wie in dem gedicht beschrieben? gibt es überhaupt so eine klare trennlinie? und ab wann ist das grübeln krankhaft?
@: du hast verdammt recht mit deiner gleichwertigkeitsansicht der partner. eines ist klar, man kann nicht in allen belangen gleich denken, was nutzt es auch wenn man sich eh wieder verändert.........also worauf kommts an? gleiche werte, aber auch die können sich verändern, ich hab zb innerhalb 2 jahre sicher 4 mal meine einstellung zum christentum geändert (jetzt wieder atheistisch). ja was bleibt dann überhaupt noch als kriterium für eine partnerschaft übrig? der gleiche soziale status? aber auch der kann sich ändern............man sieht, und das hast du auch erkannt, man findet das glück nur im augenblick, es ist nicht festzuhalten, aber genau das versuchen wir alle. teils wegen unserer erziehung und der christlichen erziehung, die besagt es wäre normal mir 1 frau zusammenzu bleiben ein leben lang, und die "normale" gesellschaft wird ja auch so dargestellt. scheidung gibts ja nur weils die ehe, die ehe hat das leid der scheidung miterfunden. die trennung ist so schlimm weil wir das glück festhalten wollen.........jeder wünscht sich wohl 1 perfekten partner mit dem er immer glücklich ist. aber warum? aus sicherheit und bequemlichkeit (das glück gebucht zu haben). die gesellschaftlichen "norme" sind uns ja schon fast in die gene übergegangen...........jede abweichung versetzt uns in schock und es gibt auch keine lösung weil die umwelt auch nach diesen regeln spielt......d.h. nach einer trennung eine beziehung zu verdrängen und weiterzuleben mit neuen partner gilt als gefühlskalt. warum? es ist biologisch berechtigt so zu handeln. aber gesellschaftlich und in unserem gewissen verpönt. leid nach einer trennung müsste nicht sein. es gibt viele faktoren dafür (teilw. hormonell und chemisch, also s. entzug etc, teils eben die gesellschaftl norm nach trennung KO zu sein, teilw. wegen finanziellen problemen)......trotzdem denke ich zb immer noch an meine ex. sie hatte nach der ttrennung schnell einen neuen, ich keine neue, ich wollte alleine leben lernen, aber KANN man das überhaupt bzw hat es sinn?? es ist so eine art vorkehrung, eine impfung sozusagen um dann wenns wieder zur trennung kommt es besser ertragen zu können, um zu wissen man kann alleine leben. ABER ist das notwendig zu lernen (wenn man es überhaupt kann).....
@dummie: also ich kenne nicht viele die das leid bloss in der ratio begriffen hätten und es sonst keine konsequenzen hat. zb. appetitlosigkeit, schlaflosigkeit,...sind doch eindeutige zeichen das hier mehr passiert als das etwas verstanden wurde........und normalerweise hat ja das verstehen konsequenzen weil meiner meinung nach geist, körper und seele verbunden sind........ich würde das nicht so aufspalten wie du, das man ebenso nur auf einer ebene leiden kann ist sehr unwahrscheinlich. manche sind emotionaler und es prägt sich hier mehr aus aber betroffen sind alle auf allen ebenen, denk ich mal.............
so , bis bald
euer frost